Nagpana Falls & Balay Kape Nagpana - Panay Rundreise 2025 - 01

Vor 2 Wochen haben Maria und ich ja eine kleine Rundreise durch die Provinzen Iloilo und Capiz unternommen.
Hier nun der erste Stop, den wir auf dieser Reise gemacht haben.
In den Bergen der Provinz Iloilo leben Aetas, die schon sehr lange Kaffeesträucher für ihren eigenen Bedarf kultiviert hatten. Anfang der 2000-er Jahre wurde dann von einer NGO und mit Hilfe des philippinischen Staats ein Förderprogramm gestartet, um die Vermarktung dieses Kaffees und damit auch die Einnahmequellen der dort ansässigen Farmer zu verbessern.

Da in deren Gebiet auch die Nagpana Wasserfälle liegen, hat man hierzu ein kleines Zentrum mit Coffee-Shop, Souvenierständen und einer Versammlungshalle gebaut.

Die Wasserfälle liegen eingebettet in unberührter Natur - man muss auch wissen wohin man will, die Strafen sind wohl für philippinische Verhältnisse gut ausgebaut, die Beschilderung - ja da hapert es aber noch sehr.

Von dem kleinen Parkplatz aus geht es geradeaus und dann ein paar Stufen den Hang hinauf zum Coffeshop. Es war sehr wenig los, da ihre Saison erst jetzt im November gestartet hat, wir waren wohl ein paar Tage zu früh dran.
Aber an diesem Tag vor „hoher“ Besuch da - Vertreter der Provinz, der NGO und der Firma UCC, einer in Japan ansässigen und weltweit operierenden Kafffee-Handelsfirma - größter weltweiter Kunde ist MacDoof.
Aber neben den Großkunden besitzen sie auch eigene Coffeeshops und für diese suchen sie Kaffeespezialitäten auf der ganzen Welt und sind deshalb mit in das NGO Projekt mit eingestiegen und sichern sich so einen guten Teil der Ernte.

Und nachdem ich den Kaffee probiert hatte, wußte ich auch warum. Er hat die Tiefe und Wuchtigkeit eines Barako Kaffees, ohne aber so „rustikal“ wie ein Barako zu sein und hat sehr wenig Bitterstoffe - ein Genuss und gleich mal davon etwas eingekauft - werde ich auch in Zukunft tun.

Einer aus der offiziellen Besuchergruppe sprach mit an - ich war halt auch der einzige nicht Aeta und nicht Filipino - also leicht auszumachen.
Es stellte sich heraus, das es „Mani“ Emmanuel Torrejon ist, ein Filipino aus Negros, der aber in Madrid aufgewachsen ist und vor ein paar Jahren auf die Inseln zurück kam um dort für UCC den Posten des Business Development Directors zu übernehmen und eine seiner Aufgaben ist die beste Röstung für die verschiednen Kaffeesorten zu finden. Das war auch seine Aufgabe hier gerade, die frische Ernte wurde von ihm begutachtet und ein paar Proberöstungen gemacht - danach machen das die Aeta’s nach seinen Vorgaben.

Nach dem Gespräch und unserem Kaffee gingen Maria und ich dann zu den Nagpana Falls, die nur ca. 40 Meter entfernt sind - man sieht sie aber so gut wie gar nicht, da vollkommen in der Natur „versteckt“ - ok - wäre da nicht die Versammlungshalle mit kleiner Terrasse für Gäste davor.
Vorbei an diesem Gebäude geht es dann auf eine Hängebrücke unter der die Wasserfälle verlaufen.

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Jau, so etwas gefällt mir und ich freue mich immer, wenn ich auch so etwas erleben darf.

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