Krieg in Middle East - Folgen für Reisende

Ja, nicht jeder ist zum Kriegsreporter geboren und hat da Bock drauf. Das ist nun mal so.

Zwischen Luxemburg und Pakistan ist ein gewaltiger Unterschied. Auch das muss man immer als Perspektive sehen. Jemand der im Zweifelsfall einfach verhungert, weil sich niemand um ihn kümmert, hat andere Motivation und kann mehr ertragen als jemand aus einem Land wie Luxemburg, der einfach nur aus dem Urlaub heim will. Wir müssen das hier auch nicht vertiefen, Menschen sind unterschiedlich und hinterher hat’s immer jeder gleich gewusst :wink:

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Ein Luxemburger kann nunmal mehr darauf vertrauen, dass seine Regierung eine Lösung findet als ein Pakistani. Da kann man schon etwas relaxter sein.
Wenn ich jemals in so eine Situation kommen sollte, dann wünsche ich mir jemanden wie Pusa an meiner Seite (Liebe Grüße an die beste Ehefrau von allen: Haste gut gemacht, Dir diesen Typen zu krallen), Mein Ex hätte mit seinem Aktionismus und Hektik den Horror nur verstärkt.
Bevor wir uns darüber beklagen, dass Pusa nicht intensiv genug berichtet hat, soltten wir uns bewusst machen, dass das Forum nicht oberste Priorität hat. Zuerst kommt da seine Frau, die Kinder, Verwandte und Freunde. dann irgendwann das virtuelle Forum. Wir haben keine Ahnung, was los war, geht uns auch nichts an, das ist privat.
Ich freue mich auf seine Berichte, wenn er denn Zeit und Ruhe dafür hat.

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Immerhin wurde er von einem Minister als Willkommen umarmt, in D. hätte er eine Rechnung in die Hand gedrückt bekommen.

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„Was nicht ist, kann noch werden“ … :wink:

Ich bin auch gespannt auf die Fortsetzung des Berichts, aber alles zu seiner Zeit.

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In Luxusbourg ist es halt mathematisch einfacher jeden Bürger persönlich zu umarmen.:rofl:

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Haha, die Israelis machen was sie wollen und jetzt hat Trump ein Problem.
Der Ölpreis geht durch die Decke und vielleicht hat er bald seinen Mussolini Erlebnis.

Teil 3: Am Flughafen in Maskat.

Wir erreichten den Flughafen gegen 18 Uhr, es wurde langsam dunkel. Nun galt es wieder, das Gepäck auszuladen. Ein Omaner, der anscheinend etwas zu sagen hatte, diskutierte mit der Reiseleiterin. Nach der erneuten Anweisung, die Gruppe unter keinen Umständen aus den Augen zu verlieren, leitete er uns über Lifte und Rolltreppen vor die Abflughalle. Dort sollten sich kleine Gruppen bilden und mindestens eine Person sollte immer erreichbar sein und auf das Gepäck der Gruppe aufpassen. Vorher wurden die Köpfe wieder abgezählt, um sicherzustellen, dass niemand verloren gegangen war oder über die Taxis an der Grenze dazugestoßen war.

An diesem Abend sollten sowohl ein ziviler Flieger als auch eine Militärmaschine die Gestrandeten der letzten beiden Tage abholen. Beide Maschinen waren aber noch nicht gelandet. Sie waren entweder noch in der Luft oder auf nordafrikanischen Flughäfen.

Der Grund, warum die Leute zusammenbleiben sollten, war, dass es sich nicht um reguläre Flüge handelte, es keine offiziellen Passagierlisten im Flughafensystem gab und die Flüge auch nicht auf den Anzeigetafeln zu finden waren.

Wir waren in einer Gruppe mit einer Muslima und zwei Briten. So passte halt jeder periodisch auf das Gepäck auf, während die anderen Toilettengänge machten oder Essen besorgten. Einige Passagiere waren leider bargeldlos oder nach der langen Anfahrt nicht gut drauf und erschöpft. Einem älteren deutschen Ehepaar erklärte ich, dass sie mit Kreditkarte Essen kaufen könnten; ansonsten würde ich ihnen Dirham leihen. Die Geschäfte akzeptierten aber auch die Währung der VAE. Meine Frau kaufte mit Wise ein, das Geld wurde dann von meinem Wise-Peso-Konto abgebucht. Unsere Reiseleiterin war nun auch auf Nahrungssuche, es war ihr vierter 16-Stunden-Tag.

Plötzlich tauchte die Flughafenleitung auf und es gab Ärger. Wir kampierten im Ankunftsbereich der First Class von Oman Air. Wir störten die potenten Kunden der Airline. Uns wurde befohlen, die Zone sofort zu verlassen, sonst würde die Flughafenpolizei die Räumung veranlassen, und drohten mit Schlimmerem. Natürlich konnten wir uns nicht unkontrolliert im Flughafen verteilen. Ein deutscher Unternehmer, das sich auf Geschäftsreise befand, verhandelte mit den Verantwortlichen und erreichte einen Aufschub von weiteren 30 Minuten, bis die Reiseleiterin auftauchte.

Nur ein Bild zeige ich hier

Glücklicherweise tauchte sie dann vor Ablauf der Frist auf, was uns weitere Unannehmlichkeiten ersparte.

Die Passagiere informierten sich auch gegenseitig über Telefonanrufe der Airline und des Auswärtigen Amtes. Da ging es hin und her, die Informationen wechselten im Minutentakt. Meine Frau hatte auch ein Problem: Sie war hungrig und es war ihr egal, dass ihr Smartphone komplett blockiert war. Durch SIM-Wechsel hing die Technik fest und dazu war ihr DU-Abo (VAE) deaktiviert worden. Erst hier in L konnte der Reparaturdienst das Smartphone zum Leben erwecken. Keine Ahnung was da passiert war.

Aufgrund der Lage habe ich einige Zeit im DU Store in Dubai verbracht, damit wenigstens mein Abo funktionierte. In den Emiraten werden SIM-Karten streng kontrolliert und mein Abo musste mehrmals mit Pass aktiviert werden (?) Von einer omanischen SIM sah ich ab, ich kannte den Zeitaufwand. In dieser Situation war mir das zu heikel. Ich kommunizierte dann lieber im Roaming, wenn es dann ging.

Es war inzwischen 22:00 Uhr und auch die Cebu-Pacific-Crew hatte es mittlerweile zum Flughafen geschafft. Wir wurden im Untergeschoss einquartiert und hatten dort leider mal wieder keinen Empfang mit unseren Smartphones. Der Kontakt mit der Familie war somit erschwert. Meine eSims funktionierten teilweise gar nicht mehr. Und wieder einmal hieß es warten. WLAN gab es nicht, zumindest konnte niemand es aktivieren. Man riet uns, die eSIM des Omans zu kaufen und nutzen.

Gegen Mitternacht musste ich auf die Toilette, die ich erst einmal in den Obergeschossen finden musste. Während meiner Abwesenheit kam Bewegung in die Gruppe: Der Luxair-Flieger war gelandet und die Passagiere der Maschine wurden von der Reiseleiterin aufgerufen. Ich war noch unterwegs. Meine Frau war in leichter Panik, aber ich erreichte die Gruppe noch rechtzeitig.

Nun ging es in die Abflughalle zum Check-in. Da es sich nicht um einen offiziellen Flug handelte, waren die noch geschlossenen Counter alle mit „Drop-off” gekennzeichnet. Das war fatal, denn nun wollten auch die regulären Passagiere ihre Koffer loswerden. Es kam zu einem leichten Durcheinander. Gut, dass die Schalter noch geschlossen waren.

Wieder war Warten angesagt, aber glücklicherweise wurden 60 Minuten vor der geplanten Abflugzeit zwei Schalter geöffnet. Es wurde Dienst nach Vorschrift gemacht, was zum Unmut aller führte. Die erstellte manuelle Passagierliste diente als Vorlage für den Check-in, was wiederum Probleme bereitete. Die Begleitpersonen mehrerer Gruppen vor Ort forderten mehrere zusätzliche offene Schalter, erhielten aber die abweisende Antwort, sie sollten sich an den zuständigen Supervisor wenden.

30 Minuten vor Abflugzeit waren wir durch und hatten unsere Boardingpässe in der Hand. Wir waren aber erst im ersten Drittel des Check-ins. Uns stand noch der Security-Check bevor. Auch dieser dauerte, und wir waren unter allen anderen Passagieren, darunter teilweise undisziplinierte Rückflieger aus allen Teilen der Welt.

Unser Gate war am Ende des Terminals, obwohl die meisten nahen Gates unbenutzt waren. Zehn Minuten vor dem Boarding erreichten wir das zugewiesene Gate.

Zu unserem Entsetzen fand dort gerade ein Boarding statt. Es handelte sich um einen Sonderflug nach Georgien. Mitten im Boarding war der Computer ausgefallen. Nun wurden alle Passagiere wieder aus der Boarding-Zone herausgerufen. Es musste ein manuelles Boarding der Maschine durchgeführt werden. Und das dauerte wieder. Die geplante Abflugzeit dieser Maschine war 17:00 Uhr.

Unter diesen Umständen wäre unsere Maschine auf dem Rückflug leer geblieben, aber zum Glück blieb sie am Boden. Die Passagiere der Luxair wurden alle zu einem anderen Gate umgeleitet. Aber auch das dauerte wieder. In der Zwischenzeit waren alle Passagiere mit einer Stunde Verspätung am Gate.

Am neuen Gate wusste man leider nicht direkt was von der Umbuchung, also wurde wild umher telefoniert, aber nur kurze Zeit. Dann endlich begann unser Boarding.

Die zweite Maschine traf erst Stunden später ein. Da es sich um ein multinationaler Militärflieger handelte, fehlten lange noch Start resp. Landeerlaubnis für die Mission. Die vorgesehenen Passagiere mussten weiterhin sehr geduldig sein.

Ich stelle mir mittlerweile ernsthaft die Frage, ob dieses Chaos keine Methode hatte:

  • Die fast alleinigen Abflüge arabischer Flüge am Dubai DXB
  • Die überlangen Wartezeiten am Zoll
  • Das Chaos am Flughafen, das anscheinend nur Sonderflüge betraf.

Zumindest konnten wir nun in den Flieger, so gegen 3 Uhr nachts. Die Georgier waren fast am Ende ihres Boardings angekommen. Die Maschine der Enter Airline sollten wir später in Hurghada in Ägypten wieder begegnen.

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Gulf Air wird wohl so schnell nicht fliegen, Bahrain gehen dem Vernehmen nach die Interceptors aus und die sind jetzt voll dran. Die dortige Raffinerie wurde schon zweimal angegriffen. Zudem hat sich eine Patriot verirrt letzte Nacht, und ist in einem Wohngebiet eingeschlagen mit 23 Verletzten.

Etihad momentan

Emirates momentan

We’re currently operating a reduced number of flights until further notice. Please view the latest flight schedules below and follow this information for our arrivals and departures, even if the schedules are not reflected elsewhere online.


wurde mir grad auf fb angezeigt. Nicht schlecht Glück in Unglück für das Mädl :slight_smile:

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Teil 4: Der Rückflug.

Die Erleichterung war groß, als der Flieger erreicht war. Bei der herzlichen Begrüßung durch die Crew und die Piloten fielen allen tonnenweise Steine vom Herzen. Der Flieger war gerammelt voll.

Die Ansage des Piloten war sehr emotional, es gab tosenden Beifall.

Die Crew (Pressebilder)

Die B737 Max kann die Distanz nach Dubai im Direktflug zwar erreichen, aber um die Arabische Halbinsel herum muss ein Zwischenstopp in Hurghada in Ägypten eingelegt werden. Dieser Flug dauerte weniger als vier Stunden. Dort wurde die Maschine aufgetankt und die Crew ausgewechselt. Zurück ging es nun mit zwei Crews.

Während des Tankvorgangs tauchten auch unsere Georgier zum Tanken auf. Auf dem Parkplatz herrschte Hochbetrieb und auch die Feuerwehr, die für diese Betankung mit Passagieren offenbar notwendig ist, hatte alle Hände voll zu tun. Der Flugplatz scheint einer der Ausweichplätze für Rückflüge zu sein.

Während des unspektakulären Flugs nach Luxemburg war Ruhe im Flieger. Die Müdigkeit und die Strapazen zeigten ihre Wirkung.

Ich denke, dass keiner der Passagiere es vergessen hat, sich bei der Crew für ihre geleistete Arbeit zu bedanken, als er das Flugzeug in Luxemburg verließ. Wie ich später in Interviews mit den Piloten hörte, war es auch für sie ein berührender und nicht alltägliche flugtechnische Reise.

Ende gut, alles gut.

Jetzt bleibt eigentlich nur noch das persönliche Fazit dieser Evakuierung in Teil 5 zu ziehen.

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Ich würde gerne zwei Fragen stellen, wohlwissend, dass Antworten angesichts der Umstände nicht erwartet werden dürfen oder sollten.

Das bedeutet aber, dass es eine ganze Menge freie Plätze zwischen Oman und Ägypten gab, korrekt? Oder war die neue Crew schon vorher mit an Board?

Sind das Originalfotos vom Flug von beiden Crews?

Nennt sich „Sicherheitsvorschriften“, für den Tankvorgang selbst ist sie nicht notwendig.

Darauf bin ich sehr gespannt!

PS: Gab es was zu Essen? Wein? Entertainment?

Es waren genau die Plätze frei notwendig für die 2te Crew die in Ägypten wartete.

Crew 1 (auf den Bildern) flog Ägypten / Muscat / Ägypten

Crew 2 übernahm den Flieger in Ägypten und den Rückflug nach L. Die Photos sind Pressefotos, ich weiss nur nicht mehr, wo ich die aufgegabelt habe.

Als Verpflegung gab es die Standardvariante u.a. auch Weine. Ein Entertainment-System ist zwar vorhanden in der B737, aber nicht in den Rücksitzen, sondern als Overhead pro 3 Sitze. Im Prinzip sind das Ferienflieger meistens eingesetzt innerhalb der EU und auf Kurzstrecke.

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Der Flughafen in Dubai ist knackvoll, die Schlangen gehen bis raus. Alles Abflüge.

Währenddessen schlagen dort immer noch Drohnen ein. Das ist alles weit weniger normal als es den Anschein haben soll.

Qatar wickelt viel über Riyadh ab, und wenn die Qataris sich von den Saudis helfen lassen, dann will das was heissen. Es ist wirklich nichts normal.

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Nicht umsonst stört man den freien Fluss eventueller Negativnachrichten über Dubai

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Teil 5: Mein Fazit

Nach einigen Tagen der Ruhe und Aufarbeitung der Ereignisse, in denen ich Interviews über die Rückflüge gehört und gelesen habe, ist für mich noch vieles unklar.

Aber:

  1. Ich hätte nie mit Unruhen in den Emiraten gerechnet. Ich wurde eines Besseren belehrt.

  2. Da unser Zimmer im Dusit Thani Hotel ins Landesinnere gerichtet war und etwas von der Küste entfernt lag, haben wir sehr wenig von den Angriffen mitbekommen. Nur einmal, als ich im Pool Bereich fotografiert habe, wurde ich Zeuge eines Drohnenabschusses in unmittelbarer Nähe. Das Hotel selbst hatte danach keine Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, alles lief wie immer, nichts war zu merken. Business as usual. Hätten unsere Smartphones keinen Alarm in der ersten Nacht ausgelöst, es wäre alles normal gewesen.

  3. Anders sah es bei Berichten der Mitreisenden auf der Evakuierungsfahrt aus. Sie erzählten von Übernachtungen in den Garagen der Hotels und von Hotelräumungen in der Dubai Marina.

  4. Das Marriott Hotel in Dubai, das als Sammelstelle für uns für die Evakuierung dienen sollte, wurde von den kontaktierten Kunden nur spärlich genutzt. Das war wahrscheinlich auch der Grund, warum jeder individuell per Taxi zur Sammelstelle fahren sollte. Obwohl ich dachte, dass dies nicht zielführend sein würde, war es doch die beste und schnellste Lösung. So konnte jeder die Sammelstelle innerhalb einer Stunde erreichen. Mit einem Sammelbus von Hotel zu Hotel wäre das in Dubai unmöglich gewesen. Da habe ich mich geirrt. Da wurde gute Arbeit geleistet.

    Laut den Kontakten meiner Frau ist das Hotel nun Touristen-frei.

  5. Die Kommunikation zwischen der Airline, dem Außenministerium und den Passagieren kann insgesamt als gut bezeichnet werden. Es gab zwar einige Pannen, die in der außergewöhnlichen Situation aber verständlich waren. Es war halt Neuland. Man wird sicherlich seine Lehren daraus ziehen (müssen).

    Da ich Kommunikationsprobleme hatte, stand das Außenministerium mit meiner Tochter in Verbindung, die wiederum mit uns über WLAN und WhatsApp kommunizierte.

  6. Der dritte Evakuierungsflug in den letzten Tagen, organisiert durch das Außenministerium, war genau der richtige für uns. Wir haben also alles richtig gemacht. Die vorherigen waren wesentlich chaotischer, als ich es von unserem Trip berichtet habe. Luxair stellt die Flüge nach Dubai meines Wissens nach erstmal bis auf Weiteres komplett ein, abgeholt hätten sie uns in DWC nicht.

  7. Bei den ersten Evakuierungen dauerte die Grenzüberquerung bis zu 16 Stunden (!). Dies zum Verlassen der Emirate und die Einreise in den Oman. Von gutem Willen und Verständnis für die Lage kann man da nicht wirklich reden. Der Kommentar unserer Regierung: Es waren Horrortrips, auch für die planenden Teams im Backoffice.

  8. Dank der intervenierenden Diplomaten aus Abu Dhabi wurde eine Wucherzollgebühr an den Grenzen abgeschafft. Die Passagiere wurden an den Grenzen zur Kasse gebeten (den genauen Betrag habe ich vergessen), sie mussten für ihre Aus- und Einreise zahlen. War es Korruption? Auch die Busse zwischen den Zollämtern mussten individuell bezahlt werden. Man kann sich vorstellen, dass nicht jeder diese Beträge sofort zur Hand hatte. Auch das wurde bei uns unterbunden. Und warum 3 verschiedene Busse auf ± 2 Kilometern?

  9. Wir selbst hatten mit unseren DU-Prepaid-eSIMs, gekauft in DU Dubai Mall, viele Probleme, da alle Touristen-SIMs immer deaktiviert werden, wenn man die VAE verlässt. Nur Bürger mit emiratischer ID kommen an dieser Plage vorbei, bekommen also dauerhaft gültige Sims. Bei unserer zweiten Einreise machte der DU Store einige Fehler bei der Aktivierung, sodass meine eSIM erst am Vorabend des Flugs (Tag 5) funktionierte. Aber auch nur teilweise, denn ich stellte fest, dass das Gerät entweder im Netz oder WLAN funktionierte, aber nie gleichzeitig. Da muss ich definitiv bei zukünftigen Reisen nachbessern und eine andere Kommunikationslösung finden. Noch einmal will ich uns und unseren Kindern diese Situation nicht zumuten.

  10. Die gesamte Evakuierung von Dubai nach Muscat sowie die Abwicklung der Flüge am Flughafen gibt mir zu denken. Werde ich den Mittleren Osten noch einmal besuchen? Nach diesem Erlebnis und der erlebten Organisation sicher so schnell nicht mehr.

  11. In Muscat hätte ich mir schon etwas mehr Aufenthalt als das chaotische Treiben am Flughafen gewünscht. Muscat ist das Gegenstück zu Dubai. Weniger Glitzer, mehr Kultur und Geschichte – dafür werde ich meine Frau aber so schnell nicht begeistern können.

  12. Aufgeschnappt habe ich aber auch, dass die Kosten nur teilweise bei der Airline / Staat hängen bleiben sollen. Für solche Fälle gibt es auch EU-Solidaritätsgelder. Von der Info, dass die VAE die Kosten für Touristen übernehmen sollen, habe ich außer in der Presse nie mehr was gehört.

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Hier die gesamten Themen der Evakuierung noch mal zusammengefasst:

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Spannende Aufarbeitung, mit einem besonders starken letzten Teil.

Was mir dabei wichtig ist…

Das erklärt nun Einiges. Und wenn man sich über die tatsächliche Situation nicht klar und gleichzeitig ein eher ruhiger analytischer Typ ist, dann berichtet man erst mal nicht viel. Ich bitte meine Ungeduld zu entschuldigen. :smiling_face:

Und dann diese Aussage:

„Unruhen“ ist nicht ganz das passende Wort, es waren ja keine Auseinandersetzungen im lnneren des Landes. Nein, es waren und sind kriegerische Auseinandersetzungen, kurz: Krieg. Und den kennen unsere Generationen nicht mehr.

Ohne Zweifel haben Dir diese wenigen Tage einen Blick hinter die Kulissen ermöglicht, der dem von den künstlichen Glitterfasssaden beeindruckten Touristen sonst verwehrt bleibt.

Und ich habe dort vier Jahre gelebt. Bin auch danach zwei Mal nach Dubai zurückgekehrt, hatte kürzlich im Dezember eine Einladung. Musste nicht sein. Wenn es mal wieder passt, ok. Als Tourist sowieso nicht. Und was @Pusa fühlt, ist genau das, was ich an anderer Stelle geschrieben habe:

Deshalb wird jetzt auch Business as usual simuliert…

Und auch das:

Das Thema bleibt spannend!

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Pusa, ich danke Dir für das Einstellen Deines Erfahrungsberichts!

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Es wird anscheinend viel vertuscht und die Grippekranken haben Angst, dass ihnen die Felle wegschwimmen.
Spiegel schreibt, dass man keine negativen Berichte vom goldenen Kalb duldet, Verhaftung droht…
der spiegel influencer in dubai - ein krieg, viele realitäten

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