Leihwagen und Versicherungen auf den Philippinen

Im Moment beschäftige ich mich intensiv mit diesem Thema.

Bei meinen vorherigen Leihwagen bei Avis PH habe ich stets die Plattform Arguscarhire benutzt. Dort waren alle Versicherungen von AXA abgedeckt (wenn ausgewählt), allerdings muss ich zugeben, dass ich mich mit den Details nie richtig beschäftigt habe.

Da die Plattform diesmal den Avis-Standort Clark International Airport nicht bedient, habe ich mich direkt mit Avis AC in Verbindung gesetzt und prüfe die angebotenen Versicherungen etwas detaillierter.

  • Zunächst wurde ich darüber informiert, dass mein EU-Führerschein nicht mehr ausreicht, sondern der internationale Führerschein verlangt wird.

  • Bei der Full Coverage Insurance bleibt ein Eigenbetrag von 5.500 PHP für ein Toyota Vios. Eine Damage Refund Insurance, wie ich sie immer bei Leihwagen abschließe, gibt es nicht. Bei 5.500 PHP ist das aber kein Beinbruch. :wink:

  • Überrascht hat mich dann, dass Avis mir eine Personal Accident Insurance anbietet, die Insassen bei KH-Einlieferung & Medikamente für 100.000 PHP absichert. Das kostet nicht die Welt, aber 100.000 PHP sind auch nicht gerade die Welt. Meine KV bezahlt nach hiesigen Sätzen eventuelle Kosten, dazu habe ich eine private Zusatzreiseversicherung.

  • Erschreckt bin ich aber über die Haftpflichthöhe bei Eigenverschulden eines Unfalls von maximal 125.000 PHP. Das sind allerdings sehr niedrige Beträge. :worried:

  • Die Information, dass „die andere Unfallpartei für alle entstandenen Schäden und Verletzungen haftet, wenn man selber keine Schuld hat“, ist gut zu wissen – sofern der Unfallverschulder dann überhaupt eine Versicherung hat. … :joy:

Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Es gibt ja einige im Forum, die entweder dort mit eigenem Fahrzeug im Verkehr unterwegs sind, oder einen Leihwagen in Betracht ziehen.

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Ich habe zwischen den eigenen Wagen oft Autos geliehen. Teils von Privat, teils von kleinen örtlichen Anbietern.
Immer ohne Papierkram und immer ohne irgendwelche Fragen.
Immer problemlos.
Man kann das Leben leicht nehmen, oder deutsch.

Das scheint aber eine Vorgabe von AVIS zu sein. Für die Philippinen reicht in den ersten 3 Monaten des Aufenthaltes immer noch der DACH Führerschein oder in deinem Fall der aus L.

Wenn du aber jemanden aus der philippinischen Familie dabei hast, wären die dann nicht versichert. Allerdings sind 100K PHP auch nicht der „ganz große“ Versicherungsschutz, wenn wirklich mal was passieren sollte.

Das sollte einem auch zu denken geben, für den Fall, das man selbst den Unfall verschuldet hat. Bis zu der durch die Versicherungen abgedeckte Höhe ist dann über den Autoverleih und deren Versicherungen alles abgedeckt, für den übersteigenden Betrag haftest man persönlich.

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Das Leben leicht nehmen ist immer gut.

Gut ist aber auch, wenn hier mal ein Neuling mitliest, und auf einiges aufmerksam gemacht wird.

Ich habe so einige Mietwagen hinter mir, nicht immer bei ehrlichen Gesellen. Das weiss man aber erst später. Da macht es Sinn, sich vorher Gedanken um die Optionen zu machen. :grinning_face:

Das ist der billigste Satz einer Standard Autoversicherung. Der Betrag liesse sich höher setzen gegen höhere Beiträge. Das wird der Verleihnix aber nicht gemacht haben.
Ich habe und hatte auch immer die billigste Variante, ohne Vollkasko bei eigenen Mobilen.
Die Frage ist, wie die Zahlungsmoral beim Schadensfall ist.
Da habe ich keine Erfahrungen und nur wenig drüber gehört.

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Das müsste dann offline verhandelt werden … Online gibt es keine Parameter … da hacke ich mal nach. Diese Werte habe ich auch nur nach expliziter Nachfrage erhalten …

Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt.
Der Verleiher hat das bei der Versicherung so abgeschlossen, billigste Variante.
Da kann man als Kunde nichts mehr ändern.
So vermute ich jedenfalls.
Der Verleiher müsste sonst auf eigene Kappe die höhere Leistung zahlen. Glaube ich nicht.

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Ich vermute, dass es so liegt, ein Paket für philippinische Kunden halt.

Ich habe auf 2 Plattformen das gewünschte Auto bei Avis AC mit den von mir gewünschten Versicherungen (z.B. Versicherungsschutz bis 1 Mio €) gefunden. Dies zum leicht günstigeren Endpreis als bei Avis AC direkt. Der Preis wäre mir noch egal, aber die eher moderaten Versicherungen bei Avis PH direkt sind mir ein Dorn im Auge.

Bisher fand ich noch nicht den Mut, die Managerin in AC darauf anzusprechen (Gesichtsverlustgefahr droht (!), obschon ich es gerne genauer wüsste, es kribbelt noch … :slight_smile: )

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Das ist für mich ein sehr spannendes Thema, bei dem ich auch schon intensiv recherchiert habe.

Der geringe Versicherungsschutz bei Haftpflicht- und Personenschäden von nur 100.000 PHP hat mich ebenfalls erschreckt. Wenn man zudem noch bedenkt, dass Ausländern im Falle eines Unfalls ohnehin immer die Schuld zugewiesen wird, ist das eigentlich fahrlässig unterversichert.

Kann hier niemand eine konkrete Versicherung nennen (Webseite mit detaillierten Versicherungsbedingungen), die eine echte Vollkasko-Versicherung für Leihwagen anbietet?

Am liebsten wäre es mir sogar, wenn ich diese Versicherung separat abschließen könnte, damit ich nicht auf die internationalen, teuren Mietwagenfirmen wie Hertz, Avis etc. angewiesen bin. Ich würde mir zum Beispiel überlegen, lokal in Leyte oder auf anderen Inseln bei einem philippinischen Mietwagenanbieter einen Wagen zu leihen. Versicherung und Mietwagenanbieter müssten dann aber auch gegenseitig akzeptiert werden. Im Netz habe ich den Versicherungsanbieter Rentalcover.com gefunden. Der deckt aber leider auch nur die Schäden am Fahrzeug ab.

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Wird so immer berichtet, wäre aber bestimmt ein eigenes Thema wert … :wink:

Heute habe ich mir den internationalen Führerschein ausstellen lassen. Kostenpunkt: 30 €.

Es ist wie mit den Wegwerftickets … Wenn die Avis „Immigration” den Wisch sehen will, muss man halt liefern. Ob es notwendig ist oder nicht. Besser, ich habe ihn, auch wenn man ihn dann doch nicht will (was ich vermute … :see_no_evil_monkey:), ist das auch ok.

Auf Stress und Zirkus vor Ort verzichte ich gerne, mir ist ein stressfreier Ablauf wichtiger.

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Kann da nichts groß zu sagen, habe noch nie auf den Phils ein Auto gemietet.
Das erste mal im Leben überhaupt, die letzte Tage bei Sixt was gemietet, um mit der alten Familie nach Bad Säckingen zu fahren.
Bei Arbeit hatte ich immer Firmenwagen.

Ich weiß auch aus meiner Polizisten-Familie, warum das so ist.
Das liegt an den Polizisten, die den Unfall aufnehmen.
Da herrscht die Einstellung, wer viel hat soll auch mehr Kosten tragen.
Das ist ein ungeschriebenes Gesetz.
Ein Verwandter der in Manila lebt hatte mit seinem SUV einen Unfall in Manila.
Da ist ihm ein Scooter reingefahren und er war an dem Unfall eindeutig nicht schuld.
Trotzdem bekam er eine Teilschuld, einfach weil er als SUV-Fahrer als reich eingestuft wird.
Wäre er weiß gewesen, hätte er mit hoher Wahrscheinlichkeit alles zahlen müssen.

Wir haben mal über einen Versicherungsmakler (Deutscher in den PHP) eine Pkw Kasko-versicherung abgeschlossen; aber fraglich, ob das auch für ein Mietauto funktioniert? Ich kann ihn mal kontaktieren, wenn ich noch seine Daten finde.

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Ich habe eigentlich aufgehört auf den Philippinen Autos zu mieten. Egal ob bei den „Großen“ oder im „Graumarkt“, es war am Ende des Tages immer irgendwie Streß. Wenn ich irgendwo hin will und keinen Wagen habe, bestelle ich ein Taxi/Wagen mit Fahrer.

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Das ist ja keine schlechte Option, wenn’s für 1 oder zwei Tage ist. Für 2 - 3 Woche ist das aber m.E. eher ungeeignet. Ich zumindest wollte nicht den ganzen Urlaub eine weitere Person dabei haben.

Das ist in jedem Fall die bessere Lösung. Da reist es sich entspannter. Einen Van mit Fahrer bekommt man schon für 3k. Da lohnt sich der Stress mit Autovermietung und Selbstfahrern nicht.

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Planst Du eine Rundreise ? Vor Ort gibt es immer alternative Transportmöglichkeiten. Die Ceres Busse fahren Dich z.B. günstig überallhin. Da hast Du gleich Kontakt zur einheimischen Bevölkerung :sweat_smile:

Ich habe darüber schon mal berichtet. Die Erklärung ist aus asiatischer Sicht völlig logisch. Ein Balinese hat mir das mal erklärt. Wäre der Ausländer nicht in das Land gereist, hätte es den Unfall nicht gegeben. Also ist der Fremde schuld, oder ? :rofl: :grinning_face:

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Ich habe nun schon zum dritten mal hier ein Auto gemietet und Streß gab es eigentlich nie wirklich.
Beim ersten mal hatten wir eine neue etwas dickere Delle - keine Ahnung woher die kam - da bekam man dann die 5.000 Peso Sicherheitsleistung nicht zurück - das war es.

Man sollte aber vorher klären, welches Gebiet man mit dem Leihwagen befahren darf - hier auf Panay muss man z.b. vorher angeben, wenn wann vorhat auf andere Inseln (Guimaras, Negros) überzusetzen.

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Deswegen fährt man am besten so, dass die Idioten Abstand halten :smiley:

Mir ist das ja prinzipiell egal ob und wie die sich umbringen wollen, ich will mir halt nur nicht durch so einen Dummbatz den Tag ruinieren lassen. Von mir aus dürfen sie gern mit Höchstgeschwindigkeit an Fahrzeugen zerschellen, nur bitte nicht an meinem. Geht aber nicht mit jedem Fahrzeug, mir machen sie eher Platz als dem Nachbarn mit seinem alten Corolla.

In der Stadt geht das alles noch, da ist sowieso Stau und da passiert nicht so viel. In der Provinz fahren halt Menschen, die rudimentär ein Fahrzeug bedienen können mit Rumpffahrzeugen (Motor, Räder, Rest ist optional) nach dem Motto „gestern war hier auch keiner“. Im Dunkeln ohne Licht. Und der Rest mit schwarzen Scheiben, und weil man ja da nix mehr sehen kann sind alle Lichter auf höchste Stufe.

Wenn man damit nicht umgehen kann oder will, bietet sich ein Fahrer tatsächlich an.

Der Fahrer ist ja nicht überall dabei. Wenn Du was erlebst, dann schläft der oder isst was oder vertreibt sich sonstwie die Zeit. Der schläft auch nicht bei Dir im Zimmer. Muss man extra buchen, kostet aber üblicherweise nicht die Welt. Es ist tatsächlich nicht komplett unüblich, mit „Personal“ zu reisen. Das heisst nicht, dass es ganz normal ist. Und so ein Fahrer hilft Dir auch, irgendwelches Zeug zu beschaffen oder fährt um den Block wenn’s vor Ort keinen Parkplatz gibt.