Bei einem tragischen Flugzeugabsturz kamen am 28. Juli 1963 24 Delegierte des 11. Boy Scout World Jamboree in Griechenland ums Leben
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Am 28. Juli 1963 kamen 24 philippinische Pfadfinder und ihre Begleiter bei einem Flugzeugabsturz auf dem Weg zum 11. Weltpfadfindertreffen in Marathon, Griechenland, ums Leben. Dieser Verlust zählt zu den schwersten in der Geschichte der Pfadfinderbewegung.
Die Reise nach Griechenland
Das Treffen stand unter dem Motto „Scout Higher and Wider“ und versammelte vom 1. bis 11. August 1963 rund 14.000 Pfadfinder aus 89 Ländern. Die philippinische Delegation bestand aus 21 Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren und drei erwachsenen Leitern, die als Vorbilder philippinischer Pfadfinderkunst galten.
Drei Tage vor dem Abflug besuchten sie Präsident Diosdado Macapagal im Malacañang-Palast. Die Gruppe wurde als „glücklicher Haufen“ beschrieben, voller Vorfreude auf das große Abenteuer.
Der tödliche Flug
Am 27. Juli 1963 startete die Delegation mit einem KLM-Flug nach Hongkong. Von dort aus sollte es mit dem Flug 869 der United Arab Airlines weitergehen. Die Route führte über Bangkok, Bombay, Bahrain und Kairo nach Athen.
In der Nacht zum 28. Juli stürzte die De Havilland Comet 4C bei starkem Regen und Turbulenzen neun Seemeilen vor Bombay ins Arabische Meer. Alle 63 Insassen kamen ums Leben. Augenzeugen berichteten, das Flugzeug sei „in einem Stück“ abgestürzt.
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Die verlorene Delegation
Unter den Opfern waren:
- Dr. Bonifacio Lazcano (Leiter und Arzt)
Jose Martinez (Kaplan)
Librado Fernandez und Dr. Florante Ojeda (stellvertretender Leiter).
21 Pfadfinder aus verschiedenen Regionen der Philippinen.
Auswirkungen auf das Jamboree
Die Nachricht traf das Welt-Jamboree schwer.
Die Flaggen wurden auf Halbmast gesetzt.
Der philippinische Lagerplatz blieb als Mahnmal leer.
Eine symbolische Ersatzdelegation mit schwarzen Armbändern nahm teil.
Untersuchung und Gedenken
Die Absturzursache blieb unklar, vermutlich waren es die Wetterbedingungen. Nur fünf Leichen konnten identifiziert werden.
Zum Gedenken entstanden:
Kenotaph im Manila North Cemetery (jährliche Trauerfeiern)
Straßen in Quezon City (die „Scout Area“ mit Straßen wie Scout Albano und Scout Borromeo).
- Gedenkrotonda an der Timog Avenue mit Bronzestatuen der Opfer
Seit 1988 wird am 28. Juli der Nationale Pfadfindergedenktag begangen.
Persönliche Spuren
Angehörige wie Virginia Castor, die Mutter des 14-jährigen Roberto, trauern bis heute. Seine Schwester Fe Castor-Pangan engagiert sich weiterhin bei den Pfadfindern.
Die Tragödie ist eine tiefe Wunde, doch die Namen der Pfadfinder leben in Straßen, Denkmälern und den Herzen der Filipinos weiter. Ihr Idealismus und ihr Opfer werden nicht vergessen.
Quellen:
- Tragic death of boy scouts remembered - News - Inquirer.net, https://newsinfo.inquirer.net
- The Tragic Story of the Passing of 24 Filipino Boy Scouts Involved in a Plane, https://www.esquiremag.ph
- Philippine Boy Scouts at the 11th World Jamboree 1963 - Quizlet, https://quizlet.com
- 11th World Scout Jamboree, https://en.scoutwiki.org
- Remembering the 24 boy scouts who perished in 1963 plane crash, https://web.archive.org
- 11th