E-Bikes sind nicht mehr erlaubt auf öffentlichen Strassen

Ab morgen sind die E-Bikes und E-Trikes genannten Gefährte nicht mehr auf öffentlichen Strassen erlaubt.
https://www.pna.gov.ph/articles/1264130

Das ist natürlich ein bisschen problematisch, denn die Dinger sind quasi unerlässlich für Personentransport – selbst ich habe mein Kind schon mal damit zur Schule gebracht. Wenn das nicht mehr erlaubt wird, haben viele Leute ein echtes Problem.

Angeblich passiert das, um lizensierte Tricycle-Fahrer zu unterstützen bzw. denen die unlizensierte Konkurrenz vom Hals zu schaffen. Ich glaube allerdings persönlich nicht, dass sich die Regierung mit dem Zeitpunkt und Umfang dieser Regelung einen grossen Gefallen tut.

Versteht mich nicht falsch, die Dinger nerven wie Sau und die Leute, die damit fahren, haben manchmal rudimentäre Ahnung von dem was sie da tun, aber meistens nicht. Die Teile zu betreiben grenzt an gefährlichen Eingriff in den Strassenverkehr und das will hier was heissen. Aber den Leuten bleibt sonst nix weiter übrig. So viele Tricycle-Fahrer gibts gar nicht, wie gebraucht würden. Und wenn wir ehrlich sind, sind das auch nicht grad die angenehmsten Verkehrsteilnehmer.

Es gab allerdings letztes Jahr schon eine Einschränkung, und es sollte auch vorher schon mal verboten werden.

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wobei ja nicht genau beschrieben ist was mit „major roads“ gemeint ist.
Nur die Hauptstraßen? National Roads?..?

Aus der Verordnung geht ja kein generelles Verbot hervor - etwas schwammig das ganze.

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Tricyvles sind eigentlich grundsätzlich auf National Roads verboten,interessiert halt niemanden und wird ganz einfach nicht umgesetzt ,wie so vieles Anderes auch nicht.

Wohl vorläufig erst mal vertagt
https://newsinfo.inquirer.net/2148764/lto-suspends-impounding-of-e-bikes-e-trikes-on-natl-highways-on-dec-1

Das ist richtig, aber die Lesart war „alle öffentlichen Strassen“, er sagt ja auch „in der Subdivision meinetwegen, aber nicht ausserhalb“.

Unter anderem weil die Gesetzesgrundlage wohl erst mal nachgebessert werden muss.
https://newsinfo.inquirer.net/2147646/fwd-ridon-lto-cant-impound-e-bikes-as-theyre-not-registered-with-agency
Es sind wieder die philippinischen Schnellschüsse, in nem halben Jahr interessiert das niemanden mehr.

Das hier gilt ja auch noch: https://lto.gov.ph/wp-content/uploads/2023/09/AO_2021-039.pdf

(Punkt 3.8)

Offensichtlich war diese Regelung wohl nur für Manila gedacht… und selbst dort scheint es ja nicht durchsetzbar…

Hier in der Provinz stellen diese (in der Regel) Verkehrshindernisse bereits mehr als die Hälfte der Verkehrsteilnehmer… vor allem die ‚Dreiräder‘, welche schon ab 40K PHP (auch auf Pump) zu haben und damit billiger als ein Motorrad sind…

Verbote würden hier das öffentliche Leben nahezu lahmlegen…

Ich habe mir ja nun auch so ein Gefährt zugelegt… ein EMC Golf2 von NWOW für knapp 124k PHP (Barzahlungspreis). Unverzichtbar zum Einkaufen, in die Stadt und zum Strand… die Parklücke muss nur marginal größer sein als für einen Motorroller, ich habe (unter der Fahersitzbank sowie hinten) reichlich (abschließbaren) Stauraum und kann noch drei Pinoys aus der Familie mitnehmen.

Zudem rennt das kleine Scheißerle über 40 Sachen und ist schmal genug, um die anderen - meist im Schleichgang unterwegs - locker zu überholen. Große Spiegel sorgen fur eine gute Sicht nach hinten, und es gibt sogar eine Rückfahrkamera… vorne kann ich dem hochwertigen Scheibenwischer sogar - wie im Auto - Wischwasser zugeben und die LED-Lampen werfen gutes Licht… Ach ja… ne stabile ‚Regenpelle‘ hat’s auch… da aber gerade die Trockenzeit beginnt, habe ich ersma ‚Sonnenschutz‘ aufgezogen.

Mit einer optionalen LiFePo-Batterie können diese Dinger übrigens länger und noch schneller (bis zu 60 Km/h) fahren und werden mittelfristig in den Großstädten m.E. den Kurzstreckentransport mittels Tricycle und den immer beliebter werdenden Verbrenner-‚Bajaj‘ & Co. (dominieren z.B. schon den Kurzatreckentransport in Iligan City) ersetzen… das geht natürlich nur mit den finanzstarken Oligopolen in Ballungszentren.

Hier in der Provinz, wo der Transport in erster Linie über Klein(st)unternehmen organisiert ist, wird das (oft ‚selbstgezimmerte‘ ) Tricycle wohl auf absehbare Zeit nicht so schnell verdrängt werden können, denn auch das billigste ‚Elektro-Dreirad‘ bleibt für die meisten Menschen sicher noch länger unbezahlbar…

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Hier auf Mactan nerven die E-Trikes extrem.
Auch Golfkarts sieht man immer häufiger.
Wenn so ein Ding 40kmh machen würde, wäre es keine Sache, aber die krebsen meist knapp über Schritttempo.
Was mich dabei so stört, ist extreme Rücksichtslosigkeit ggü dem nachfolgenden Verkehr.
Daß viele ohne Licht fahren, ist noch das kleinere Problem.
Wie auch Tricycles, dürfen einige Hauptstraßen damit nicht befahren werden.

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Die Farbkombination deines anderen Vehikels gefiel mir allerdings besser

TABELLENFÜHRER!!

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Das war für das ganze Land, sonst würde sich z.B. der Senator aus Bicol nicht einmischen. Bisherige Regelungen (z.B. „nur auf Radwegen“) waren durch ihre Spezifität beschränkt auf Strassen in Metro Manila – weil einfach drin stand „auf diesen Strassen ist es ab jetzt verboten“.

Das wäre überall so. Die Quote ist hier eine andere, aber alte Menschen kommen zum Arzt, Kinder in die Schule, alles durch die Familie und nicht durch einen externen Tricycle-Driver.

Naja, viel schneller als 25 gehen die standardmässig nicht. Allerdings können die meisten, die so ein Ding auf der Strasse betreiben, nur rudimentär „fahren“, und machen deshalb lieber ein bisschen langsamer. Ist aber nicht exklusiv für diese Teile, ich bin auch schon mit einem normalen Auto 40 über den Expressway gefahren worden (erlaubt sind 100). Da musste ich dann mal „meiner Frau eine Sprachnachricht senden“ damit sich das ändert :smiley:

„Never attribute to malice that which is adequately explained by stupidity.“ Über 80% der Fahrer haben keinen Plan, was sie da tun, oder was „Verkehr“ bedeutet. Die denken, … nichts. Die machen einfach was ihnen grad in den Kopf kommt.

Ich seh doch was“. :man_facepalming:

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Es gibt ein Update: die Gesetzeslage sieht vor, dass diese Teile prinzipiell überall ohne Registrierung (und damit führerscheinfrei) fahren dürfen. Die / Das LTO kann das auch nicht einschränken, hat man jetzt festgestellt. Damit können sie die Dinger auch nicht einziehen.

Allerdings, und jetzt kommt das Schlupfloch: die lokalen Behörden können die Benutzung bestimmter Strassen untersagen. Die MDMAMMDA hat diese Liste schon kundgetan, und sie wird dieser Tage erweitert. Oder man zieht sich auf die Formulierung „dedicated lanes“ zurück, die die LGUs qua Gesetz zu schaffen angehalten sind, die aber de facto nicht existieren (daher die „bike lane“ Bestimmung). Die LGUs kriegen aber auch das direkte Feedback der Leute ab, und ich glaube nicht dass ein Sack Reis bei den nächsten Wahlen ein eBike-Verbot vergessen macht.

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Manila Bulletin, 04/12/2025


E-Bikes auf Bundesstraßen: Ein Risiko, das wir nicht länger ignorieren können

Die Entscheidung der Regierung, die strikte Durchsetzung des Verbots von E-Bikes und E-Trikes auf Bundesstraßen vom 1. Dezember auf den 2. Januar zu verschieben, hat den Fahrern etwas mehr Zeit verschafft – aber nicht mehr Sicherheit.

Die Verzögerung erfolgte nach Beschwerden und Verwirrung über die Umsetzung, aber die Gründe für diese Politik waren nie unklar. Wie die Pressesprecherin des Präsidenten, Claire Castro, betonte, sollen die Regeln „nicht das Leben erschweren”, sondern „die Sicherheit der E-Bike-Nutzer” und aller Verkehrsteilnehmer gewährleisten. Und in dieser Frage ist das Sicherheitsargument überwältigend.

Im ganzen Land sind E-Bikes und E-Trikes für viele Familien zum bevorzugten Fortbewegungsmittel geworden. Sie sind erschwinglich, einfach zu bedienen und benötigen keinen Kraftstoff. Für Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen müssen, Arbeitnehmer, die kurze Strecken zurücklegen, oder Senioren, die schnell zum Markt fahren müssen, bieten diese kleinen Fahrzeuge Unabhängigkeit. Aber genau diese Bequemlichkeit hat dazu geführt, dass sie an Orten eingesetzt werden, an denen sie nichts zu suchen haben – vor allem auf nationalen Autobahnen, wo Geschwindigkeitsbegrenzungen, Straßenführung und Verkehrsaufkommen grundsätzlich nicht mit den Einschränkungen dieser Elektrofahrzeuge vereinbar sind.

Besonders gefährlich ist es beispielsweise auf dem Marilaque Highway, einer Strecke, die für ihre malerischen Bergrücken bekannt ist, aber auch für ihre scharfen Kurven, steilen Abfahrten und das hohe Verkehrsaufkommen am Wochenende, die Quezon City mit Infanta in Quezon verbindet. Hier schlängeln sich E-Bikes und E-Trikes – einige davon so umgebaut, dass sie wie Mini-Jeepneys aussehen – durch die Serpentinen der Straße. Sie halten sich ganz rechts auf der Fahrbahn und kämpfen oft mit Geschwindigkeiten von 15 bis 25 km/h, während Autos und Motorräder natürlich viel schneller fahren. Das Ergebnis ist eine explosive Mischung: Autofahrer, die abrupt bremsen müssen, ungeduldige Verkehrsteilnehmer, die in unübersichtlichen Kurven überholen, und Elektrofahrzeuge, die an Steigungen stehen bleiben.

Das sind keine harmlosen Unannehmlichkeiten. Es sind Risiken, die über Leben und Tod entscheiden können.

Rettungskräfte berichten von tragischen Unfällen: E-Trikes, die in engen Kurven umkippen; plötzliche Bremsmanöver, die zu tödlichen Auffahrunfällen führen; Mini-Elektrofahrzeuge, die von überholenden Bussen oder SUVs erfasst werden. Und da sich viele dieser Unfälle in ländlichen Gebieten ereignen, werden sie oft nicht gemeldet. Diese Fahrzeuge sind nicht dafür ausgelegt, die Wucht von Unfällen auf Autobahnen zu überstehen.

Genau deshalb ist die Botschaft von Malacañang kompromisslos. Es handelt sich um motorisierte Fahrzeuge, erinnerte Castro die Öffentlichkeit, und „wir haben Gesetze, die befolgt werden müssen“. Disziplin „steht nicht im Widerspruch zum Thema Armut“. Der Punkt ist klar: Sicherheitsvorschriften schützen alle, nicht nur diejenigen, die sich robustere Transportmittel leisten können.

Dennoch reicht die Durchsetzung allein nicht aus. Der Aufstieg von E-Bikes und E-Trikes spiegelt tiefere Probleme wider – unzureichende Abdeckung durch öffentliche Verkehrsmittel, insbesondere in städtischen und ländlichen Gebieten, und das Fehlen lokaler Straßennetze, die für langsam fahrende Fahrzeuge sicher sind. Für viele Familien sind E-Bikes keine Wahl, sondern die einzige erschwingliche Option.

Aus diesem Grund muss die Regierung das Verbot mit einer umfassenderen Mobilitätsstrategie verbinden. Lokale Behörden sollten sichere Nebenstraßen für Elektrofahrzeuge ausweisen. Nationale Behörden müssen die Zulassungs- und Führerscheinvoraussetzungen klarstellen, damit die Fahrer die Vorschriften einhalten können. Verkehrsförderungsprogramme sollten den am stärksten benachteiligten Menschen helfen, sicherere Alternativen zu erwerben. Und die langfristige Planung muss die E-Mobilität in den städtischen und barangay-bezogenen Verkehr integrieren, wo sie wirklich hingehört.

Aber während diese Lösungen ausgereift werden, muss das Verbot von E-Bikes und E-Trikes auf nationalen Autobahnen bestehen bleiben. Mitgefühl bedeutet nicht, dass man Menschen erlaubt, sich selbst in Gefahr zu bringen. Die Autobahn ist gleichgültig gegenüber Bequemlichkeit, wirtschaftlichen Bedürfnissen oder guten Absichten. Sie bestraft Fehler schnell und oft gnadenlos.

Der 2. Januar ist mehr als nur ein neues Datum für die Durchsetzung. Er ist eine Erinnerung daran, dass die öffentliche Sicherheit, wenn sie einmal gefährdet ist, Kosten verursachen kann, die keine politische Verzögerung jemals wieder gutmachen kann.

https://mb.com.ph/2025/12/04/e-bikes-on-national-roads-a-risk-we-can-no-longer-ignore

Dann wird es halt höchste Zeit dieses Gesetz zu ändern,oder kann mir jemand erklären warum diese Dinger ohne Zulassung und ohne Führerschein am öffentlichen Verkehr teilnehmen dürfen?
Und kostenfrei ist der Strom auch nicht mit dem die geladen werden.

Die Regelung habe ich oben verlinkt. Warum die erlassen wurde kann ich nicht sagen.

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Tatsache ist dass diese e-Dinger ein gefährliches Hindernis auf den Strassen sind (auch
hier in Zamboanga) und die fahren noch wie es ihnen passt, jede Lücke wird ausgenützt!
Verkehrsregeln…keine Ahnung!

Mit der Logik müsste man Scooter / Motorräder aber auch verbieten :wink:

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Die müssem,leider nur theoretisch,zugelassen sein und mit Führerschein gefahren werden.
Aber auch das wird ja in der Praxis,zumindest hier bei uns,nicht umgesetzt und 10-jährige fahren mit Tricycles ,von 4 Personen ohne Helm inklusive Baby auf dem Tank auf Mopeds mal ganz abgesehen

Eigentlich wurden diese e-bikes ja nur für den interior traffic gedacht, wie auch die pedicabs.
Aber sie fahren halt überall und das gehört eingeschränkt. Wishful thinking :laughing:

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Wenn jeder Verkehrsteilnehmer, ob mit PKW, Moped, Roller oder E-Bike, der wenigstens die wichtigsten, grundlegenden Verkehrsregeln beherrschte, eine eingeschaltete 500-Watt-Leuchte auf dem Kopf trüge, bliebe es - trotz dichten Verkehrs - noch immer stockdunkel auf den nächtlichen Straßen der Pinas… vor allem in der Provinz…

Daher schärfen diese dahinschleichenden Dinger höchsten noch etwas mehr die Sinne, auf wirklich alles gefasst zu sein…

Jedoch… die echten und gefährlichsten Rowdys hier sind jung, ‚unbesiegbar‘ und pflügen mit ihren meist knatternden Mopeds - besonders wenn mit ‚Lady‘ auf dem Sozius - rücksichtslos durch den Verkehr… erst letzte Woche lag auf meinem Nachhauseweg kurz nach Sonnenuntergang eine junge Sozia in ihrem Blut (davon reichlich und das Mädchen tot, wie sich später herausstellte) auf der (schnurgeraden und dort) gut beleuchteten Straße und der ‚Galan‘ (welcher mich nur wenige Minuten zuvor mit irrem Tempo überholt hatte) heulte Rotz und Wasser… zu spät für Einsicht… sori…

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Mich wundert nach ein paar Wochen Autofahren auf den Inseln fast nichts mehr.
Nicht nur die „parkenden“ E-mobile, auch nicht die rasenden Mopeds und noch weniger die nicht beleuchteten Trikes und Motorräder - hoffe nur das ich mal keinen von denen erwische, da ich dann wohl schuld wäre und nicht diese Idioten.

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Dashcam einbauen. Das hilft oft, den Hergang zu klären. Wobei es auch schon passiert ist, dass ein Idiot an einem geparkten LKW zerschellt ist, und der LKW-Fahrer die Schuld bekommen hat. Öfter sind es aber verzwickte Situationen wie jüngst: besoffener Scooterist ohne Helm kommt vom rechten Weg ab und trifft einen Van, dessen Fahrer keinen Führerschein hat. Viel Spass dabei, die Schuldfrage zu klären.

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