Erfahrungen auf Nordluzons Strassen

Wieder einmal war ich einige Tage auf den Straßen Nordluzons unterwegs. Wieder gab es Reifenplatten. Das Mietauto von Avis in Angeles City war ein Vios Automatic Upgrade.

Auf den Expressways Tplex/Nlex werden nun elektronische Tags (RFID von Autosweep oder Easytrip) benutzt. Unser Mietwagen war auch damit ausgestattet, sodass wir immer schnell durch die Mautstellen kamen. Zu meiner Zeit war kaum Verkehr auf dem Expressway.

Sobald man die Autobahn verlässt, wird es „lokaler”. Das Tempo wird deutlich langsamer. Oft muss man geduldig hinter einem beladenen Lkw oder Tricycle herfahren, bis eine Lücke zum Überholen entsteht. Im Schnitt schafft man allerhöchstens noch 50 km/h.

Der Verkehr auf den philippinischen Straßen verlangt eine sehr defensive und vorausschauende Fahrweise. Es geht kunterbunt drunter und drüber. Der Mix aus Lastwagen, Bussen, Vans, Tricycles, Autos und neuerdings langsamen E-Carts ist allgegenwärtig. Quirlig kommen sie aus allen Richtungen und suchen ihr eigenes Ziel. An das links und rechts Überholen, oft gleichzeitig, muss man sich erstmal gewöhnen.

Nachtfahrten habe ich wie immer strikt vermieden.

In die Infrastruktur wird investiert. In Gebieten wie La Union (San Fernando) werden aktuell Bypass-Straßen fertiggestellt, um die verstopften Stadtzentren zu umfahren. Die Straßenqualität bleibt trotz Neubau nur mittelmäßig. Ich bin den San Juan Bypass mehrmals abgefahren. Trotz der kürzlichen Freigabe ist er in keinem guten Zustand. Sollte der gesamte Bypass von Bauang nach San Juan fertiggestellt sein, beginnen die Reparaturen an Teil 1 (SFLU nach San Juan).

Gerade SFLU ist an verschiedenen Kreuzungen der Wahnsinn. Ich verstehe nicht, warum man da nicht anders vorgeht. Es herrscht keine Regel außer: Der Erste ist vorne. Wer nicht fährt, hat verloren. Wenn ein Verkehrsagent herumwerkelt, verstehe ich nicht, was er eigentlich will.

Der Candon-Bypass ist angenehmer als das Zentrum.

Zebrastreifen gibt es innerorts genug, aber nur die wenigsten lassen Fußgänger gefahrlos die Straße überqueren.

Ab Ilocos Sur wird der Verkehr auf dem Marcos Highway deutlich ruhiger, in Ilocos Norte ist es dann schon sehr entspannt.

Eigentlich wollte ich nach Sagada, aber laut Google Maps war die Straße häufig teilweise gesperrt, also ließ ich das bleiben. Nach Baguio nahm ich den Bus.

Obwohl die meisten Autofahrer vernünftig unterwegs sind, gibt es einige, die nach eigenen Gesetzen fahren. Nun gut, bei defensiver Fahrweise stellt man sich auf diese Kaste ein, schließlich hat man Rückspiegel.

Die Motorradfahrer bleiben eine Herausforderung, sie quetschen sich überall rein.

Vor meiner Fahrt habe ich mir die Verkehrsschilder wieder einmal etwas genauer angeschaut – in der Theorie. In der Praxis sieht das schon anders aus. Außer „Road works ahead” gibt es da wenig zu bestaunen.

Es gab nur wenige PNP-Checkpoints, meistens an der Provinzgrenze.

Auffällig sind die vielen Vulcanizer-Shops an den Straßenrändern. Nach Gesprächen mit lokalen Fahrern musste ich jedoch erkennen, dass alle das gleiche Schicksal teilen, nämlich häufiger Reifenwechsel. In Laoag hat mir jemand erzählt, dass er in den letzten Wochen mehrere Reifenpannen mit dem Hilux hatte.

Fazit:

Alles wie gehabt. Zum Glück blieb ich von Unfällen verschont. Ich werde bei möglichen neuen Reisen aber nicht mehr Selbstfahrer sein. Das hat weniger mit der Verkehrssituation zu tun, sondern eher mit der Historie der Reifenpannen. Ich fühlte mich etwas eingeengt, da ich ständig mit Pannen rechnete. Diese Erfahrung aus mehreren Reisen reicht mir eigentlich.

Automiete in Angeles City? (Februar/März 2026)

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Reifenpannen hatte ich vor vielen Jahren auch gelegentlich, aber seit längerer Zeit nun nicht mehr.
Ob es mit den Reifen zusammen hängt?
Die billigen Gebrauchtwagen und geliehene Fahrzeuge älteren Datums hatten auch entsprechende Reifen.
Der vorletzte Wagen hingegen war fast neuwertig mit Markenreifen, da hatte ich in 10 Halbjahren 1 bis 2 Pannen und nur 2 Reifen neu gekauft.
Der jetzige Wagen ist wieder fast neu gekauft mit Markenreifen und hatte in 5 Fahrmonaten noch keine Panne, trotz Fahrten in die abgelegene Provinz.
Ich kontrolliere regelmäßig den Luftdruck und fülle mit einer Fußpumpe auf, falls nötig.

Autofahren in Phils ist anders als in Deutschland.
Man gewöhnt sich aber daran.
Ein Ärgernis sind die Mopedfahrer, die keinerlei Ängste zu kennen scheinen.
Mir wäre es ja egal, wenn die ihre Knochen kaputt fahren, aber Schäden an meinem Auto können die dann nicht bezahlen.
Die Ärztin im Krankenhaus fragte, wie ich angereist sei. Auf meine Antwort, gefahren, rief sie „doch nicht mit dem Moped?“ Sie hätten so viele Verletzte im Krankenhaus.

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Diese Einstellung teile ich. Die können zerschellen wie und an wem sie wollen, aber bitte nicht mir den Tag versauen. Das Problem ist, dass Du bei einem Unfall mit den Idioten immer dran bist - nicht als Foreigner, sondern als Autofahrer. Es gibt den aktuellen Fall von jemandem, der seinen Truck geparkt(!) hatte und eine besoffene Mopedfahrerin ohne Licht ist reingekracht und gestorben. Der Typ sitzt jetzt noch im Bau.

Ich hatte hier mehr Probleme (3) als in Deutschland (1), aber: einmal hat der Bub das an nem rausstehenden Flachstahl aufgeschlitzt (neuer Reifen), zweimal war es eine Schraube (vulkanisiert). Momentan habe ich einen schleichenden Platten, das lasse ich nächste Woche mal untersuchen. Aber die Reifen fahren sich schneller ab, ich habe nach 3,5 Jahren einen komplett neuen Satz aufgezogen.

Ich habe Nexen drauf, das sind die billigen Koreaner (aber Erstausstattung auf der Karre), die taugen. Von Reifen vom Schlage „Comforser“ oder „Linglong“ (mittlerweile Erstausstattung bei VW in Deutschland) lasse ich tunlichst die Finger.

Du glaubst doch nicht, dass sich irgendjemand an die hält. Jeder geht über die Strasse, wo er grad ist. Nur keinen Meter mehr laufen als irgend nötig. Man hebt die Hand und läuft los. „For we walk on faith, not by sight“ (2. Korinther 5,7)

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In den letzten Jahren ist da tatsächlich ein Fortschritt in der Form erkennbar, dass gelegentlich auch mal jemand anhält, wenn Leute am Überweg stehen.
Ich versuche da ein Beispiel zu sein, ärgere mich dann aber, dass ich überholt werde von Kamikazemopeds und denke, dass ich Leute sogar in Gefahr bringe, wenn ich sie über die Straße lasse.
Die grenzenlose Faulheit regt mich immer noch auf.

Genau das waren auch meine Gedanken … :scream:

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