Pilot werden auf den Philippinen - Wie geht das?

Die Ausbildung zum Piloten ist auch auf den Philippinen ein Riesengeschäft. Man muss sehr viel Geld investieren, um dann ganz klein anfangen zu dürfen…

Hier ein paar Infos:

"Die Ausbildung von Piloten verstehen: Ein umfassender Leitfaden zur Pilotenausbildung auf den Philippinen

Die Pilotenausbildung umfasst sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Flugerfahrung. Die philippinische Zivilluftfahrtbehörde (Civil Aviation Authority of the Philippines, CAAP) reguliert die Ausbildungseinrichtungen für Piloten und vergibt Lizenzen an Piloten. Hier finden Sie einen umfassenden Leitfaden für die Pilotenausbildung auf den Philippinen.

A. Lizenzen
Es gibt verschiedene Arten von Pilotenlizenzen, darunter die Privatpilotenlizenz (PPL), die Berufspilotenlizenz (CPL) und die Airline Transport Pilot License (ATPL). Um mit der Ausbildung beginnen zu können, müssen Sie jedoch die Student Pilot Authorization, auch bekannt als Student Pilot License (SPL), beantragen.

B. Kriterien für die Eignung:
Im Allgemeinen müssen Bewerber mindestens 17 Jahre alt sein, um mit der Ausbildung für eine Privatpilotenlizenz beginnen zu können, und 18 Jahre für eine Berufspilotenlizenz. Die körperliche Eignung ist eine Voraussetzung, die durch medizinische Untersuchungen von CAAP-zugelassenen Flugmedizinern festgestellt wird. Die Sehschärfe ist wichtig. Solange diese jedoch mit einer Brille oder Kontaktlinsen korrigiert werden kann, sind Sie startklar.

C. Auswahl einer Flugschule:
Recherchieren und vergleichen Sie Flugschulen auf den Philippinen anhand von Faktoren wie Ruf, Ausstattung, Flugzeugflotte, Qualifikation der Ausbilder und Kosten. Achten Sie darauf, dass die Flugschule von der CAAP zugelassen ist und Kurse anbietet, die den internationalen Luftfahrtstandards entsprechen.

D. Ausbildungsprogramme:
Privatpilotenlizenz (PPL): Dies ist der erste Schritt auf dem Weg zum Piloten. Sie umfasst eine grundlegende Flugausbildung und berechtigt zum Fliegen zu Freizeitzwecken.
Gewerbliche Pilotenlizenz (CPL): Mit dieser Lizenz können Sie gegen Bezahlung oder zur Anmietung fliegen. Die CPL-Ausbildung umfasst fortgeschrittenes Flugtraining, Navigation und Instrumentenflug.
Multi-Engine Rating: Wenn Sie planen, mehrmotorige Flugzeuge zu fliegen, benötigen Sie diese zusätzliche Berechtigung.
Instrumentenflugberechtigung: Diese Ausbildung ermöglicht es Ihnen, bei schlechten Sichtverhältnissen nur mit den Instrumenten des Flugzeugs zu fliegen.
Airline Transport Pilot License (ATPL): Die höchste Stufe der Pilotenlizenz, die für das Fliegen von Verkehrsflugzeugen erforderlich ist.

E. Lehrplan und Ausbildungsstruktur:
In der Bodenschule werden Themen wie Aerodynamik, Flugzeugsysteme, Navigation, Meteorologie und Luftfahrtvorschriften behandelt.
Bei der Flugausbildung handelt es sich um eine praktische Unterweisung in der Bedienung eines Flugzeugs, einschließlich Inspektionen vor dem Flug, Starts, Landungen, Navigation, Notfallverfahren und Flugmanöver.
Beim Simulatortraining werden Flugsimulatoren eingesetzt, um verschiedene Flugszenarien und -verfahren in einer kontrollierten Umgebung zu üben.
Überlandflüge sind Trainingsflüge, bei denen zwischen verschiedenen Flughäfen navigiert wird und Erfahrungen in der Flugplanung und Navigation gesammelt werden.

F. Dauer und Kosten
Die Dauer und die Kosten der Pilotenausbildung können je nach Art der Lizenz und der Flugschule variieren. Im Allgemeinen dauert die PPL-Ausbildung etwa 4-6 Monate, während die CPL-Ausbildung 8-9 Monate dauern kann. Zu den Kosten gehören die Studiengebühren, die Gebühren für den Fluglehrer, die Miete für das Flugzeug, die Prüfungsgebühren und die Kosten für das Lehrmaterial. Es ist wichtig, zusätzliche Ausgaben und mögliche Schwankungen bei den Treibstoffpreisen einzuplanen.

G. Prüfungen und Lizensierung:
Nach Abschluss der erforderlichen Ausbildung müssen die Kandidaten schriftliche, praktische und mündliche Prüfungen ablegen, die von CAAP-Prüfern abgenommen werden. Wenn alle Anforderungen erfüllt sind, stellt die CAAP die entsprechende Pilotenlizenz aus.

H. Karrieremöglichkeiten:
Piloten können verschiedene Karrierewege einschlagen, z. B. als Verkehrspilot, Unternehmenspilot, Fluglehrer, Feuerwehrmann in der Luft und vieles mehr. Um in der Luftfahrtbranche voranzukommen, ist es wichtig, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen zu sammeln und sich ständig weiterzubilden.

I. Fortbildung und Training:
Die Luftfahrt ist ein sich ständig weiterentwickelnder Bereich, und Piloten müssen sich durch wiederkehrende Schulungen und Weiterbildungskurse über neue Technologien, Vorschriften und Verfahren auf dem Laufenden halten. Erweiterte Berechtigungen und Vermerke, wie z. B. Musterberechtigungen für bestimmte Flugzeuge, können die Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten verbessern.

Die Pilotenausbildung auf den Philippinen bietet einen umfassenden Weg zu einem lizenzierten Piloten mit Möglichkeiten für verschiedene Luftfahrtkarrieren. Die Wahl einer seriösen Flugschule, das Engagement für eine gründliche Ausbildung und die Verpflichtung zu Sicherheit und Professionalität sind für den Erfolg in der Luftfahrtindustrie unerlässlich."

Quelle:
Understanding Pilot Training: A Comprehensive Guide to Pilot Training in the Philippines - First Aviation Academy

Hier ein paar Fotos von einem Tag der offen Tür einer Flugschule in der Provinz am San Fernando La Union Airport:

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Hat jemand schon Erfahrung was sowas in etwa kostet auf den philippinen? Gibt es da genauso Regeln bzgl "man muss so und so viel Flugstunden pro Jahr haben?

Ich lese hier was von maximal 150 000 Pesos… dürfte wohl mehr sein, oder?

How to Become a Pilot in the Philippines

Das ist schon mal gut zu wissen und wie sieht es mit den Flugstunden aus? Auch das ärztliche Attest interessiert. Also ob das ernst genommen wird oder nicht sk

Kunden muss es genug geben … bei unserem Aufenthalt in SFLU frühstückten wir immer im Blue Marlin Resort am Airport. Dort logierten die Interessenten und wurden jeden Morgen mit mehreren Vans zum angrenzenden Airport gebracht … dann ging das Training mit Start und Landung los.

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Hier werden zwischen 600.000 und 1.000.000 Peso genannt, das kommt mir wesentlich realistischer vor. Pilot Training in Philippines For German Students
Mein Ex hatte in 2000 den PPL in DE gemacht. Ich war meistens mit auf dem Platz, hab auch viel Theorie gelernt und das BZF2 (deutsches Flugfunkzeugnis) gemacht.
Das Ganze ist schon sehr komplex und die 45 Flugstunden, die man für die Prüfung braucht, sind wirklich das Minimum. Normalsterbliche brauchen mehr.
Für den Scheinerhalt braucht man in 2 Jahren mindestens 12 Flugstunden. Bei Piloten, die so wenig fliegen, würde ich nie nie einsteigen. Viel zu unsicher, potenzielle Selbstmörder und Organspender. Um sicher fliegen zu können braucht man Routine und Übung. Anhalten und nachdenken „Wie war das nochmal? Was muss ich jetzt machen?“ is nich.
Eine besondere Herausforderung ist die Theorie auf Englisch wegen der vielen Fachausdrücke. Schon auf Deutsch ist vieles schwer zu verstehen.

Eine meiner schönsten Erinnerungen ist ein Flug von Reichelsheim nach Liege, Belgien. Südlich von Frankfurt funkte uns der Kontroller an und fragte, ob wir einen Photoapparat dabei hätten (war noch nix mit Handys). Ganz erstaunt antworteten wir, nein leider nicht. Schade meinte der Kontroller. Gleich kommt rechts von ihnen eine Boing aus den Wolken und fliegt unter ihnen her. Und da kam sie schon, winke winke :heart_eyes:

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Im näheren Freundeskreis haben wir gerade einen neugebackenen Piloten. Von den Kosten habe ich bisher keine Ahnung. Seine Ausbildung hat er hier in Dumaguete oder auf Siquijor gemacht, bin mir da nicht ganz sicher. Er fliegt nun ab und zu mal von Dumaguete nach Siquijor. Ob die Ausbildung nun weiter geht, darüber bin ich nicht informiert, werde aber beim nächsten Treffen einmal nachfragen und versuchen etwas mehr Informationen herauszubekommen.

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Für das Aufrechterhalten des Scheins hingegen braucht es nur 20k Forumsposts :rofl:

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Dann bist Du ja bestens geeignet mir zu erklären, ob das Abhören des Flugfunks erlaubt oder verboten ist ? … :thinking:

Einfach aus Spass an der Freude den Flugfunk abhören ist nicht erlaubt. Es ist nur erlaubt. wenn man aktiv fliegt oder zur Flugvorbereitung eines geplanten Fluges.
So sind die Vorschriften.
Die Praxis sieht natürlich anders aus. :wink:
Dazwischenfunken geht aber gar nicht, absolut nicht tolerable. Der Funk sollte immer so kurz und präsise sein wie möglich. Offiziell darf man noch nicht einmal Guten Tag sagen. Nach der Prüfung macht das aber jeder. Am anderen Ende sitzt schliesslich ein Mensch.
Der Kontroller durfte uns offiziell auch nicht nach einem Fotoapparat fragen. Nur eine kurze Info über die Boing, Richtung und Abstand. War vielleicht nicht soviel los und er hatte gute Laune.

Willst du bei ELLX mithören?

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Ich will natürlich nicht … wie kann Du nur sowas fragen …? … :joy: … in L ist es aber nicht verboten … :wink:

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DE ist da wieder einmal etwas…anders :roll_eyes:

Philippine Airlines will jetzt die Ausbildung von Frauen zur Pilotin auf den Philippinen unterstützen.

https://www.philippineairlines.com/ph/en/FlyWithHer?

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Ich bin bei PAL schon zweimal mit weiblichen Piloten geflogen.

Gibt es ja auch schon länger:

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