Das ist echt schlimm und praktisch überall das selbe. Ganz schlimm ist es häufig, wenn man am Sonntag eine ex post Immunisierung braucht…
Auch dies ein Grund für mich, jedem Touri oder Familienheimfahrer zu empfehlen, sich bereits zu empfehlen, sich vor der Reise eine Prophylaxe bzw. Grundimmunisierung zu holen.
Genau so sehe ich das auch, und eine andere Erkenntnis habe ich hier im Thread auch nicht gewonnen, auch wenn es ab und zu mal lustig wurde und Angst vor Spritzen und Lach und Laberababa.
Der Punkt ist doch, dass die philippinische Realität einfach nahelegt, auf jeden Fall bei längeren Aufenthalten diese Vorsorge zu treffen. Alles andere ist Schönrednerei.
Bezüglich Tollwut halte ich es mit der Empfehlung des RKI:
„Reisende in Regionen mit Tollwutgefahr und einer erhöhten Wahrscheinlichkeit einer Tollwutexposition, z.B. durch Kontakt mit streunenden Hunden oder Fledermäusen (Weitere Informationen s. Epid Bull 14/2024).Reisende in Regionen mit Tollwutgefahr und einer erhöhten Wahrscheinlichkeit einer Tollwutexposition, z.B. durch Kontakt mit streunenden Hunden oder Fledermäusen (Weitere Informationen s. Epid Bull 14/2024).“
Da ich weder mit streunenden Hunden, noch mit Fledermäusen Kontakt pflege, spare ich mir die voreilende Impfung.
Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt die Tollwut-Impfung für die Philippinen ausdrücklich für alle Reisenden, die ein erhöhtes Risiko für Tierkontakte haben oder sich außerhalb moderner medizinischer Zentren aufhalten.
Die offizielle Empfehlung basiert auf den Richtlinien der Ständigen Impfkommission (STIKO) und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG): [1]
Medizinische Kernpunkte des RKI
Einstufung als Hochrisikogebiet: Das RKI führt die Philippinen als Land mit einem hohen Risiko für endemische Hundetollwut.
Lebensrettender Zeitgewinn: Die vorbeugende Impfung ist laut RKI besonders wichtig, weil auf vielen philippinischen Inseln und in ländlichen Regionen kein verlässliches Tollwut-Immunglobulin (Gegengift) für Ungeimpfte verfügbar ist.
Schutz bei Aktivitäten: Das RKI rät zur Impfung bei einfachen Reisebedingungen, Rucksackreisen, Trekking oder Radtouren, bei denen man leicht auf streunende Tiere treffen kann. [1, 2]
Besonderer Schutz für Kinder: Da Kinder Tiere häufiger anfassen und Bisse im Kopfbereich schneller verlaufen, empfiehlt das RKI die Impfung für reisende Kinder besonders großzügig. [1, 2]
Empfohlenes Impfschema
Das RKI befürwortet für Reisende das schnelle Schema der WHO: 2 Impfdosen im Abstand von 7 Tagen (Tag 0 und Tag 7). Der Schutz sollte vor dem Abflug abgeschlossen sein. [1, 2]
Ich bin auch dort bei meinen vielen (und teils auch monatelangen) Aufenthalten noch nie attakiert worden.
Aber ein freundlicher Hund beim Freudentaumel der Bergüßung hatte mir ein paar Kratzer am Arm beigebracht. Da ich voll geimpft war (3 Dosen) habe ich nur mit Propolis (dem natürlichen Anttibiotikum der Bienen) reagiert.
…und „hurra“ - ich lebe noch!
Früher hab ich auch gedacht, wenn das Risiko so gering ist, muss ich nichts machen.
Das aHUS, was mich erwischt und fast gekillt hätte, bekommt nur 1 von 1 Million.
Ich nehme jetzt jede Impfung mit, die mir mein Doc empfiehlt.
Vor 2 Jahren habe ich Tetanus auffrischen lassen und hatte die Wahl. Hab mich für den 4fach Impfstoff entschieden, der auch Diphterie, Pertussis und Polio abdeckt. Die Polio Impfung hatte ich ja als Kind, mein Doc meinte, es wäre sinnvoll, sie als Erwachsener noch einmal aufzufrischen, also rein damit.
Ich glaube, Polio gibt es noch auf den Phils, am besten mal den Arzt eures Vertrauens befragen.
Die 3er Impfung Tetanus, Polio und Diphterie sind die Standardimpfungen, die ich immer auffrischen lasse. 2027 bin ich wieder dran
Tollwutimpfung habe ich nicht, wäre aber eine Überlegubng wert.
Man muss den Kontakt ja nicht „pflegen“, eine „Zufallsbekanntschaft“ kann ausreichen.
Das wird so sein. Je mehr streunende Hunde, desto größer das Risiko.
Weiter oben hatte ich schonmal geschrieben:
Kleiner Erfahrungsbericht zum 2. Diskussionsthema hier: Ich habe gerade meine 2. Dengueinfektion hinter mir.
Das 1. Mal war 2011 in Indien.
Da hat das „Knochenbrecherfieber“ seinem Namen alle Ehre gemacht. 1 Woche heftigste Kopf-, Gelenk-, Gliederschmerzen. Das war wirklich brutal. Bin daheim geblieben, aber jeden Tag ins KH zur Blutkontrolle, keine Medikation. Nach 1 Woche waren Fieber und Schmerzen weg, Blutplättchen sanken weiter.
Dann 3 Tage lila Haut und ein heftiges Jucken am gesamten Pelz.
Nach 2,5-3 Wochen war alles vorbei, inkl. Blutplättchen. Ich war wieder fit.
Infektion Juni 2026, kleines Souvenir aus Südamerika.
4 Tage Fieber, Kopf-Gelenk-,Gliederschmerzen. Stark, aber erträglich. Am 5. Tag alles vorbei.
Allerdings Blutplättchen gefährlich niedrig. Anschiss von Ärztin und Einweisung ins KH. Dort 5 Tage irgendwelche Medikamente intravenös bekommen, bis Blutplättchen wieder ok waren.
Die Symptome waren beim 2. Mal wesentlich erträglicher als das 1. Mal.
Das Internet sagt, dass es umgekehrt sein müsste, war bei mir jedoch nicht so.
Allerdings habe ich dann noch 1,5 Monate platt auf der Couch gelegen. ..keine Kraft, low bat. Das war beim 1. Mal nicht so.
Nun, ich bin 15 Jahre älter…aber mit Mitte 50 noch nicht alt.
„Für dich persönlich – 72 Jahre alt, dauerhaft auf den Philippinen und mit Hunden – würde ich diese Priorität setzen:
Tetanus (falls nicht in den letzten 10 Jahren geimpft)
Tollwut-Präexpositionsimpfung
Hepatitis A und B
Pneumokokken
Gürtelrose
Jährliche Grippeimpfung.“
Da ich in einer relativ gut medizinisch versorgten Gegend lebe muss ich Tollwut überdenken.
Grippe und Hepatitis (hatte schon A und C)mache ich nicht
Der Rest könnte Sinn machen
Ich habe mich jetzt für die prophylaktische Tollwut Immunisierung in Deutschland entschieden. Drei Impfdosen nach dem Schnellschema 0-3-7 (Impftage) sind notwendig. Es gibt auch das Standardschema mit 0-3-28. Der Impfstoff muss selbst bezahlt und in der Apotheke abgeholt werden. Kleiner Schock war der Preis. Drei Dosen kosten 261,93 €. Habe die Rechnung mal meiner TKK geschickt. Mal sehen was kommt.
Der Abzug von 30 € durch die Techniker Krankenkasse (TK) liegt sehr wahrscheinlich an der gesetzlichen Zuzahlung für die Impfstoffe, die direkt mit der Erstattung verrechnet wird. [1]
Die TK erstattet die ärztliche Leistung zwar komplett, zieht aber für den Impfstoff selbst die gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlung ab. [1]
Warum genau 30 Euro Abzug?
Bei einer Tollwut-Impfung für eine Reise sind für den vollständigen Schutz 3 Impfdosen (Spritzen) notwendig.
Für verschreibungspflichtige Arzneimittel und Impfstoffe fällt in Deutschland ab dem 18. Lebensjahr eine gesetzliche Zuzahlung an.
Diese beträgt 10 % des Preises, jedoch mindestens 5 € und maximal 10 € pro Packung/Dosis.
Da jede der 3 benötigten Tollwut-Impfdosen den Maximalbetrag von 10 € erreicht, zieht die TK pro Dosis 10 € ab.
Auf welchen Inseln die Krankheit besonders vorkommt weiß ich nicht, sie kommt aber nicht so selten vor. Einer der Enkel hat sich vor einigen Jahren eine Encephalitis eingefangen, das ist kein Spaß. Es sind aufgrund falscher Behandlung in den ersten Tagen Hirnschäden zurück geblieben.
Ich überlege auch mir die Impfung verpassen zu lassen.
Wenn man sich über längere Zeit tatsächlich auf Reisfeldern oder in der Nähe aufhält, würde ich mich impfen lassen. Immerhin endet ca. 1/4 der Infektionen am „Silbersee“.
Persönlich bin ich dagegen nicht geimpft, da zwar in der Provinz wohnend aber normalerweise immer im gebührenden Abstand zu Reisfeldern.
Und klar, theoretisch kann es dich überall erwischen, wer weiss schon wo die Mücken hinfliegen.
Ich bin ja grundsätzlich auch eher „Impffan“ aber gegen alles kann man sich eh nicht impfen lassen.