** Camarines Norte – Zwischen goldenen Stränden und wachsender Wirtschaft
Die philippinische Provinz Camarines Norte liegt im Norden der Bicol-Region auf der Insel Luzon und grenzt an die Provinzen Camarines Sur und Quezon. Sie gilt als Tor zur Bicol-Halbinsel und ist bekannt für ihre abwechslungsreiche Landschaft, ihre lebendige Kultur und ihre aufstrebende Wirtschaft.
Ein kurzer Blick in die Geschichte
Camarines Norte wurde 1829 erstmals als eigenständige Provinz gegründet, später mit Camarines Sur vereint und schließlich 1919 wieder getrennt. In der Kolonialzeit spielte sie eine Rolle im Handel zwischen Manila und der Bicol-Region. Heute erinnert noch manches koloniale Bauwerk in Daet, der Provinzhauptstadt, an diese Zeit.
Touristische Attraktionen
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Die Provinz bietet eine Fülle an Natur- und Kulturzielen, die sowohl Einheimische als auch Touristen anziehen. Besonders bekannt ist der Bagasbas Beach in Daet, einer der besten Surfstrände Luzons. Er zieht Surfer aus dem ganzen Land an, vor allem zwischen Juli und Dezember, wenn die Wellen am höchsten sind.
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Für Naturliebhaber ist die Inselwelt von Mercedes, bekannt als Mercedes Group of Islands, ein echtes Highlight. Hier finden sich paradiesische Strände, türkisfarbenes Wasser und unberührte Korallenriffe – ideal zum Schnorcheln, Tauchen oder einfach zum Entspannen.
Auch Calaguas Island (siehe hier unter Tinaga), oft als „kleine Schwester von Boracay“ bezeichnet, hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Ziel entwickelt. Der feine weiße Sand und die unberührte Natur machen sie zu einem der schönsten Strandziele der Philippinen.
Neben den Küsten hat die Provinz auch im Inland viel zu bieten: Wasserfälle wie der Mananap Falls in San Vicente, Wanderungen in den Bergen von Labo oder der Besuch traditioneller Goldschmiededörfer, in denen noch heute Handwerkskunst betrieben wird.
Kulturelle Aspekte
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Die Bevölkerung von Camarines Norte ist geprägt von bicolanischer Gastfreundschaft und starkem Gemeinschaftssinn. Feste und religiöse Feierlichkeiten spielen eine große Rolle. Besonders erwähnenswert ist das Bantayog Festival, das jedes Jahr im April gefeiert wird. Es ehrt die Helden der Provinz, die im philippinischen Unabhängigkeitskampf eine bedeutende Rolle spielten.
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Kulinarisch bietet die Region typische Bicol-Gerichte wie Laing (getrocknete Taro-Blätter in Kokosmilch) und Kinunot na Pagi (Stachelrochen in Kokosmilch), oft kombiniert mit lokalem Obst, Reis und frischem Fisch.
Wirtschaftliche Entwicklung
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Traditionell lebte Camarines Norte von Landwirtschaft und Fischerei. Neben Reisanbau, Kokospalmen und Obstplantagen (besonders Ananas) spielt auch der Bergbau eine Rolle – insbesondere Gold- und Nickelvorkommen in Paracale, das schon in vorkolonialer Zeit als Goldhandelszentrum bekannt war.
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In den letzten Jahren hat sich die Provinz zunehmend für den Tourismus geöffnet. Investitionen in Infrastruktur, Straßenbau und nachhaltige Resorts fördern die lokale Wirtschaft. Auch kleine und mittlere Unternehmen profitieren von wachsendem Inlandstourismus, insbesondere aus Metro Manila.
Heutige Situation
Heute präsentiert sich Camarines Norte als Provinz im Wandel. Während ländliche Gemeinden weiterhin stark von Landwirtschaft und Fischerei geprägt sind, entstehen entlang der Küsten neue touristische Angebote und in den Städten moderne Dienstleistungsbetriebe.
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Die Provinzregierung setzt auf nachhaltige Entwicklung, um den Spagat zwischen Wirtschaftswachstum und Umweltschutz zu meistern. Besonders im Ökotourismus sieht man große Chancen, die natürliche Schönheit und kulturelle Authentizität der Region zu bewahren.
Camarines Norte ist damit ein Reiseziel, das noch nicht vom Massentourismus überlaufen ist – ein Ort, an dem man die Philippinen in ihrer ursprünglichen, naturverbundenen Form erleben kann und zugleich den Aufbruch einer ganzen Region in eine modernere Zukunft spürt.**






