Stromversorgung / -stecker auf den Philippinen

Der passenden Adapter und die gefährlichen Spannungsspitzen könnte auch die Überschrift hier sein.

Unsere in den DACH-Ländern gebräuchlichen europäische Stecker Typen C, E und F gibt es teilweise auch, vor allem in den größeren Hotels und einigen, auf europäische Touristen ausgerichteten Resorts.

Ansonsten ist aber am häufigsten der Stecker-Typ A gefordert, ansonsten kommen auch die Typen B, sehr selten Typ C (und somit kompatibel) und ab und zu Typ G (der sogenannte Commonwealth-Stecker) zum Einsatz.

Mehr und mehr kommen aber auch Doppelstecker Systeme zum Einsatz die Typ A (Philippinen) und Typ C (DACH) nebeneinander angebracht haben.

Um ganz sicher zu sein, das man auch seine Geräte anschliessen kann, empfehle ich einen Reisestecker, der auf die Steckdosen Typ A und B und wenn es geht auch Typ G passt - am besten einen sogenannten Universaladapter.

Ein Schutzkontakt wird selten auf den Philippinen verbaut. Dies ist vor allem für das nächste Thema wichtig.

Auf den Philippinen gibt es häufiger mal sogenannte Brownouts. Diese können nur einige Minuten, öfters aber auch mal mehrere Stunden andauern.
In guten Hotels oder Resorts gibt es zur Überbrückung oft Generatoren, die dann einspringen.

Aber - da es ja keinen Schutzkontakt gibt, kann es, sobald der Strom wieder fließt, eine sogenannte Stromspitze geben. Diese macht den meisten Geräten nichts aus, empfindlichere Geräte (Handy’s, Laptop’s, Fernseher, etc) aber beschädigen.
Dies habe ich selbst schon bei meinem MacBook gehabt und empfehle daher, bei Stromausfall die Geräte von der Steckdose zu nehmen.

Die Netzspannung ist dort 220 Volt (DACH 230 Volt), die Netzfrequenz 60 Hz (anstatt 50 Hz in Europa).

Die Abweichung der Netzspannung sollte kaum Probleme bereiten, denn fast alle elektrischen Geräte haben eine gewisse Toleranz, meist wird das auf den Geräten auch so angegeben (z.B INPUT: 100-240V, 50/60 Hz).

Die Abweichung der Frequenz kann allerdings zu Problemen führen.
Geräte, welche die Energie über Transformatoren zuführen (Laptops, Handys etc.), sind generell toleranter als andere. Auf jeden Fall sollte man die Herstellerinformationen, die auf den Geräten angegeben sind, vor der Benutzung auf den Philippinen durchlesen.

Medizinische Geräte aber, sollten unbedingt an einen Konverter angeschlossen werden.

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Ich bringe im Urlaub meistens eine Steckerleiste mit. Mit vorgeschalteten Überspannungsschutz.
FI included

Hat mir schon viel Spaß bereitet nachdem mein erster Laptop auf Reisen durch einen brownout vernichtet wurde :smiling_imp:
1000018269

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Ja meinen Laptop hat es letztes Jahr zerrissen.
Hatte ihn über Nacht zum Aufladen angesteckt - kurzer Brownout - Strom kam wieder und damit eine Stromspitze und schon war die Hauptplatine geschmort.
Daten konnten keine mehr gerettet werden.

Kleine Anmerkungen:

Den englischen Stecker hab ich hier noch nie in freier Wildbahn gesehen. Was es häufig gibt und was so ähnlich aussieht ist der Aircon-Stecker :smiley:

Hingegen der Typ G („englischer / Commonwealth“ Anschluss)
image

Quelle: selbst einige der Typ G umgebaut an Haushaltsgeräten aus dem Nahen Osten für die Weiterverwendung in den Philippinen. Die Steckdosen hier im Haus nehmen fast alles auf, aber keinen Typ G.

Die kann es auch mit Schutzkontakt geben. Wozu der da ist, ist hier beschrieben:
https://www.leifiphysik.de/elektrizitaetslehre/ohmsches-gesetz-kennlinien/ausblick/schutzkontakt-system

Um den Spannungsspitzen vorzubeugen empfiehlt es sich, einen Anlaufschutz oder eine USV dazwischenzuklemmen.

Ja der basiert auf dem Typ G und ist geerdet. Daher hat er auch das „Grounding“ im Namen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Am besten nimmt man einen Universal-Reiseadapter und eine Verteilersteckdose (gerne auch mit Überspannungsschutz), die man an den Reiseadapter anschließen kann mit. Also Adapter „Rest der Welt“ auf Typ F und eine Verteilersteckdose (ich nutze eine, die gleich ein paar USB Anschlüsse mit eingebaut hat).

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@diogenes kannst du denn da einen Adapter empfehlen mit USB Anschluss ? Ich habe hier zu Hause auch einen aber da braucht mein Handy 20 mal so lange wie am normalen Ladegerät :stuck_out_tongue_winking_eye:

Am besten immer das original Ladegerät verwenden.
Die eingebauten Ladegeräte haben oft nur 0,5 Ampere.
Daher dauerts entsprechend lang.

Letztes Jahr hats mir gleich 2 PCs hier zerlegt.
Das erste mal, hatte bis dahin wohl immer Glück.
Nun laden wir PC nur noch an so einem Gerät von hier, das erst später einschaltet, wenn der Strom wieder da ist.

Ich hätte noch welche abzugeben, die ich nur noch als Steckdose benutze, weil wir sie - dank unserer Solarinstallation - nicht mehr brauchen…

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Danke für das Angebot.
Haben ja auch solar für Teilbereiche.
Dachentlüftung, Licht usw.
Lade eigentlich nur den PC darüber und dafür habe ich nun schon eins.

Ich kann „interne Adapter“ gar nicht mehr benutzen, ich hab alles auf USB-C umgerüstet. Originale Netzteile benutze ich nur noch für das Macbook und manchmal das iPhone, der Rest wird über so kleine GaN-Charger gemacht - die packen bis zu 65W pro Port raus, da ist schnell geladen. Wichtig ist dass man auf PD3.0 oder ähnlich achtet, damit die auch die Schnellladefunktion der Geräte unterstützen können.

Von Apple keine Ahnung.
Haben aber inzwischen auch alles USB-C.
Wie gesagt, brauchs eigentlich nur fürn PC.
Nur wenn ich das Gerät eh einstecke, lade ich dort auch oft die Handys mit.

Ich habe diese Steckdosen/USB-Kombination dabei

Besonders schnell ist die aber auch nicht aber zum über Nacht laden von mehreren Geräten reichts.

Also wenn es nur die Platine gegrillt hat, sollten deine Daten aber noch vorhanden sein. Festplatte/n (SSD?) oder NVME ausbauen und im neuen Rechner wieder einlesen. Zumindest sofern das nicht hardwarewise verschlüsselt war,

Wenn es ein moderner Mac ist, ist das alles eins. Da musst Du die Speicherbausteine einzeln aus- und woanders einlöten um da was rauszuholen.

Ich hatte dies ja letztes Jahr auf den Philippinen - einen Stromspitze nach einem Brownout und die Platine war hinüber. Datenrettung nicht mehr möglich, weder bei Apple selbst noch bei einer spezialisierten Datenrettungsfirma.
Hat mich ein paar hundert Euro gekostet, aber war zwecklos.

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Noch ein Argument für eine Solaranlage. Bei mir ist nur der Durchlauferhitzer der Dusche direkt am Netz (mit breaker), alles andere liegt hinter dem Inverter. Da passiert nix.

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Wir haben bei Stromausfall alle kritischen Geräte vom Netz genommen (sofern wir zu Hause waren). Somit hatten die unzähligen Stromausfälle bei uns keine Schäden angerichtet.
Allerdings haben die starken Spannungsschwankungen sogar alle 3 UPS (von APC), die wir hatten, beschädigt. Wurden aber alle auf Garantie ersetzt (gekauft in Cebu City).

Wobei das auch nur in der Theorie mit dem „Wegnehmen“ funktioniert…

Bist Du immer am Gerät? Auch bei kurzzeitigen Ausfällen etc.?

Eigentlich muss man proaktiv vom Netz nehmen, werde ich bei meinem nächsten Aufenthalt auch mit dem Laptop machen. Nutzen und dann wieder weg, ansonsten eben über Handy, ist sicherer.

Ich habe mir extra eine Powerbank gekauft, mit der man bis zu 2 mal das Laptop laden kann.
Ist für Flugzeug zugelassen - also darf ich mitnehmen und nur die Powerbank wird dann geladen und das Laptop nur über die Powerbank.
Zerreisst es mal die Powerbank, dann sind € 99,00 weg, aber nicht € 2.400,00

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