Fährenunglück südliche Philippinen

Offenbar gab es wieder ein schlimmes Fährenunglück mit Toten bei einer Fähre auf dem Weg von Zamboanga zur Insel Jolo. Da dies keine touristische Route ist, sind offenbar keine ausländischen Gäste betroffen.

Generell würde ich immer zu den teureren reinen Passagierfähren raten (Tragflächen-Boote) gegenüber den günstigeren Massen-Fähren (mit PKW Transport), da diese oft überladen sind.

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Wenn Du ein Fahrzeug dabei hast, bist Du auf die RoRos angewiesen.
Der Grund für das Unglück ist wohl noch unklar. Die See soll einigermaßen ruhig gewesen sein.
Ein Schwachpunkt auf den RoRos ist häufig die mangelhafte Ladungssicherung. Ich habe in den letzten Jahren auf etlichen Fähren abenteuerliche Verzurrungen gesehen.

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Ja, natürlich ist die Überladung des Hauptproblem. Bei einem Schnellboot (Tragflächen Boot) kann das naturgemäß weniger passieren…

Auf manchen Strecken gibt es nur Roros.
Meine Frau und ich sind gute Schwimmer.
Wenn wir ein Schiff besteigen, gehe ich in Gedanken den Notfall durch .
Wir beide hätten kein Problem, vom Deck einige Meter zu springen.

Auf der Fahrt von Negros hat meine Frau sehr viele Haie gesehen. Ich habe in der AC gelegen. Leider verpasst.

Mir ist aufgefallen, dass gar nicht gebetet wurde bei den Fahrten.
Gefährlich!
Aber wenn das Schiff schon Jesus heisst…

Die „Heart of Jesus Navistar“ schaut aber schon wie ein ziemlicher Seelenverkäufer aus … :face_with_raised_eyebrow: Würde ich nicht freiwillig mit fahren wollen :wink:

Wenn das ein Seelenverkäufer ist, wie nennst du erst die wirklich vergammelten Kähne?
Dieser hier war recht gut getüncht.
Die Sitze nicht abgewetzt und die Maschine vibrationsarm.
Die Bauart ist eigentlich immer die gleiche.
Mal lange Überbauten, mal kurze.

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Die RoRo Fähren die im Hafen von Zamboanga gesehen habe mit Ziel Sulu Inseln, sahen tatsächlich schon ziemlich runter gerungen aus. Was die Optik aber über die tatsächliche Seetüchtigkeit aussagt ist eine andere Frage.

Kenne ich nur von den Schnellfähren, nicht von RoRos.

Nutzt man die RoRos, setzt man sich einem gewissen Risiko aus. Wenn man allerdings betrachtet, wie viele solcher Fähren auf den Philippinen ständig unterwegs sind und nichts passiert, relativiert sich das etwas. Die Fortbewegung in Fahrzeugen und Schiffen gehört .E. auf den Philippinen zu den größten Sicherheitsrisiken. Eine mehrstündige Fahrt im Van mit einem gestörten Fahrer halte ich aber für erheblich riskanter als auf eine RoRo Fähre zu steigen.
Auf Strecken auf denen FastCat operiert, nutze ich dies und nicht die normalen Fähren. Ob’s besser ist, keine Ahnung. Die Sitze sind genauso unbequem. Ich fahre grundsätzlich Economy, also draußen. Nicht wegen des Preises, sondern damit es frische Luft gibt und ich mir keine Erkältung einfange. Dazu wird’s im Falle eines Unfalls wahrscheinlich schwieriger, aus dem Schiff rauszukommen, wenn man in der AC Abteilung sitzt.

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Hatte mir letztes Jahr auf der Roro Getafe- Cordova, obwohl bewölkt, vom Strand kommend vorgebräunt und nur im Schatten sitzend, draussen ordentlich das Fell gegerbt.
Das war mir eine Lehre.
Freunde auf gleicher Strecke zuvor dito.
Diese Roro hat nur kurze Aufbauten und keine AC. Der Raum mit Sitzen wird von Abgasen belastet, wenn ein Kühl- LKW mit fährt.
Bleiben die Sitze im Heck unterm Dach. Dort ist es laut durch die Auspuffrohre und die Toillettentüren.
Also gern, wenn vorhanden AC im vorderen Bereich, dort warm genug, oder hinten mit Decke und Kissen, immer im Auto, und hinlegen.
Ausgänge sind genügend vorhanden und die Kisten mit Schwimmwesten sind vorn und hinten. Zudem sind nur wenige Passagiere drin.
Gedränge an den vielen Ausgängen gar nicht möglich.
Es gibt sogar einen Kaffeeautomat mit verschiedenen Angeboten. Cappuccino habe lesen können. Nutze ich aber nicht. Nimmt nur alte 5P zwei Stück. Personal tauscht wenn nötig.

Zwei Heiligenfiguren in lebensgroßen Glashütten passen auf. Der Jupp und Santo Nino. Beide mit Spenden gut gesegnet.
Das macht mich froh.
Nicht, dass ich gläubig wäre, aber bei dem vielen Geld darin wird man alles für die Rettung tun :wink:

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Das hatte ich so noch nicht, ich fand bislang immer ein ausreichend beschattetes Plätzchen. Kann mir aber vorstellen dass das auf den kleinen RoRos passieren kann.

… habe ich auf dem Motorrad eher selten mit. :sweat_smile:

Dann ist doch alles gut.

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Aleson Shipping Lines, sieht so aus, als ob die nur mit Seelenverkäufern unterwegs sind. Die Fahrt mit so einem Teil haben wir ja mit dem Auto von Dapitan (Mindanao) nach Dumaguete (Negros) überlebt.

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Alle Passagierschiffe von Aleson wurden nach dem Unfall auf Anordnung des Department of Transportation (DOTr) erstmal für 10 Tage stillgelegt.

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Das ist einmal eine erfreuliche Nachricht. Ich bin dafür, dieser Schifffahrtsgesellschaft die Betriebserlaubnis gänzlich zu untersagen. Wahrscheinlich kommen sie dann aber unter einer neuen Firmierung wieder.

Seit 2019 gab es bei Aleson wohl 32 sicherheitsrelevante Vorfälle:
Since 2019, ALS has figured in a total of 32 maritime incidents, including the sinking of M/V Trisha Kerstin 3.

Für die Menschen die in Sulu und Richtung Zamboanga unterwegs sein müssen ist das ein Problem. Ein großer Teil der möglichen Verbindungen per Schiff fallen erstmal weg.