Das Konzept „Barefoot Luxury“ finde ich durchaus interessant in diesem Zusammenhang: Denn es bestätigt genau das, worauf ich in unserer bisherigen Diskussion hinauswollte: Luxus besteht eben nicht zwangsläufig aus vergoldeten Wasserhähnen, Marmorbädern, Butler-Service oder irgendwelchen zusätzlichen Dienstleistungen, sondern ist eine subjektive Einschätzung des Mehrwerts ![]()
Offenbar gibt es inzwischen eine zahlungskräftige Klientel, die bereit ist, mehrere Tausend Dollar pro Nacht auszugeben, um möglichst wenig von der Außenwelt mitzubekommen, barfuß durch die Anlage zu laufen und ihre Ruhe zu haben. Das ist schon eine crazy Entwicklung.
Wobei ich persönlich nicht unbedingt 2.000 Dollar bezahlen müsste, damit mir jemand die Schuhe wegnimmt und mein Smartphone einsammelt. Das bekomme ich auch kostenlos hin. ![]()
Aber im Ernst: Der eigentliche Luxus liegt doch in der Großzügigkeit einer Anlage, ihrer besonderen Architektur, einer gepflegten natürlichen Umgebung, viel Privatsphäre, Ruhe und einem Ambiente, in dem man sich einfach wohlfühlt. Und damit sind wir wieder bei den ursprünglich diskutierten 300 € pro Nacht. Warum sollte eine solche Unterkunft ihren Preis nicht wert sein, wenn sie mir genau diese Qualitäten bietet?
Ich brauche dazu weder einen privaten Butler noch einen Champagnerempfang. Schon eine wunderschön angelegte Gartenlandschaft, großzügige Zimmer, gepflegte Pools, ein angenehmes Restaurant und ein sauberer Strand können für mich einen erheblichen Mehrwert darstellen.
Interessanterweise zeigt der Trend zum „Barefoot Luxury“ sogar, dass Menschen bereit sind, für Eigenschaften wie Ruhe, Abgeschiedenheit und Naturnähe besonders viel Geld auszugeben – also für Dinge, die sich nicht einfach in zusätzlichen Serviceleistungen oder Quadratmetern messen lassen.
Was dem einen 2.000 Dollar wert ist, bekommt der andere vielleicht für 300 Dollar in einer für ihn vollkommen ausreichenden Qualität. Und ich persönlich finde, dass man bereits für 200 bis 300 € pro Nacht auf den Philippinen eine ausgesprochen hohe Aufenthaltsqualität bekommen kann, sofern man die richtige Anlage auswählt. Hier bieten allerdings andere Länder wie Thailand noch viel bessere Möglichkeiten wie die PHP, wo das Preis-Leistungs-Verhältnis eher nicht so toll ist
