nachdem jetzt auch " aus aller Welt" Reiseberichte gepostet werden können, möchte ich euch gerne auf die kleine Reise mitnehmen.
Beginnen möchte ich mit unserem Aufenthalt in Indonesien von 2010 bis 2012, bei welchen neben meiner Arbeit und dem Pendeln nach Myanmar selbstverständlich auch das eine oder andere Mal mit meiner Frau unterwegs war.
Ein besonderes Schmankerl war die Einladung in die Istiqlal Moschee in Jakarta, welcher von Arbeitskollegen organisiert wurde.
Die Moschee ist die größte in SOA und es war das erste Mal, dass ichin das Innere einer solchen Moschee durfte.
Sonntags ist der Innenbereich auch ein Anlaufpunkt für Familien, Paare und Einzelpersonen. Hier wird nicht nur gebetet, sondern im Schatten der Gänge relaxed, gelesen, gequatscht und mit den Kindern gespielt.
Es war eine sehr friedlicher und kontemplativer Tag und ich kann jeden nur empfehlen, einmal eine solche Moschee zu besuchen.
Die Schuhe wurden am Eingang an einer Garderobe abgegeben und unsere Guides gaben sich die größtmögliche Mühe, den Tag unvergesslich zu machen.
@frankyboy … Das zweitletzte Bild von dir ist das Bild, was ich immer machen wollte. Die Gelegenheit hat sich nie geboten. Es passt alles, Kopfkino pur …
Ich springe jetzt ein bisschen chronologisch, da ich die Istiqlal Moschee zusammen zeigen möchte.
Ein Jahr später besuchte mich ein Foto-Freund in Indonesien - ich teilte ihm mit, dass ich in seinen knapp 4 Woche nicht immer Zeit für ihn hätte, aber er die Zeit locker voll bekommen würde.
Natürlich musste die Istiqlal Moschee wieder sein und meine Arbeitskollegen organisierten wieder einen Trip.
Mein Kumpel kam Samstag abends an und viel Zeit blieb ihm nicht zur Eingewöhnung. Da wir bereits auf dem Land lebten war bereits morgens das fotografieren des Sonnenaufgangs ca 200 Meter vom Haus entfernt geplant. Das Licht änderte sich im Minutentakt, ein tolles Erlebnis, da wir Glück mit dem Wetter hatten
Nach dem Frühstück fuhren wir die ca 45 Kilometer nach Jakarta und waren pünktlich an der Istiqlal Moschee, welche eine Kapazität von sage und schreibe 120.000 Personen hat.
Die ersten Testaufnahmen waren ok. Meine Frau musste als Model herhalten, aber auch die ersten Betenden waren in der Außenanlage.
Meine beiden Arbeitskollegen hatten wieder perfekt organisiert und durften natürlich meine Objektive benutzen. Die bekannte Familie von ihnen hatte gegen die Fotos erneut nichts einzuwenden und bewegte sich ganz natürlich.
Meine Frau hatte für meinen Foto Buddy einen Trip nach Bali organisiert, ich musste für eine Woche nach Myanmar. Danach waren Trips zum Bromo Tenger und nach Kalimantan (Borneo) geplant.
Meine Frau hatte wie immer alles perfekt organisiert und wir checkten bereits nachmittags nahe des Bromo Tenger Caldera in einem kleinen aber feinen Hotel ein.
Ich kann eine Anreise und eine Übernachtung nur empfehlen, da man ausreichend Zeit hat, sich zu aklimatisieren, Hotels zu empfehlen lasse ich, da es mittlerweile für jeden Geldbeutel Top Unterkünfte gibt, allerdings empfehle ich ausdrücklich, im Dorf Cemoro Lawang zu übernachten, da dann die morgendliche Fahrt zur Caldera nicht so lange dauert.
Der Superfotospot war durch den letzten Viulkanausbruch gesperrt, da die Strasse nicht befahrbar war. Etwas enttäuscht mussten wir an einen wesentlich schlechteren Spot ausweichen, dennoch war es sehr interessant von der Dunkelheit der Nacht auf den Sonnenaufgang zu warten.
Dass es kalt sein wird, das wusste ich, dass es so arschkalt wird war mir neu, denn es waren nur 5° C.
Nach dem Sonnenaufgang ging es in die Caldera und es war überwältigend. Der Asche Regen war unglaublich und ich kam mir vor, wie in einem Star Wars Film.
Nachdem der Ascheregen immer schlimmer wurde und das Atmen nicht mehr gut war (zu was Masken gut sein können), entschlossen wir uns, bereits etwas früher zurückzufahren und gingen zum Fahrzeug zurück.
Ich mach einmal ein bisschen weiter. Ich erwähnte, dass man im Dorf Cemoro Lawang schlafen sollte und nicht irgendwo außerhalb in diversen Superhotels mit tollem Ausblick. Der Tolle Blick auf die Caldera ist nämlich morgens ab spätestens ab 8:00 Uhr vorbei.
Das Dorf bietet allerdings nach dem Frühstück und dem Duschen einen ausgiebigen Spaziergang mit interessanten Begegnungen. Zuerst war bei uns allerdings das Säubern der Ausrüstung angesagt.
Wir waren in Eile, da wir mittags abgeholt wurden. Dennoch mag ich es, an einem Foto Spot länger zu verweilen, um das Geschehen aufzusaugen. Eine Straße hat es mir besonders angetan.
Es ist für uns immer Pflicht gewesen, den Models auch Bilder zu zeigen. Grundsätzlich fotografiere ich nicht ohne eine Genehmigung. Diese kann man sich durch Blickkontakt einholen. Möchte dies eine Person nicht, dann wird sie nicht fotografiert.
Wir flogen nach Borneo (Kalimatan) und zwar nach Banjamarsin. Wir wollten dort die Floating Markets besuchen, aber auch in den Kanälen dem Treiben zusehen. Das Hotel war schnell gebucht und wir kamen am frühen Nachmittag dort an.
Es ging nun darum, eine Boot zu mieten, um morgens zu den Floating Markets zu kommen.
Das Hotel half uns dabei und wir wurden am nächsten Morgen bei Dunkelheit abgeholt und ins Boot verfrachtet.
In der Dunkelheit der Nacht wussten wir nicht genau, wo wir überhaupt hinfahren, waren zum Sonnenaufgang allerdings pünktlich auf dem Hauptfluss Barito.
Wir suchten also einen Bootsführer, welcher sich in den Kanälen auskennen sollte. Es war Zufall, dass uns ein Mann ansprach, welcher fragte, was wir denn so alleine hier wollten und warum wir so große Kameras dabei hätten.
Ich schilderte unseren Wunsch und er erzählte, dass er bereits Journalisten von National Geographic in die Kanäle gefahren hätten.
Glauben schenkte ich dem nicht, dennoch war ich froh, einen Guide mit Boot gefunden zu haben und wir vereinbarten einen Treffpunkt, da wir erst am späten Nachmittag in die Wasserstraßen wollten.
Eine kleine Vorstellung wie groß die Kanäle sind in der Karte von Google Maps.
Wir trafen uns am vereinbarten Punkt, machten unsere Anzahlung und es ging los. Bereits am Anfang beim Einfahren war die Szenerie ein exotisches Highlight.
Am nächsten Morgen wollten wir nochmals zurück zu den Floating Markets, da wir ja mit der Bildausbute nicht zufrieden waren. Der Zeitplan war ziemlich eng, da um 9:30 unser Flieger nach Pangkalan Bun in Zentral Kalimantan ging und wir nachmittags bereits in den Tanjung Putin National Park weiter wollten.
Dennoch wagten wir das Risiko, checkten bereits am Vorabend im Hotel aus, um am nächsten Morgen einfach ohne Frühstück verschwinden zu können.
Wir wurden pünktlich um 4:00 Uhr abgeholt und erreichten auch noch vor dem Sonnenaufgang den Floating Market.
Wir erreichten Pangkalan Bun und wurden vom Flughafen von unseren Guide abgeholt, welchen wir im Vorfeld für unseren Trip zu den Orang Utans im Tanjung Puting National Park gebucht hatten.
Da ich in der Zeit bisher noch kein Bier getrunken hatte und wir drei Tage im National Park auf dem Boot verbringen sollten, wollte ich natürlich an einem der üblichen kleinen Supermärkte in chinesischer Hand Bier und Zigaretten kaufen.
Es gab keinen Alkohol, kein Tropfen war zu kaufen.
Ich war sichtlich verwundert und fragte unseren Guide, wo es denn Bier zu kaufen gäbe - er verneinte. Mir war das noch nie, wirklich noch nie passiert.
Wir fuhren weiter nach Kumai, um auf unseren Boot, welches wir exklusiv für uns gebucht hatten einzuchecken und zum Nationalpark zu fahren. (Kleiner Tip - immer ein Boot für sich alleine buchen, auch wenn es teurer ist)
Die fahrt sollte einige Stunden dauern, und wir hatten Spaß an Board.
Wir fuhren weiter in den Nationalpark, immer bereit mit der Kamera, Orang Utans waren zu weit weg, dennoch fand ich die Begegnung mit den Nasenaffen und das Beobachten der Fauna äußerst interessant.
Mittags erreichten wir dann die erste Möglichkeit, auszusteigen und wir waren froh, dass es endlich losgehen kann und wir wurden sofort im Headoffice belohnt. Es ist eine Auswilderungsstation und die Orang Utans kommen teilweise wieder zurück, auch wenn sie dort nicht gefüttert werden. Sie versuchen, zu stehlen.
Franky, mal wieder von mir ein besonderes Dankeschön für Deinen Bericht und natürlich für die, wie immer, großartigen Bilder. Ich war auf Sumatra, Sulawesi und einmal Nusa Tenggara (von Timor bis Sumbawa), Lombok, Bali und Java. Nach Kamilantan habe ich es leider nie geschafft. ich war nur in den malaysischen Staaten Sabah und Sarawak (1992 und 1993).
Ich freue mich auf mehr!
Wir drangen tiefer in den Wald ein, es sollte eine Füttterungsstation geben, an welcher immer exakt um 14:30 Bananen ausgelegt werden.
Den Affen steht es frei, ob sie kommen oder nicht, da diese ja in freier Natur leben. Bereits auf dem Weg dorthin sahen wir ausreichend Orang Utans.
Das Männchen lag total relaxed am Boden und wir durften uns sehr vorsichtig nähern.
Wir erreichten die Fütterungsstation und es war wenig los, dafür posierte eine Mutter mit ihrem Kind wie richtige Models. Dieses Bild gewann in Indonesien einen zweiten Platz in einem Fotowettbewerb und meinen Kumpel brachte es ein Platzierung bei der Gesellschaft deutscher Tierfotografen ein.
Beim Zurücklaufen war eine kuriose Situation, da ein Orang Utan ungewöhnlich auf dem Weg lief, dies passt so gar nicht zu den Affen und ich vermute, dass dies auch mit den Kontakt mit den Menschen zu tun haben könnte.
Die zweite Übernachtung nahmen wir in einem Seitenarm des Flusses vor, am nächsten Tag sollten wir eine andere Station besuchen, es ist unglaublich wie dunkel und gleichzeitig ruhig es in der Nacht ist. Wenn man allerdings genau hinhört, dann sind da viele Geräusche, welche man nicht zuordnen kann.
Als am nächsten Morgen die Tierstimmen dann lauter wurden war die Stimmung auch auf dem Wasser sehr interessant und wir stellten fest, dass wir nicht alleine waren.
Wir drängten den Kapitän, loszufahren und nahmen das Frühstück unterwegs ein, denn wir wollten die ersten sein, welche anlegten.
Dies klappte dann auch ganz gut und wir hatten ausreichend Zeit an der Anlegestelle herumzulaufen, bevor es wieder zu einer Fütterungsstelle gehen sollte.
Die Affen machen Ihr Geschäft beim Abhängen in den Bäumen und sind ziemlich relaxed. Allerdings gab es bei den Beobachtern immer wieder den einen oder anderen Vollpfosten, welcher zu laut war oder sein Essen herausholte.