Als Snowbirds haben wir uns anfangs Juni wieder in die Schweiz «verschoben». Von der Hitze in die Hitze
.
Da wir unsere Flüge jeweils in den Philippinen buchen, wurden wir von der Entwicklung im Mittleren Osten überrascht. So hat es sich ergeben, dass wir unsere Flüge praktisch im Höhepunkt dieser Auseinandersetzungen kaufen mussten.
Zu der Zeit waren die Flugkorridore geschlossen, die Philippinen hatten den Energienotstand ausgerufen. Die Flüge waren entweder ausgebucht oder extrem teuer. Mit Glück konnten wir mit Turkish Airways zwei bezahlbare Biz-Klasse Sitze buchen. Dazu kam noch die spezielle Situation von Kalibo. Seit der Pandemie wird unser Flughafen nur noch von AirAsia & CebuPacific angeflogen. Von früher rund 30 Flügen pro Tag nach Manila (vor Corona), werden zur Zeit nur noch deren drei angeboten.
AirAsia riskierte zu der Zeit, die Lizenz zu verlieren, da unbezahlte Schulden von über Peso 870 Millionen unbeglichen waren. Der Flug von CebuPacific erfolgt jeweils erst spät nachts und war deshalb keine Option. Wir entschlossen uns ab Caticlan zu fliegen.
Kurz: Wir waren leicht verunsichert. Glücklicherweise haben die Reisen perfekt geklappt. Zur Sicherheit planten wir zwei Tage Zwischenhalt in Manila ein und haben diese Zeit genutzt, um wieder einmal die Chinatown in Manila zu besuchen. Seit mehr als 40 Jahren war ich nicht mehr dort. Neu für mich sind die beiden Eingangstore und die attraktive Dekoration und die vielen neuen Highrise Gebäude rund um die Chinatown. Geblieben ist das wuselige Leben und der dichte Verkehr.
Zurück am Pasig nutzten wir die Gelegenheit und fuhren mit der Pasig-Fähre bis nach Guadalupe. An und für sich ein interessantes Unterfangen. Eine Touristen-Attraktion dürfte sich diese Tour aber kaum entwickeln. Zunächst gilt es, sich zu identifizieren. ID oder Pass muss gezeigt werden und eine Liste mit Adresse, Telefonnummer & e-mail Adresse angegeben werden. Für uns war die Fahrt kostenlos (Senior Citizens??). Alles in allem ein bisschen kompliziert und wenig professionell.
Recht pünktlich ging die Fahrt los. Der Pasig ist eine olefaktorische Herausforderung, die man mit intensivem Geruch (Gestank?
) charakterisieren muss
. Ansonsten bieten sich interessante An- und Aussichten. Bevor man den Malacañan-Palast erreicht, muss der Fährenmann eine Bewilligung einholen. Bei uns hat die Prozedur rund eine Viertelstunde gedauert. Ein Armee-Angehöriger stieg zu, um sicher zu stellen, dass man den Palast nicht fotografiert. Eine eindrückliche Anlage, die ich von der Flusseite her zum ersten Mal gesehen habe (trotz fast 30 Jahren Philippinen).
Von Guadalupe gings per LRT & Taxi zurück ins Hotel. Wir waren einmal mehr im Belmont in der Newport-City gegenüber des Flughafens untergebracht. Gutes Hotel zu vernünftigen Preisen und fussgängig zum NAIA Terminal 3.
Inspiriert zu dieser Fahrt hat uns ein youtube-Video,den ich vor geraumer Zeit mal gesehen habe. Wen’s interessiert:































