Durchbruch beim Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Philippinen

Aus dem Artikel Manila Bulletin, 22/09/2026


Die Philippinen und die Europäische Union (EU) haben nach jahrelangen Verhandlungen eine substanzielle Einigung über ein bilateralen Freihandelsabkommen (FTA) erzielt. Dies gaben Handelsministerin Cristina Roque und der EU-Kommissar für Handel, Maroš Šefčovič, am 22. September bekannt. Nach Angaben des EU-Botschafters auf den Philippinen, Massimo Santoro, sind alle wesentlichen politischen Eckpunkte geklärt, sodass in den kommenden Monaten die rechtliche Überprüfung folgt und die finale Unterzeichnung für das nächste Jahr geplant ist.

Das Abkommen verspricht den philippinischen Exporteuren einen zollfreien und präferenziellen Zugang zu einem europäischen Markt mit fast 450 Millionen einkommensstarken Verbrauchern. Es geht damit deutlich über das bisherige Allgemeine Präferenzsystem Plus (GSP+) hinaus, das bislang zollfreien Zugang für 6.274 Produkte gewährte. Neben dem klassischen Waren- und Dienstleistungshandel deckt das Freihandelsabkommen umfassende Bereiche ab, darunter Investitionen, öffentliches Beschaffungswesen, digitalen Handel, geistiges Eigentum sowie Vorgaben für nachhaltige Lebensmittelsysteme und nachhaltige Entwicklung. Ziel ist es, die Handelsbeziehungen zu diversifizieren, Lieferketten zu stärken und faire, verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen, Landwirte und Verbraucher zu schaffen.

Die Verhandlungen begannen ursprünglich im Dezember 2015, wurden jedoch 2017 aufgrund von Menschenrechtsbedenken unter der damaligen philippinischen Regierung ausgesetzt. Nach der offiziellen Wiederaufnahme im Jahr 2024 brachten sechs Verhandlungsrunden den Durchbruch.

Wirtschaftsverbände zeigten sich erfreut über den Verhandlungsabschluss. Die Europäische Handelskammer der Philippinen (ECCP) betonte, dass das Abkommen die Rolle des Landes als zentraler Knotenpunkt für europäische Investitionen im indopazifischen Raum festige. Geschäftsführer Florian Gottein rief die Politik dazu auf, die Dynamik für eine rasche Ratifizierung zu nutzen.

Der EU-ASEAN-Wirtschaftsrat hob hervor, dass ein stabiles, regelbasiertes Handelsumfeld geschaffen werde, das europäische Unternehmen zu Investitionen und zur Integration der Philippinen in regionale Lieferketten anreize. Gleichzeitig sieht der Verband der philippinischen Industrie (FPI) in dem Abkommen eine große Chance für die heimische Wirtschaft: Die Anpassung an die hohen europäischen Standards bezüglich Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit werde den phillippinischen Fertigungssektor modernisieren und seine globale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken.

https://mb.com.ph/2026/09/22/eu-philippines-free-trade-pact-reaches-breakthrough

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Bisher war eine Forderung der EU, daß die Philippinen wieder in den „Römisches Statut des Internationalen Strafgerichtshofs“ eintreten.
Darüber steht in dem Artikel leider nicht, ob die EU jetzt auf diese Forderung verzichtet, oder versprechen die Philippinen wieder einzutreten.

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Im Zeitalter der „Orange“ fallen wohl solche Forderungen dann doch unter den Tisch, da der Ausbau stabiler weiterer Handelsbeziehungen als wichtiger eingestuft wird.

UvdL trägt mir rhetorisch oft zu dick auf und viele Pläne lassen sich in einem politisch sehr diversen Europa nur schwer umsetzen.

Gleichzeitig arbeitet die EU-Verwaltung in den letzten Jahren auch bei den grossen Deals ziemlich effizient.

Und wer die Herausforderungen für Europa zwischen den immer egoistischer auftretenden Blöcken China und USA verstanden hat, der freut sich auch darüber.

Dieses Abkommen mit den Philippinen ist ein wichtiger und richtiger Schritt!:+1:

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