Diogenes - Private Charity

Die Rubrik geht ja glaube ich zumindest ein Stück weit mit auf meine Aktivitäten bzw. Berichte über Charity auf den Philippinen zurück.

Meine eigene kleine Charity ist wie an anderer Stelle bereits beschrieben kein Verein, sondern eine rein private Initiative ohne eigene Rechtspersönlichkeit. Das hat Vor- und Nachteile, auf den Philippinen wie hier in DACH.

Nachteile sind sicherlich, dass man ohne (gemeinnützigen) Verein keine Spendenquittung (aka Zuwendungsbescheinigung) ausstellen kann und die Spenden insofern nicht von der Steuer absetzbar sind, was in gewisser Weise das Fundraising erschwert.

Vorteil ist u.a., dass man praktisch ganz ohne administrativen „Overhead“ flexibel reagieren kann, auch weil ich/wir hinterher keinem Finanzamt erklären müssen, warum wir eine bestimmte Person oder ein bestimmtes Vorhaben unterstützt haben.

Konkretes Beispiel: Am Sylvestersabend erhielt ich einen „Hilferuf“ von den Eltern eines Babys/Kleinkinds, das einen epileptischen Anfall hatte und sofort notärztlich versorgt werden musste. Am Sylvesterabend habe ich das auch nicht mehr hinbekommen aber am Neujahrstag konnte ich den Eltern zusagen, dass wir einen Großteil der Behandlungskosten (immerhin um die 10k Pesos - dokumentiert durch die Krankenhausrechnung) übernehmen können.

Ein anderes, hier auch schon angesprochenes Beispiel liegt in der konkreten „patenschaftlichen“ Hilfe, insbesondere von „special children“ mit Behinderung. Auch das bieten große Hilfsorganisationen auch an aber ich kann ggf. einen direkten Kontakt herstellen. Aktuell betreuen wir einen Jungen mit Encephalocele und ein Mädchen mit Hydrocephalos.

Lange Rede kurzer Sinn, so sehr ich den bisher hier genannten Vereinen die Aufmerksamkeit und auch ein zusätzliches Spendenaufkommen wünsche, vielleicht kann man die Rubrik auf „Vereine und Hilfsaktionen“ (oder wie auch immer) erweitern? :slight_smile:

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Eigenes Thema nun erstellt. Sollte der Titel nicht passen, bitte melden.

Ich habe die Bilder etwas arrangiert … :wink: … sieht besser aus

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Vielen Dank! Ich fände es halt gut, wenn es eine einheitliche „Tabelle“ als Übersicht über die unterschiedlichen Initiativen gäbe. Dass sich hier in erheblichem Umfang - egal für welches Projekt - Gelder akquirieren lassen, halte ich ohnehin eher für unwahrscheinlich. Es wäre aber dennoch hilfreich so als „one stop shopping opportunity“ zu erfahren, was es so lles gibt. :slight_smile:

Die Tabelle haben wir ja hier:grinning_face:

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Respekt, was du alles privat organisierst und Dein Engagement ist sicher vorbildlich. Aber externes Fund Raising ohne eine Organisation und Rechtsperson ist wirklich schwierig. An eine private Charity Geld zu geben, erfordert enorm viel Vertrauen und ist m.E. am besten im persönlichen Family & Friends Umfeld möglich.

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@Prof

Was das Vertrauen betrifft, da hast Du vollkommen recht. Aber die Leute, die meine kleine Charity unterstützen haben halt das Vertrauen zu mir. Das mag zum einen daran liegen, dass die meisten Unterstützer (die regelmäßigen „Donors“ kann ich zahlenmäßig inzwischen ohnehin an zwei Händen abzählen aber darauf kommt es nicht an) aus meinem Freimaurerumfeld kommen und vielleich auch daran, dass ich selber der größte Unterstützer des Projektes bin (ca. die Hälfte des Fundings kommt nachweislich aus meiner eigenen Tasche).

Bei den zwei „Patenschaften“ ist das insofern anders, als die „Donors“, wenn sie dies möchten (manch einer möchte auch im Hintergrund bleiben) über eine FB Messanger Gruppe direkten Kontakt zu den „Beneficiaries“ haben und insofern nicht nur sehen, wenn ich Geld sende, sondern auch wofür die Beneficiaries es ausgeben.

Last but not least kann ich zumindest jede einzelne Überweisung seit Beginn des Projekts 2020 in einer Exceltabelle nachvollziehen (wie auch die eingegangenen Spenden). Das Ganze entstand in Folge des ersten CoVid „Lock-Down“. Damals bekam ich einen „Hilferuf“ unserer Golf-Caddies aus Mexico, Pampanga, die von heute auf morgen komplett ohne Einkommen dastanden, da die Caddies ausschließlich von den Spielern bezahlt werden (ein Caddie bekommt zwischen 500,- und 1000,- Pesos pro Runde - ca. fünf Stunden, faktisch aber ein Arbeitstag - je nachdem wie großzügig der Spieler ist).

Damals haben wir für unsere Caddies in den ersten Monaten mehrere tausend Euro zusammenbekommen, z.B. dadurch, dass ich im Rahmen von Online-Präsentationen (das Logenleben lief ja in Folge von CoVid auch bei uns mehr oder minder ausschließlich „online“ ab) das Projekt auch überregional vorstellen konnte.

Später hat sich dann der Charakter des Projekts verändert und unsere Caddies können heute erfreulicher Weise wieder für sich selber sorgen. :slight_smile:

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