Vom Slum nach Deutschland und zurück

Das Wort Hasenscharte habe ich tatsächlich heute zum ersten Mal gehört. Aber ja, viele solche Konditionen werden nicht operiert, da spielt auch Geld die Rolle.

Gut zu wissen, dass es so eine Foundation gibt. Ich könnte mir vorstellen, dass man etwas gemeinsam tun kann. Meldet man bei ihnen, wenn ein Mensch diese Konditionen hat? Es gibt bestimmt noch solche Fälle und wenn ich mal in Tondo oder anderen Slum area bin, werde ich mal nachhören!:slight_smile:

Danke schön. Es gibt doch mehr soziale Bewegungen hier in Forum als man denkt. Das freut mich.

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Diese Hilfen kommen doch mit weit weniger Verwaltungskosten an, als über eine große Organisation. Ich habe ja gesehen, dass du gestern auch mit Louanne geschrieben hast, unabhängig der eigentlichen Hilfe, ist doch die Organisation und Umsetzung auch mit einer tiefen Befriedigung verbunden.

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Mit dieser Aussage hast du :100: redlich verdient … ich erkenne, dass das Forum hier sehr unterstützend wirkt, ein echter Mutmacher. Für solche Projekte ist es aber auch notwendig zu sehen, dass man nicht alleine unterwegs ist. :+1:

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Ich muss einfach mal meinen Facebook-Post hier einfügen. Das war im Sommer, und ich hatte das Fest der Kulturen im Juli schon seit vier bis fünf Monaten geplant. Die ganze Planung musste ich fast allein machen und ich war völlig erschöpft.

Aber am Ende findet man doch irgendwo Motivation.

Ich muss lachen. Gestern habe ich noch gedacht, dass ich mich in diesem Forum nicht allein fühle. Und es tut gut!:slight_smile:

Hiermit möchte ich mich bedanken. Ich wünsche euch allen fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.:innocent:

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Auch von mir viele liebe Grüße aus Mindanao an Dich und Deine Familie und viel Kraft für den Weg, den Du beschreiten möchtest!

Bei allem Elan, nur mal rein vorsichtshalber hier:

  1. Man darf auf den Philippinen nicht einfach eine „Wohltätigkeitsorganisation“, gleich welcher Art betreiben, vielmer bedarf es dafür einer Registrierung und einer Lizenz.
  1. In gleicher Weise darf man auf den Philippinen nicht einfach Spenden sammeln. Hintergrund ist presidential decree 1564 philippines, dass Diktator Ferdinant Marcos in den 1970er Jahren erlassen hat (vermutlich als ein Mittel, um das Erstarken einer politischen Opposition zu verhindern), und das noch heute in Kraft ist. 2007 es noch einmal konkretisiert (und es gibt auch noch jüngere Ausführungsbestimmungen hierzu):

DSWD ADMINISTRATIVE ORDER NO. 05, S. 2007 - SUPPLEMENTAL GUIDELINES ON PUBLIC SOLICITATION (COVERING GOVERNMENT AGENCIES, CORPORATIONS AND STATE COLLEGES AND UNIVERSITIES) - Supreme Court E-Library.

Während der CoVid Pandemie wurde die Vorschrift völlig unsinniger Weise dazu benutzt selbst nachbarschaftliches Fundraising zu Verunmöglichen. - Man ist insofern in jedem Fall gut beraten, immer nachweisen zu können, dass das Geld für welche Art von Charity auch immer nicht auf den Philippinen eingesammelt wurde.

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Guter Hinweis @diogenes … wir lernen hier alle gemeinsam … :+1:

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4 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: German Doctor e.V

@July → mal konkret gefragt wie/wo kann man denn jetzt konkret für Deine Projekte spenden (sorry ich bin nicht in FB aktiv :wink: - gibt es einen Aktionsplan und jährlichen Rechenschaftsbericht von Dir ?

@diogenes das ist in der Tat ein wichtiger Hinweis auch für @july , d.h. man braucht einen lizensierten Projektpartner auf den Philippinen (wie es z.B. „Little Children of the Philippines“ wären); was kleinere Projekte natürlich eher erschwert; denn der philippinische Projektpartner hat ja auch wieder „Overheads“.

Mein Resümee - auch aus eigenen früheren Erfahrungen: kleinere Projekte besser unmittelbar in der phil. Community oder über die Familie organisieren mit „Family & Friends“ Spenden. Größere Projekte mit externem Fundraising sind leider sehr verwaltungintensiv und – sorry, wenn ich es so offen sage - auf den Philippinen leider auch Korruptions-gefährdet ! :smirking_face:
Das sollte aber kein bequemes Alibi sein, dass man sich zurückzieht, da man ja eh nicht sinnvoll helfen kann, da alles im „dunklen Kanälen“ versickert - sondern jeder von uns mit Philippinen-Bezug hat die Möglichkeit in der eigenen Familie und in der engeren community seiner Familie sinnvolle Projekte zu fördern (man muss nur mal mit wachen Augen in die örtlichen Kindergärten oder Schulen gehen, wo wir z.B. auch mal neues Equipment als Sachleistung „spenden“); denn die „öffentliche Hand“ scheint chronisch klamm zu sein.
In diesem Sinne frohe Weihnachtstage :christmas_tree:

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Richtig, wenn gut geführt. Dies ist meine Erfahrung.

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Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema verschoben: Idee: Vereinsvorstellung

ja, ist tatsächlich so dass ein NGO eine Genehmigung braucht um eine Solicitation oder Fundraising Events zu ermöglichen. Ich folge die FB-Seite von DSWD und bekomme dort auch einiges über SWDA’s, so nennen sie die NGOs.

Es hat mich gewundert, dass die Philippinen in diesem Bereich strenger sind als Deutschland. Leider wird aber nicht streng genug überwacht, wofür die Steuern der Filipinos verwendet werden, und viele Politiker können das Geld einfach in private Taschen stecken.

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Ja, auf alle Fälle. Deshalb muss ich für den Hausbau unseren Verein entweder registrieren lassen oder mit einer anderen NGO zusammenarbeiten.

Danke für die Nachfrage. Ein Mitglied hat auch bereits per PN gefragt. Ich werde die Bankverbindung einfach hier posten:

Philippinisch-Deutsche Hilfe für Straßenkinder e.V.

Iban: DE47 7216 9812 0000 0495 30

BIC: GENODEF1GAH

Hier ist auch unsere Satzung, falls jemand dafür interessiert.

Aktionsplan:

Juni 2026: Tagesprojekt ca. 400-500 €

  • warmes Essen für mind. 100 Kinder
  • Schulmaterialen bestehen aus: Plastikhülle, Hefte, Schreibblock, Kugelschreiber, Bleistift, Lineal und Schere.
  • Stofftiere und alte Klamotten aus Deutschland (kostenlos)

Ostern 2027: Tagesprojekt wie oben beschrieben.

bestehende Unterstützung: 2 Kinder in public College, ca. 90€/Monat pro Kind - das hier werde ich aber weiterhin von mir Privat finanzieren.

Und das größte Projekt: Hausbau für Kinder.

Wir rechnen mind. Php10,000,000 dafür: Hoffentlich reicht es mit Gründstück, Hausbau, Elektrogeräte, Möbeln etc.

Meine Wohnungen könnte ich für insgesamt 4–4,5 Mio. PHP verkaufen. Damit haben wir bald die Hälfte erreicht! :slight_smile:

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Vergesse einen Rucksack nicht.

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ja ist eine gute Idee. Danke

Guggst Du, das war im Oktober in Butuan.
https://philippinen-forum.online/t/die-kids-bekommen-ihren-school-supply/2639

Hallo Zusammen,

Hier ist ein kurzer Bericht von unserem Projekt in Tondo,Manila!:slight_smile:

Schulmaterialien und warme Mahlzeiten für Kinder in Tondo, Manila

Sobald meine Flüge auf die Philippinen gebucht waren, begann die Planung unseres Hilfsprojekts in einer Slumgegend. Dank der großzügigen Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender konnten wir statt der ursprünglich geplanten 100 sogar 200 Kinder mit Schulmaterialien versorgen.

Am 19. Juni fuhren wir nach Divisoria, um die Materialien für 200 Schulsets einzukaufen. Jedes Set bestand aus einer Plastikmappe, drei Kugelschreibern, zwei Bleistiften, einem Radiergummi, einer Schere, einem Lineal, zwei Schulheften und einem Schreibblock. Noch am selben Tag wurden alle Materialien von unserem Team sortiert und liebevoll zusammengestellt.

Am nächsten Morgen ging es bereits um 9 Uhr weiter – diesmal stand der Einkauf für das Essen auf dem Programm. Gemeinsam mit vielen engagierten Freiwilligen wurde anschließend gekocht und alles für die Verteilung vorbereitet. Auf dem Speiseplan standen philippinische Spaghetti, Reis, Tocino, Hotdogs und Gemüse.

Am Nachmittag machten wir uns mit dem voll beladenen Van auf den Weg nach Tondo, einem der ärmsten Stadtteile Manilas. Unser Ziel war das sogenannte Tenement, wo viele Familien unter schwierigsten Bedingungen leben. Bereits auf dem Weg dorthin begegneten wir Kindern auf der Straße, denen wir ebenfalls Essen und Schulmaterialien überreichen konnten.

Dieses Bild zeigt eine Mutter mit ihrem Kind, die neben einer öffentlichen Toilette ein nächtliche Bleibe gefunden haben. Man erkennt auch die Schuluniform des Kindes. Das Bild ist traurig, aber zugleich vermittelt es Hoffnung – die Hoffnung auf Bildung, auf Veränderung und auf eine bessere Zukunft.

Vor Ort mussten wir zunächst auf die Freigabe der Barangay-Verwaltung warten. Währenddessen setzte starker Regen ein. Trotzdem ließen sich die Kinder ihre gute Laune nicht nehmen – sie spielten lachend im Regen und genossen den Moment. Da der Regen nicht nachließ, entschieden wir uns, die Hilfsgüter direkt vom Van aus zu verteilen. Mehrere Anwohner unterstützten uns dabei spontan und halfen tatkräftig mit.

Viele Kinder waren bereits klatschnass, doch ihre Freude war unbeschreiblich. Mit jedem Schulset und jeder Mahlzeit gaben wir ihnen einen einfachen, aber wichtigen Wunsch mit auf den Weg:

„Study hard and do not start with drugs.“

Einige Kinder erzählten uns voller Stolz von ihren guten Schulnoten. Andere fragten vorsichtig nach einer zweiten Mahlzeit, weil sie diese mit ihren Geschwistern zu Hause teilen wollten. Solche Momente zeigen, wie wertvoll selbst kleine Gesten der Unterstützung sein können.

Was uns am meisten berührt hat, waren die strahlenden Augen, das ehrliche Lächeln und die große Dankbarkeit der Kinder. Diese Begegnungen werden uns noch lange in Erinnerung bleiben und erinnern uns daran, warum wir unsere Projekte mit so viel Herzblut durchführen.

Am Ende waren wir fast dankbar für den Regen. Denn zwischen den Regentropfen konnte niemand erkennen, wie uns vor Freude und Rührung die Tränen über die Wangen liefen.

Von Herzen danken wir allen Spendern dieser Gruppe. Ohne Ihre Unterstützung wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen. Gemeinsam konnten wir 200 Kindern Hoffnung schenken – und ihnen mit Schulmaterialien und einer warmen Mahlzeit einen kleinen, aber wichtigen Schritt ermöglichen.

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Ich bekomme bei solchen Berichten immer die Gänsehaut.
Es gibt so viel Elend hier auf den Inseln, da fällt es einem manchmal schwer weiterzugehen, aber man kann nicht überall helfen und muss das dann auch akzeptieren.

Ich kümmere mich gerade um ein kleines Baby hier in der Nachbarschaft, welches eine Rachenscharte hat und die Eltern nicht das Geld für eine Operation.
Der Vater ist nun sogar extra nach Dubai gegangen um dort als Lagerarbeiter genügend Geld dafür zu verdienen.
Ich habe hier einen Kontakt zu einer Organisation, welche 1 bis 2 mal im Jahr Ärzte aus Manila einfliegt, um solchen Kindern zu helfen und mein Beitrag wird der Flug und die Unterkunft für einen dieser Ärzte dann sein.

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