Kaum lobt man den Flughafen mal, wird man von der Realität eingeholt. Aber der Reihe nach, erst das Gute. Bin wieder da, folgende Beobachtungen.
Bei der Einreise wird auch grad alles auf e-Gates umgestellt. Gilt aber (noch) nicht für Foreigner. Da ich der erste war, der aus dem Flugzeug kam, war ich auch der erste am Immigration-Schalter. Der musste erst mal schnell noch besetzt werden
Und ich hatte nur Handgepäck, daher dauerte es knapp über 10 Minuten vom Ausstieg aus dem Flugzeug zum Einstieg ins Grab-Taxi.
Allerdings haben wir vorher knappe 20 Minuten auf einer Hold-Position auf dem Flughafen rumgestanden, ohne dass jemand erklären konnte was da grad los ist. Viel Betrieb war auf jeden Fall nicht, vielleicht waren einfach noch nicht alle da.
Was aber wirklich ein bisschen… sagen wir mal philippinisch unerklärlich war, war der Ein- und Ausstieg. Es gibt diese Jetbridges, die ans Flugzeug gefahren werden und wo man einfach reinläuft. Funktioniert nicht mit allen Flugzeugen, kleine Embraer und Turboprop-Flugzeuge passen da nicht dran, manchmal auch die grossen A380 nicht. Ein Airbus 321 fällt da nicht drunter, sollte also gehen. Stattdessen wurde ans Ende der Jetbridge, wo normalerweise das Flugzeug ist, eine Treppe rangefahren die man dann runterlief, um zur nächsten Treppe zu gelangen, die ins Flugzeug führte. Fluggäste mit Kindern und solche mit Mobilitätseinschränkungen lieben sowas. Wir hatten einige davon. Der Lolo soll sich mal nicht so anstellen, bisschen Treppe steigen hat noch keinem geschadet (ich weiss nicht, wie sie ihn ins Flugzeug bekommen haben aber der hatte den Rollstuhl nicht ohne Grund, kein Kandidat für die in der Philippinen so verbreitete Spontanheilung).
Beim Rückflug wurde es noch besser: man bedeutete uns auszusteigen, dann unmarkiert auf Zuruf ein bisschen über den Flughafen zu laufen und dann an der Seite der Jetbridge die Wartungstreppe zu erklimmen. Ich habe dafür keine Erklärung. Vielleicht hat es gerade dort geregnet, wo der Jetbridge-Operator wohnt. Oder der böse Aswang sitzt in der Kontrolleinheit. Wir werden es wohl nie erfahren.
Währenddessen gibt es in Singapur sowohl Ausreisekontrolle als auch Gates mit Face-ID, die aber furchtbar langsam und unzuverlässig ist. Würde es funktionieren, bräuchte man weder Pass noch Boarding-Pass. Nach der Erkennung wird der Name am Gate angezeigt („Mr. Sir Pogi, enjoy your flight“). Dass dermassen verknüpfte Daten problematisch sein können ist wahrscheinlich jedem klar. Der Security-Check ist auch zeitgemäss ohne Schuhe aus und Laptop rauspacken. (Letzteres war auch im T3 der Fall, die Schuhe mussten trotzdem ausgezogen werden. Vielleicht ein alter Volkstanz.)
Kleine Episode bei der Einreise: Immi-Officer fragt, ob ich mit einer Filipina verheiratet bin was ich bejahte. Leider nicht die Frage, ob wir zusammen reisen. Er fragte mich dann wann ich wieder auszureisen gedenke, und ich sprach dass wir im August zusammen wohin reisen möchten. Er überlegte kurz und meinte dann „You know the drill, right?“ und ich sage „Nach 30 Tagen Waiver, nach 59 Tagen Extension aller zwei Monate“. Und damit bekam ich meinen Stempel. Im Zweifelsfall hätte ich aber auch noch ein „Rückflugticket“ gehabt.