Echte Tomatensauce in der Krise

Ein Amerikaner in Sagada berichtet:

"Eine kleine Sagada-Geschichte… Heute vor einer Woche veröffentlichte die Seite RADYO Sagada 104.7 FM einen Artikel über Tomaten, die nicht geerntet auf den Feldern lagen, weil die Käufer nur 10 P10/kg zahlten und sich die Ernte mit den Transportkosten noch nicht lohnte. Das ist hier leider so ziemlich eine jährliche Sache.

Ich erwähnte meiner Frau gegenüber, dass diese Tomaten leicht zu Tomatensauce verarbeitet und konserviert werden könnten. Sie sagte, ich solle Safe Pekas eine Nachricht senden und vorschlagen, daran zu arbeiten. Das habe ich getan. Sie sagte: „Lass uns das machen“. Am Abend dieses Tages hatte sie die Startkapitalfinanzierung gesichert und wir trafen uns, um die Dinge vorzubereiten.

Und so begab es sich, dass sich gestern, sechs Tage nach der Veröffentlichung, ein Dutzend Menschen mit 40 kg geretteten Tomaten, Säcken voller Zwiebeln und Knoblauch, Karotten und Sellerie, Oregano und Basilikum hinsetzten und lernten, wie man Tomatensauce zubereitet … die echte, nicht Del Monte. In der nächsten Sitzung geht es um die Konservierung: Das Zeug in Gläser verpacken und dabei auf Sterilität und Säuregehalt achten, denn Botulismus ist scheiße.

Wir werden das Problem nicht über Nacht lösen, aber es ist ein erster Schritt, um aus einer leicht verderblichen Ernte mit saisonalen Überschüssen ein langlebiges Mehrwertprodukt zu machen. Und vielleicht ein Ende der Tomatenfäule auf den Feldern. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben… vielleicht kommen noch Sauerkraut und Dillgurken!"

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Der Anteil unreifer Tomaten ist zu hoch. Behaupte ich einfach mal als Fachfrau für Tomatensauce :innocent:

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Eventuell sind es nicht genau die verwendeten Tomaten im Bild, auch wenn es zeitlich und örtlich passt. Deshalb bitte Bild nicht über Inhalt setzen… :wink:

Die Aktion finde ich gut, weil man versucht, etwas Lokales auf die Beine zu stellen und sich von den üblichen Wegen zu trennen und nicht mit Großkonzernen zusammenzuarbeiten. Deshalb sehe ich das positiv und möchte das nicht abwerten.

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Für die Philippinen ist das ein ansehnlicher Anteil an reifen Tomaten!!!

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Ich will das Projekt keinesfalls schlechtreden. Ich finde es super, wenn man aus dem, was lokal vorhanden ist, etwas Gutes kocht. Entspricht ganz meiner Einstellung, regional, saisonal, gesund und lecker.
Sehr gut wäre es dazu, wenn, entgegen dem philippinischen Geschmack, Zucker nur als Gewürz verwendet wird und nicht als eine Hauptzutat :angry:

Entwarnung… :grimacing:
Ich habe bei dem mir gut bekannten Verfasser nachgefragt und… es waren nicht diese Tomaten! Die arme Sauce könnte auch besonders strengen Maßstäben gerecht werden… :rofl:

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Wenn es nicht die Tomaten auf dem Bild sind, will ich nichts gesagt haben :wink:

Ich koche halt jedes Jahr bis zu 30 Liter Sauce aus meinen Tomaten und bilde mir ein, dass ich weiss, wie man, oder frau :laughing:, eine gute Sauce kocht. Merke das auch an der Reaktion meiner Nachbarn und Freunde, sind alle begeistert, nicht nur aus Höflichkeit.
Aus meiner Erfahrung heraus sollte dein Bekannter vorsichtig beim Sellerie sein, ein Zuviel macht sich unangenehm bemerkbar. Auch Vorsicht beim Oregano. Ich nehme zusätzlich noch Thymian, Rosmarin und Liebstöckel aus dem Garten. Ob so etwas dort wächst, k.A.
Ich fülle die Sauce in saubere Schraubgläser ab. Beim Abfüllen lasse ich die Sauce leicht weiter köcheln. So ist auch der letzte Rest im Topf heiss genug, um noch evtl. vorhandene Keime zu vernichten.. Auf den Säuregehalt habe ich allerdings noch nie geachtet.

Vielleicht magst du ja deinem Bekannten anerkennende Grüße von einer deutschen Tomatenverrückten übermitteln.

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Das kann ich bestätigen. Ich durfte ja bereits ein Glas von der Sauce mit nach Hause nehmen.

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Leider war ja die Ladekapazität deines Mopeds so begrenzt, hätte dir gerne noch mehr mitgegeben.