Warum essen Filipinos Hunde?

Hier auch, daher müssen wir immer auf unseren Hund aufpassen, sobald wir außerhalb unserer Mauern sind.
Hunde werden einfach gefangen, ohne dass gefragt wird, ob die jemandem gehören.
Auch in der Familie haben wir Leute, die Hund ab und zu essen, das ist üblich hier.
Das wir aber nicht an die große Glocke gehängt, kriegt man halt nur mit, wenn man länger hier ist.

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In Sagada sind bei den Opferritualen auch Hunde mit dabei. Touristen werden da nicht hingelassen, es gab da sehr unschöne Szenen… :grimacing:

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Warum essen Filipinos Hunde? - finde ich eine etwas reisserische Überschrift - Bildzeitung lässt grüßen.

Essen alle Filipinos Hunde? wohl nicht. Der überwiegende Teil und / oder oft? Wohl auch nicht,
Sind sie die einzigen, die jemals Hunde gegessen haben oder in einigen Fällen auch heute noch essen? Auch nicht.

Gibt es heute auch noch in anderen Ländern. China (aber dort auch nur in gewissen ländlichen Gebieten, inkl. Märkte wo man es noch kaufen kann, obwohl offiziell verboten). Auch in Korea, Malaysia, Indonesien und Vietnam soll es das noch geben, in Kambodscha sogar noch „normal“ sein.

Und wenn wir uns mal die Historie hier in DACH anschauen? Erst seit 1986 ist es in Deutschland verboten, Haustiere zu töten / schlachten, in Österreich sogar erst seit 2004. Und in der Schweiz gibt es erst seit 2005 das Verbot des kommerziellen Handels - wohlgemerkt nur des kommerziellen Handels - nicht generell verboten Hunde oder Katzen zu schlachten.

Wird dies hier noch praktiziert, essen hier Menschen noch Hunde? Bestimmt nicht, aber das war auch nicht immer so.
Das in Deutschland der Verzehr von Hunden und Katzen gesetzlich verboten ist, ist nur die juristische Sanktion eines ohnehin gesellschaftlich allgemein anerkannten Tabus.

Es gibt aber auch noch in Europa Gegenden, wo dieses Tabu nicht so ausgeprägt ist und dies war in Deutschland früher auch nicht unbedingt überall so. Zum Beispiel gab es in Hamburg im Schanzenviertel einen illegalen Hundemarkt namens „Fido“. Die letzten Schlachtungen fanden in Hamburg 1954 statt, während in München noch bis 1985 Hundeschlachtungen vorgenommen wurden.

Hundefett gab es übrigens bis 1986 auch in den Apotheken zu kaufen - als Mittel gegen Bronchialerkrankungen.

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Der arme Hund… Die Überschrift ist aber nicht von mir, bin unschuldig!

Jedenfalls hat meine Frau am Anfang noch gesagt, die essen nur besoffene und meist Männer wenn sie einfach so zusammen hocken und saufen.
Frauen essen nie Hunde.

In den 90ern ist es auch passiert, dass ich einmal Hund gegessen habe, ohne es aber zu registrieren.
Da war ich mit mehreren Filipinos am Feiern, die hatten mich derart abgefüllt, dass sie mich zu meiner damaligen Unterkunft zu einem Deutschen bei dem ich arbeitete, tragen mussten.
Ja und da gabs beim Besäufnis Fleisch zum futtern, was wohl…
Nun ja, dabei sein ist alles war damals meine Devise.
Gestorben bin ich nicht, aber hatte dann nen ordentlichen Krach im Suff mit meinem Arbeitgeber.

Und was meine Frau mir früher sagte, stimmt aber so nicht ganz.
Weiß inzwischen dass in der Familie durchaus noch ab und zu Hunde von manchen gegessen werden, weil sie es einfach so gewohnt sind und es für sie normal ist.
Gewohnt aus der Zeit als sie noch bettelarm waren und halt einen Hund gegessen haben statt zu hungern.
Meine Frau hat früher auch hungern müssen, als es mal eine extreme Trockenzeit gab und alles auf der Farm kaputt gegangen ist.

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In meiner Umgebung hier isst wohl der überwiegende Teil der Bevölkerung Hunde.
Und wie die getötet werden hab ich einmal gesehen…ich kann nur sagen mehr als grausam
und ekelhaft.Andererseits gibt es natürlich auch
echte Tierliebhaber und ich stehe bezüglich der Mentalität mal wieder vor einem Rätsel

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Ich hatte dieselbe Erfahrung wie Mindanao. War in den 90iger Jahren als ich auf einer Rundreise in Nueva Ecija auf den Bus wartete. Da sassen in einem Vorgarten ein paar Männer zusammen, das übliche, essen und trinken. Sie luden mich ein, gab etwas das wie kinilaw aussah. Am Ende sagten sie mir dass dies Hundefleisch ist! Na ja, ich lebe noch :grin:

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Fuer meinen Schwiegervater (Luzon Land) ist es immer noch ein Festessen. Ich sag da lieber nix…

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In Hanoi habe ich mehrere Stände mit „Thit Cho“ gesehen, hab noch irgendwo ein Foto von einer Pfanne mit Hundeteilen.

Persönlich denke ich bei „Hundefleisch“ immer an Strassenhunde, die einfach weggefangen und zubereitet werden, und die möchte ich nicht essen. Wenn es so schmeckt wie Hunde riechen will ich das auch nicht haben. Also - keins.

(Eine Bekannte hatte mal argumentiert, dass man Hundefleisch nicht essen sollte, weill „Gott Tiere zum Essen und Tiere zum Liebhaben gemacht hat, und Hund ist ein Tier zum Liebhaben“)

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Klar, mit Religion kann man fast alles erklären… :rofl:

Dagegen sagte ein Igorot mal zu mir: ‚If the dog eats my chicken, l will eat the dog.‘ :person_shrugging:

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Hehehe…yes, but what about the Snake?!? :joy:
„Yes“ meint nicht, dass ich mit Verzehr oder Zubereitung von Hundefleisch
einverstanden wäre.
In meiner Zeit in Vietnam (Hanoi) habe ich die kläglichen Schreie von Hunden, die vorher in einer Wanne noch gebadet wurden, mitbekommen.
Seit damals gilt meine Devise: keine Schlange, kein Hund und kein Affe!

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Wer von euch kennt das Wort Dachhasen?

In der Innerschweiz, also Schwyz, Uri und Nidwalden sind das Katzen und keine Hasen.
Meine erste Katze hatte ich in Venedig in den 70er Jahren gegessen. War gut, bis mir der Besitzer der Osteria, das Fell gezeigt hatte.
In der Schweiz müssen Meerschweinchen, laut Gesetz, immer zu zweit oder zu mehreren gehalten werden, da sie ja gesellige Tere seien,
In Cusco, Peru, habe ich eines gegessen, als meine Frau und Töchter auf dem Inka Pfad gewandert waren.

Fleisch essen ist eine kulturelle Sache. In der Nordschweiz gibt es kaum mehr eine Pferdemetzgerei. In der Westscheiz findet man immer noch die Boucherie chevaline.

Im Norden keine Pferde essen, weil sie für das Überleben wichtig waren.
In den arabischen Ländern werden kaum Schweine gezüchtet, weil sie sehr viel Wasser benötigen.

Historische und kulturelle Unterschiede.
Mein Hund liegt neben mir und hat nicht geknurrt.

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Ja Cuy Chactado hatte ich auch mal in Peru - war nicht einmal schlecht, wird aber nicht in meine Lieblingsgerichtliste aufgenommen.

Und beim Dachhasen sollte man darauf achten, das es Milchkatzen sind - also weibliche Tiere, die schon geworfen haben und am Besten nie Fertigfutter bekamen - sie sollen angeblich besser schmecken - Tipp eines Landwirtes aus dem Kanton Schwyz.

Das ist interessant warum das Schwein „haram“ ist und sowohl im Judentum als auch im Islam mit einem Nahrungstabu belegt ist, im Christentum aber nicht. Da geht es genau darum - im Nahen Osten ist das Schwein ein Nahrungskonkurrent, im initialen Verbreitungsgebiet des Christentums gibt es genügend Wälder (und generell Ressourcen) wo Schweine Nahrung finden, da brauchte es das nicht. Wasser ist da auch ein Faktor, aber prinzipiell essen Schweine das gleiche wie Menschen.

Im Prinzip stimmt das, aber auch der Koran kennt Ausnahmen. In Notfalllagen dürfte laut dem Koran auch ein Muslim Schweinefleich essen:
Es gibt im Koran einige Suren, die sich damit befassen. Eine lautet (sofern die Übersetzung korrekt ist):

„Sprich: Ich finde in dem, was mir eingegeben worden ist,
nichts, das jemandem zu essen verboten wäre,
außer Verendetem und ausgegossenem Blut und Schweinefleisch –
denn es ist unrein –
oder Gräuel, über den anderes als Gott angerufen wurde.
Doch wenn jemand sich in einer Zwangslage befindet,
ohne Begehrlichkeit zu hegen und eine Übertretung zu begehen –
nun, dein Herr ist vergebungsbereit und barmherzig.“

Aber zu der eigentlichen Frage, warum Filipinos Hunde essen: Ich denke das kann, je nach Region, verschiedene Gründe haben. In sehr armen Gegenden evtl. schlicht und einfach, weil der Hund wahrscheinlich nicht gekauft werden muss, vielleicht auch Tradionen oder Rituale. Evtl. weiß Sagadero was dazu, aus der Cordillera?
Meine Frau meint allerdings, dass früher Hunde schlicht als ein weiterer Fleischlieferant galten.

Pragmatismus, dann Gewohnheit.

Sauerbraten wurde traditionell aus Pferden gemacht, wo ich herkomme gibt es auch immer noch viel Pferdewurst. War früher einfach üblich, manche Leute fahren immer noch drauf ab. So wird es mit den Hunden auch sein.

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Und Neuigkeiten von der philippinischen Hundefleischfront:

Mann wegen illegalen Hundefleischhandels in Badoc, Ilocos Norte, verhaftet

Ein Mann wurde wegen des Verkaufs von Hundefleisch in Badoc, Ilocos Norte, festgenommen. Dem Bericht zufolge war der Mann im Besitz eines lebenden Hundes und mehrerer Kilo Hundefleisch, als er bei einer Lockvogelaktion der Polizei festgenommen wurde.

Laut der Criminal Investigation and Detection Group (CIDG) – Ilogos Norte, meldete die Animal Kingdom Foundation die Aktivitäten des Verdächtigen der Polizei.

Der Verdächtige gab zu, gekochtes Hundefleisch als “Pulutan” verkauft zu haben.

Er sagte, er wisse, dass es illegal ist, Hunde zu schlachten und ihr Fleisch zu verkaufen.

Ihm wird vorgeworfen, gegen das Tierschutzgesetz und das Tollwutgesetz verstoßen zu haben.

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