Caramoan National Park – Naturwunder mit rauer Schönheit in den Philippinen
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Der Caramoan National Park auf der gleichnamigen Halbinsel in der Provinz Camarines Sur ist ein faszinierendes Beispiel für die ungebändigte Natur der Philippinen. Mit seinen schroffen Kalksteinfelsen, versteckten Lagunen und menschenleeren Stränden bietet der Park ein authentisches Erlebnis abseits des Massentourismus. Hier ist eine detaillierte Vorstellung dieses einzigartigen Schutzgebiets.
1. Einzigartige Landschaft & Ökosystem
Der 1938 gegründete Park erstreckt sich über 347 Hektar und vereint spektakuläre geologische Formationen mit einer reichen Biodiversität. Charakteristisch sind:
- Karstlandschaften: Schroffe Kalksteinfelsen, die aus dem türkisblauen Wasser ragen.
- Abgeschiedene Strände: Wie der Gota Beach mit seinem Salzwasserpool oder der dreieckige Sabitang Laya-Strand.
- Höhlensysteme: Darunter die Omang Cave (einfach zugänglich) und die Culapnitan Cave für Abenteurer.
- Mangrovenwälder & Vogelparadies: Lebensraum für viele Vögel.
Durch die abgelegene Lage blieb die Region lange unentdeckt, bis internationale Survivor-Produktionen (u. a. USA, Frankreich) die dramatische Kulisse als Drehort nutzten.
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2. Aktivitäten: Von Trekking bis Inselhopping
Inselerkundung
Die Küste ist gespickt mit über 20 Inseln, darunter:
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- Matukad Island: Mit einem mysteriösen See, in dem angeblich ein Riesen-Fisch lebt 912.
- Tinago Cove: Drei Mini-Strände, die an Palawan erinnern.
- Lahus Island: Felsklettern führt zu einer versteckten Lagune.
Abenteuer an Land & im Wasser
- Spelunking: Höhlen wie Manipis Cave erkunden (Taschenlampe mitnehmen!) 10.
- Kayak-Touren: Durch Mangroven oder entlang der Karstfelsen 10.
- Schnorcheln: Korallenriffe vor Tagas Island .
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Kulturelle Einblicke
- Historische Kirche: Die St. Michael the Archangel Church aus dem 17. Jahrhundert in Caramoan Town 9.
- Lokale Küche: Probieren Sie Bicol Express (scharfes Schweinefleisch in Kokosmilch) in einfachen Restaurants wie Kamalig.
3. Herausforderungen & Nachhaltigkeit
Trotz seiner Schönheit steht der Park vor Problemen:
- Übertourismus: Vor allem an Feiertagen drängen sich Besucher auf den Stränden 9.
- Umweltbelastung: Vandalismus an Felsen und Müll an Stränden wie Hunungan Island.
- Begrenzte Infrastruktur: Schlechte Straßen und einfache Unterkünfte (z. B. BC Hometel für ~500 PHP/Nacht).
Tipp für Reisende:
- Meiden Sie Drehzeiten von Survivor (Inseln gesperrt).
- Nutzen Sie lokale Bootsvermieter (~1.800 PHP/Tag) statt Großanbieter.
4. Anreise: Ein Abenteuer für sich
Der Weg ist beschwerlich, aber Teil des Erlebnisses:
- Flug nach Naga (1 Stunde ab Manila), dann per Van nach Sabang (1,5 Std.) 910.
- Bootsfahrt nach Guijalo (2 Std.), gefolgt von einer holprigen Fahrt nach Caramoan Town 9.
- Alternative: Direktflug zum neuen Bicol International Airport (DRP) 10.
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5. Fazit: Wildnis pur mit Ecken und Kanten
Caramoan ist kein postkartenperfektes „Paradies“, sondern ein Ort mit rauem Charme und echten Herausforderungen. Wer Einsamkeit, Abenteuer und unverfälschte Natur sucht, wird hier belohnt – vorausgesetzt, man nimmt die Strapazen der Anreise in Kauf.
Ein Reiseziel für Entdecker, nicht für Luxusurlauber.




