Unwetter und Überschwemmungen Philippinen aktuell 2026

Von La Union weiß ich natürlich aus erster Quelle, wie schlimm es da aussieht. Massive Überschwemmungen waren da die Folge. Ist aber offenbar wieder ok. Dafür sind offenbar jetzt andere Teile betroffen. Siehe unten, unter anderem auch Pampanga.

@eintakter @Cyclenthusiast & andere, wie sieht es bei Euch aus? :thinking:

Schwere Überschwemmungen und Erdrutsche betreffen aktuell vor allem die philippinische Hauptinsel Luzon. [1, 2]

Wo genau ist es am schlimmsten?

  • Die Provinzen Benguet, Rizal und Batangas auf Luzon verzeichnen die schwersten Schäden.
  • Die Hauptstadtregion Metro Manila sowie umliegende Provinzen wie Cavite, Zambales, Bataan und Pampanga stehen großflächig unter Wasser.
  • Baguio City (Bergregion) meldet massive, tödliche Erdrutsche. [1, 2, 3, 4, 5]

Wie sieht es dort aus?

  • Wassermassen: In Teilen Manilas und tief gelegenen Wohngebieten steht das Wasser den Menschen bis zur Hüfte. Straßen wurden in reißende Flüsse verwandelt. [1, 2, 3]
  • Schäden & Erdrutsche: Schlamm- und Gerölllawinen haben Häuser verschüttet und Verkehrswege blockiert. Bäume stürzten um, und es kommt zu Stromausfällen. [1, 2, 3, 4, 5]
  • Infrastruktur steht still: Schulen wurden geschlossen, Behörden arbeiten im Homeoffice, und der Schiffsbetrieb in mindestens 20 Häfen im Zentrum und Osten des Landes wurde komplett eingestellt. [1, 2]

Opfer und Betroffene (Stand: 10. August 2026)

  • Mindestens 15 Menschen kamen ums Leben (meist durch Erdrutsche, Ertrinken oder Stromschläge), über ein Dutzend Verletzte und mehrere Vermisste werden gemeldet. [1]
  • Über 750.000 Menschen sind landesweit von den Unwettern betroffen. Zehntausende mussten ihre Häuser verlassen und suchen Schutz in Notunterkünften. [1, 2, 3, 4]

Was ist die Ursache?

Ausgelöst wurde die Katastrophe durch tagelange, sintflutartige Regenfälle des Südwestmonsuns (Habagat), der durch die Ausläufer der Tropenstürme „Dolphin“ und „Kujira“ extrem verstärkt wurde. Da der Boden bereits völlig wassergesättigt ist, besteht laut dem Wetterdienst PAGASA akute Gefahr für weitere Überflutungen. [1, 2, 3]

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Bei mir hier in San Anrtonio Zambales teilweise Land unter und schwere Sturmschäden durch unkontrolliert wachsende Bäume. Bei mir ist ein 30cm Durchmesser Ast in den Garten geflogen.

In Subic werden die Leute mir dem Schlauchboot zum Waltermart gebracht :rofl: oder wie oder was?


Heute Montag bis Nachmittag Trocken in Angeles. Dank guter Dämme sind/waren auch die Flüsse gut unter kontrolle.
Natürlich gibts die Armen die es regelmässig wegschwemmt, weil in uberflutungsz9nen gebaut

Da gab es hier bei uns letztens eine Räumungsaktion, die für viel Aufsehen gesorgt hat. Seitdem sind einige Bereiche nicht mehr überflutet. (Die haben einfach einmal ALLES aus dem Flussbett gebaggert, inklusive Hütten auf den Sediment-Inseln). Aber alles noch weit weg von „gut“.

Hier im Süden hat’s Parañaque ordentlich erwischt, von knietief bis knapp unters Kinn ist alles dabei.

Ich hab mal die Hochwasserkarten für meine Wohngegend angeschaut, ich muss mir erst bei nem HQ500 anfangen, Gedanken zu machen. Dann hätten wir 20cm Wasser auf der Strasse, das Grundstück liegt höher.

Habt ihr denn da, wo ihr wohnt, irgendeinen eigenen Hochwasserschutz installiert?

Ich hatte mir dann ein Kajak zugelegt, gibt es heute noch. Vielfältig einsetzbar! :man_rowing_boat:

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Schutz ist aber was anderes. Wenn das Haus absäuft, dann ist es ja nicht mit dem Flüchten getan. Kommst du zurück, dann räumst du erstmal auf.
Aber eine Option wäre ja Rückschlagventile einzubauen und Wassersperren vor die Türen zu setzen, damit es erst gar nicht so weit kommt.
Oder ist es bei euch dann gleich so hoch überschwemmt, dass du eh nichts retten kannst?

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Bei uns war eher der Garten betroffen. Es ging also. Was ich aber gerade höre, dass es mehr wird und auch durch Bebauung sich hier und da verschärft… :thinking:

Der beste Schutz ist sein Grundstück vor Hausbau aufzuschütten damit es höher ist als seine Umgebung.Grundsätzlich vor Haus-oder Grundstückkauf oder Miete Nachforschungen anstellen bezüglich
„Flodding“.Jetzt wäre ein idealer Zeitpunkt da man momentan sehr gut sehen kann wo es sicher ist oder nicht :smiling_face_with_sunglasses:

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Schon klar, aber ist das Kind einmal im Brunnen, dann stellst du ja keine Bauklötze unter das Haus, um es anzuheben. :wink:
Also konkret, was macht ihr gegen Hochwasser?
Ich werde Ende des Jahres die Türen von außen mit Planken sichern, die in einer Schiene laufen und Gummidichtungen haben. Das wird ja nicht weniger mit dem Hochwasser, nur weil man nicht dran glaubt oder in die Kirche geht.
Rückschlagventil für die normalen Wasserabläufe oder Stopfen auf den einfach Wasserablauf, damit sich von da nichts hochdrückt.
Ich habe auch schon sehr interessante Lösungen mit selbstaufblasenden/-auffüllenden Kunststoffblockern gesehen. Die werden in Deutschland auch vom THW eingesetzt. Auf den Philippinen habe ich sowas noch nicht gesehen.

Ich halte für Toreinfahrt und Gate sog. Flood bags in verschiedenen Größen von Lazada vor, welche bei Bedarf schnell ausgelegt werden können… Meine Mauer ist dicht und ca. 150 cm tief im Boden ausschließlich aus Beton… Das Grundstück ist innerhalb der Mauer mindestens 80 cm aufgeschüttet, das Haus noch einmal 40 cm höher… Wasser vom Grundstück fließt allein durch die Toröffnungen ab… im Fall des Falles wird das Regenwasser / Sickerwasser mit einer Gartenwasserpumpe ‚außenbords‘ befördert…

Unser Gästehaus, die ‚Villa Dorit‘, nach dem Taifun Egay fertiggestellt, liegt sogar gut 100 cm über Straßenniveau…

Der Fluss führt jetzt braunes schnelles Wasser aber die teils neuen Dämme sind noch mehrere Meter höher… die Entwǎsserungsgräben noch lange nicht voll…

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Kannst du ein Bild von so einem Flood Bag posten?
Was hast du dafür bezahlt?

Bis die Straße angehoben wird. Ich habe mich zuerst gewundert, warum Häuser neben manchen Straßen mit dem ersten Stock eben zur Straße liegen, bis mir jemand gesagt, hat, dass die Straße bei einer Renovierung angehoben wurde.

In Mandaue hat es wieder Überflutungen der unteren Area gegeben.
Wie immer wundert mich, dass man es nicht schafft, 500m Luftlinie zum Meer zu entwässern.
Auf Mactan, eine relativ kleine Insel(!) hat es den public market geflutet.
Das ist lächerlich, weil es hier nur 300m zum Meer sind.

Ich stelle hierzu mal ein paar Behauptungen in den Raum:

  • Es fehlen komplette, ausgereifte Konzepte zur Oberflächen Entwässerung.
  • Massive Versiegelung.
  • Drains sind unterdimensioniert, oft ohne passendes Gefälle gebaut.
  • Drains werden meistens eckig gebaut. Entwässerungskanäle sollten rund ausgeformt sein.
  • Massive Vermüllung der Drains.

In „unserem“ Städtchen war es oft so, dass nach tagelangem Regen irgendwann das Wasser in den Straßen stand. Im Anschluss gab es dann regelmäßig lautstarke Forderungen und auch Ankündigungen der verantwortlichen Personen, dass JETZT aber auf jeden Fall angefangen werden müsste, die Drains zu reinigen. Für ein paar Tage machten sich dann ein paar Trupps von Arbeitern auf, die Drains frei zu buddeln. Die Haufen blieben am Straßenrand liegen. Der Aktivismus verschwand dann aber wieder so schnell, wie er gekommen war. Die Vermüllung ging von Vorne los. Die Bevölkerung trug also ihren Teil dazu bei.

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Teilweise. Generell kommen die Punkte 1-3 zusammen: was es gibt, wurde gebaut für eine Realität die nicht mehr existiert. Allerdings werden die gerade angegangen. In Las Piñas, der Hauptstadt der Stahlplatten, legt Maynilad seit mittlerweile drei Ewigkeiten neue Abwassersammler in die Strasse, die – so Augenzeugen – man mit dem Auto befahren kann (die sind einfach gross im Durchmesser. Und rund!). Es tut sich also was, aber es dauert. Marikina war mal Fluthauptstadt, die sind angeblich relativ trocken mittlerweile. Vielleicht sollte man sich mal anschauen, was die so gemacht haben. Müllvermeidung war da ein grosses Thema.

Für Strassen gibt / gab es keine ordentlichen Konzepte, „das läuft schon irgendwohin“ funktioniert leider nicht wenn überall was ist. Und wenn man das ändern will, muss die Strasse quasi neu gebaut werden. Und manchmal schaut man sich an, was die so bauen und fragt sich, ob die in ihrem Leben jemals Wasser gesehen haben und wie es sich verhält. Nicht überall, aber manchmal ist das schon mehr „damit was gemacht ist“. Hier wurden gerade neue „Flutmauern“ gesetzt, das ist eine Mauer aus einer Reihe Ziegeln, ohne Bewehrung oder ähnliches. Man sieht den Fluss nicht mehr, also kann das Wasser auch nicht mehr raus. (Der läuft zum Glück nicht so schnell über und wenn, dann spült es erst mal die Squatter in der Senke weg, die haben nämlich keine Flutmauer… die fängt erst an dem Grundstück danach an)

Die Vermüllung wird zumindest wo ich es sehe behoben, Flüsse werden gereinigt und ausgebaggert (und der Aushub abtransportiert!!!), wie vorher schon geschrieben werden teilweise auch die Squatter-„Siedlungen“ entfernt. Es scheint schon leichte Verbesserungen zu geben dergestalt, dass die üblichen Flutplätze etwas weniger hoch geflutet waren als sonst und das Wasser schneller abgelaufen ist.

Man muss aber auch sehen, dass Milliarden Pesos, die für diese Art Infrastruktur vorgesehen waren, einfach weg sind. Und der Wille, die wiederzubekommen scheint mittlerweile auch nur noch so mittel zu sein. Das heisst: es wurde nix gebaut, und jetzt ist kein Geld mehr da um was zu bauen. Oder zu planen. Oder die Folgen zu bekämpfen.

In einer Megacity wie Metro Manila frage ich mich, ob da jede City ihr eigenes Ding macht oder ob man mit den anderen Städten zusammen arbeitet. Die Städte wie Makati oder Mandaluyong müssen das Oberflächenwasser ja irgendwie Richtung Meer bekommen. Allzu viele natürliche Wasserläufe gbt es ja nicht mehr.

Was die Vermüllung betrifft, da sind nun mal auch die Bewohner, Unternehmen, Gewerbebetriebe etc. gefordert. Ob hier ein Umdenken bzw. Verhaltensänderung greift, ohne harte Maßnahmen a la Singapore, halte ich für unwahrscheinlich.

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Da ich diese selbst noch nicht im Einsatz hatte, kann und will ich hier nicht eine Empfehlung geben… daher hatte ich ja auch den Link von Lazada hier eingestellt… die Dinger sind wohl alle irgendwie gleich und die Preise stehen dabei…

Hier einmal erschreckende Bilder.

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Schlimm mit Toten zu kämpfen.

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Das schicke ich an „Hohlspiegel“… :person_facepalming:

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