Mit dem Mietwagen durch Negros Oriental – Die Südroute von Dumaguete bis Siaton (und weiter)

Die Tour ist als klassische Selbstfahrer-Route ausgelegt. Wer kein eigenes Fahrzeug hat, findet in Dumaguete verschiedene Möglichkeiten vom Mietwagen, Mietmotorrad oder -roller bis hin zu Transfers mit Fahrer für Einzelpersonen, Paare, Familien und Gruppen.

Die Insel Negros gehört zu den vielseitigsten Regionen der Philippinen – und gerade der Süden von Negros Oriental eignet sich perfekt für entspannte Erkundungstouren mit dem Mietwagen. Von der Universitätsstadt Dumaguete aus führt diese Route entlang der Küste durch kleine Orte, vorbei an Tauchspots, Märkten und wenig bekannten Stränden bis in den ruhigen Süden der Provinz.

Diese Tour ist ideal für alle, die das „echte“ Provinzleben erleben möchten – ohne lange Fahrzeiten oder schwierige Straßenverhältnisse.

Allgemeine Infos zur Route
Strecke: ca. 70–100 km (je nach Erweiterung)
Fahrzeit: 2–4 Stunden reine Fahrzeit
Straßenzustand: überwiegend gut (National Road)
Beste Reisezeit: ganzjährig, morgens oder spätnachmittags besonders schön
Geeignet für: Einsteiger, entspannte Fahrer, Paare, Expats

  1. Start in Dumaguete – Frühstück und Vorbereitung

Bevor es losgeht, lohnt sich ein entspannter Start in Dumaguete.

Tipps:

Frühstück entlang des Rizal Boulevard
Bargeld abheben (Geldautomaten werden Richtung Süden seltener)
Tank auffüllen – die nächste sichere Versorgung kommt erst wieder später
2. Dauin – Tauchparadies und ruhige Küste

Nur etwa 20 Minuten südlich liegt Dauin – bekannt für seine Marine Sanctuaries.

Was macht Dauin besonders?

Einer der besten Spots für Makrotauchen weltweit
Hausriffe direkt vor vielen Resorts
Ruhige, wenig touristische Atmosphäre

Geheimtipp:
Einfach an einem der öffentlichen Strandzugänge anhalten und den Fischern beim Einholen ihrer Netze zusehen – authentischer geht es kaum.

  1. Zamboanguita – Kleiner Ort, große Ruhe

Weiter geht es nach Zamboanguita.

Hier wird es deutlich ruhiger. Der Ort ist typisch philippinisch – kleine Sari-Sari-Stores, spielende Kinder, wenig Verkehr.

Stopps:

Lokale Märkte (je nach Tageszeit)
Ein kurzer Abstecher Richtung Küste
Gespräche mit Einheimischen – hier ist man noch selten Tourist
4. Malatapay – Marktleben (nur mittwochs) und Tor zu Apo Island

Kurz vor Zamboanguita liegt Malatapay, bekannt für seinen Markt und als Ausgangspunkt für Apo Island.

Besonders interessant:

Markttag (nur mittwochs): einer der lebendigsten Märkte der Region
Livestock Market (Ziegen, Schweine) – sehr authentisch
Blick auf die vorgelagerte Inselwelt

Selbst außerhalb des Markttages lohnt sich ein kurzer Stopp. Vielleicht ein kurzer Besuch bei meinem guten Freund, dem Künstler Bebeboy Aguirre, der seinen Stand auf der rechten Seite, direkt neben dem Parkplatz hat, um dort ein paar seiner selbstgefertigten Mitbringsel zu kaufen. Vor dem Parkplatz führt ein Privatweg zum ‚The Beach Cafe‘, wo ihr etwas essen und einen guten Kaffee bekommt und direkt am Strand sitzt.

Weiter geht es in den Ort Zamboanguita. Wenn ihr einen authentischen Markt erleben wollt, dann hier mitten im Ort auf der rechten Seite.

  1. Siaton – Provinzleben pur

Der Ort Siaton ist das Herz dieser Route.

Hier endet für viele der klassische Tagesausflug – und genau hier beginnt das eigentliche „Negros-Gefühl“.

Highlights:

Lokale Märkte am Sonntag (Bauernmarkt zwischen dem öffentlichen Markt, der Plaza und der Kirche)
Kaum Tourismus
Entspannte, freundliche Atmosphäre
Optionale Erweiterung 1: Lake Balanan Besuch bei den Fischern von Maloh am frühen Morgen

Nur wenige Kilometer im Landesinneren liegt der wunderschöne Lake Balanan.

Warum sich der Abstecher lohnt:

Eingebettet in Hügel und Wald
Ideal zum Entspannen, Picknick und Erfrischung in zwei Schwimmbecken
Deutlich weniger besucht als die Twin Lakes

Die Zufahrtsstraße ist gut machbar, aber etwas kurvig.

Für Motorradfahrer besonders reizvoll – kurvige Abschnitte.

Optionale Erweiterung 2: Barangay Maloh mit einem Besuch bei den Fischern am frühen Morgen, wenn die Fischerboote mit ihrem Fang zurückkehren.

Um am frühen Morgen, gleich nach dem Sonnenaufgang, vor Ort zu sein, haben wir hier übernachtet:

Optionale Erweiterung 3: Weiterfahrt nach Bayawan

Wer noch Zeit hat, kann die Tour bis Bayawan City verlängern.

Was erwartet dich dort?

Schöner Boulevard
Mangrovengebiete
Noch weniger Tourismus

Perfekt für eine Übernachtung abseits der bekannten Routen.

Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route
Budget
Einfache Pensionen in Dauin und Siaton
Homestays entlang der Strecke
Preiswert, sauber, oft familiär geführt
Mittelklasse
Resorts in Dauin (direkt am Meer)
Kleine Boutique-Unterkünfte
Gute Mischung aus Komfort und Preis

Gehoben
Tauchresorts in Dauin mit Pool und Restaurant
Ruhige Anlagen mit direktem Strandzugang
Ideal für mehrere Tage Entspannung

Praktische Tipps
Fahren: defensiv, besonders wegen Tricycles und Motorrädern
Navigation: Google Maps funktioniert gut, offline Karten empfehlenswert
Tanken: in Dumaguete oder Dauin volltanken
Sicherheit: generell unproblematisch, übliche Vorsicht beachten
Beste Zeit: früh starten, Mittagshitze vermeiden

Fazit

Die Südroute von Dumaguete bis nach Siaton ist keine spektakuläre „Instagram-Tour“ – und genau das macht ihren Reiz aus.

Hier geht es nicht um Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinne, sondern um:

das echte Leben auf den Philippinen
ruhige Landschaften
spontane Begegnungen

Wer sich Zeit lässt, wird feststellen: Gerade diese einfachen Touren bleiben oft am längsten in Erinnerung.

Die Strecke eignet sich auch sehr gut für Motorradfahrer. Die Straßen sind überwiegend gut ausgebaut, mit wenig Verkehr außerhalb der Hauptzeiten. Gerade die Küstenabschnitte sind angenehm zu fahren.

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