Keine Angst vor dem Barangay – Dort beginnt oft das echte Leben auf den Philippinen

Viele Ausländer lernen die Philippinen zunächst von ihrer touristischen Seite kennen. Man besucht die Strände, fährt zu Sehenswürdigkeiten, geht in Restaurants oder verbringt die Zeit in Resorts und Hotels. Das ist schön und gehört natürlich dazu.

Früher oder später kommt jedoch bei vielen der Moment, in dem die philippinische Freundin, Ehefrau oder ein Freund fragt, ob man nicht einmal Verwandte oder Bekannte besuchen möchte. Oft führt der Weg dann nicht in eine schicke Wohnsiedlung, sondern in ein Barangay – manchmal mitten in der Stadt, manchmal auf dem Land und gelegentlich auch durch enge Gassen, die man als Tourist vermutlich nie von allein betreten würde.

Genau an diesem Punkt sind viele Neulinge unsicher. Manche fragen sich, ob sie dort überhaupt willkommen sind. Andere fühlen sich unwohl, weil die Umgebung so anders aussieht als das, was sie aus Europa kennen. Wieder andere haben schlicht keine Vorstellung davon, was sie erwartet.

Meine Erfahrung ist eine ganz andere.

Gerade in den Barangays habe ich oft die herzlichsten Begegnungen erlebt. Die Menschen sind neugierig, freundlich und freuen sich häufig über Besuch. Natürlich sind die Häuser oft einfacher, die Straßen schmaler und die Lebensverhältnisse bescheidener als in westlichen Ländern. Doch gleichzeitig erlebt man dort einen Teil der Philippinen, den viele Touristen nie kennenlernen.

Man sieht Kinder beim Spielen, Nachbarn vor ihren Häusern, kleine Sari-Sari-Stores, improvisierte Küchen, Tricycles, die als Familienfahrzeuge dienen, und Menschen, die ihren ganz normalen Alltag leben. Vieles wirkt auf den ersten Blick ungewohnt, doch schon nach kurzer Zeit merkt man, dass hinter den einfachen Fassaden oft ein starkes Gemeinschaftsgefühl steckt.

Das Video zeigt genau solche Eindrücke aus einem Barangay in Cagayan de Oro. Es ist keine Reportage und kein Reiseführer, sondern einfach ein ruhiger Spaziergang durch ein Wohnviertel, wie es in ähnlicher Form überall auf den Philippinen zu finden ist.

Deshalb mein Rat an alle Philippinen-Neulinge: Wenn euch Familie oder Freunde einmal in ihr Barangay einladen, dann nehmt die Einladung an. Geht mit offenen Augen und ohne Vorurteile hin. Wahrscheinlich werdet ihr feststellen, dass gerade dort einige der interessantesten und herzlichsten Begegnungen auf euch warten.

Denn die Philippinen bestehen nicht nur aus Stränden, Resorts und Einkaufszentren. Das eigentliche Leben findet oft dort statt, wo die Touristen nur selten hinkommen.

Ich denke, viele Forumsmitglieder, die schon länger auf den Philippinen leben, werden sich in diesem Beitrag wiederfinden. Fast jeder erinnert sich an seinen ersten Besuch in einem Barangay – und daran, dass die anfängliche Unsicherheit meist sehr schnell einer herzlichen Aufnahme durch die Bewohner gewichen ist.

VIDEO:

An Afternoon in a Barangay|Philippines Atmoshere

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hatte diesbezüglich ein tiefergehendes Erlebnis anno dazumal nicht auf den Phils aber in Pnomh Penh. Ich lernte eine von den Näherinnen kennen die dort für Adidas zum Mindestlohn schuften. Sie hat mich in den slums bekocht! Waren zuvor am Markt, natürlich gabs seafood :rofl: Anschliessend wollten mich die anwesenden Herren der Schöpfung betrunken machen. War ein Desaster… also für sie :joy:

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Ich lebe in der Provinzhauptstadt Calapan City. „City“ ist geschmeichelt, es ist eher eine kleine, provinzielle Stadt, nicht wie die Manila, Cebu, Davao, Iloilo, Batangas usw. Dort wohne ich in einem Barangay am Meer - so wie es Suroy-Suroy beschreibt. Wenn ich aber 20 km weiter zu unser kleinen Farm am Fuße des Mount Halcon-Massivs fahre, dann tauche ich nicht nur tiefer in die Provinz ein, sondern es ist fast wie eine Zeitreise. Die Menschen dort sind super freundlich, gastfreundlich und interessiert an Besuchern aus der „Welt“. Immer ein schönes Erlebnis.

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Ich lebe hier ja in einem Sitio des Barangay Tiring, der Gemeinde Cabatuan (manche bezeichnen es auch als Stadt - aber das ist eher philippinische Sichtweise).

Also auf dem Lande, in die Stadt Iloilo sind es knapp 20 km.
Alles sehr entspannt hier, nachdem ich jahrelang immer wieder hier her gekommen bin und letztes Jahr auch schon für mehrere Monate kenne mich alle hier und ich auch fast alle.

zum Einkaufen auf dem Markt von Santa Barbara gehts mit dem Trike und wenn man mal in die Stadt will wird halt ein Grab gerufen.

Das einzige was die Nachbarn immer wieder stutzig macht, ist - dass ich arbeite, wie. z.b. den angelieferten Haufen Kieselsteine für die Pfade im Garten selbst wegschaufele und verteilen, Bäume schneiden, oder was auch immer. Wurde schon des öfteren gefragt, warum ich denn niemanden dafür anheuere und meine Standartantwort ist: No money, po,
hindi ko afford.

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