Ja schon komisch - aber Englisch ist auf den Philippinen sozusagen eine Lingua Franca, also eine gemeinsame Sprache, die von Menschen unterschiedlicher Muttersprachen verwendet wird, um sich zu verständigen.
Aus diesem Grund ja auch damals von den Amis als Amtssprache eingeführt worden und später von der philippinischen Republik übernommen worden.
Aber heutzutage, wo sehr viele (in den Stadtgebieten mehr - weit draussen auf dem Land weniger) Englisch sprechen, hört sich das schon komisch an - Englisch als Fremdsprache an den Schulen.
Die Briten waren da wirklich „nachhaltiger“ (wenn auch mit der Knute teilweise… ), siehe Verwaltung, Infrastruktur und eben auch Bildung in Indien und anderswo.
Ist in Indien genauso - aber wie @Sagadero schon sprach, die Briten als Kolonialherren waren da etwas gründlicher als die Amis. Wobei, wären die nicht gewesen, würde man heute eher spanisch (oder deutsch) sprechen.
Der größte Vorteil der deutschen Hochschulausbildung ist sicher, dass sie kostenfrei (d.h. ohne Studiengebühren) ist. Und verstecken brauchen wir uns im internationalen Vergleich sicher auch nicht, einige Unis, wie z.B. TUM oder LMU zählen zu den Top 100 Unis der Welt! In Umfragen unter Studierenden zählt Deutschland zu den Top-Hochschulstandorten in Europa - mit besonders guter Bewertung bei Lehre, Karriereperspektiven und Studienkosten (Germany ranked second-best European country for university education).
Weltweit genießt Deutschland den Ruf, qualitativ hochwertige, forschungsstarke und finanzierbare Hochschulbildung anzubieten acadfly.com
Diese Qualität wusste wohl schon José Rizal zu schätzen, der ja in Heidelberg, ein med. Studienjahr in Augenheilkunde absolvierte (1886/87).
Keine Frage. Gerade das Thema Studiengebühren ist ein Faktor. Allerdings basieren die Ergebnisse immer auf den Umfragen von Studenten im Land und auch die Karrierechancen sind bei einem grossen Land wie Deutschland natürlich vorhanden. Zweifellos, das Niveau ist hoch, ich habe für meinen Magister ja auch böse geackert…
Der Faktor Sprache kommt allerdings bei allen diesen Bewertungen kaum vor. Mit einem guten Studium in vernünftigem Englisch bist Du weltweit generell besser am Start. Ich freue mich deshalb über den dritten Platz…
Und für die Philippinen gilt: Das örtliche „Englisch“ ist international leider nur ein kleiner Vorteil. Aber immerhin!
Manche Studiegänge werden auch an deutschen Hochschulen bereits durchgängig und zunehmend in Englisch angeboten, insbesondere bei weiterführenden Aufbaustudiengängen (Master). Auch ich musste früher mal als deutscher Prof. in Englisch unterrichten, das war insbesondere im Bezug auf deutsche Studenten etwas gewöhnungsbedürftig; außerdem hat man als Nicht-Muttersprachler natürlich nie die gleichen Sprachkompetenz wie in seiner eigenen Sprache.
Zum Studium auf den Philippinen noch folgende anekdotische Info:
Seit 2017 sind Studiengebühren an allen staatlichen Universitäten abgeschafft, allerdings ist ein Entrance Examen erforderlich, dass in der Regel strenger ist, wie bei Gebühren-finanzierten privaten Hochschulen.
Die prominenteste öffentliche Hochschule ist ja die University of Philippines mit dem jährlichen UPCAT mit weit über 100.000 Bewerbungen; die Passing-Rate liegt bei ca. 12%, d.h. nur 1 von 8 Bewerbern schafft es sich zu qualifizieren. Auch unser Enkelsohn hat es grandios versemmelt; obwohl alle immer dachten, er wäre super-schlau
Aber auch zum Thema Studenten-Visum, scheint es in diesem Forum keinerlei praktische Erfahrungsberichte zu geben ? Gibt es hier vielleicht doch noch andere Foren mit einem breiteren Wirkungsgrad?
Nein, Philippinen sind immer Nische, entgegen unserer Wahrnehmung vielleicht.
Schau dir an, wer auswandert vom sozialen Status in Deutschland und vom Alter her. Wie die Anknüpfung auf den Philippinen ist, wie dann dort die Lebensverhältnisse sind, wie der soziale Status der Familie dort ist, wie dann die finanziellen Möglichkeiten sind und wie schliesslich das Interesse ist, den Aufwand zu betreiben, angesichts der Regularien in ein deutschsprachiges Land zu gehen, um dort Ausbildung zu machen. Also, allein schon die Nische und dann noch diese Voraussetzungen, das macht das Ganze eher unwahrscheinlich. Ob da andere Foren ein, zwei Fälle mehr dann bringen, ist die Frage. Dann hast du aber auch den ganzen anderen Kram und entsprechende Diskussionen.