Hallo Zusammen,
Hier ist ein kurzer Bericht von unserem Projekt in Tondo,Manila!
Schulmaterialien und warme Mahlzeiten für Kinder in Tondo, Manila
Sobald meine Flüge auf die Philippinen gebucht waren, begann die Planung unseres Hilfsprojekts in einer Slumgegend. Dank der großzügigen Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender konnten wir statt der ursprünglich geplanten 100 sogar 200 Kinder mit Schulmaterialien versorgen.
Am 19. Juni fuhren wir nach Divisoria, um die Materialien für 200 Schulsets einzukaufen. Jedes Set bestand aus einer Plastikmappe, drei Kugelschreibern, zwei Bleistiften, einem Radiergummi, einer Schere, einem Lineal, zwei Schulheften und einem Schreibblock. Noch am selben Tag wurden alle Materialien von unserem Team sortiert und liebevoll zusammengestellt.
Am nächsten Morgen ging es bereits um 9 Uhr weiter – diesmal stand der Einkauf für das Essen auf dem Programm. Gemeinsam mit vielen engagierten Freiwilligen wurde anschließend gekocht und alles für die Verteilung vorbereitet. Auf dem Speiseplan standen philippinische Spaghetti, Reis, Tocino, Hotdogs und Gemüse.
Am Nachmittag machten wir uns mit dem voll beladenen Van auf den Weg nach Tondo, einem der ärmsten Stadtteile Manilas. Unser Ziel war das sogenannte Tenement, wo viele Familien unter schwierigsten Bedingungen leben. Bereits auf dem Weg dorthin begegneten wir Kindern auf der Straße, denen wir ebenfalls Essen und Schulmaterialien überreichen konnten.
Dieses Bild zeigt eine Mutter mit ihrem Kind, die neben einer öffentlichen Toilette ein nächtliche Bleibe gefunden haben. Man erkennt auch die Schuluniform des Kindes. Das Bild ist traurig, aber zugleich vermittelt es Hoffnung – die Hoffnung auf Bildung, auf Veränderung und auf eine bessere Zukunft.
Vor Ort mussten wir zunächst auf die Freigabe der Barangay-Verwaltung warten. Währenddessen setzte starker Regen ein. Trotzdem ließen sich die Kinder ihre gute Laune nicht nehmen – sie spielten lachend im Regen und genossen den Moment. Da der Regen nicht nachließ, entschieden wir uns, die Hilfsgüter direkt vom Van aus zu verteilen. Mehrere Anwohner unterstützten uns dabei spontan und halfen tatkräftig mit.
Viele Kinder waren bereits klatschnass, doch ihre Freude war unbeschreiblich. Mit jedem Schulset und jeder Mahlzeit gaben wir ihnen einen einfachen, aber wichtigen Wunsch mit auf den Weg:
„Study hard and do not start with drugs.“
Einige Kinder erzählten uns voller Stolz von ihren guten Schulnoten. Andere fragten vorsichtig nach einer zweiten Mahlzeit, weil sie diese mit ihren Geschwistern zu Hause teilen wollten. Solche Momente zeigen, wie wertvoll selbst kleine Gesten der Unterstützung sein können.
Was uns am meisten berührt hat, waren die strahlenden Augen, das ehrliche Lächeln und die große Dankbarkeit der Kinder. Diese Begegnungen werden uns noch lange in Erinnerung bleiben und erinnern uns daran, warum wir unsere Projekte mit so viel Herzblut durchführen.
Am Ende waren wir fast dankbar für den Regen. Denn zwischen den Regentropfen konnte niemand erkennen, wie uns vor Freude und Rührung die Tränen über die Wangen liefen.
Von Herzen danken wir allen Spendern dieser Gruppe. Ohne Ihre Unterstützung wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen. Gemeinsam konnten wir 200 Kindern Hoffnung schenken – und ihnen mit Schulmaterialien und einer warmen Mahlzeit einen kleinen, aber wichtigen Schritt ermöglichen.