Man kennt ja den Begriff des „Trophy-Wifes“. Und so wie eine herumgezeigte Trophäe - so fühle ich mich gestern Abend ein wenig.
Ich habe ja selbst in meinem Leben einige Trophäen gesammelt, entweder für sportliche Wettkämpfe - lang, lang, sehr lange ist es her - oder diverse Trophäen von deutschen und internationalen Film- und Fernsehfestivals - aber selbst mal - jedenfalls gefühlt - so eine Trophäe zu sein, resp. sich so zu fühlen, dass war neu für mich.
Wie kam es dazu?
Maria fragte mich schon des öfteren die letzen Wochen, ob sie mal ihre besten Schulfreunde /freundinnen zu einem Dinner einladen könnte. Ich habe das immer ein wenig gewissentlich überhört, bin nicht so direkt auf das Thema eingegangen, denn es war erstens ja nicht abzusehen, an wie viele sie denkt, im Gegensatz war ja abzusehen, das dieses Dinner auf mein Budget gehen würde.
Nachdem es nun aber verstärkt aufkam, sagte ich ihr zu mit der Angabe: aber nicht über 10.
Ok und schon machte sie Pläne, das Restaurant AMOMA hier in Santa Barbara (ein richtig gutes philippinisches Restaurant - werde es demnächst hier gesondert vorstellen) war schnell ausgesucht und die Liste der 10 einzuladenden Schlulfreunde auch. Termin bestimmt und eingeladen.
So gestern Abend war es dann soweit. Wir hatten einen Tisch für 5 Uhr gebucht (ja hier sollte man früh sich treffen, da die meisten Restaurants schon um 20 oder 20:30 ihren last Call haben und spätestens um 21 Uhr schliessen.
Wir waren natürlich pünktlich da (meine Schuld), die anderen tröpfelten dann so ab 5:30 / 5:45 ein und erst gegen 18:15 waren alle versammelt.
Für ein paar - und alle sind so um die 45 - war es das aller erst mal in einem solchen Restaurant, entsprechen shy verhielten sie sich am Anfang auch. Aber das Eis war dann schnell gebrochen, das von uns vorbestellte Essen kam und die Atmosphäre wurde locker.
Die meisten Unterhaltungen waren natürlich in Hilligaynon und ich verstand nur manches, aber nach und nach und dann immer stärker kamen Fragen zu meiner Person auf.
Ich konnte dies nachvollziehen durch ihre Blicke oder den gespitzten Mund, der in meine Richtung zeigte, oder weil ich dann mehr und mehr auch in Englisch gefragt wurde.
Wo und wie wir uns getroffen haben, aus welchem Land ich komme, was ich so mache, wie groß ich bin, ob ich schon oft hier war, was ich von den Philippine und oder der Gegend hier halte, etc.
Dann wurde es immer lebhafter und die Fragen wurden auch direkter.
Warum ich Maria „gewählt“ habe und keine junge Filipina - indirekt somit unterschwellig halt auch die Frage : warum ich eine „dalagang lagas“ / bzw. " matandang dalaga" (auf deutsch: alte Jungfrau) - gewählt hätte und nicht ein sexy junges Biest.
Maria wurde immer lebhafter - man merkte sehr, wie gut es ihr tat, mich praktisch zu präsentieren - da scheint es noch alte Geschichten oder ChizMiz gegeben zu haben - werde mal in der Zukunft das langsam versuchen zu ergründen.
Dann wurde es langsam heiterer und ich wurde auch direkt von 2 der Frauen gefragt, ob ich vielleicht noch einen Freund hätte, der Interesse an einer Filipina hat. Ich antwortete im Scherz - schick mit dein Specifacation Sheet und ich werde einen finden. Antwort: AFAM and all big.
Großes Gelächter und noch mehr Geschnatter am Tisch aber immer wieder mit Blick in meine Richtung, bzw. den zugespitzten Mund und sie wurden alle sehr ausgelassen.
Gegen 20:30 war alles verputzt, es gag auch keine Möglichkeit mehr zu bestellen - somit wurde die Runde langsam aufgehoben, nur noch die Rechnung war offen.
Ich war positiv überrascht, es waren glatte 8.000 Peso (ca. 118 Euro) - in München hätte mich eine solche Runde in einem vergleichbaren Restaurant € 700 und mehr gekostet.
Hier noch ein paar (teilweise sehr schlechte aber dennoch zur Dokumentation ausreichende) Fotos:









