Der Titel heisst ja „Gut essen in und um Manila“ und wir wollen davon nicht so weit abkommen.
Aber ich fremdel weiterhin extrem mit dem Begriff „Streetfood“, einige Member hier offenbar gar nicht.
Hier nochmals meine Gedanken dazu, auch im Zusammenhang mit Singapore. Ich habe das sprachkulturell jetzt nicht recherchiert, aber Land und Kultur spielen wohl auch eine wichtige Rolle bei der Definition. Bitte weiterscrollen, wenn es Euch nicht interessiert.
Streetfood ist für mich ein amerikanischer Begriff. Und irgendwie ist dann alles Streetfood, was nicht in einem Restaurant serviert wird, oder?
Selbst in Bangkok und anderen asiatischen Städten wird zwar auf der Strasse serviert, aber es gibt auch Sitzgelegenheiten. Von den USA kenne ich immer nur Bilder von Foodtrucks und triefenden Burgern, mit denen Leute rumstehen oder auch noch damit durch die Gegend laufen. Kann ich nix mit anfangen, ich möchte beim Essen sitzen. Ich laufe aber auch nicht mit einer Dose oder einem Kaffee durch die Gegend… Fxxk the Coffee to go!
In Singapore ist es noch mal eine ganz andere Geschichte. Der Stadtstaat wurde und wird ja immer mal wieder aufgeräumt. Das war immer schon ein Kontroll-, Hygiene- und Gesundheitsthema. Dabei wurden die alten Hawker Stalls von der Straße verbannt und in Food Courts zusammengefasst. Da sind dann viele Stände zusammengefasst und es gibt grosse Bereiche mit Tischen und Stühlen. Alles ist gut organisiert und kontrolliert. Ist das noch Streetfood? Für mich eher nicht, es hat eher etwas von Basic Restaurants. Und „Nightmarkets“ wie in Bangkok gibt es dort auch nicht. Außer, man definiert die später am Abend operierenden Food Courts so…
Klar kann man das alles als „Streetfood“ bezeichnen. Ich denke aber, es wird den kulturellen Hintergründen und den offensichtlichen Unterschieden in den Ländern nicht gerecht. Deshalb hinken die Vergleiche bis zum Anschlag.
Der Erfolg der Hawker Stalls aus Singapore in Manila ist ja so ein Hinweis darauf: Gute Qualität in einfachen Verhältnissen servieren! Das fehlt oft in Manila und deshalb neigt man zu den „guten“ Restaurants, ist aber finanziell gleich in ganz anderen Regionen.
Ich habe fast zwei Jahre in Singapore gelebt, es war mein Start in Asien. Ich bin fast immer mit meiner Freundin Essen gegangen, sie konnte auch nicht kochen… Zum Frühstück raus und zum Abendessen auch oder Essen nach Hause geholt. Die Freundin vermisse ich natürlich nicht, dass Essen schon!