Camiguin – Die Perle vor der Nordküste Mindanaos
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Wenn man von den philippinischen Inseln spricht, fallen meist sofort Namen wie Cebu, Palawan oder Boracay. Doch es gibt auch kleinere Perlen, die oft nur von Kennern besucht werden – und eine davon ist die Inselprovinz Camiguin, gelegen im Norden Mindanaos im Bohol-Meer.
Ein kurzer Blick in die Geschichte
Camiguin wurde in der spanischen Kolonialzeit erstmals systematisch besiedelt und war über Jahrhunderte immer wieder von Vulkanausbrüchen geprägt. Diese geologischen Ereignisse haben das Gesicht der Insel stark geformt – man spricht nicht umsonst von „der Insel, die durch Feuer geboren wurde“.
Touristische Reize – Natur pur
Für Besucher ist Camiguin ein kleines Paradies. Trotz ihrer geringen Größe bietet die Insel eine enorme Vielfalt:
- Heiße und kalte Quellen wie die Ardent Hot Springs und Sto. Niño Cold Springs laden zur Entspannung ein.
- Wasserfälle wie der Katibawasan oder Tuasan Falls beeindrucken mit unberührter Naturkulisse.
- Vulkane wie der imposante Mount Hibok-Hibok sind nicht nur landschaftlich markant, sondern auch bei Wanderern sehr beliebt.
- Ein Highlight ist die White Island Sandbar, eine schneeweiße Sandbank mitten im Meer mit Blick auf die Vulkansilhouette Camiguins.
- Ebenfalls sehenswert: die versunkene Kirche von Catarman, ein Mahnmal eines Vulkanausbruchs, welches im Meer liegt und gerne von Tauchern besucht wird.
Camiguin ist auch für Taucher interessant: Rund um die Insel gibt es mehrere Tauchspots, die mit klarer Sicht, bunten Korallen und artenreicher Unterwasserwelt locken.
Kulturelle Aspekte
Die Inselbewohner sind für ihre Gastfreundschaft bekannt. Besonders prägend ist das Lanzones Festival im Oktober. Diese Feier zu Ehren der süßen Frucht „Lanzones“ ist ein buntes Spektakel aus Straßenumzügen, Tänzen, Musik und kulinarischen Genüssen. Es spiegelt die enge Verbindung von Landwirtschaft, Tradition und Lebensfreude wider.^
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Und wer Camiguin besucht, kommt an einer weiteren Spezialität nicht vorbei: dem Pastel de Camiguin. Dieses süße, weiche Brötchen mit cremiger Füllung – oft aus Milch, manchmal auch mit Ube oder Mango – ist das kulinarische Markenzeichen der Insel und ein beliebtes Mitbringsel für Besucher.
Wirtschaftliche Struktur
Die Wirtschaft Camiguins basiert hauptsächlich auf Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus. Besonders der Lanzones-Anbau ist von Bedeutung, daneben Reis, Kokosnüsse und diverse Früchte. Der Tourismus nimmt immer mehr an Fahrt auf, bleibt aber vergleichsweise sanft und nachhaltig – große Hotelketten sucht man hier vergebens, stattdessen prägen kleine Resorts, Gästehäuser und familiengeführte Unterkünfte das Bild.
Heutige Situation
Heute präsentiert sich Camiguin als ruhige, sichere und charmante Inselprovinz, die trotz wachsender Besucherzahlen ihren ursprünglichen Charakter bewahren konnte. Sie ist vor allem für Reisende attraktiv, die Ruhe, Natur und Authentizität suchen – und keine Lust auf überlaufene Touristenzentren haben. Die Infrastruktur ist einfach, aber ausreichend: Es gibt einen kleinen Flughafen mit Verbindungen nach Cebu und Manila, Fährverbindungen zum Mindanao-Festland und nach Bohol sowie ein gutes Straßennetz rund um die Insel.
Camiguin gilt mittlerweile als Geheimtipp für Expats und Langzeitreisende, die ein entspanntes, naturnahes Leben bevorzugen. Der Lebensstandard ist solide, die Lebenshaltungskosten sind moderat, und die Nähe zum Festland Mindanaos sorgt für Anbindung an größere Städte.
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Fazit:
Camiguin ist ein kleines Paradies abseits der großen Touristenströme. Mit seinen Vulkanen, Stränden, heißen Quellen und seiner warmherzigen Kultur bietet es eine einzigartige Mischung, die man so kompakt kaum auf einer anderen philippinischen Insel findet. Die heutige Situation ist geprägt von wachsendem, aber kontrolliertem Tourismus – ideal für alle, die ein Stück echtes, unverfälschtes Inselphilippinen erleben möchten.



