Warum willst Du auf die Philippinen auswandern, oder warum nicht?

Wir sind gerade dabei den Zeitpunkt unserer endgültigen Auswanderung auf die Phils festzulegen.
Da ist ja vor allem zu klären, wie wird das mit den xx Banken, mit denen wir in Verbindung stehen, Geld dort haben, machen.
Da sind wir gerade dabei das auszuloten.

Ein anderer Grund ist der und da ist meine Frau absolut meiner Meinung.
Diese Rentnerfeindlichkeit in Deutschland, die immer krassere Formen annimmt.
Ich glaube es gibt kaum ein Land auf der Welt, das derart verachten mit seinen alten Leuten umgeht.
Diese ganzen Diskussionen in den Medien, Rentenkürzungen, einer will sogar die Medikation für Alte einschränken, weil sich das ja nicht mehr lohnt.
Mit so einem Mist wird man hier täglich über die Medien bombardiert.
So nach dem Motto, die Boomer die alles hier aufgebaut haben und jahrzehntelang die Rentenversicherung mit Beiträgen gefüttert haben, sollen jetzt auch noch die Work-Live Balance der jungen Generation finanzieren, indem sie bis zum Tod gefälligst zu arbeiten haben.
Die Jungen wollen sich vor allem drücken, da gibt es schon Diskussionen die Reservisten nicht nur bis zum 65sten Lebensjahr einzuziehen, sondern das Alter auf 70 hochzusetzen, weil die Jungen ja nicht einmal Pflicht-Wehrdienst leisten wollen.
Also Rentner am besten als Kanonenfutter, dann ist man die „Kosten“ für die auch schnell los. Gehts noch!
Ehrlich, ich kann das hier einfach nicht mehr hören.
So viel Undankbarkeit dafür, dass die Boomer alles finanzierten damit die Kids einen guten Start ins Leben haben, gibt es wohl sonst nirgends auf dem Planeten.

Jedenfalls gefällt uns das nicht und bestärkt uns darin, doch nun so schnell wie möglich Nägel mit Köpfen zu machen und unsere finale Auswanderung nun doch möglichst früh durchzuziehen.
Die Zelte in D. abzubrechen.

Das alles will ich mir auch gar nicht länger als nötig mehr antun, da ziehe ich das Leben auf den Phils vor, wo den Alten immer noch ein hoher Grand an Respekt entgegen gebracht wird.

Das sind meine Gründe jetzt und auch weil wir auf den Phils schon alles haben was wir brauchen und wir nach wie vor dort billiger leben als in D., weil die Fixkosten einfach viel niedriger sind.

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Ich will gar nicht wirklich, da ich krankheitsbedingt dem Gesundheitssystem der Philippinen nicht traue und auch keine geeignete PKV finde, welche meine chronische Krankheit mitversichert. Meine Frau möchte unbedingt und ich habe sie darauf vertröstet, dass sie meine zwei jahre Lebenserwartung auch noch abwarten kann.

Naja, dass das Rentensystem nicht mehr funktioniert, wissen die in Bonn (damals schon) und Berlin seit Jahrzehnten, aber keiner traut sich da ran, da eine Agenda 2030 oder wie auch immer sie heißen würde, der Partei die nächste Bundestagswahl verhageln würde.

Auch die derzeitige Diskussion ist übertreiben, aber auch zum großen Teil, weil jede Sau medial durchs Dorf getrieben wird.

Es ist nicht schlimmer als vor etlichen Jahren, aber halt auch nicht besser und das Thema ist momentan halt wieder sehr aktuell und brisant, da die Politik langsam verstanden hat, das die Finanzierungslücke der Rentenkasse nicht längerfristig mit Steuergeldern zu stopfen ist - es muss also nun doch ein neues System her und da wird es in den nächsten Jahren noch heftigen Streit geben.

Auch das Thema junge Generation und Work Life Balance wird medial übertrieben.
Ich kenne genügend junge Leute (18-35) die sowohl sehr aktiv im beruflichen Leben sind, wie aber auch ehrenamtlich arbeiten oder andere für die Gemeinschaft nützliche Dinge macht.

Schmarotzer gibt es auch - aber auch in allen Lebensaltern.

All dies ist und wird für mich nicht ein Grund sein, auszuwandern.
Die Gründe sind von persönlicher Natur und haben jedenfalls für mich nichts mit der aktuellen echten oder eben nur so wahr genommenen Situation in D zu tun.

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Ich auch nicht , nach 21 Jahren in Südostasien bin ich froh dass ich nicht mehr da lebe . War es anfangs noch schwer mich umzugewöhnen aber mittlerweile weiss ich dass wir die richtige Entscheidung nahmen und dem Land den Rücken kehrten .

Es war eine schöne Zeit aber wenn ich dann wieder so sehe was meine Frau dieses Mal wieder mitmachte als sie für 4 Wochen auf Heimaturlaub war . Von Dauerregen :cloud_with_rain:über Taifun usw war sie froh als sie endlich wieder an Bord der KLM ging :heart_eyes: übrigens haben die immer noch keinen Strom , keinen Internet und keinen Empfang fürs Händy in ihrem Haus seit dem 4 November .
Für mich mittlerweile ein No Go ,ich muss und will nicht so leben .

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In deiner Situation würde ich auch nicht ans Auswandern denken.
Im Januar stehen bei mir wieder alle Vorsorgeuntersuchungen an, wenn ich da so eine Diagnose bekommen würde, würde ich garantiert nicht mehr auswandern wollen.
Aber… mein Vater ist im Gegensatz zu mir, strenger Katholik und unerschütterlicher Optimist.
Also vor der Demenz, hat er immer gesagt, positiv denken, egal was ist, der Glaube kann Berge versetzen.

Ansonsten, ist das tatsächlich ein Problem bei uns, ich habe das Gesundheitssystem vor Ort ja schon kennen gelernt und teilweise erkundet.
Wir müssen dort lebend, dann nach Cebu City rüber schippern wenn was schlimmeres sein sollte, Vorsorgeuntersuchungen kann man bei uns auch in einem Krankenhaus machen.

Der Meinung bin ich auch, eines, in das alle reinzahlen müssen die arbeiten.
Der Steuerzuschuss ist doch nur deshalb, weil der Staat einen kosmetischen Verschiebebahnhof mit der Rente betreibt. Da werden Leistungen für Leute erbracht, die nie für diesen Zeitraum eingezahlt haben, Beitragsfremde Leistungen. Beispiel Mütterrente, in der Zeit haben die Frauen nicht eingezahlt, das muss der Steuerzahler direkt bezahlen wenn er das will und nicht die Rentenversicherung.
Da wird viel politischer Schmuh betrieben, nur um die Rente kaputt zu machen.
Die Leute in Aktien zu treiben, die Banken den großen Reibach machen und wenns dann so richtig crasht, allen die lange Nase zeigen.
Man sieht ja an den USA, wie wackelig so eine spekulations gedeckte Rente ist, insbesondere wenn man sie privatisiert.

Ja?
Da habe ich bei der letzten Eigentümerversammlung nichts gemerkt.
Das Ganze kam ja ins Rollen, weil bei uns die letzte Hausverwaltung die letzten Jahre kaum noch was gemacht hatte. Da gabs dann auch keine Belege mehr fürs Finanzamt über die Handwerkerleistungen oder haushaltsnahen Dienstleistungen.
Da habe ich dann mit den Exbeiräten, alle in meinem Alter dafür gesorgt, dass wir eine neue Hausverwaltung bekamen.
Machte ich alles von den Phils aus letztes mal, weil es gerade da eskalierte.
Jedenfalls bei der Eigentümerversammlung diesmal, die Erste seit Jahren wieder, waren diesmal auch jüngere dabei, die inzwischen die Immos geerbt hatten. Von der Immo sind 95% vermietet, 5% sind Eigentümer die drin leben.
Ein neuer Beirat sollte gewählt werden, betretenes Schweigen.
Anwesend waren ca. 40 Personen. Weil sich niemand meldete, fragte man mich und die Exbeiräte, ob wir es nicht nochmal machen würden.
Wir haben abgelehnt, ich habe es auch begründet damit, dass jetzt die Jungen dran sind, ich habe das Jahrelang gemacht.
Brachte alles nix, jetzt ist das Eigentum ohne Beirat.
Bin gespannt, wie das nun weiter geht.
Ich gehe jedenfalls auf kein Versammlung mehr.
Überlege auch, ob ich das ganze Ding verkaufe, was natürlich ohne funktionierende Hausverwaltung schwierig wird.

Das hängt aber auch stark von der Gegend ab, wo man sich niedergelassen hat.
Bei uns in Oz gibt es solche Probleme nicht.
Ja, Regen gabs auch immer, wenn wir dort waren, das ist alles, dass aber deshalb tagelang alles zusammenbricht, das gab es nicht.

Klar ist das nicht überall so , in diesem Fall in der Heimatprovinz meiner Frau (Southern Leyte ). Ich habe da zwar ein paar Monate gelebt aber fest dahin ziehen hätte ich damals auch nicht getan .

Aber es kann dich auch auf anderen Inseln treffen . In Valencia ( bei Dumaguete ) hatten wir auch mal 12 Tage keinen Strom usw aber da habe ich die Enduro geschnappt und fast jeden Tag in die Berge mich abreagieren gegangen . Ob ich das heute noch tun könnte weiss ich nicht .

Es ist nie von Vorteil wenn man erst per Fähre zu einem vernünftigen Hospital gefahren werden muss . Daher hatte ich ja auch auf die Karte Dumaguete mit seinen 2 anscheinend guten Spitälern gesetzt . Im Internet wurde immer die Siliman Universität und das dazugehörende Spital verherrlicht biss man dann mal gesehen hat was die Aerzte dort so abliefern - haarsträubend kann ich dazu nur sagen .
Am schlimmsten fand ich damals dass die Aerzte quasi ihre Patienten im Stich liessen und zu einem Kongress nach Cebu fuhren und sich während den Tagen niemand um die Patienten kümmerte die im Spital lagen . Es waren zwar einige Aerzte da aber die kümmerten sich rein um ihre Patienten und überliessen die anderen den Krankenschwestern .

Ich will aber niemandem seine Auswanderergedanken madig machen sondern würde eher helfen sie umzusetzen aber ich denke für mich dass ich eigentlich nicht mal mehr dort einen Urlaub verbringen will . Käme meine Frau auf diesen Gedanken würde ich ihr gleich mal 3- 5 Alternativen vorschlagen aber ich denke dass sie nach dieser Tour erstmal genug hat von ihrem Heimatland .

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Stimmt natürlich was du schreibst @Out-of-Stock
Das habe ich oft schon gelesen, selbst die tollsten Krankenhäuser in Manila, können mit einem deutschen Krankenhaus nicht mithalten.
Nun ja, einen Tod muss man halt sterben.
Als zu lange am selben Ort zu bleiben, war bisher noch nie mein Ding.

Ich weiss nicht, warum ich auf die Philippinen auswandern wollen würde. Wir wohnen halt grad hier und es passt hinreichend, dass wir uns eher nicht damit beschäftigen wo wir als nächstes wohnen wollen.

Das Beste ist glaube ich gerade die Abwesenheit von Prenzelbergmuttis (erklär das mal nem Filipino). Und dass es nicht 4 Monate lang 50 Shades of Grey ist.

Frau sagt, bei uns unten in der Stadt, werden gerade 2 neue Krankenhäuser gebaut. Da bin ich mal gespannt, vielleicht taugen die ja was?

Du bist ja beruflich dort, glaube ich, dann war das ja keine Auswanderung in dem Sinne, du musstest halt da hin oder?

Ich musste hier nicht hin, aber die restlichen Optionen waren schlechter. War im Wesentlichen „auf unbestimmte Zeit alleine in Deutschland sitzen oder mit Frau und Kind hier wohnen“. Wilde Geschichte, glaub ich manchmal selbst noch nicht, ist aber wirklich passiert.

Ich bin auch nicht beruflich hier, sondern ich wohne hier und kann überall auf der Welt arbeiten. Das muss ich allerdings wirklich noch, denn leider bin ich kein DPWH-Contractor und auch sonst niemand den ich gut genug kenne dass ich davon profitieren könnte.

@Sir_Pogi
Ja, so ist das halt anscheinend auf der ganzen Welt, nur wer im öffentlichen Dienst oder für den arbeitet, hat für immer ausgesorgt.
Frage nur, wie lange das noch gut geht.

So was liest man doch immer gerne, hast du deine Geschichte hier schon mal hinterlassen?
Ich meine auch noch nicht, wenn ich mal Zeit habe, weil lang, hole ich das nach.

vielleicht sollte man dem Titel umbennen in „…oder warum nicht ?“

Mein erster Eindruck hier ist mit Geld geht einiges. Ist ein schickes kleines Häuschen. Lieber klein mit gutem Standard. Selbst Pizza wird geliefert bei 1,5k Mindestorder von weiter weg und der Nachbar Trysycle Fahrer ist nach 2 Tanduai jetzt mein guter Freund :rofl:

Gut wir sind hier aber auch nicht ganz abgelegen.

Ich denke die Location ist ein sehr wichtiger Faktor auf den Phils. Was ich so nach 2 Tagen sagen kann

Ja das muss man aber das sollte trotzdem unter menschlichen Bedingungen sich abspielen . Nicht wie bei Klaus F. ( einige hier im Forum kennen ihn daher schreibe ich seinen Familiennamen nicht aus ) einem Deutschen der elendig unter schrecklichen Schmerzen lange Wochen litt nachdem die phils Aerzte ihm die Prostata raus operierten aber als er nicht mehr für die Schmerz stillenden Medikamente bezahlen konnte einfach mit dem Bett vor die Tür rollten .

Ok . nun werden wieder einige sagen : selber Schuld weil er keine KV hatte und nicht genügend Geldreserven aber andererseits sage ich mir dass diese Aerzte die ihn rausschmissen sicher sehr gute Katholiken waren die jeden Sonntag in der Kirche waren aber im Leben nicht gerade katholisch handelten . Und haben diese sogenannten Götter in Weiss nicht so einen komischen Eid abgelegt ?..denke phil Aerzte haben davon noch nie was gehört :see_no_evil_monkey:

Dann kommt mir der Gedanke wieder in den Kopf : Wie viele Ausländer haben denn dort keine KV ? Schaut mal in eurem Bekanntenkreis und ihr werdet erstaunt sein . Dann könnt ihr euch schon mal darauf vorbereiten ähnliches zu erleben .

Ich habe ein paar solcher Fälle erlebt und sehe das Land nicht mehr als so begehrenswert an zum leben .

Ich auch nicht und hatte meinen Spitznamen ( Gipsy) schon verdient aber nun denke ich ist meine "Fahrenszeit"zu Ende . :chequered_flag:

Kann ich absolut nachvollziehen aber solche Orte gibt es auch in Europa . Ich war heute mit meinem Hund am Praya de Santa Eulalia schwimmen , das Wasser war noch recht gut obwohl wir drei Tage hier eher schlechtes Wetter hatten .

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Und wieder sind wir in der ewigen Diskussion: Ohne Geld (hier KV) nichts los … das ist eine Lotterie, mal gewinnst du, meistens verlierst du. Leider können nicht alle mit 30 auswandern, die Meisten sind im Rentenalter. Da kommen die Einschläge halt immer näher, mit Sicherheit.

Jeder muss tun, was er für richtig hält, und natürlich die Konsequenzen bei Einschlägen tragen.

Diese Geschichten gibt es zuhauf, man muss nur lange genug in der Szene sein. Hilferufe habe ich aufgehört zu zählen.

Die Phils sind ohne Frage ein tolles Land, allerdings die Rosa Brille muss auf der Nase bleiben, will sagen, es sollten keine Einschläge kommen, wenn der Geldbeutel es nicht erlaubt.

hängt auch oft mit dem Geldbeutel zusammen … :wink:

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1.500 Peso ist für sehr viele Filipinos ein große Batzen Geld.

Ich sehe es nicht so drastisch wie Du, aber eine Auswanderung (für meine Frau wäre es ja eher eine Rückwanderung) ist für uns keine Option. Nach der Rente (dauert nicht mehr so lange) Winterbird, so lange es noch geht. Aber immer mit der Option, schnell nach Deutschland zurück reisen zu können.

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Hatte gar nicht mitbekommen, dass der Abgang so dramatisch war.
Nur dass seine Witwe aus Geldmangel sammelte und einige im Forum zu GeldSammlern wurden, das hatte ich registriert.
Klar, ohne Mos nix los, ich werde vielleicht am Anfang mir noch eine Versicherung zulegen, bis ich 65 bin ein Paar Jahren und dann halt selbst zahlen, wenn was schief geht.
Von Behandlungskosten über 100k habe ich die ganzen Jahre noch nie was gehört.
Das könnte ich und noch viel mehr auch bezahlen.
Aber gerade so was wie Prostata, ist planbar.
Ich lasse die alle 2 Jahre beim Urologen untersuchen und den PSA-Wert feststellen.
Wenn es da Probleme gibt, gehts zurück ins gelobte Land.
Im hohen Alter habe ich eh nicht mehr vor auf den Phils zu sein, sehe das doch bei meinem Vater, da gehts wöchentlich zum Arzt inzwischen.
Also davon, auf die Phils längere Zeit zu gehen, halten mich die horrenden KrankheitsKosten die anstehen können, nicht ab.

Ach ja, wir sind ja jedes mal krankenversichert wenn wir auf den Phils sind, das ist jedesmal ein Kampf mit meiner Frau, die will als auf Biegen und Brechen nicht, dass ich sie versichere, das hält sie sowieso für Geldverschwendung.
Und jedes mal erwischt es sie und nicht mich… LOL!

Da muss ich ein Veto einlegen.
Wenn man das Geld oder die passende KV hat kann man in Manila,fallabhängig,sogar eine bessere Versorgung als in D bekommen.Ich war zweimal stationär im St.Lukes GC und fühlte mich besser versorgt als bei diversen
Krankenhausaufenthalten in Deutschland.
Mag nicht in jedem Fall so sein,bei mir hat’s gepasst.Die Augen-OP vor ein paar Tagen im Cardinal Santos auch reibungslos.Gerade was Augenärzte angeht könnte ich von Deutschland Horrorstories berichten wo es den Göttern in Weiss auch nur um’s Geld scheffeln ging.
Grundsätzlich ist es natürlich richtig das die medizinische Versorgung ,vor allem für die Normalbevölkerung ,katastrophal ist.Ohne Geld kann man hier sehr früh sterben,während man in DACH möglicherweise noch ein langes Leben vor sich hätte.In der Provinz hier nutzt dir je nachdem alles Geld der Welt nichts mehr da notwendige medizinischen Einrichtungen schlicht nicht vorhanden sind.Meine ca. 4-Srunden Anfahrt nach Manila könnten da auch verdammt lang werden

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In der Familie musste grad wem ein Hirntumor entfernt werden, gab Komplikationen und jetzt ist er Gemüse. Medizin war zwischenzeitlich ~10k pro Tag (keine Ahnung was der bekommt), Krankenhaus sagt 2Mio her oder er kann nicht in ein öffentliches Krankenhaus verlegt werden, bis dahin kostet jeder Tag.

Versicherung hat die Operation am Tumor bezahlt, aber bei den Folgekosten sagt sie „nicht unser Problem“.

Der Typ ist 22.

So kann’s auch gehen.

Ich würde schon nervös werden wenn ich ins St Lukes fahren müsste, und von mir sind es „nur“ 45 Minuten – je nach Verkehr mal mehr, mal weniger. Zum Glück habe ich auch Krankenhäuser (Plural) in Laufweite. Die sind nicht so gut wie St. Lukes, aber bisher sind dort fast alle lebend rausgekommen.

Das ist halt auch so ne Sache, wäre die Option statt hier irgend ein Kuhkaff in der Provinz gewesen, dann wären wir umgezogen, sonst geht es nicht. Nicht nur alte Leute brauchen gern mal spontan Krankenhäuser, sehr junge Kinder auch – und die Versorgung des Kleinstkindes wollten wir gewährleistet wissen. Zeigte sich: aus Gründen.

Das hängt also auch von der Lebenssituation ab. Ich kann den Gedanken von einigen Leuten nachvollziehen, lieber glücklich unterversorgt zeitiger zu sterben als jahrelang von Behandlung zu Behandlung ein biblisches Alter zu erreichen. Dazu bin ich noch ein bisschen zu jung.

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