300 EUR für Hotel auf Philippinen - Quatsch oder "moralisch verwerflich"?

Das bringt mich zurück zu meiner ursprünglichen Frage. Welchen Mehrwert bietet mir ein solches Resort ? Das konnte mir noch niemand erklären. Angenommen ich buche ein gutes Resort für 100 Euro (ja, die gibt es), nicht zu abgelegen, mit einem tollen Strand. Kein Karaoke, keine nervigen Großfamilien Partys, Super Essen zu erschwinglichen Preisen, schöne Natur rundum. Dann habe ich doch alles was es braucht, oder hab ich was vergessen ?

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Hier ein Erklärungsversuch: denn ich glaube, du gehst von der falschen Voraussetzung aus, dass ein „teureres“ Resort für jeden Gast einen objektiv messbaren Mehrwert bieten müsste. Der Mehrwert ist aber immer subjektiv und hängt von den persönlichen Bedürfnissen, Erwartungen und natürlich auch den finanziellen Möglichkeiten ab.

Für dich mag ein schönes Resort für 100 Euro bereits alle Wünsche erfüllen. Für andere können zusätzliche Ruhe, Privatsphäre, Komfort, Service, Gastronomie oder einfach eine besondere Atmosphäre durchaus einen erheblichen Mehrwert darstellen.

Bei uns war es beispielsweise so, dass wir uns dort mit Freunden aus Frankfurt verabredet hatten und nach einigen Tagen anstrengender Rundreise einfach einmal richtig entspannen und regenerieren wollten. Das gelingt in einer besonders komfortablen Umgebung natürlich oft besser.

Es geht also nicht darum, ob ein teures Resort objektiv fünfmal besser ist als ein günstiges. Entscheidend ist vielmehr, ob der zusätzliche Komfort dem jeweiligen Gast den Mehrpreis wert ist. Und diese Entscheidung kann letztlich nur jeder für sich selbst treffen.

Übrigens gilt das unabhängig vom jeweiligen Land. Niemand würde ernsthaft verlangen, dass ein Gast in Deutschland seine Hotelentscheidung ausschließlich nach dem günstigsten verfügbaren Angebot ausrichtet. Warum sollte auf den Philippinen ein anderer Maßstab gelten?

Ich weiß nicht, ob du dich für VWL interessierst, aber hier greift das klassische Konzept des subjektiven Nutzens aus der Mikroökonomie. Der Preis ist eine objektive Marktgröße, der individuelle Nutzen dagegen eine persönliche Bewertung. Zwei Menschen können für dieselbe Hotelleistung eine völlig unterschiedliche Zahlungsbereitschaft haben, ohne dass einer von beiden irrational handelt. Und genau deshalb muss ein Resort für 500 Euro nicht fünfmal so viel leisten wie eines für 100 Euro. Es muss lediglich dem jeweiligen Gast einen zusätzlichen Nutzen bieten, der aus seiner persönlichen Sicht den Aufpreis rechtfertigt.

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Mit den finanziellen Möglichkeiten hat das sicher etwas zu tun. Aber die Logik erschliesst sich mir trotzdem nicht. Was wäre denn der zusätzliche Komfort ? Das Beispiel aus der VWL ist auch nicht logisch. Warum soll ich für dieselbe Leistung 200 Euro mehr bezahlen ? Und, bitte, was ist denn der zusätzliche Mehrwert ? Darauf gab es bislang keine Antwort. Ich hatte das ja schonmal vermutet, es ist einfach nur ein Gefühl , ich gebe viel Geld aus, deshalb muss es auch gut sein. Muss aber nicht so sein. :rofl:

Ich befürchte wir drehen uns inzwischen etwas im Kreis, weil du einen objektiv messbaren Mehrwert verlangst, während ich vom subjektiven Nutzen spreche. Sorry aber das sind zwei unterschiedliche Dinge.

Selbstverständlich würde auch ich für zwei vollkommen identische Leistungen nicht freiwillig 200 Euro mehr bezahlen. Aber wer sagt denn, dass zwei Resorts nur deshalb dieselbe Leistung bieten, weil beide einen schönen Strand, gutes Essen und ein ordentliches Zimmer haben?

Für den einen sind großzügige Räumlichkeiten, Privatsphäre, Ruhe, aufmerksamer Service, eine „besondere Atmosphäre“ oder einfach mehr Bequemlichkeit unwichtig. Für den anderen können genau diese Eigenschaften einen erheblichen zusätzlichen Nutzen darstellen. Und bei uns kamen ganz konkrete Umstände hinzu: Wir hatten uns mit Freunden aus Frankfurt verabredet und wollten uns nach einer anstrengenden Rundreise einige Tage in besonders komfortabler Umgebung erholen.

Natürlich kann auch ein günstiges Resort hervorragend sein und ein teures enttäuschen. Niemand behauptet, dass ein hoher Preis automatisch hohe Qualität garantiert. Aber in der Volkswirtschaftslehre ist der Nutzen nun einmal eine subjektive Größe. Deine persönliche Vorstellung davon, was ein Resort bieten muss, ist nicht automatisch diejenige anderer Menschen.

Die eigentlich interessante Frage lautet deshalb nicht: Warum sollte jemand für ein Resort mehr bezahlen, wenn mir persönlich eines für 100 Euro genügt? Sondern: Warum sollte meine persönliche Zahlungsbereitschaft der allgemeingültige Maßstab für andere sein?

Ein guter Vergleich wäre übrigens die Business Class im Flugzeug: Auch der Eco-Passagier erreicht dasselbe Reiseziel, erhält eine Beförderungsleistung und kommt normalerweise zur gleichen Zeit an. Trotzdem zahlen andere Menschen ein Vielfaches für mehr Platz, Schlafkomfort, Privatsphäre und Service. Du kannst persönlich der Meinung sein, dass sich der Aufpreis nicht lohnt. Aber daraus folgt keineswegs, dass dieser zusätzliche Komfort für andere Menschen keinen Wert besitzt.

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Gehört übrigens in die Kategorie positive/negative Eigenschaften von Pinoys im Vergleich zu D :wink:

Das kommt drauf an für wen. Vermutlich gibt es Leute, die die Abgeschiedenheit geniessen anstatt dass es sie nervt. Und die mit dem Resort-Essen bedingungslos zufrieden sind, ohne Option auf etwas anderes.
Kann sein, dass jemand genau sowas sucht wenn er gestresst ist, oder wenn er in den Flitterwochen ist.

Wie gesagt, ist nix für mich. Auch nicht in den Flitterwochen. Und vielleicht für Dich auch nicht.

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Ich finden das Beispiel mit der Eco und Business Class schon mal ein gutes Beispiel.

Aber um zurück auf Hotels zu kommen: warum zahlen Reisende Spitzenpreise (angefangen meist um die $ 600-700 pro Nacht, die meisten Anlagen aber bei über $ 2.000 bis hin zu $15/20000 pro Nacht) und diese Anlagen haben eine Auslastungsquote von 60-70%.

Dieser aktuelle Trend heisst „Barefoot Luxury“ und das „barefoot“ wird in ein paar dieser Anlagen wortwörtlich genommen und den Gästen beim Einchecken die Schuhe „abgenommen“ und bis zur ihrer Abreise verwahrt.

Auch wird verstärkt dort „digital detoxing“ angeboten - die Gäste geben beim Einchecken ihre Handys, Computer, etc ab, in den Räumen gibt es oft auch keine Fernseher.

Alle diese Anlagen haben folgendes gemeinsam:

1.) Das „No News, No Shoes“-Prinzip (Mentales Detoxing)

  • Abgabe der Statussymbole: Das Ablegen der Schuhe direkt bei der Ankunft ist kein Gag, sondern ein psychologisches Werkzeug. Es nimmt den Gästen sofort die gesellschaftliche Steifheit.
  • Ruhe vor der Welt: Fernseher sind oft unsichtbar in Truhen versenkt oder fehlen absichtlich komplett. Zeitungen oder laute Animation gibt es nicht. Das Ziel ist die radikale Entschleunigung des Nervensystems.

2.) Radikaler Verzicht auf künstliche Prunk-Materialien

  • Kein Marmor, kein Gold, kein Kristall: weder schweren Kronleuchter, vergoldeten Armaturen oder spiegelnden Marmorböden, etc - kein augenscheinlicher Luxus.
  • Fokus auf Rohmaterialien:Die gesamte Architektur besteht aus lokalen, nachhaltigen und unbehandelten Naturmaterialien. Die Oberflächen sind haptisch so verarbeitet, dass sie sich barfuß angenehm und warm anfühlen.

3.) Extreme räumliche Distanz und Privatsphäre (Low Density)

  • Minimale Zimmeranzahl auf riesiger Fläche: Es gibt eigentlich nie das eine Hauptgebäude mit Hotelzimmern, sondern ausschließlich freistehende, weitläufigen Villen, Bungalows oder auch Glampingzelte.
  • Sichtschutz durch Natur: Jede Villa / Zelt / Bungalow ist durch clevere Bepflanzung oder topografische Gegebenheiten so abgeschirmt, dass man die Nachbarn weder sehen noch hören kann.

4.) Die Philosophie der „Drinnen-Draußen-Verschmelzung“

  • Offene Architektur: Wände lassen sich komplett wegschieben oder fehlen in manchen Wohnbereichen ganz.
  • Natur im Wohnraum: Typisch sind private Open-Air-Badezimmer (Duschen unter freiem Himmel), Außendecks zum Schlafen unter den Sternen und Lounge-Bereiche, die nahtlos in die Natur übergehen.. Das Rauschen des Meeres oder des Dschungels ist permanenter Teil des Raumgefühls.

Und natürlich auch eine höhere „Staff-to-Guest-Ratio“ von mindestens 3:1 bis zu 5:1, oft inkl einer „persönlichen“ Ansprechperson.

Wer sind die Gäste? Ja alle haben ein höheres bis sehr hohes Einkommen / Vermögen.
Zu einem Teil „altes Geld“, zum anderen Teil aber sehr im Berufsstress stehende Unternehmer, GMs, Promis, etc.

Und warum tun die sich das an - abgeschiedene Orte, Verzicht auf augenscheinlichen Luxus, abgeschnitten von der Welt - nicht mal Internet, TV, etc?

  • Flucht vor der Reizüberflutung: Wer im Alltag ständig Entscheidungen treffen muss, im Anzug von Meeting zu Meeting hetzt und permanent erreichbar sein muss, sucht im Urlaub das radikale Gegenteil. Barfußlaufen erdet physisch und psychisch. Es nimmt den Druck, „jemand sein zu müssen“.
  • Status-Verschiebung (Quiet Luxury): Früher war Status, zu zeigen, was man hat (Yachten, Logos, Prunk). Heute ist der höchste Status, Zeit, Raum und Anonymität zu besitzen. Man muss niemandem mehr etwas beweisen.
  • Sehnsucht nach echter Authentizität: Reiche Menschen können sich in jedes Fünf-Sterne-Marmorhotel der Welt Einbuchen – diese ähneln sich jedoch in New York, Tokio und London. Das Gefühl, nachts unter freiem Himmel auf einer Insel oder im Urwald zu schlafen, ist ein emotionales Privileg, das man nicht standardisieren kann.
  • Das „Zuhause-Gefühl“ (Home away from home): In diesen Resorts gibt es keine steifen Check-ins oder förmliche Distanz. Der Service ist extrem herzlich und familiär. Man fühlt sich wie auf einer privaten „Insel“ von Freunden, nicht wie eine Zimmernummer in einem Hotelkomplex.

Das Besondere an diesen Barfuß-Resorts ist, dass der soziale Status vor Ort komplett verschwimmt. Weil es keinen Dresscode gibt und jeder in einfacher Leinenkleidung und barfuß zum Abendessen erscheint, sieht man den Gästen ihren Kontostand nicht an. Der Erbe eines Milliardenkonzerns sitzt im selben lockeren Outfit am Nachbartisch wie das Paar, das hart für diese eine Woche Flitterwochen gespart hat. Es gibt keine Protzerei – das macht den Reiz aus - das Klischee vom „Champagner-Snob“ existiert dort nicht.

Hier gilt Luxus definiert sich nicht über Sichtbarkeit, der wahre Luxus ist die Abwesenheit von Menschenmassen, der ökologische Fußabdruck wird klein gehalten, ohne dass der Gast auf Komfort verzichten muss, Fokus auf mentale Gesundheit und das Gefühl, komplett von der digitalen Welt abgekoppelt zu sein.

Und ist das nun „Quatsch“ oder „moralisch verwerflich“? Ich meine nicht, es gibt diese Zielgruppe mit eben diesen Bedürfnissen, die von solchen Anlagen gedeckt werden.

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Das klingt aber schon etwas nach psychiatrischer Einrichtung. Gibt’s da dann auch Speckstein schnitzen?

Ich finde das nicht. Jeder soll nach seiner Façon selig werden. Für mich wäre das nichts, außer vielleicht nach einem Burn Out. Aber da macht die Krankenkasse nicht mit, wenn ich mich krankheitsbedingt für längere Zeit auf die Philippinen verdrücken würde.

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Kann sein, aber oft Begleitprogramme mit Yoga, Wellnesskuren, Sound Healing & Vibrationstherapie, Personalisierte Detox-Ernährung (Farm-to-Fork), Alkoholfreies High-End-Pairing, etc.

Gibt’s das auch mit Alkohol?

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Ich hoffe doch - wird dan aber kein San Miguel Light sein.

Ich muss zugeben, dass ich erstmal nachlesen musste, was das sein soll. Ich glaube ich gehöre nicht zur Zielgruppe.

Mein Gott, das ist doch alles Quatsch für Leute die nicht wissen wohin mit ihrem Geld. Schuhe ausziehen ,sehr lustig. Das macht ja jeder Philippino bevor er ein Haus betritt. Detox Ernährung auf den Phillis wo sich die meisten von naturnahen Produkten ernähren ? Aber für mich ist es okay wenn jemand sich gut fühlt sinnlos viel Geld auszugeben oder er einfach zu viel hat. :rofl:

Danke für deine Erläuterung. Genau das ist ja der Punkt. Ich fliege Business und habe einen sehr höheren Service. Essen, Bett alles wunderbar. Dafuer zahle ich gerne mehr. Aber wie überträgt sich das auf ein Resort? Da gibt es dieses mehr an Service ja nicht, oder ?

Ich finde nicht das es Quatsch ist. Weicht wohl etwas vom Thema ab, andererseits hat es aber eine (große) Schnittmenge mit dem Thema.

„Quiet Luxury“ - so der Überbegriff, gibt es ja nicht nur in diesen extremen Preislagen.
Der klassische Luxusbegriff des 20. Jahrhunderts war materiell und nach außen gerichtet: Es ging um das „Haben“ – um Uhren, Autos und Logos. Man kaufte diese Dinge, um anderen den eigenen Erfolg zu signalisieren (demonstrativer Konsum).

Heute, in einer hyperdigitalisierten, permanent erreichbaren und von Hektik geprägten Welt, hat sich der wahre Luxus radikal ins Innere verschoben. Es geht nicht mehr um das -„Haben“, sondern um das „Sein“.

Dieser Luxus ist demokratischer im Geist, aber exklusiver in der Umsetzung. Man kann ihn nicht einfach im Schaufenster kaufen. Er erfordert ein hohes Maß an Selbstreflexion und die bewusste Entscheidung, den Lärm der Welt auszublenden. Wenn man so will, ist der neue Luxus die „Rückkehr zu den menschlichen Grundbedürfnissen“: Ruhe, Natur, tiefer Schlaf, echte Präsenz im Moment und die absolute Freiheit, einfach nur man selbst zu sein – auch mal ganz ohne Schuhe.

Der Trend des „Quiet Luxury“ oder auch „Stealth Wealth“ genannt
hat auch die Modewelt und das Produktdesign in den letzten Jahren beeinflusst, z.B.:

Mode: Materialqualität, Schnitt und die Abwesenheit von Branding
Design von Alltagsgegenständen: visuelle Ruhe und haptische Perfektion

Das müssen auch keine Luxuslabels sein, das geht auch mit normalen Brands, aber Leute die sich dieses Prinzip zu eigen machen, achten auf:

Mode:

  • Keine sichtbaren Logos
  • 100 % Naturfasern
  • eingeschränkte Farbpalette

Einrichtung / Alltagsgegenstände:

  • Radikales Entmisten (Decluttering)
  • Die "Drei-Materialien-Regel
  • warmweißes Licht (2700 Kelvin), am besten auf Augenhöhe

etc.

Quiet Luxury ist eine Lebenseinstellung der Achtsamkeit. Es geht darum, wegzulassen, was nur laut schreit, und sich mit Dingen zu umgeben, die eine zeitlose, ruhige Qualität haben.

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Das würde ich gerne mal machen, aber wie Du weißt bin ich mit einer Filipina verheiratet, welche gerne auf Flohmärkte geht…

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Ein Beitrag wurde in ein neues Thema verschoben: Holz- oder Businessklasse - was macht den Unterschied wirklich aus?

@Holgerek Dein Vergleich mit der Business Class ist eigentlich ein gutes Beispiel dafür, wie unterschiedlich wir den persönlichen Mehrwert einer Leistung bewerten.

Wenn du den Aufpreis für einen Business-Class-Flug auf die tatsächliche Flugzeit herunterbrichst, ergibt sich vermutlich ein wesentlich höherer Mehrpreis pro Stunde als bei einem gehobenen Resort, in dem du dich vielleicht mehrere Tage oder 1 Woche aufhältst.

Und natürlich gibt es auch bei Resorts erhebliche Qualitäts- und Komfortunterschiede. Ich habe beispielsweise in Dauin bei Dumaguete verschiedene Anlagen kennengelernt. Das Atmosphere Resort unterschied sich dabei deutlich von einfacheren Unterkünften: großzügigere und hochwertigere Zimmer, mehrere wunderschön angelegte Pools, ein ansprechender Restaurantbereich mit einer großen Auswahl und eine insgesamt ausgesprochen gepflegte, weitläufige Anlage.

Auch der kleine Strandabschnitt war sehr schön und sauber gehalten. Sobald man allerdings die Anlage verließ und an andere Strandabschnitte gelangte, sah es teilweise ganz anders aus: Verschmutzung und herumliegender Müll.

Genau diese gesamte Atmosphäre ist für mich ein wesentlicher Bestandteil des Mehrwerts. Es geht also keineswegs nur darum, ob mir jemand einen zusätzlichen Cocktail serviert oder mein Zimmer häufiger gereinigt wird. Es geht um Aufenthaltsqualität, Ästhetik, Ruhe, Großzügigkeit und das gesamte Ambiente.

Dafür bin ich durchaus bereit, beispielsweise 200 USD mehr pro Übernachtung auszugeben. Zumal ich diesen zusätzlichen Komfort nicht nur für einige Flugstunden, sondern während meines gesamten Aufenthalts genieße.

Letztlich steckt dahinter ein ganz einfacher ökonomischer Gedanke: Der Nutzen einer Leistung ist immer subjektiv und lässt sich nicht allein anhand objektiv messbarer Serviceleistungen bestimmen. Was für dich in der Business Class einen erheblichen Mehrwert darstellt, kann für mich ebenso die besondere Atmosphäre eines hochwertigen Resorts sein.

Deshalb verstehe ich nicht ganz, warum du den Mehrpreis bei einem Business-Class-Flug selbstverständlich akzeptierst, bei einem Resort aber offenbar nur dann für gerechtfertigt hältst, wenn sich jede zusätzliche Ausgabe in einer konkret messbaren Serviceleistung niederschlägt?

Die Atmosphäre und Schönheit eines Resorts ist eben auch ein „Wert“, für den ich subjektiv bereit bin einen Mehrpreis zu zahlen…:grinning_face_with_smiling_eyes:

Danke #Prof für deine umfangreiche Begründung. Das Thema wandert ja langsam in den philosophischen Bereich. Gefällt mir. Bei der Definition zum Wert einer Leistung kann ich dir jedoch nicht zustimmen. Eine Leistung kann verschiedene Werte abbilden, so subjektiv, objektiv oder nach Marktlage. Die subjektive Seite ist natürlich besonders delikat. Denn dort sind wir ja permanent den Versuchungen und Manipulationen der Marketingstrategen ausgesetzt. So ist es auch bei der Business Class. Der objektive Wert bei einem hohen Mehrpreis für 12 h Flug ist gering : Ein Sitz der zum Bett wird, spätes, aber gutes Essen (worauf ich meist verzichte), Service an Bord und beim Einchecken.
Deshalb versuche ich nur BC Fluege zu buchen die unter 2000 Euro von Deutschland nach Manila kosten. Hat schon öfter geklappt, dann fühle ich mich auch subjektiv wohl. :grinning_face:

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Da wäre ich dann auch dabei, nur gab es für meine Flugtermine nie ein solches Angebot. Da ich noch im Arbeitsleben stecke kann ich nicht sehr flexibel reisen. Mitte Dezember gibt es selten Schnäppchen. Mit dem Flugziel Cebu wird das Angebot noch dünner. Wobei ich bei einem BC Flug unter 2.000,-- auch den Umweg über Manila in Kauf nehmen würde.