Von Landverkauf und Bankbesuchen

Als Käufer würde ich es selbst nun auch nicht so tun … in unserem Falle war das auch nicht vorgesehen. Es hat sich leider so ergeben … allerdings gab es einen „Kontrollmechanismus“ … das Deed of Sale wurde nachgebessert … der Anwalt der Transaktion hatte eine Unregelmässigkeit seitens des Verkäufers korrigiert (irgendwas mit einem Erben). Es wurde ein neues Deed of Sale erstellt.

Aber wie schon geschrieben, das haben die Mädels damals alleine gemacht, und mir war die Kaufsumme nicht interessant genug. Ich liess sie gewähren.

Was mich allerdings etwas überrascht ist, dass sich niemand am Nichtvorhandensein eines Titels stört? Irgendwann finde ich hierzu eine legale Erklärung … ich habe ja die Mailadresse der Anwältin.

Die beschriebenen Fälle im Forum sagen das Gegenteil was die zuständigen Anwälte eigentlich hier tun. :see_no_evil_monkey: … mich interessiert eigentlich das „Warum“ … sie hätten uns ja auch beraten können, auf den Weg des Titels zu gehen … es besteht ja keine akute Verkaufsnot … :grinning_face:

Und nochmal: Weder Anwalt, noch Agentur, noch alle unsere Bekannten, auch aus der Baranguay-Verwaltung sehen die Wichtigkeit des Titels. Wichtig ist das Deed of Sale und bezahlte Tax.

Die Frage bleibt: Was ist hier im Norden anders?

Mich wundert auf den Philippinen gar nichts mehr … :joy:

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Das ist keine Sache des Nordens, sondern der gesamten Philippinen.
Das System ist einfach fürn Ar…
Es kann auch nie mehr gelöst werden, ohne Revolution oder massive Enteignungen.
Opa hat ein großes Lot. Opa stirbt.
Testament gips nich.
Acht Kinder erben zu gleichen Teilen.
Einer hat Geld und baut auf seinen qm ein Haus.
Einer ist blank und verkauft seinen Teil an Fremde.
Für Steuern und Teilung ist kein Geld übrig, es geht ja auch so.
Der nächste stirbt und hinterlässt 4 Erben.
Davon ist eine Pinay im Ausland.
Die will ihren Teil Titeln.
Welche Chance hat sie wohl, wenn nur einer ablehnt, oder wenn sie nicht alle Kosten trägt?
Übersteigen die Kosten gar über die Jahre den Wert, verliert sich jegliches Interesse und inzwischen steigt die Zahl der Erben.

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So ist es leider, auch bei mir. Titel läuft auf die Lola, 5 der 7 Kinder sind auch bereits gestorben, es gibt viele Enkel, einige davon leben auch im Ausland. Da gibt es keine Chance, alle zusammen zubringen, ich hatte mir schon vor einigen Jahren überlegt, das gesamte Haus zu kaufen. Kann ich vergessen. Die Tax wird wahrscheinlich nicht bezahlt. Ich bewohne eine abschließbaren Teil des Hauses kostenlos (Strom und Wasser zahle ich natürlich) mit meiner Frau, wenn ich hier bin - so wollte es die Oma.

Nur Glück, dass die weitläufigen Familienzweige von 4 Kindern der Oma an dem Haus bislang kein Interesse gezeigt haben, obwohl sie wohl auch Erben wären. Sonst gäbe es wahrscheinlich richtig Ärger, zumal ich meinen Wohnanteil vor 3 Jahren etwas renoviert und ein anderer Familienzweig ein Stockwerk aufgesetzt hat, bei dem Hausanteil, wo die bewohnen.

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Danke @McTan und @Gobi … jetzt wird es aber interessant. :joy:

Bin froh, wenn das Buch bei uns geschlossen wird, obschon … :wink: … viel kann max. nicht verloren gehen, einiges aber gewonnen werden

Das ist EIN Problem. Aber auch wenn alle da sind, gibt es Gegebenheiten wie diese:

Die Mutter meiner Frau (inzwischen stolze 90 Jahre alt) ist die letzte Überlebende aus einer (angeblich) mit riesigen Ländereien „gesegneten“ Familie. Wenn ich die diesbezüglichen Erzählungen richtig einordne, hatten die Großeltern Land „en masse“, aber keine Vorsorge getroffen. Also wurde das Land dann irgendwie aufgeteilt und der Familienclan meiner Frau siedelte auf einem Teil dieses Landes und bezahlt offenbar dafür auch Tax.
Nun wollte ein anderer Zweig aus der Großeltern-Nachfolge für sein Land einen Titel erwerben…
Meine Schwiegermutter jedoch verweigert ihr Einverständnis, weil es da wohl Spannungen gibt, die nicht ausgeräumt werden können.

Also wird halt weiter"gewurschtelt" wie bisher.
Ich bin froh, in diese Familieninternas nicht einbezogen zu sein und unser Stück Land weitab von diesen verzwickten Eigentumsverhältnissen selbst erworben zu haben.
Meine Frau hatte zwar mal den Drang, das gesamte Land ihrer Mutter vermessen zu lassen, aber das haben wir dann doch nicht weiterverfolgt. In diesen (M)Zwist möchte ich nicht hineingezogen werden.

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Ein (angeheirateter) Teil der Familie hatte lange Beef mit Henry Sy wegen „Land grabbing“ (hat sich den Besitz selbst übertragen, hat wen bestochen, die üblichen Geschichten). Bis sich mal rausstellte, dass seinerzeit ein Onkel Geld brauchte und einen Teil des Familienbesitzes … sagen wir mal „in seinem Sinne dokumentiert hat“ und für schmales an o.g. Herrn verkauft hat. Dort steht jetzt eine der grössten Malls der Stadt.

Für den Rest haben sie dann mal geschaut ob alle Titel in Ordnung sind, und entsprechende Änderungen vorgenommen. Jetzt müssen die dürren Zweige nachfragen, wenn sich was ändern soll. Das führt zwar immer wieder zu Streit, aber zumindest bleibt der Besitz jetzt in der Familie.

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Das ist bei uns auch so, vollkommenes Chaos bezüglich der Eigentumsverhältnisse in der Stadt.
Teilweise vollkommen unterschiedliche Aufteilungen in den Plänen in den Behörden in Oz und der Provinzhauptstadt Cagayan de Oro, hatten wir festgestellt. Was stimmt nun? Das Land wo die Eltern drauf wohnen, gehört noch irgend einem Urahnen (Spanier), dem gehörte mal die ganze Barangay.
Da was zu kaufen, kann man gleich auf Titel verzichten, weil es einfach unmöglich ist den zu kriegen, zumal die ganzen Erbschaftssteuern noch nachgezahlt werden müssen.

Daher haben wir Land aus dem Landtransfer der 90er Jahre gekauft.
Sauberer Titel gewesen, der nur noch neu aufgeteilt werden musste.
Aber auch das dauerte jahrelang, weil da noch die DAR dazwischen hängt und das dauerte und dauerte bis da sich mal was bewegte.
Papiere zwischendrin verschwunden, dann wieder aufgetaucht, wieder verschwunden und wir mußte nochmals alles neu beantragen…
Nun ja, wir habens überlebt und jetzt wird unser kleines Vogelparadies wegen der neuen Straße rekordverdächtig mit Häusern zugebaut, hat uns die Familie berichtet. :scream:

Gibt es eigentlich Alternativen bei anderen Banken zu dem BDO Kabayan Savings Account? Also für Filipinos lebend ausserhalb den Philippinen.

Die Frage ist immer noch offen … :grinning_face: