Kirchenaustritt in Philippinen?

Weiß jemand, ob, wie und wo man in Philippinen aus der katholischen Kirche austreten kann?
Mir stößt es sauer auf, dass meine Frau in Philippinen eintreten musste, weil sie ohne Taufschein keine Geburtsurkunde bekommen hätte und in Deutschland ein Austritt 29€ kosten soll.

Meine Frau ist katholisch getauft, aber später ist die ganze Familie ausgetreten.
Zahlen mußten sie nix.
Ich bin auch mit 18 nach Auszug Zuhause gleich in D. ausgetreten, kostete auch nix damals.

Grad eingefallen, so um 2005 hat Frau Ausbildung Krankenschwester in einem Diakonissenkrankenhaus angefangen, dazu mußte sie wieder in die katholische Kirche eintreten. Das war auch kostenlos, genauso auch der Austritt ca. ein Jahr später, weil ihr der Job zu stressig war.
Ist dort zusammengeklappt, dann habe ich einen Schlußstrich gezogen.

Gut, aber wie war (ist) die Prozedur auf den Philippinen? :sweat_smile:

Zur Kirche mußten sie alle gehen sagt sie.

Kosten für den Austritt

Für die Erklärung des Austritts beim Amtsgericht oder bei einer Notarin/bei einem Notar entsteht pro Person eine Gebühr in Höhe von 30,00 € (bei einer Notarin/bei einem Notar fallen weitere Kosten an).

So in NRW

Mein Frau brauchte in D. keinen Notar um wieder auszutreten, 2005 in BW.
Vielleicht wurden die Hürden jetzt extra hoch gelegt?

Auf den Philippinen gibt es doch gar keine „Mitgliedschaft“ in einer Kirche, so wie wir das kennen. Die katholische Kirche nimmt für sich in Anspruch, dass eine Person, die getauft wurde, immer katholisch bleibt. Auch in Deutschland, wenn sie aus der Kirche austritt. Google mal nach „character indelebilis“.

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Es geht mir (meiner Frau) darum, den Bürokraten in Deutschland den Mittelfinger zeigen zu können durch einen Austritt in dem Land, in dem ihr der „Eintritt“ unterstellt wird.
Ich finde es ein Unding, für einen Austritt zahlen zu müssen, wenn der Eintritt unter Sachzwang in einem anderen Land erfolgt ist.
Gäbe es eine Austrittbescheinigung in Phils, müsste die in Deutschland anerkannt werden.
Der Eintritt bedurfte keinerlei Bescheinigungsvorlage in Deutschland. Auch ein Witz.

PS: Noch witziger: Quelle KI:
" Rechtsunsicherheiten: Ein im Ausland (etwa in der Schweiz) erklärter Kirchenaustritt wird von deutschen Behörden oft nicht anerkannt. Wenn Sie nach Deutschland zurückkehren, kann die Steuerpflicht wieder aufleben, wenn der Austritt nicht nach deutschem Recht erklärt wurde."

Ich verstehe sehr gut den Wunsch Deiner Frau. Meiner ging es ähnlich. Ohne den Austritt in Deutschland zu erklären wird es nicht gehen. Da kann man sich drüber ärgern, hilft aber nichts.
Da deine Frau getauft wurde, wird sie das nicht mehr los (außer in Deutschland). Einen Dank an die Eltern.
Daher habe ich mich geweigert, meine Tochter taufen zu lassen. Meine Frau hat das dann organisiert (auf den Philippinen). Ich war nicht dabei. Mittlerweile sind Beide ausgetreten.

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Eine Freundin meiner Frau (auch Pinay) wollte gerne kirchlich in Deutschland heiraten. Dafür ist sie extra „eingetreten“ weil sie bei Wohnsitzanmeldung einfach gesagt hat sie hat keine Religion ;).

Dann wurde einmal vom Gehalt Kirchensteuer abgezogen danach ist sie direkt wieder aufgetreten :rofl: Kleine Story nebenbei.

@Mindanao
Der Kirchenaustritt beim Notar (in Deutschland) ist ja nur eine Alternative und da kommen dann halt noch die Notariatsgebühren für die Unterschriftsbeglaubigung hinzu (und der Notar leitet die Austrittserklärung weiter).
Ansonsten erheben die meisten Bundesländer inzwischen bei Kirchenaustritten eine Gebühr im niedrigen zweistelligen Bereich. Das ist aber von Bundesland zu bundesland verschieden, ebenso wie die zuständige Behörde (Standesamt oder Amtsgericht).

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@Bayani
Meine Frau würde sich zwar weiterhin als gläubige Katholikin bezeichnen und geht auch durchaus regelmäßig (wenn auch nicht jede Woche und nicht umbedingt am Sonntag) in die Kirche.

Sie ist jedoch ausgetreten, nachdem die katholische Kirche (was wir erst mit der ersten gemeinsamen Einkommenssteuererklärung erfahren haben) neben der Kirchensteuer auf Ihr Einkommen, noch ein „besonderes Kirchgeld in glaubensverschiedenen Ehen“ - ich bin konfessionslos - in Höhe von 100,- Euro im Monat erhoben. Das fand sie dann selber irgendwie blöd und „too much“.

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So was gibt’s? Hab ich noch nie gehört. Unglaublich.

Für meine Frau war Schluss mit der Kirchenmitgliedschaft, nachdem ein Bischoff oder Kardinal (weiß ich nicht mehr genau) nach einem schlimmen Typhoon mit vielen Todesopfern meinte, dies sei die Strafe Gottes für das lasterhafte Leben der Menschen gewesen.
Am nächsten Tag war meine Frau beim Amtsgericht und hat Ihren Austritt erklärt.

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Sagt Frau inzwischen auch, nachdem sie nochmal scharf nachgedacht hat.
Sie sind damals einfach in einen anderen christlichen Glauben gewechselt.
Ohne diesbezüglich die katholische Kirche auf den Phils zu konsultieren.

Habe auch mal den Vorgang von damals, An- u. Abmeldung wegen Krankenschwester im Diakonissenkrankenhaus, in der Cloud nachvollzogen.
Anmeldung erfolgte in der Pfarrei wo wir damals in D. lebten, dazu mußte sie die Taufbescheinigung von den Phils vorlegen.
Abmeldung machte ich einfach schriftlich, auch wieder, geschickt an diesen Pfarrer.
Funktionierte, nach meinen Unterlagen.
Gekostet hat das damals gar nichts.

Diakonie (Und Diakonissen…) sind aber evangelisch, nicht katholisch.

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Das war egal, man mußte entweder bei der einen oder anderen Kirche Mitglied sein, dann durfte man dort die Ausbildung zur Krankenschwester machen.
Konfesionslos nicht.

Das war ja vor einigen Jahren auch Thema in D., diese diskriminierenden Vorschriften des Arbeitgebers Kirche und wurde dann meines Wissens verboten, abgeschafft in D.

Ja, und bevor Filipinos evangelisch werden friert die Hölle zu :smiley:

Ich würde auch die 30 Euro ausgeben, durch die Steuerersparnis sollte sich das relativ schnell amortisieren.

Höchstrichterlich erst vor kurzem durch den EUGH entschieden, Urteil vom 17. März 2026 (Az. C-258/24) .

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