Ein Tauchsafarischiff auf den Tubbataha-Riffen auf Grund gelaufen

Die Tubbataha-Riffe in der Sulu-See gelten als eines der spektakulärsten Tauchgebiete der Welt. Das UNESCO-Weltnaturerbe vor der Küste Palawans zieht jedes Jahr Taucher aus aller Welt an, die die unberührten Korallenriffe, Großfische und die einzigartige Artenvielfalt erleben möchten. Umso größer war die Aufmerksamkeit, als Mitte Juni 2026 ein bekanntes philippinisches Tauchsafarischiff auf den Riffen havarierte.

Nach Angaben der Parkverwaltung lief die M/Y Philippine Siren 2 am frühen Morgen des 14. Juni 2026 gegen etwa 2 Uhr auf Grund. Der Unfall ereignete sich am Tauchplatz Bird Islet im nördlichen Bereich des North Atoll innerhalb des Tubbataha Reefs Natural Park.

Ersten Berichten zufolge könnten plötzlich auftretende starke Windböen im Zusammenhang mit einer Gewitterfront beziehungsweise einer Squall-Linie zu dem Vorfall beigetragen haben. Solche Wetterphänomene können selbst erfahrene Kapitäne überraschen, insbesondere in den Nachtstunden, wenn Sicht und Orientierung eingeschränkt sind.

Besonders positiv hervorgehoben wurde die schnelle Hilfe anderer Tauchsafarischiffe in der Region. Die Liveaboards „Resolute“ und „Solitude One“ reagierten umgehend und unterstützten bei der Evakuierung von Passagieren und Besatzung. Dank des koordinierten Einsatzes konnten alle Gäste sicher auf andere Schiffe gebracht und anschließend nach Puerto Princesa auf Palawan zurücktransportiert werden.

Auch die philippinische Küstenwache war kurz nach dem Unfall vor Ort. Gemeinsam mit den Rangern des Meeresschutzgebietes und den Betreibern weiterer Tauchsafarischiffe überwacht sie seitdem die Lage. Vorrang haben dabei die Stabilisierung des Schiffes sowie Maßnahmen zur Vermeidung von Umweltverschmutzungen. Insbesondere Treibstoff und Schmierstoffe an Bord stellen in einem so sensiblen Ökosystem ein erhebliches Risiko dar.

Nach Angaben der Verantwortlichen laufen die Vorbereitungen zur Entfernung von Treibstoff und Öl sowie für die spätere Bergung und das Abschleppen des Schiffes. Zusätzlich stehen Katastrophenschutzbehörden der Provinz Palawan und Mitarbeiter des Palawan Council for Sustainable Development bereit, um die Arbeiten zu unterstützen.

Für die Tauchergemeinschaft auf den Philippinen besitzt der Vorfall besondere Bedeutung. Die Tubbataha-Riffe sind eines der am strengsten geschützten Meeresgebiete des Landes. Bereits kleinere Grundberührungen können an Korallenriffen Schäden verursachen, deren Regeneration viele Jahre oder sogar Jahrzehnte benötigt. Entsprechend genau werden die Auswirkungen auf die Umwelt untersucht werden.

Die Philippine Siren 2 ist in der philippinischen Tauchsafari-Szene kein unbekanntes Schiff. Viele Taucher haben mit ihr bereits die Tubbataha-Riffe oder andere berühmte Tauchgebiete des Landes besucht. Auch in Dauin auf Negros Oriental ist das Schiff gelegentlich anzutreffen, wenn es auf seinen Routen Zwischenstopps einlegt oder Taucher aufnimmt beziehungsweise absetzt. Dadurch hat der aktuelle Vorfall für manche Taucher und Anwohner eine besonders persönliche Note.

Der Unfall zeigt einmal mehr, wie wichtig professionelle Zusammenarbeit und schnelle Hilfe auf See sind. Gleichzeitig erinnert er daran, dass selbst moderne Schiffe und erfahrene Crews den Naturgewalten nicht immer gewachsen sind. Für die Verantwortlichen des Tubbataha Reefs Natural Park steht nun neben der sicheren Bergung des Schiffes vor allem der Schutz eines der wertvollsten Korallenriffe der Welt im Mittelpunkt.

Weitere Informationen und Updates finden sich im Originalbeitrag der Verwaltung des Tubbataha Reefs Natural Park.

Tubbataha Reefs Natural Park and World Heritage Site

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