Philippinische Staatsbürgerschaft für Auswanderer - wie genau vorgehen?

Der Sinn meines Kommens ist auch letzten Endes eine Frau zu heiraten und noch eine Familie zu gründen.
Meine jetzige Freundin kommt aber aus Afrika Uganda.

Das heißt, früher oder später werde ich die philippinische Staatsbürgerschaft annehmen müssen, alleine schon um den Besitz für meine Kinder zu sichern.

Aber wie mache ich das jetzt am besten!?

Meine Freundin Nanette aus den Philippinen kann mir ganz bestimmt dabei gut helfen aber was wisst ihr darüber oder was sind eure Erfahrungen mit diesem Thema, ich freue mich auf eure Antworten!

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Ja das ist ein schwieriges Thema - gibt auch nicht gerade viele Ausländer, die die philippinische Staatsbürgerschaft erhalten haben.

Nach philippinischem Recht lässt sich die direkte und die derivative Einbürgerung (Naturalization) unterscheiden. Die direkte Einbürgerung kann durch individuellen Rechtsakt, in der Regel durch ein Gericht erfolgen. Zweitens durch besonderen Rechtsakt der Legislative, in der Regel in Anerkennung besonderer Verdienste von ausländischen Staatsbürgern.

Die derivative Einbürgerung erfolgt hingegen für Familienmitglieder, wie beispielsweise für die Frau des eingebürgerten Ehemannes. Die minderjährigen Kinder der eingebürgerten Eltern sowie für die ausländische Ehefrau ab der Heirat mit einem philippinischen Staatsangehörigen.

Jedoch folgt der Erwerb der Staatsbürgerschaft durch derivative Einbürgerung nicht zwangsläufig, sondern unterliegt selbst wiederum gewissen Voraussetzungen. So erfordert auch das philippinische Staatsangehörigkeitsrecht einen rechtmäßigen Aufenthalt auf den Philippinen von nicht weniger als zehn Jahren, bevor der Antrag gestellt werden kann (Sec. 10, Congress Act No 473). Auch Sprachkenntnissen und die Treue zur Verfassung sind Kriterien für den Erwerb der philippinischen Staatsangehörigkeit. Ähnlich wie § 10 Abs. 3 StAG die achtjährige Frist für den rechtmäßigen Aufenthalt unter bestimmten Voraussetzungen auf 7 bzw. 6 Jahre verkürzt, kann nach Sec. 2 Congress Act No. 473 die für die Philippinen geltende zehnjährige Frist unter gewissen Voraussetzungen auf fünf Jahre halbiert werden. Dazu zählen die Ehe mit einer philippinischen Frau ebenso wie der Aufbau eines Unternehmens oder die Einführung einer nützlichen Erfindung. Sprachkenntnisse der englischen oder spanischen und mindestens einer weiteren philippinischen Sprache hingegen sind schon Voraussetzung um überhaupt die Staatsbürgerschaft zu erwerben und führen daher auch nicht zu einer Verkürzung des Mindestaufenthalts.

Also wenn man über 10 Jahre auf den Inseln lebt, mit einer / einem philippinischen Staatsbürger/in verheiratet ist oder sich besondere Verdienste (wie auch immer das im Einzelfall definiert wird) um die Philippinen gemacht hat, dann besteht ein Chance.

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okay danke, dann weiß ich jetzt mehr!

na ja und das alles nich einfach iss habe ich ja bestens hier in Afrika Uganda gelernt aber auch 60 Jahre Berlin war eine lange und gute Lehrzeit für mich.

Ich will erstmal einen Anfang mit der ACR-I Karte machen für 50$ und dann sehe ich weiter…schauen was mal :hugs:

Ab wann wird du auf den Philippinen sein? und am Anfang immer mit 30 Tage Visa und Verlängerung?

Ist das „und“? Hab jetzt die Regeln nicht im Kopf, nachvollziehbar wäre es aber soweit ich weiss ist Englisch Amtssprache und das reicht.

Laut den Regeln wie ich sie gelesen habe sollte man neben dem Englischen auch eine weitere Landessprache beherrschen. Was das aber genau dann wieder heisst und wie man diese Sprache beherrschen muss - das ist wohl nicht immer eindeutig.

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Ja, das wird wohl auf @Rene zukommen

Habe mich auch etwas mit dem Thema beschäftigt. Es läuft aber darauf hinaus, dass Du um Deine dt. Staatsbürgerschaft bangen musst.
Ja, D erlaubt neuerdings doppelte Staatsbürgerschaft.
Allerdings muss man begründen warum man die deutsche behalten möchte…und das jährlich! Und dann liegts immer noch im Ermessen des dt. Beamten dies zu unterstützen oder auch nicht.
Kann man auf der Seite des Auswärtigen Amtes nachlesen. Darum hab ich es nicht weiter verfolgt

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Und was war dein Grund, evtl. über den Erwerb der philippinischen Staatsbürgerschaft nachzudenken?

@empi wo steht das denn genau ? Ich konnte auf der Seite des Auswärtigen amts nichts dazu finden. Danke dir

Hier sind die drei Möglichkeiten gut erklärt. Option 3 ist die, die für dich und Deine (zukünftige) Frau in Frage käme.

Laut meinen Infos Englisch oder Spanisch oder eine philippinische Sprache. Wobei spanisch auf den Philippinen eher weniger Sinn macht.

@Empi kannst du bitte einen Link schicken wo das steht . Danke dir

Das Problem ist, daß dir dort (noch) gar nichts gehört, was du vererben könntest… dabei bist du allein auf das Wohlwollen der jetzigen Eigentümerin angewiesen, denn mit einem moralischen Anspruch, vor dreißig Jahren den Kauf mitfinanziert zu haben, wirst du hier nicht weit kommen…

Wenn du wirklich mit einer Pinay eine Familie gründen willst (trau, schau wem), wird es ausreichen, daß diese das Land erwirbt und dann automatisch an die gemeinsamen Kinder weitervererben kann.

Und die eventuelle Verlängerung eines Pachtvertrages werden dann deine Erben mit den Erben der jetzigen Eigentümerin (sie wird jetzt ja auch schon mindestens 50 Jahre alt sein) ganz neu verhandeln müssen…

Siehe hierzu auch:

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Danke für die Nachfrage, hat mich angeregt nochmal nachzulesen. In der Tat ist mein Kommentar veraltet.
Als ich mich letzten September eingelesen habe, stand da noch was von Beibehaltungsgenehmigung…vielleicht wars noch nicht aktualisiert.
Das ist nun vom Tisch, man verliert die dt. Staatsangehörigkeit nicht.
Da wird die Sache für mich nun wieder interessant

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Der Großteil der „Expats“, die ich in der Vergangenheit kennengelernt habe, ist aber auch null komma null an den Philippinen interessiert. Man hätte genauso gut zB in Thailand landen können. Wenn es stimmt, dass man neben english/spanish auch mindestens eine lokale Sprache sprechen muss, finde ich das sehr, sehr gut! Da trennt sich schon die Spreu vom Weizen.

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Das kann ich so bestätigen. Allerdings wird das wohl nicht der einzige Grund sein, warum nicht viele die philippinische Staatsbürgerschaft angenommen haben.
Bis vor kurzem war es ja fast unmöglich, die deutsche dann zu behalten, aber auch so wird es sicherlich genügend Gründe geben, warum es nicht öfters in Anspruch genommen wurde.

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Zu dem Thema ist mir im Web was über den Weg gelaufen.
Habe mich aber nicht großartig damit beschäftigt, also von mir zur Info hier, für die, die es interessiert:

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