Bin ja am Recherchieren um mir die Tage mal ein Multicab anzuschauen und Probe zu fahren.
Während meiner Recherche aber dann doch auf ein paar verstörende Bilder gestoßen.
Es geht hier wohl um den KIA Bongo 3 - aber das Prinzip ist wie bei den anderen Multicabs - Teile aus Japan(???) werden importiert und daraus werden „neue“ Autos geschnitzt.
Nennt sich „Japan Sur Plus“. Es sind gebrauchte PKWs. Die japanische Historie fehlt und man weiss nicht, wie alt die PKWs schon sind. Ich habe auch so ein PKW: Suzuki Mini-Van, fast schon Schrottreif, aber immerhin jetzt schon 7 Jahre…
Ich hab statistisch noch fast das halbe Leben vor mir, da halte ich mich vorerst noch fern von solchen Teilen. Das sieht schon sehr nach Beeinträchtigung der strukturellen Integrität aus.
Erinnert mich ein bisschen an die Polen, die in den 90ern in einer nahen Werkstatt eine Menge (legal erworbener) Fahrzeuge zerlegten, und die dann immer „gedrittelt“ auf Transporter mit Anhänger verteilten. Ein Transporter hatte den Motor vom Opel und die Türen vom Ford, aber die Rohkarosse vom BMW auf dem Trailer, der zweite den Motor vom BMW und die Sitze vom Ford, aber die Karosserie vom Opel auf dem Trailer usw. usf. – dann über drei unterschiedliche Grenzübergänge und zack, waren drei Autos zollfrei importiert. Das haben die dreimal pro Woche gemacht, über Jahre. Denen ging es nicht schlecht.
Was fährst du denn derzeit für ein Auto? @Sir_Pogi
Habe mir vorhin für meine Karre in D. einen Steckbrief mit allen Daten per KI erstellen lassen.
Der hat auf den Cent ausgerechnet was mich 15,5 Jahre Autofahren mit dem gekostet hat.
Hier ein Auszug davon: Erstzulassung: 28.10.2009 Eigentümer seit: 05.05.2010 Türen: 5 Zustand: Unfallfrei, sehr gut gepflegt, Scheckheft vorhanden TÜV: Neu (letzter Monat) Kilometerstand (aktuell):74.441 km Verbrauch (real, Ø):4,2 Liter / 100 km Nutzung: Privat, pfleglich behandelt
Kauftipp & Hintergrund
Entscheidung mit Weitblick:
Der Kauf erfolgte im Jahr 2010 gezielt auf Basis von Vergleichsdaten bei Spritmonitor.de.
Damals stand der Citroën C1 auf Platz 1 in den Kategorien „niedrigste Anschaffungskosten“ und „geringster Verbrauch“.
Diese strategische Wahl zahlte sich voll aus – in Verbrauch, Unterhalt und Langzeitqualität.
Eruiere mal, ob die Kiste auch das berüchtigte Zweimassenschwungrad hat.
Würde ich dann sofort abstoßen.
Hatte einen Carens mit dem Schwungrad. Als der Defekt auftrat, war der Wagen über Nacht nur noch Schrott.
Motorhauptlager defekt durch die Rappelei, Schwungrad defekt, Kupplung defekt, Kolbenringe z.T. geplatzt und Ersatzteile nicht lieferbar.
Schwungrad allein sollte umgerechnet um die 1200€ kosten, falls lieferbar.
Das ist ein SUV, letzt sind wir nach Frankfurt zur Beerdigung und danach weiter nach Chemnitz zu einer Hochzeit mit einem von Sixt geliehenen DS 7 (Citroen) gefahren, auch ein SUV. Der hat uns gut gefallen.
Der war ziemlich neu, kann man Sixt auch abkaufen, 44.252,10 € hätten sie gewollt, da bleib ich lieber bei den 6000 € Citroen und reite den bis er zusammenbricht.
Das war damals ein Coproduktion mit Toyota, der hat sogar nen Toyota-Motor drin, sehr zuverlässig der Wagen.
Ach ja, den Multicab haben wir zwar noch nicht, aber schon das 50/60Hz Ladegerät, Erhaltung und Wiederbelebung includet für die Batterie, kommt auch in die BBBox 18 Euro Amazon.
Das ist ein Automatik, der hat das nicht. Der Diesel ist sonst solide, das einzige Problem was ich kenne betraf den Kia Sorento vor etwa 10 Jahren, da war was mit den Injektoren.
Das ist ein Van (oder „MPV“) – so sieht die Bude aus
Habe inzwischen KI selbst geguckt.
Also die Multicabs kommen mit einem Minimum an Elektronik und Halbleitern aus.
Das ist heute natürlich ein Vorteil.
Ein Faktor, der bei mir erst jetzt so richtig in den Fokus rückt.
Da kann man zur Not auch noch selbst was schrauben und muss keine Angst haben dass irgend jemand im Wagen mithört oder irgendwann Steuerung und Bremsen übernimmt.
Alles klar, wird also ziemlich sicher ein Multicab werden bei uns.
toitoitoi kann ich da nur sagen! Ja, das Argument mit dem fehlendem Elektronik Scheiß kann ich absolut nachvollziehen! Das führt aber auch dazu daß wirklich jeder Volldepp meint er könnte an nem Multicab rum schrauben, da erlebst du die wildesten Sachen (zB Vierzylinder Verteilungskappe auf Dreizylinder Verteiler…). Bei den multicabs ohne Servo Lenkung kannst du dir das Bodybuilding sparen, und ein normalgewachsener Mitteleuropäer mit leichtem Bauchansatz braucht nen Schuhlöffel um da wieder raus zu kommen (das Einsteigen wird erleichtert durch die Schwerkraft!). Ja, sie sind günstig und du kannst viel transportieren, ja sie sind einfach zu reparieren, nein, es sind keine Autos!
Manchmal liebe ich halt die Herausforderung.
Ja, Verwandter hat ja vor ca. einem Jahr einen gekauft, die Federung ist bei dem nix, weil zu schwach und der Wagen beladen gleich am Federende ankommt, daher hat er größeren Reifen drauf gemacht, die nun die Federung unterstützen sollen.
Was natürlich eine derartig technische Veränderung darstellen kann, dass die ganze Karre nicht mehr richtig zieht.
Er hat darüber aber bisher noch nix gesagt.
Ja, das Führerhaus ist beengt und gewöhnungsbedürftig.
Beim Militär bin ich früher MAN ohne Servo gefahren, geht alles wenn man will.
War beim Verwandten schon mal drin gesessen, aufgrund fehlenden Bauches, passt das bei mir auch.
Werde, wenn wir wieder unten sind, mal eine Probefahrt machen.
Wir stehen ja nicht unter irgend einem Erfolgsdruck, werde das Abenteuer versuchen.
Aber endgültig entschieden ist es noch nicht, was für ne Karre es wird, mal gucken.
Meine ablehnende Halrung zu Multicabs habe ich ja mehrfaxh hier geäussert und auch begründet.
Ein weiterer Grund zum Nachdenken:
Würde hier irgendwer einen Gebrauchtwagen mit nicht ermittelbarem Kilometerstand kaufen? Also eventuell
200,300k oder mehr auf dem Tacho und das dann auch noch im gewerblichen Betrieb.Das ist aber genau das Risiko welches man beim Erwerb eines Multicabs eingeht,das Teile wie Motore ,Getriebe etc
undefinierbare Kikometerstände aufweisen.
Gebrauchtwagen in dem Bereich mit auch geringerem Kilometerstand sind auf den Philippinen günstig zu erwerben und mttels guten Auslesegeräten kann man Betrug einigermassen ausschliessen.
Aber wenn das Herz den Verstand übertrumpft bringt das natürlich alles nichts.
Das waren die letzten Worte zu diesem Thema von einem Ownertype- Geschädigten dessen Verstand auch mal
ausgesetzt hat
Ich bin einmal einen Owner-Type gefahren, und ich frage mich ernsthaft, wie man sich sowas freiwillig antun kann (ausser „aus Spass“ mit einer seltsamen Definition von Spass - aber doch nicht als tägliches Gefährt)
Fahren tun wir nicht täglich damit.
Der ist vorwiegend dazu da, Material und sonstiges Zeugs zu transportieren.
Will ja vielleicht noch ne Garage bauen also wirklich nur vielleicht, weil je mehr man baut, ums so mehr hat man Reparaturen am Hals.
Wir behalten unseren Scooter und nutzen den weiterhin.
Wenn es minimalistisch UND halbwegs vernünftig sein und dann auch noch etwas Spass machen soll, dann kaufe Dir einen alten Toyota mit überschaubaren Kilometern. Tamaraw oder Revo. Grundsolide, alles relativ einfach zu reparieren, genug Spender und Ersatzteile verfügbar.
Gibt es in der Familie nicht jemand, der technisch halbwegs bei Verstand ist? Ich hatte vor Jahrzehnten auch mal so Jeepney und Multicab Träumereien, das gehört wohl teilweise zu den Auswanderer Phantasien. Manche können Happy machen, diese eher nicht.
Auch das kann man natürlich machen. Aber es fällt unter Spinnereien oder „Herausforderungen“, die sich jeder rationalen Begründung entziehen.
Es macht ja auch soviel Spaß, am Multicab zu schrauben. Ein Teil des Motors erreicht man durch einen Deckel in der Ladefläche und den Rest nach entfernen der Sitze.