Ex-Präsident Rodrigo Duterte verhaftet und inhaftiert in Den Haag

Ich denke jetzt ist jedem klar, dass sie nicht bei ihm mitgeflogen ist

Boarding in Dubai

hier zum Ansehen:

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Sein neues Zuhause:

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Übrigens, die ganze Bagage aus dem Flieger haben sie mal sofort heimgeschickt, kein Schengen Visum, nur die Nurse hat wohl aus Mitleid ein 2 Tage Visum bekommen, dann wird ja eh der Anstaltsarzt zuständig sein…

Sieht aus wie ein einfaches Zimmer in einem deutschen Pflegeheim.
Unterschied, das Gefängnis ist mit Betreuung kostenlos.
Pflegeheim kostet für gesetzlich Versicherte inzwischen 3000 Euro und mehr Zuzahlung monatlich in Dt.
Kosten steigend

@Sir_Pogi Wer hat den Jet gechartert: Interpol oder die philippinische Regierung?

Das würde ich auch gerne wissen.

Das gefällt mir und dem größten Teil in unserer Verwandtschaft, Freundes- und Bekanntenkreis niemanden und wir stehen hinter Rodrigo Duterte.

Was mich beunruhigt ist, dass diese Einlage, weil man die Dutertes aus dem Wahlvorgang in 2028 heraushaben will, das gesamte Land spalten könnte. Nicht umsonst ist der gesamte philippinische Polizeiapperat in erhöhtem Alarmzustand.

Das habe ich bei meiner Ankunft in 1976 bis 1981 hautnah miterlebt. Allerdings fand ich es als Ausländer gar nicht so schlimm, denn man hatte wenig damit zu tun.

Da waren dann später nach meiner Umsiedlung auf Mindanao militärische Straßensperren schon eher behindernt und auch beeindruckend, die zum Teil auch heute noch andauern, aber mit wesentlich freundlicheren Soldaten als damals.

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Ich denke, es geht hier um viel mehr als Wahlen, also um Nord gegen Süd, eine Auseinandersetzung der Clans, die es mit Sicherheit aber auch gibt.

Inwieweit ökonomische Interessen der Philippinen, und damit die Interessen aller Clans involviert sind, wird sich auch noch in der Zukunft zeigen

Hier ein Artikel aus der Manila Times (sollte man besser genau lesen):

Dutertes Verhaftung: Eine Abrechnung mit der Justiz

Die Verhaftung des ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte hat Schockwellen im Land und in der Welt ausgelöst. Jahrelang vermittelte Duterte das Bild der Unbesiegbarkeit und schirmte sich durch Angeberei, politische Allianzen und juristische Manöver ab. Doch nun, da ihm durch die Zusammenarbeit von Interpol und der philippinischen Nationalpolizei ein Haftbefehl zugestellt wurde, muss er die rechtlichen Konsequenzen seiner umstrittenen Präsidentschaft und insbesondere seines gewaltsamen Krieges gegen Drogen tragen.

Nach seiner Verhaftung wurde Duterte nach Den Haag gebracht, wo er in Untersuchungshaft gehalten wird, während das Verfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) fortgesetzt wird. Diese Entwicklung unterstreicht das Gewicht der gegen ihn erhobenen Vorwürfe und die wachsende internationale Entschlossenheit, führende Politiker für Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft zu ziehen.

Eines der Hauptargumente von Dutertes Anhängern war die Behauptung, dass der IStGH in diesem Fall nicht zuständig sei. Dieses Argument hält jedoch einer genaueren Prüfung nicht stand. Es stimmt zwar, dass der IStGH idealerweise nur dann tätig wird, wenn ein Land nicht in der Lage oder nicht willens ist, Verbrechen innerhalb seiner Gerichtsbarkeit zu verfolgen, doch die Realität auf den Philippinen ist komplexer. Dutertes Austritt der Philippinen aus dem IStGH entbindet ihn nicht von der Verantwortung für Taten, die vor dem Datum des Austritts begangen wurden.

Die Regierung mag in der Lage sein, Duterte strafrechtlich zu verfolgen, aber die Opfer sind nicht bereit, innerhalb des philippinischen Justizsystems Klage zu erheben. Für viele Opfer von Dutertes Krieg gegen die Drogen bieten die örtlichen Gerichte keine Möglichkeit, vor Gericht zu gehen. Die Angst vor Vergeltung, Zweifel an der Unabhängigkeit der Justiz und die tief verwurzelte Kultur der Straflosigkeit haben sie dazu veranlasst, sich stattdessen an den Internationalen Strafgerichtshof zu wenden.

Darüber hinaus waren Behörden wie das Justizministerium, die philippinische Nationalpolizei und der Ombudsmann während Dutertes Amtszeit - die motu proprio Ermittlungen hätten durchführen und Verfahren gegen Duterte einleiten können - nicht in der Lage oder nicht willens, dies zu tun. Dies veranlasste den IStGH zu dem Urteil, dass die Philippinen es versäumt haben, echte inländische Ermittlungen zu Dutertes Handlungen durchzuführen.

Darüber hinaus erlaubt Abschnitt 17 des Republic Act 9851 den Philippinen, auf ihre Zuständigkeit zugunsten internationaler Gerichte zu verzichten. Dies entkräftet das Argument, dass die Beteiligung des IStGH unrechtmäßig ist.

Eine weitere Behauptung, die von Dutertes Verteidigern vorgebracht wird, ist, dass die Philippinen, da sie nicht mehr Mitglied des IStGH sind, auch nicht an dessen Haftbefehle gebunden sein sollten. Dieses Argument lässt jedoch eine entscheidende Tatsache außer Acht: Die Philippinen sind nach wie vor Mitglied von Interpol.

Der IStGH hat den Haftbefehl zwar ausgestellt, aber Interpol hat ihn mit Unterstützung der philippinischen Nationalpolizei vollstreckt. Dutertes Austritt aus dem IStGH hat die Verbindungen der Philippinen zu internationalen Strafverfolgungsbehörden nicht gekappt. Diese Tatsache unterstreicht ein bedeutendes Versäumnis von Duterte und seinen Rechtsberatern, als sie den Austritt des Landes aus dem IStGH vorbereiteten. Sie haben nicht bedacht, dass andere internationale Mechanismen wie Interpol immer noch genutzt werden können, um die Rechenschaftspflicht durchzusetzen.

Darüber hinaus hat die philippinische Regierung trotz ihrer früheren Erklärungen, nicht mit dem IStGH zusammenzuarbeiten, ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Interpol bekräftigt. Diese Position ist rechtlich einwandfrei, da die Aufgabe von Interpol nicht darin besteht, Haftbefehle des IStGH zu vollstrecken, sondern die internationale Zusammenarbeit bei der Festnahme von Personen mit anhängigen Strafanzeigen zu erleichtern. Bei der Verhaftung Dutertes handelt es sich also nicht um einen Fall, in dem der IStGH den Philippinen seinen Willen aufzwingt, sondern um eine rechtmäßige Maßnahme, die im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit bei der Strafverfolgung durchgeführt wird.

Duterte baute seine politische Persönlichkeit auf einer harten Haltung gegenüber der Kriminalität auf und tat rechtliche Konsequenzen oft als bloße Unannehmlichkeiten ab. Seine Entscheidung, die Philippinen aus dem Internationalen Strafgerichtshof auszutreten, wurde weitgehend als Versuch gewertet, sich vor einer möglichen Strafverfolgung zu schützen. Dieser Schritt scheint jedoch spektakulär nach hinten losgegangen zu sein.

Wären die Philippinen Mitglied des IStGH geblieben, hätte Dutertes Anwaltsteam möglicherweise mehr Einfluss auf die Aushandlung von Kooperationsbedingungen oder die Anfechtung des Prozesses innerhalb des Systems gehabt. Indem er die Beziehungen zum IStGH abbrach, untergrub Duterte effektiv jeden formellen diplomatischen oder rechtlichen Weg, um seine Strafverfolgung auf internationaler Ebene anzufechten. Schlimmer noch, seine Regierung hat die Rolle von Interpol nicht berücksichtigt, das unabhängig vom IStGH agiert, aber nach wie vor ein mächtiger Mechanismus für die grenzüberschreitende Strafverfolgung ist.

Die Verhaftung von Duterte und seine Überstellung nach Den Haag ist mehr als nur eine juristische Angelegenheit. Sie ist ein entscheidender Moment für die philippinische Demokratie. Sie signalisiert, dass kein Führer, egal wie mächtig, über dem Gesetz steht. Die Nation steht nun vor einer entscheidenden Prüfung: Wird das Gerichtsverfahren ohne ungebührliche politische Einmischung ablaufen können, oder werden Dutertes Verbündete versuchen, die Rechtsstaatlichkeit zu untergraben, um ihn zu schützen?

Die internationale Gemeinschaft beobachtet genau, wie die Philippinen mit diesem historischen Fall umgehen. Wenn sich das Land an die Rechtsstaatlichkeit hält und der Gerechtigkeit ihren Lauf lässt, wird es eine deutliche Botschaft aussenden, dass Straflosigkeit nicht länger toleriert wird. Gelingt es dagegen Dutertes Verbündeten, den Prozess zu behindern, wird dies den Eindruck verstärken, dass die Philippinen weiterhin in politischer Anpassung und schwacher Rechtsstaatlichkeit gefangen sind.

Die Verhaftung Dutertes ist ein wichtiger Meilenstein im Kampf der Philippinen um Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht. Auch wenn die Rechtmäßigkeit seiner strafrechtlichen Verfolgung in politischen Kreisen von Fachleuten und Analysten diskutiert werden mag, bleiben die Fakten eindeutig. Die Zuständigkeit des IStGH wurde durch die Handlungen der Opfer und das Versäumnis der Regierung, Ermittlungen anzustellen, wirksam anerkannt, die Verhaftung erfolgte über rechtmäßige internationale Strafverfolgungskanäle, und Duterte selbst konnte die Folgen seiner eigenen Entscheidungen bezüglich des IStGH und Interpol nicht vorhersehen.

In diesem Fall geht es nicht nur um Duterte, sondern um die Zukunft der philippinischen Demokratie. Es geht darum, zu bekräftigen, dass kein Staatsoberhaupt ungestraft handeln kann und dass der Gerechtigkeit Genüge getan werden muss, egal wie lange es dauert. Ob dieser Moment zu echter Rechenschaftspflicht oder zu politischem Aufruhr führt, wird davon abhängen, ob sich die Institutionen und die Bevölkerung für die Wahrung der Rechtsstaatlichkeit einsetzen.

Im Moment befindet sich Duterte, der einst unantastbare starke Mann, in einer Position, die er sich wahrscheinlich nie hätte vorstellen können: in der Obhut des Gesetzes, das er so oft missachtet hat. Der Weg nach vorn wird jedoch nicht einfach sein.

Duterte's arrest: A reckoning for justice | The Manila Times

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Hier der Link zur offiziellen Presseinformation des ICC zur Verhaftung des früheren Präsidenten der Philippinen, Duterte, den Gründen und das weitere Verfahren:

https://www.icc-cpi.int/news/situation-philippines-rodrigo-roa-duterte-icc-custody

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Das dies der falsche Partner war, sehe ich und viele andere allerdings anders.

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Wer sehen möchte, wie es weiter geht mit dem (neuen) Knacki dort, der kann seine Premiere auf der ICC-Bühne heute Abend live mitansehen.

https://www.icc-cpi.int/news/mr-rodrigo-roa-dutertes-initial-appearance-scheduled-14-march-2025-practical-information

14 Uhr Ortszeit, 21 Uhr phil. Zeit

Die Übertragung ist aber wohl einige Minuten zeitverzögert

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Während das Flugzeug, das den ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte nach Den Haag brachte, von der philippinischen Regierung finanziert wurde, muss er alle anderen Kosten, einschließlich der Anwaltskosten, selbst tragen.

Meine Meinung zu dieser Finanzierung:

Ich habe gestern etwas recherchiert.

  • Eigentlich müsste der ICC (also die Mitgliedsländer) für alle Transportkosten aufkommen, dies geht aus einigen Stellen hervor, allerdings habe ich in allen Dokumenten diese Finanzierung NICHT explizit finden können.
  • Wäre das so, ist die Finanzierung durch die Philippinen schon ungewöhnlich, es sei denn es geht um ihre damalige Mitgliedschaft … Ich dachte eher, dass das von Gemeinschaftskonten finanziert werden würde?
  • Auch dass er „alle anderen Kosten“ selber tragen muss, halt ich für nicht richtig. Anwaltskosten: ja

Aber wer weiß das schon alles?

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Ein paar Gedanken von mir zu den aktuellen Geschehnissen um Duterte und wie wir damit hier im Forum umgehen.

Grundsätzlich sehe ich es nicht als Problem an, dass wir hier dazu etwas diskutieren. Wir sollten dabei verschiedene Standpunkte respektieren und freundlich bleiben. Auch sollten extreme Äusserungen eher draußen bleiben, wir müssen andere Teilnehmer nicht emotional triggern.

Und ja, wir „dürfen“ in der angesprochenen Form auch auf einer Platform wie dieser zu philippinischer Politik diskutieren. Politischen Aktionismus betreiben wir hier aber nicht. Das ist die feine Linie, die nicht jeder versteht. Warum sage ich das?

Natürlich auch, weil es auf anderen Platformen (ohne konkret werden zu müssen… :wink: ) oft als Totschlagsargument gebracht wurde, dass Ausländer nicht über die Politik der Philippinen sprechen dürfen („Sind nur Gäste hier“). Kompletter Quatsch! Wenn es freundlich und ohne Beleidigung abläuft, dann darf man das sehr wohl. Wir fahren hier ja keine politischen Kampagnen und mischen uns nirgendwo ein.

Diskussionen bewusst ausblenden, ist dagegen schon eher eine Kampagne. Zumal, wenn dann stattdessen Themen breitgetreten werden, die nix mit den Philippinen zu tun haben… Auch das kennen wir ja von anderen Platformen, früher offen, heute verdeckt.

Wir sprechen hier über die Philippinen, offen und ehrlich, freundlich und mit Respekt. Und deshalb will ich gerne das ganz Spektrum hören, von @suroy-suroy bis @Prinzenrolle, und von Allen dazwischen und außerhalb. Die Meinung jedes Mitglieds ist wertvoll, wenn sie freundlich und mit Respekt vorgetragen wird.

Bisher klappte das schon gut, versuchen wir es weiter.

Meine persönliche Geschichte zu diesem Thema folgt in einem weiteren Beitrag.

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Wer kann Duterte rechtlich vor dem ICC vertreten ?

Inmitten des Rechtsstreits des ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte mit dem Internationalen Strafgerichtshof stellt sich die Frage, wer ihn während des Prozesses wegen seiner angeblichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vertreten wird.

Laut Kristina Conti, Assistentin der Rechtsabteilung des IStGH, kann Duterte nicht von irgendeinem Anwalt vertreten werden, da dieser vom Strafgerichtshof selbst akkreditiert sein muss. Rechtsanwalt Joel Butuyan, einer der fünf philippinischen ICC-akkreditierten Anwälte, fügte hinzu, dass Duterte die Möglichkeit habe, sich selbst vor dem Gericht zu vertreten.

Unter den weltweit 400 vom IStGH zugelassenen Anwälten gab es noch keinen philippinischen Anwalt der vor dem IStGH stand.

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Video der Sitzung vom 14/03/2025

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Ist das so? Denn:

Artikel 59
Festnahmeverfahren im Gewahrsamsstaat

(1) Ein Vertragsstaat, dem ein Ersuchen um vorläufige Festnahme oder um Festnahme und Überstellung zugegangen ist, ergreift sofort Maßnahmen zur Festnahme der fraglichen Person in Übereinstimmung mit seinen Rechtsvorschriften und mit Teil 9.

Der Status des Vertragsstaates besteht nicht.
In dem Fall müsste die Regierung dann doch ausliefern.
Ergo es ist wahrscheinlich das dieses der Fall war!

@Andy … kann dir nicht ganz folgen … ich rede eigentlich von den Transportkosten, also wer die übernimmt?

Laut Philippine Star zahlt der der philippinische Staat für den Flug, für alle anderen Aufwendungen kommt der Staat nicht auf. Andere Medien berichten mehr oder weniger das Gleiche.

Habe ich ja oben auch geschrieben, allerdings habe ich auch andere Infos gefunden.

Ups, hatte ich übersehen.