Wenn man nur wüsste, wie lange die ganze Sache weiter gehen wird. Unser Enkel soll ja am 30.04. mit Kuwait Airways von MNL nach FRA fliegen, am 24.5. zurück. Eigentlich gehe ich davon aus, dass vorher wieder Ruhe eingekehrt ist. Aber wer weiß das schon. In Kuwait geht ja zur Zeit gar nichts, nicht wie in Dubai. Ich weiß gar nicht wie die nach längerer Pause den „Stau“ auflösen wollen.
Ich checke auf jeden Fall schon mal Alternativen.
Willkommen zurück!
Uns hat der Mist jedenfalls unsere ganze Planung für die nächsten 2 Jahre und weiter total durcheinander geschmissen.
Unser gebuchter Flug würde normal übernächste Woche gehen.
Das wird vermutlich nichts mehr.
Ich warte nur noch auf die Stornierung durch die Airline, dann will ich mein Geld zurück.
Zug muß halt ohne uns dann nach Frankfurt fahren, da gibts nichts zu stornieren, ist Sonderpreis.
Dann muß ich noch den Folgeflug mit Cebu Pacific stornieren, hoffe die schreiben mir das gut und wir können das später verwenden.
Jedenfalls wieder einen Haufen unnötige Arbeit wegen dem Typ in US.
Dem werde ich irgendwann die Rechnung dafür präsentieren.
Jedenfalls, weiß ich noch gar nicht, wenn es so weit kommt, ob wir überhaupt noch dieses Jahr auf die Phils fliegen.
Wenn ich was nicht ausstehen kann, dann ist es Ineffizienz, es gibt nix ineffizienteres als diesen ganze Hikhak mit Stornierungen usw.
welche airline hast du denn gebucht ?
Kuwait Airways
Schön das du es geschafft hast, @Pusa!.
Entspann’ Dich weiterhin gut, hat ja jetzt auch keine Eile mehr. ![]()
Lieber die Reisetraumata gaaanz in Ruhe aufarbeiten. ![]()
Wetter in Lux dürfte ok sein, zumindest in der Nachbarschaft aufn Hahn (vor Abflug nach IRL) scheint die Sonne. Allerdings wird etwas Wüstenstaub nach Europa getragen. Hast Du den mitgebracht? ![]()
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Teil 1: Meine Erlebnisse bei der Evakuierung, Einleitung
Nach 12 Stunden Schlaf und mit geordneten Gedanken beginne ich nun, das Erlebte niederzuschreiben. Ich werde es in Etappen tun.
Zunächst gilt meine Dankbarkeit unserer Regierung und unserer nationalen Airline für ihre oft persönliche Anteilnahme an den Schicksalen vieler Landsleute und Kunden aus der Großregion Deutschland, Frankreich und Belgien. An Bord des Rückführungdflugs waren aber auch andere Nationen, darunter Emirati mit Homebase Luxemburg.
Ich werde demnächst in Etappen berichten, um die genaue Situation bei einer solchen Evakuierung deutlich zu machen, denn eine lustige Kaffeefahrt von Dubai nach Oman ist etwas ganz anderes.
Hier ist ein Bericht von Tageblatt.lu über unsere Ankunft. Ganz am Anfang sieht man meine Frau und mich in den Armen unseres Außenministers. Ein sehr emotionaler Moment, in dem einem 72-Jährigen die Tränen in die Augen traten. Besser ging es meiner Frau auch nicht.
Und noch eine Folge dieser Evakuierung ist, dass sich Fremde in der Not anfreunden. Es gibt aber auch Verlierer in meinen Gedanken. Davon später mehr.
Ich bin gespannt auf Deinen Bericht.
Ganz vorne! C geflogen… ![]()
Top, wie alte Freunde vom Außenminister geherzt!
also wer jetzt noch in Dubai festsitzt und weg will dem kann man nicht helfen ;).
Normaler Preis
Selbst wenn ich 9 Personen eingebe ist es buchbar zu dem Preis ![]()
Wäre für @pusa sicher auch entspannter gewesen als der Oman Trip. Bin dennoch sehr gespannt auf Dein Bericht ![]()
Unser Rückflug ist am Dienstag mit GulfAir und dieser wird mit Sicherheit gecancelt werden. Danach werde ich über meine betreuendes Reisebüro Erstattung des Flugpreises verlangen - wahrscheinlich dann nur die anteilige Erstattung für den Rückflug; zusätzlich eine Entschädigung nach EU Recht?
Eine kostenfreie Umbuchung macht aus meiner Sicht keinen Sinn, da der Konflikt sich m.E. noch viele Wochen hinziehen kann. Aber das ist eine persönliche Risikoeinschätzung, die jeder für sich treffen muss.
Es gibt keine Entschädigung bei höherer Gewalt.
Krieg ist eine Solche.
Teil 2: Die Evakuierung nach Maskat
Am Vortag unserer Evakuierung wurden wir von der Airline kontaktiert und gefragt, ob wir an einer Heimreise über Oman interessiert wären. Da meine Frau von den Ereignissen bereits sehr mitgenommen war, stimmte ich dem Angebot zu.
Treffpunkt war die Creek-Metro-Station in Dubai um 5:30 Uhr, Abfahrt war um 6:00 Uhr morgens geplant. Mit dem Taxi machten wir uns um 5 Uhr auf den Weg. Am Treffpunkt befanden sich bei unserer Ankunft viele Menschen. Bald darauf fuhren vier Busse vor, und eine Begleitperson der Airline war anwesend.
Es wurden alle Pässe fotografiert, eine Anforderung des Außenministeriums. Da es eine Weile lang mehr Köpfe als Pässe gab, musste mehrmals nachgezählt werden. Dies dauerte bis nach 7 Uhr morgens.
Die Begleitperson erklärte den Ablauf des Transports nach Maskat und teilte uns mit, dass die Passage der beiden Ländergrenzen eher schwierig werden würde. Sie bat uns, Geduld mitzubringen und vor allem, die Gruppe immer zusammenzuhalten.
Ein Blogger, der der Meinung war, dass man alles auf Video festhalten müsse, wurde zurechtgewiesen.
So ging es im Konvoi der Busse zur Grenze, was eher unspektakulär verlief.
Die Begleitperson ermahnte uns noch einmal, dass es ab der Grenze schwieriger werden würde. Diese Bedeutung sollten wir später verstehen lernen.
An der emiratischen Grenze war die Fahrt mit diesen Bussen dann zu Ende. Alle Passagiere stiegen aus und gingen mit ihren Koffern zur Ausreisekontrolle der Vereinigten Emirate. Die Busse kehrten nach Dubai zurück. Während wir in der Sonne warteten, sahen wir, wie Taxis vorfuhren, ihre Passagiere aussteigen und sich ebenfalls auf den Weg zur Passkontrolle machten. Es gab aber auch Grenzgänger in Limousinen; sie wurden durchgewunken. Meistens waren es hochpreisige SUVs.
Der Blogger fing wieder an, sein Unwesen zu treiben. Diesmal legte ich mich persönlich mit ihm an.
Irgendwann hatten wir den Exit-Stempel im Pass, unser Gepäck war durchleuchtet worden und wir mussten in einen gemieteten Shuttlebus zwischen den Grenzen einsteigen. Die Busse wurden von der Begleitperson bezahlt und uns wurde immer wieder ans Herz gelegt, beieinander zu bleiben.
Die ein bis zwei Kilometer dauerten länger, da sich nun vieles staute. Nun ging es in die Einreisekontrolle des Sultanats Oman. Wieder mussten wir warten, diesmal im Bus oder sonst wo. Hier wurde eher Dienst nach Vorschrift gemacht, es dauerte wieder länger. Dabei kamen mir die ersten Vergleiche mit Flüchtlingen an unseren Grenzen in den Sinn. Irgendwann hatte ich einen Einreisestempel im Pass und ging zu einem Bus zurück, der dritte auf der Fahrt.
Auf dem Weg kamen mir einige Flüchtlinge in gelben Hemden entgegen. Unter ihnen waren Piloten. Es handelte sich um die gestrandete Crew einer Cebu-Pacific-Maschine. Wir redeten kurz mit ihnen. Auch sie waren von der Schließung von DXB überrascht worden. Sie waren auf dem Weg nach Muscat, um einen Rückholflug zu erreichen.
Im neuen Bus wurden wieder alle eingeladen und ich dachte, dass wir es nun geschafft hätten. Fehlanzeige.
Jetzt ging es zum nächsten Kontrollpunkt, wo das Gepäck kontrolliert werden musste. Also wurde wieder alles ausgeladen. Es ging in die Kontrolle: Männlein rechts in der Reihe, Weiblein mit Kindern links in der Reihe.
Irgendwann war auch das geschafft und alles wurde wieder eingeladen. Mein Arm schmerzte vom Kofferschleppen und Ein- und Ausladen, was die Passagiere immer selbst machten. Da die vier Busse im Konvoi Muscat erreichen sollten, musste die Abfertigung der vier Busse abgewartet werden. Dies war notwendig, weil am Vortag ein Bus „verloren“ gegangen war, d. h. er kam zu spät am Flughafen an. Der Flieger musste seinen zugewiesenen Slot einhalten; die Passagiere dieses Busses blieben zurück und mussten in Muscat in einem Hotel untergebracht werden.
Nach dem letzten Kontrollpunkt warteten auf einem Parkplatz im Oman Taxis auf Fußgänger, also diejenigen, die von den Dubai-Taxis vorher ausgeladen wurden. Wie die Leute zu diesen Taxis zu diesem Parkplatz gekommen waren, blieb mir ein Rätsel.
Nach Stunden an der Grenze waren wir endlich durch. Hinter uns warteten mindestens ein Dutzend weitere Busse auf ihre Abfertigung.
Der Oman lag nun vor uns, nach drei Buswechseln, dem Ein- und Ausladen des Gepäcks und dem Sammeln von Stempeln.
An vielen Steinen und Sand an den Straßenrändern und einer kargen Landschaft vorbei erreichten wir gegen 18 Uhr den Flughafen von Maskat. Seit der Abfahrt im Hotel waren wir nun 13 Stunden unterwegs, und das für eine Strecke, die man normalerweise in unter fünf Stunden schafft.
Wir dachten, dass nun der schwierigste Teil hinter uns läge. Mir taten die Familien mit Kleinkindern leid, aber auch einige Senioren waren gezeichnet. Leider waren die Strapazen noch nicht vorbei.
Die verkaufen die Flüge munter, aber machen möglicherweise wieder zu. Qatar fliegt grad „Korridorflüge“ zu ausgewählten Zielen – 8 am Tag. Oman Air stockt auf ohne Ende. Freund meinte „glücklicherweise ist die Frau wieder daheim vor der Luftraumschliessung“, wollte dann aber nicht näher drauf eingehen.
Nach wie vor sehr volatil.
Den gezahlten Flugpreis müssen sie aber auf jeden Fall vollständig zurück bezahlen, auch bei höherer Gewalt.
Es gilt EU-Recht, wenn der Flug in der EU startet, für das gesamte Flugpaket.
Ich sammle derzeit Beweise, falls es zum Prozess kommen sollte.
Wenn ich mein Geld innerhalb von 7 Tagen, so wie es das EU-Recht vorschreibt, nicht erhalte, schalte ich einen Anwalt ein, da fackele ich gar nicht lange rum, haben Rechtsschutz.
Wenn das Geld nicht pünktlich da ist und es zum Prozess kommt, bin ich das letzte mal mit einer Fluggesellschaft aus dem mittleren Osten geflogen, aber garantiert.
Ja das weisst Du auf dem Sofa, aber wie gesagt vor Ort ist das noch mal was anderes. Ausserdem nützt es jetzt auch nix mehr – zum Glück ist @Pusa daheim.
Dazu vielleicht noch eins: grad ein paar Erlebnisberichte von Leute gelesen die gestern abend mit der EK001 nach London sind: die sassen schon im Flugzeug, dann schlug eine Rakete ins Terminal ein also wurden sie rausgeholt, nach einer Weile wieder geboarded und dann wieder rausgeholt… nach 7h sind sie dann los. Das ist nicht „Business as usual“, auch wenn das gern geglaubt werden soll.
Ob die Strapazen auf dem Weg nach Muscat das wert waren… ich weiss es nicht, aber ich kann verstehen, wenn man so schnell wie möglich heim will und angesichts einer sehr ungewissen Situation die unmittelbare Lösung einer potentiell angenehmeren mittelbaren Lösung vorzieht.
Das kann nämlich wirklich noch dauern, die hauen sich – angeblich – grad die Wasseraufbereitungsanlagen weg, eine Drohne oder Rakete ist 23 Marina eingeschlagen in Dubai und es ist nur eine Frage der Zeit, bis denen die Luftabwehr ausgeht. Das ist ein absoluter Ausnahmezustand und dass da überhaupt was fliegt grenzt an ein Wunder (und ein bisschen an den Goodwill der Iraner, die sich BIS JETZT erstaunlich präzise daran halten, der US-Armee vor Ort zu schaden)
Solange sich in den USA nichts ändert, wird sich lokal nichts ändern. Und ich wage zu bezweifeln, dass irgend wer dem orangen Clown noch ein einziges Wort glaubt. Hingegen würde ich wetten, dass demnächst ein paar Tower und ein Golfclub umbenannt werden.
Grösstenteils stimme ich @Sir_Pogi zu.
Ich habe von Anfang an gesagt, dass dieser Waffengang kein kleiner wird. Nachlesbar. Da war @Pusa noch locker drauf, flachste rum. Ebenfalls nachlesbar. Er hatte vielleicht noch nicht begriffen, was da passiert, wollte es vielleicht auch nicht.
Irgendwann spürte man aber zwischen den Zeilen, dass die Message angekommen war. Dann wurde es richtig still… denn über Gefühle und Befindlichkeiten sprechen, ist nicht jedermanns Sache.
Wenn überhaupt, dann regte mich diese Sprachlosigkeit auf, ziemlich sogar. Da ist jemand aus der Gruppe mitten im Geschehen und man muss ihm die Würmer aus der Nase ziehen.
Aber da ist er nun mal komplett anders geschaltet, ist halt so. Umso schöner, dass er jetzt aufarbeitet und dann berichtet.
Auch hätte ich wahrscheinlich anders und aktiver gehandelt, um schneller da rauszukommen. Aber auch da sind Menschen unterschiedlich. Er hat sich auf Behörden und Staat verlassen, ein braver Luxemburger halt. Hätte ein Pakistani nicht gemacht.
Letztendlich hat seine Strategie funktioniert: Er ist nach Hause gekommen! Welche Flüge es für ihn gab oder jetzt gibt, ist da nicht mehr wirklich relevant. Generell natürlich schon, denn das Thema ist nicht durch.
Jetzt freue ich mich weiter auf seine Berichte und werde die sehr genau lesen.

