24. Januar 1917 – Tod von General Quintín Salas
Am 24. Januar 1917 verlor die philippinische Nation einen ihrer bedeutenden Freiheitskämpfer mit dem Tod von General Quintín Salas. Er gilt als einer der Helden der visayischen Revolution gegen Spanien und war zugleich einer der letzten Offiziere, die im Kampf gegen die amerikanischen Besatzungstruppen die Waffen niederlegten.
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Quintín Salas wurde am 31. Oktober 1870 in Dumangas, Provinz Iloilo, geboren. Als im August 1896 die philippinische Revolution ausbrach, amtierte er dort als Bürgermeister („Capitán Municipal“). Mit Beginn der Kampfhandlungen schloss er sich der revolutionären Bewegung an und übernahm rasch militärische Verantwortung.
Er wurde zum Kommandeur des revolutionären Komitees ernannt und leitete den bewaffneten Widerstand gegen die spanische Kolonialherrschaft in Iloilo. Am 28. Oktober 1898 führte Salas den Aufstand in Dumangas an. Seine Truppen befreiten umliegende Ortschaften, beschlagnahmten die Waffen der spanischen Hilfspolizei („Cuadrilleros“), setzten Gefangene frei und sicherten wichtige öffentliche Dokumente.
Im Verlauf der Revolution stieg Salas zum Oberst auf. General Martín Delgado, Oberbefehlshaber des sogenannten Ejército Libertador – der revolutionären Armee von Panay –, ernannte ihn zum Chef der militärischen Operationen für die zentrale Zone der Provinz Iloilo. Am 5. Dezember 1898 erklärte die visayische Revolutionsregierung ihre Loyalität zu den Grundsätzen des Malolos-Kongresses.
Mit Beginn der amerikanischen Besatzung setzten Salas und andere revolutionäre Führer von Panay den bewaffneten Widerstand fort. Als im März 1899 US-Truppen in Iloilo landeten, beteiligte sich Salas aktiv an den Kämpfen. Nach dem Fall der letzten Hauptstadt der Revolutionsregierung auf Panay entschieden sich Salas und sechs weitere ilonggische Generäle, den Kampf in Form eines Guerillakrieges fortzuführen. Durch nächtliche Angriffe und Hinterhalte am Tage fügte Salas den amerikanischen Truppen wiederholt Verluste zu.
Diese Guerillaoperationen dauerten über zwei Jahre an. Erst im Oktober 1901, einige Monate nach der Gefangennahme seines Oberbefehlshabers, legte Quintín Salas schließlich die Waffen nieder.
Nach seiner Entwaffnung wurde er aus Iloilo verbannt und ließ sich 1908 in Manila nieder. Dort studierte er an der Escuela de Derecho, erwarb den Abschluss Bachelor of Laws, wurde 1912 als Rechtsanwalt zugelassen und übte den Beruf zunächst in Manila aus. Erst später erhielt er die Erlaubnis, in seine Heimatprovinz Iloilo zurückzukehren.
Quelle:
Philippine News Agency archives


























