Mit dem Mietwagen in den Norden von Negros Oriental – Von Dumaguete nach Tanjay, Bais und zur Manjuyod Sandbar

Nach den Bergtouren rund um Valencia und den stillen Regenwaldlandschaften der Twin Lakes führt die vierte Selbstfahrer-Route wieder an die Küste zurück – diesmal Richtung Norden.

Diese Tour verbindet:

  • historische Städte
  • Zuckerrohrlandschaften
  • Meerblick
  • Tierbeobachtungen
  • und eines der bekanntesten Naturziele von Negros Oriental

Die Strecke von Dumaguete über Tanjay bis nach Bais City und weiter zur berühmten
Manjuyod Sandbar
ist ideal für einen abwechslungsreichen Tagesausflug – oder als entspannte Übernachtungstour.


Allgemeine Tourdaten

  • Strecke: ca. 110–140 km (hin und zurück)
  • Fahrzeit: 3–4 Stunden reine Fahrzeit
  • Tourdauer: Tagestrip oder 2 Tage
  • Straßenzustand: sehr gut
  • Geeignet für: Auto und Motorrad

Diese Route ist fahrerisch unkompliziert und damit ideal für alle, die entspannt unterwegs sein möchten.


1. Start in Dumaguete – Aufbruch Richtung Norden

Die Fahrt startet am besten früh.

Warum?

Die Region rund um
Manjuyod Sandbar
ist morgens oft besonders schön:

  • ruhigeres Wasser
  • angenehmere Temperaturen
  • bessere Lichtverhältnisse

Vorher:

  • tanken
  • Bargeld mitnehmen
  • Sonnenschutz nicht vergessen

2. Sibulan und San Jose – Das Tor in den Norden

Wer schon in Sibulan mit dem Entdecken beginnen möchte, hier ein paar Tipps:

Jeden 13. des Monats verwandelt sich Sibulan in Negros Oriental in einen lebhaften Wallfahrtsort, wenn Gläubige zur Pfarrkirche San Antonio de Padua strömen, um ihren Schutzpatron zu ehren. Zu dieser monatlichen Tradition gehören eine besondere Messe, das Anzünden von Kerzen und Fürbittgebete.

In der Nähe der Kirche findet ein lokaler „Tabo“ (Straßenmarkt) statt, auf dem Händler Speisen, religiöse Artikel, landwirtschaftliches Zubehör, Ukay-ukay und andere Dinge anbieten.

Zwischen Sibulan und San Jose liegt auf der rechten Seite das Touristen-Speiserestaurant Joe’s Chicken Inato und einer großen Marienstatue auf der gegenüberliegenden Seite, mit Themengärten und einem Restaurant mit schönen Ausblicken auf die Meerenge mit der Insel Cebu im Hintergrund.

Die Strecke führt zunächst durch
Sibulan
und
San Jose.

Wer die Twin Lakes Tour kennt, erkennt die Region sofort wieder – diesmal bleibt man jedoch auf der Küstenstraße.

Die Straße ist angenehm zu fahren und bietet immer wieder schöne Ausblicke aufs Meer.


3. Amlan – Unterschätzter Zwischenstopp

Amlan
wird oft einfach durchfahren.

Dabei lohnt sich ein kurzer Halt.

Was macht Amlan interessant?

  • ruhiges Provinzleben
  • schöne Küstenabschnitte
  • wenig Verkehr
  • rechts führt die Straße neben der Gemeindeverwaltung am Fluss entlang. Hier einige Resorts (am Wochenende voll) bis hinauf zu einer Hängebrücke und einer Straße, die an einer Furt mehr oder weniger endet mit einfachen Hütten und aufgestautem Wasser zum Waschen und Schwimmen.
  • authentische Atmosphäre

Ein guter Ort für eine kurze Kaffeepause, vielleicht rustikal am Markt im Food Court.


4. Tanjay – Historie und koloniales Flair

Die Stadt
Tanjay
gehört zu den kulturell interessantesten Orten der Region.

Besonders sehenswert:

St. James the Greater Church

St. James the Greater Church

Eine der beeindruckendsten historischen Kirchen von Negros Oriental.

Massiv, elegant und ein schönes Beispiel spanisch geprägter Kirchenarchitektur.


Historische Gebäude im Stadtzentrum

Rund um den alten Kern finden sich noch zahlreiche Spuren der Zuckerrohr-Ära.

Wer langsam durch die Nebenstraßen fährt, entdeckt:

  • alte Häuser
  • traditionelle Fassaden
  • interessante Fotomotive

5. Die Zuckerrohrlandschaften zwischen Tanjay und Bais

Dieser Abschnitt ist typisch Negros.

Die weiten Felder prägen seit Generationen die Wirtschaft der Insel.

Gerade zur Erntezeit sieht man:

  • beladene Lastwagen
  • Traktoren
  • lokale Feldarbeit

Das vermittelt ein sehr authentisches Bild der Region.


6. Bais City – Das maritime Zentrum der Tour

Bais City
ist deutlich lebhafter als viele andere Orte der Provinz.

Die Stadt lebt stark vom Meer.


Bais Boulevard

Ein schöner Ort zum Anhalten.

Hier lässt sich:

  • das lokale Leben beobachten
  • ein Snack genießen
  • das maritime Flair auf sich wirken lassen

Gerade am Nachmittag sehr angenehm.


7. Das Highlight: Manjuyod Sandbar

Nur per Boot erreichbar liegt die berühmte
Manjuyod Sandbar.

Oft wird sie als die
„Malediven von Negros“ bezeichnet.

Auch wenn solche Vergleiche immer etwas übertrieben sind:

Beeindruckend ist sie definitiv.

Wir haben den Anleger auf der Insel Dewey in der Stadt Bais benutzt. Wir konnten das Auto direkt auf dem Pier parken und das dort bereits gebuchte und wartende Boot borden. (Mein Video dazu ist leider bereits 6 Jahre alt, gefilmt mit einer einfachen Go-Pro, mit einer leicht beschädigten Linse). Hier ein etwas jüngeres Video von einer Rundfahrt um die Insel Dewey:

Was erwartet dich dort?

  • blendend weißer Sand
  • flaches türkisfarbenes Wasser
  • Stelzenhäuser auf dem Wasser
  • spektakuläre Weite

Je nach Gezeiten verändert sich die Sandbank stark.

Das macht die Planung wichtig.


Beste Zeit

Am schönsten meist:

  • früher Vormittag
  • mittlerer Wasserstand bis Ebbe

Vorab lokale Bootszeiten erfragen.


8. Delfinbeobachtung

Ein weiterer großer Pluspunkt der Region.

Frühmorgens werden regelmäßig Touren zur Delfinbeobachtung angeboten.

Mit etwas Glück sieht man:

  • Spinnerdelfine
  • größere Gruppen in Küstennähe

Natürlich bleibt es Natur – Sichtungen sind nie garantiert.


9. Optionaler Abstecher nach Manjuyod Town

Der Ort
Manjuyod
selbst wird oft übersehen.

Wer Zeit hat, kann einen kurzen Abstecher machen.

Dort erlebt man:

  • ruhiges Kleinstadtleben
  • wenig Tourismus
  • authentische Provinzatmosphäre

Mittagspause – Wo lohnt sich ein Stopp?

Empfehlenswert sind kleine lokale Restaurants in:

Tanjay

Ideal vor der Weiterfahrt


Bais

Mehr Auswahl und oft frischer Fisch


Wer es authentisch mag:

Lokale Carinderias sind hier oft eine bessere Erfahrung als touristische Restaurants.


Übernachtungsmöglichkeiten

Budget

Einfache Pensionen in
Bais City
und Tanjay


Mittelklasse

Kleinere Stadthotels und Resorts


Gehoben

Wenige, aber gute Boutique-Unterkünfte rund um Bais oder zurück in Dumaguete


Motorradfahrer-Hinweis

Diese Route eignet sich hervorragend für Motorräder.

Warum?

  • guter Straßenbelag
  • weite Kurven
  • wenig anspruchsvolle Steigungen
  • schöne Landschaftswechsel

Eine ideale Genussstrecke.


Praktische Tipps

Gezeiten prüfen

Für die Sandbank entscheidend.


Boot vor Ort organisieren

Am besten früh.


Sonnenschutz

Auf der Sandbank gibt es kaum natürlichen Schatten.


Kamera nicht vergessen

Die Region bietet fantastische Motive.


Fazit

Die Nordroute von Dumaguete nach Bais City und zur Manjuyod Sandbar zeigt Negros Oriental von seiner maritimen und kulturellen Seite.

Diese Tour bietet eine gelungene Mischung aus:

  • entspanntem Fahren
  • historischen Eindrücken
  • Küstenlandschaft
  • Naturerlebnis

Sie gehört zu den vielseitigsten Tagesausflügen ab Dumaguete – und ist gerade für Besucher ideal, die einen „klassischen“ ersten Roadtrip auf Negros unternehmen möchten.

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