Luzon war mal das chinesische Lusong

Der Name Luzon und der chinesische Ursprung.

Die chinesischen Händler der Song- und Ming-Dynastien prägten den Begriff Lusong für die Insel Luzon. Das Wort leitet sich vom tagalischen Begriff lusong ab, einem traditionellen hölzernen Mörser zum Reishacken. Später nutzten die Chinesen das Wort Lusong im erweiterten Sinne für die gesamten Philippinen und nannten die Spanier sogar Lusong-Leute.

Das Königreich Tondo beziehungsweise Manila als Handelszentrum.

Das Königreich Tondo lag in der Bucht von Manila im Süden der Insel Luzon, kontrollierte aber die Handelsrouten, die von Nordluzon aus nach China führten. Lange vor der Ankunft der Spanier florierte hier ein reger Austausch zwischen indigenen Gruppen, chinesischen Händlern und südostasiatischen Seefahrern.

Das Tributsystem mit dem Kaiserreich China.

Tondo und das Luzon-Reich, chinesisch Lusongguo, waren im chinesischen Kaiserreich als offizielle Handelspartner registriert. Zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert schickten die Herrscher von Luzon regelmäßige Tributgesandtschaften an den Kaiserhof in Peking. China übte dabei keine direkte politische oder militärische Macht aus. Es handelte sich um ein System gegenseitiger Anerkennung. Die Philippiner brachten Geschenke wie Gold und Perlen, der chinesische Kaiser gewährte im Gegenzug exklusive Handelsrechte und Schutz.

Nordluzon als Tor nach China.

Für Schiffe, die aus Südchina aus den Provinzen Fujian und Guangdong kamen, war die Nordküste Luzons geografisch die erste Landmasse. Neben Händlern siedelten sich viele Chinesen im Norden an. Berühmt wurde der chinesische Pirat Limahong, der 1574 versuchte, erst Manila und später den Norden Luzons in Pangasinan zu erobern, jedoch von einer Allianz aus Spaniern und Einheimischen vertrieben wurde.

(Verschiedene Quellen, mit Ki Unterstützung.)

3 „Gefällt mir“