Das Wetter auf den Philippinen – mehr als Sonne und Regen


Dieses Titelbild wurde mit einer KI erstellt

Wer auf den Philippinen lebt oder das Land bereist, merkt schnell, dass das Wetter weit mehr ist als eine Frage der Temperatur. Windrichtungen, Monsune, tropische Tiefdruckgebiete und regionale Besonderheiten bestimmen den Alltag der Menschen. Sie beeinflussen die Landwirtschaft, die Fischerei, den Schiffsverkehr und manchmal auch ganz einfache Dinge wie den Weg zur Arbeit.

In einer kleinen Beitragsreihe wollen wir einige dieser Wetterphänomene näher betrachten. Was bedeuten die Begriffe Amihan und Habagat? Warum regnet es auf einer Insel, während auf einer anderen die Sonne scheint? Und weshalb können sich die Wetterverhältnisse innerhalb des Landes so stark unterscheiden?

Dabei soll es nicht nur um meteorologische Erklärungen gehen, sondern auch darum, wie sich das Wetter im täglichen Leben bemerkbar macht. Denn wer die Philippinen verstehen möchte, sollte auch wissen, welche Kräfte Himmel, Wind und Meer beeinflussen.

Wir beginnen mit dem Amihan, dem Nordostmonsun, der jetzt wieder die Wetterverhältnisse auf den Philippinen zu prägen beginnt.

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Amihan – Wenn der Nordostmonsun die Philippinen erreicht


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Ein Wechsel kündigt sich an

Nach den Monaten, in denen der Südwestmonsun Habagat vielerorts für feuchte Luft und kräftige Regenfälle gesorgt hat, verändert sich im Laufe des Oktobers und Novembers allmählich die Wetterlage auf den Philippinen. Die Winde drehen zunehmend auf Nordost. Damit kündigt sich der Amihan an, der Nordostmonsun, der gewöhnlich bis in die ersten Monate des folgenden Jahres hineinwirkt.

Der Wechsel erfolgt nicht überall gleichzeitig und auch nicht jedes Jahr nach einem exakt gleichen Zeitplan. Anfang Oktober 2026 erklärte der staatliche Wetterdienst PAGASA den Habagat offiziell für beendet. Der Beginn des Amihan wurde für die zweite Hälfte des Oktobers beziehungsweise den Übergang zum November erwartet.

Der Amihan ist damit nicht einfach eine weitere Regenzeit. Er bringt eine andere Windrichtung, verändert die Temperaturen und verteilt die Niederschläge innerhalb des Landes auf andere Weise.

Woher kommt der Amihan?

Die Philippinen liegen in den Tropen, sind aber zugleich in großräumige atmosphärische Windsysteme eingebunden. Während des Nordostmonsuns strömt Luft aus nordöstlichen Richtungen über das Land. Sie steht mit den saisonalen Druckverhältnissen über Ostasien und dem westlichen Pazifik in Verbindung.

Der Begriff Amihan bezeichnet auf den Philippinen diesen Nordostmonsun. Seine Winde werden häufig als kühler und trockener empfunden als die feuchte Luft des Habagat. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie überall trockenes Wetter bringen.

Auf ihrem Weg über das Meer nehmen die Luftmassen Feuchtigkeit auf. Treffen sie auf die östlichen Küsten und die Gebirge der Philippinen, kann die Luft zum Aufsteigen gezwungen werden. Dabei bilden sich Wolken, und es kann regnen.

So erklärt sich ein scheinbarer Widerspruch: Während der Amihan in manchen Landesteilen für angenehmere, trockenere Tage sorgt, kann er an anderen Orten gerade mehr Regen bringen.

Vom Norden über die Visayas bis nach Mindanao

Wenn vom Beginn der Amihan-Saison die Rede ist, entsteht leicht der Eindruck, der Monsun ziehe wie eine Wetterfront vom Norden des Landes bis in den Süden. Tatsächlich handelt es sich um eine großräumige saisonale Veränderung der Windverhältnisse, die sich regional unterschiedlich bemerkbar macht.


Bildnachweis: nicht zuzuordnender Facebook-Fund

Im Norden der Philippinen werden nordöstliche Winde häufig zuerst deutlich wahrgenommen. Besonders an exponierten Küsten kann das Meer rauer werden, und die Luft fühlt sich weniger schwül an. Mit der weiteren Entwicklung der saisonalen Wetterlage werden die Auswirkungen auch in den zentralen und südlichen Landesteilen spürbar.

In den Visayas hängt viel davon ab, welcher Küste eine Insel zugewandt ist, wie die Gebirge verlaufen und aus welcher Richtung der Wind auf das Land trifft. Auf Negros Oriental beispielsweise kann die Ostseite der Insel bei nordöstlichen Winden mehr Wolken und Niederschläge erleben. Gleichzeitig können andere Küstenabschnitte deutlich trockener bleiben.

Weiter südlich, auf Mindanao, gelten ähnliche Grundprinzipien. Auch dort beeinflussen Windrichtung, Küstenlage und Gebirge die Niederschlagsverteilung. Die Region ist jedoch nicht einfach eine verspätete Kopie des Wetters im Norden. Die örtlichen Verhältnisse können sich erheblich unterscheiden.

Der Amihan breitet sich also nicht in einer klaren Linie von Insel zu Insel aus. Vielmehr etabliert sich ein saisonales Windmuster, dessen Folgen in den verschiedenen Regionen unterschiedlich ausfallen.

Was verändert sich im Alltag?

Viele Menschen verbinden den Amihan mit einer angenehmeren Jahreszeit. Nach den besonders schwülen Monaten können die Temperaturen zeitweise etwas niedriger liegen, und die Luft fühlt sich weniger drückend an. Vor allem nachts und in den frühen Morgenstunden kann es angenehmer werden.

Doch auch hier lohnt sich ein genauer Blick. Auf den Philippinen bedeutet kühler nicht automatisch kühl im europäischen Sinn. An vielen Orten bleiben die Tage warm und die Luftfeuchtigkeit hoch. Zudem unterscheiden sich die Bedingungen zwischen Küste, Tiefland und höher gelegenen Gebieten.

Für Fischer und andere Menschen, die auf dem Meer arbeiten, spielt der Amihan eine besonders wichtige Rolle. Nordöstliche Winde können den Seegang an bestimmten Küsten deutlich verstärken. Fahrten mit kleinen Booten werden dadurch unter Umständen schwieriger oder gefährlicher. Auch Fährverbindungen können bei ungünstigen Bedingungen beeinträchtigt werden.

In der Landwirtschaft hängt vieles von der jeweiligen Region und den angebauten Pflanzen ab. Wo ausreichend Wasser vorhanden ist, können die veränderten Niederschlagsverhältnisse günstig sein. Wo es länger trocken bleibt, kann dagegen der Wasserbedarf zum Problem werden.

Und im Alltag? Da kann der Amihan ganz unspektakulär spürbar sein: Wäsche trocknet schneller, die Nächte fühlen sich angenehmer an, oder der Wind trägt mehr Wolken über die Küste. An anderen Tagen regnet es kräftig, obwohl die eigentliche Regenzeit vielerorts bereits nachlässt.

Amihan bedeutet nicht automatisch schönes Wetter

Eine verbreitete Vorstellung lautet, dass mit dem Amihan die trockene und angenehme Jahreszeit beginnt. Das trifft in vielen Gegenden teilweise zu, ist aber keine allgemeingültige Regel.

Die Philippinen bestehen aus zahlreichen Inseln mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen. Die östlichen Landesteile sind während des Nordostmonsuns häufig stärker dem feuchten Wind ausgesetzt. Westlich gelegene Regionen können dagegen längere trockene Abschnitte erleben.

Hinzu kommen weitere Einflüsse: tropische Tiefdruckgebiete, die Innertropische Konvergenzzone und andere Windströmungen können das Wetter zeitweise verändern. Auch während des Amihan sind kräftige Regenfälle möglich.

Deshalb ist es sinnvoll, zwischen der allgemeinen Jahreszeit und dem konkreten Wetter an einem bestimmten Ort zu unterscheiden. Der Monsun beschreibt ein großräumiges Muster – er ist keine Garantie dafür, dass es jeden Tag gleich bleibt.

Wie lange dauert die Amihan-Saison?

Der Amihan beginnt gewöhnlich im Oktober oder November und prägt die Wetterverhältnisse oft bis Februar oder März. Der genaue Beginn und das Ende werden vom staatlichen Wetterdienst PAGASA anhand der beobachteten Wetter- und Windverhältnisse bestimmt.

Im Frühjahr werden die nordöstlichen Winde allmählich schwächer oder verändern ihre Richtung. Die Temperaturen steigen vielerorts, und die heiße Trockenzeit macht sich zunehmend bemerkbar. Später im Jahr kann der Südwestmonsun Habagat wieder an Bedeutung gewinnen.

Diese Übergänge sind nicht jedes Jahr gleich. Deshalb sollte man sich bei konkreten Wetterfragen nicht allein auf den Kalender verlassen, sondern auch die aktuellen Mitteilungen von PAGASA beachten.

Ein Blick auf das Wetter vor unserer Haustür

Gerade hier in Negros Oriental lässt sich der Amihan gut zum Anlass nehmen, genauer hinzusehen. Wie verändert sich der Wind an der Küste? Welche Wolken ziehen über das Meer? Gibt es Tage, an denen die Luft angenehmer ist, während es andernorts regnet? Und wie wirkt sich der Wind auf Fischer, Boote und den Alltag aus?

Solche Beobachtungen sind interessant, weil sie zeigen, wie ein großräumiges Wetterphänomen vor Ort Gestalt annimmt. Dabei muss nicht jeder Regentag dem Amihan zugeschrieben werden. Entscheidend ist, zwischen einer persönlichen Beobachtung und einer gesicherten meteorologischen Erklärung zu unterscheiden.

Der Nordostmonsun ist ein gutes Beispiel dafür, dass das Wetter der Philippinen nicht einfach in die Kategorien Regenzeit und Trockenzeit passt. Windrichtung, Küstenlage und Gebirge wirken zusammen und sorgen dafür, dass selbst benachbarte Inseln ganz unterschiedliche Wetterverhältnisse erleben können.

Wer den Amihan verstehen möchte, sollte deshalb nicht nur auf das Thermometer schauen, sondern auch auf den Wind, das Meer und die Wolken.


Bildnachweis: https://newsinfo.inquirer.net/

Weiterführende Informationen: Der philippinische Wetterdienst PAGASA veröffentlicht aktuelle Wetterberichte und Hintergrundinformationen zum Klima der Philippinen unter https://www.pagasa.dost.gov.ph/.

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Habagat – Wenn der Südwestmonsun Regen und Unwetter auf die Philippinen bringt


*Bildnachweis: *

Während der Amihan vor allem kühlere und vergleichsweise trockene Luft aus dem Nordosten auf die Philippinen bringt, ist der Habagat für eine ganz andere Wetterperiode verantwortlich. Der Südwestmonsun prägt insbesondere die Regenzeit und kann über Tage hinweg Regen, kräftige Winde und raue See verursachen.

Doch Habagat bedeutet nicht einfach nur Regen. Seine Auswirkungen unterscheiden sich je nach Lage einer Insel, ihrer Küste und der vorherrschenden Windrichtung. Auch auf Negros Oriental lässt sich beobachten, dass der Südwestmonsun das Wetter beeinflusst, obwohl seine Auswirkungen hier nicht immer so ausgeprägt sind wie an den westlich gelegenen Landesteilen.

Was ist der Habagat?

Habagat ist die philippinische Bezeichnung für den Südwestmonsun (Southwest Monsoon). Dabei handelt es sich um ein großräumiges Windsystem, das vor allem während der Monate Juni bis September, teilweise auch bis in den Oktober hinein, das Wetter auf den Philippinen bestimmt.

In dieser Jahreszeit strömt feuchte Luft aus dem Südwesten über das Südchinesische Meer in Richtung der Philippinen. Die Luft nimmt auf ihrem Weg über die warmen tropischen Meeresgebiete große Mengen Wasserdampf auf. Trifft sie auf die Inseln und wird durch aufsteigende Luftbewegungen zum Abkühlen gezwungen, bilden sich Wolken und häufig ausgedehnte Regengebiete.

Anders als beim Amihan, der trockenere und kühlere Luft aus dem Nordosten heranführt, ist der Habagat deshalb vor allem mit hoher Luftfeuchtigkeit, häufigen Niederschlägen und teilweise kräftigen Windböen verbunden.

Wann beginnt die Habagat-Zeit?

Der Südwestmonsun setzt gewöhnlich Ende Mai oder im Juni ein und beeinflusst das Wetter häufig bis September oder Oktober. Der genaue Beginn und das Ende können von Jahr zu Jahr variieren.

Mit dem Auftreten des Habagat beginnt normalerweise auch die Regenzeit in den westlichen Landesteilen. Allerdings bedeutet der Beginn des Monsuns nicht, dass es von diesem Zeitpunkt an täglich regnet.

Es gibt immer wieder sogenannte Monsoon Breaks. Das sind Unterbrechungen der Monsunaktivität, während derer es mehrere Tage oder sogar Wochen vergleichsweise trocken und sonnig bleiben kann.

Warum bringt der Habagat manchmal besonders heftige Regenfälle?

Eine Besonderheit des Südwestmonsuns ist seine Wechselwirkung mit tropischen Tiefdruckgebieten und Taifunen.

Wenn sich ein tropischer Wirbelsturm im Bereich östlich oder nordöstlich der Philippinen entwickelt, kann dessen großräumige Luftzirkulation zusätzliche feuchte Luft aus dem Südwesten heranziehen. Dadurch wird der Habagat verstärkt.

Das kann zu lang anhaltenden und teilweise sehr ergiebigen Regenfällen führen, selbst wenn sich der Taifun weit entfernt von der jeweiligen Region befindet.


Bildnachweis: https://www.gmanetwork.com/

Besonders bekannt sind solche Wetterlagen in Metro Manila und den westlichen Provinzen von Luzon. Dort können Straßen und ganze Stadtviertel überflutet werden. In bergigen Regionen drohen zusätzlich Erdrutsche und Überschwemmungen.

Der Habagat ist deshalb nicht nur ein Bestandteil des normalen tropischen Jahreszeitenwechsels, sondern kann auch erhebliche Auswirkungen auf das tägliche Leben haben.

Warum sind nicht alle Regionen gleichermaßen betroffen?

Die Philippinen bestehen aus mehr als 7.600 Inseln. Ihre geografische Lage, die Ausrichtung der Küsten und die teilweise hohen Gebirgszüge sorgen dafür, dass der Habagat regional sehr unterschiedliche Auswirkungen hat.

Besonders stark betroffen sind häufig die westlichen Küstenabschnitte von Luzon und die westlich ausgerichteten Gebiete der Visayas.

Anders sieht es beispielsweise an der Ostküste aus. Dort können Gebirge einen Teil der feuchten Luftmassen abfangen. Gleichzeitig können lokale Windverhältnisse und andere Wettersysteme dafür sorgen, dass auch diese Regionen Regen bekommen.

Für Negros Oriental ist diese Unterscheidung durchaus interessant.

Die Provinz liegt an der Ostseite der Insel Negros. Während die Westseite der Insel dem Südwestmonsun direkter ausgesetzt ist, liegt die Ostküste teilweise im Windschatten der Gebirgszüge. Deshalb sind die Auswirkungen des Habagat hier nicht zwangsläufig so ausgeprägt wie beispielsweise in den westlichen Landesteilen.

Das bedeutet allerdings keineswegs, dass es während des Habagat an der Küste von Dauin, Dumaguete oder weiter südlich trocken bleibt. Auch hier gibt es kräftige Regenschauer, Gewitter und wechselhafte Wetterperioden. Nur lässt sich das Wetter nicht allein mit dem Monsun erklären.

Was bedeutet der Habagat für das Meer und die Schifffahrt?

Nicht nur an Land macht sich der Südwestmonsun bemerkbar. Auch auf dem Meer verändert sich die Situation.

Die vorherrschenden Südwestwinde können an den entsprechend ausgerichteten Küsten zu höherem Wellengang und stärkeren Strömungen führen. Besonders kleinere Fischerboote und offene Auslegerboote (Bangkas) sind dann gefährdet.


Bildnachweis: 14 reported dead due to Habagat, Mirasol, Nando, Opong —NDRRMC | GMA News Online

Für die Schifffahrt zwischen den Inseln können solche Wetterlagen erhebliche Einschränkungen bedeuten. Fährverbindungen werden bei ungünstigen Bedingungen unter Umständen eingestellt oder verschoben.

Auch Fischer müssen ihre Ausfahrten entsprechend der Wetterlage planen. Für viele Küstengemeinden bedeutet der Habagat deshalb eine Zeit, in der das Meer nicht immer so leicht zugänglich ist wie während ruhigerer Wetterperioden.

Habagat und Amihan – zwei unterschiedliche Jahreszeiten

Beide Monsunsysteme gehören zum natürlichen Klimageschehen der Philippinen, unterscheiden sich aber deutlich in ihrer Windrichtung und ihren typischen Auswirkungen.

Habagat – Südwestmonsun

  • Windrichtung: Südwesten
  • Typische Monate: Juni bis September
  • Luft: Warm und feucht
  • Typische Wirkung: Regen und Gewitter vor allem im Westen
  • Meer: Häufig rau an den Westküsten

Amihan – Nordostmonsun

  • Windrichtung: Nordosten
  • Typische Monate: November bis Februar
  • Luft: Vergleichsweise kühl und trockener
  • Typische Wirkung: Regen vor allem im Osten
  • Meer: Häufig rau an den Ostküsten

Die Übergangszeiten zwischen beiden Monsunperioden sind nicht immer eindeutig. Das Wetter kann sich allmählich verändern, und andere Wettersysteme können die jeweilige Monsunströmung beeinflussen.

Ein natürlicher Rhythmus des philippinischen Klimas

Wer längere Zeit auf den Philippinen lebt, erkennt irgendwann, dass sich das Wetter nicht einfach in eine trockene und eine nasse Jahreszeit einteilen lässt.

Der Habagat und der Amihan bilden zwei wichtige Bestandteile dieses natürlichen Rhythmus. Dazu kommen die Easterlies, also die östlichen Passatwinde, die besonders in den Übergangs- und Trockenperioden eine Rolle spielen und ebenfalls feuchte Luft sowie Gewitter bringen können.

Die Bezeichnung Regenzeit bedeutet deshalb nicht, dass es überall und ununterbrochen regnet. Ebenso bedeutet Trockenzeit nicht, dass Niederschläge ausgeschlossen sind.

Gerade auf den vielen Inseln der Philippinen können die Wetterverhältnisse von einer Küste zur anderen erheblich voneinander abweichen.

Wer das Land kennt, weiß: Manchmal liegen zwischen einem sonnigen Vormittag und einem kräftigen Regenschauer nur wenige Kilometer.

Wie sich der Südwestmonsun auf den Alltag einer Fischergemeinde auswirken kann, zeigt eine eigene Videoaufnahme aus Barangay Maloh in Siaton, Negros Oriental. Dort mussten die Fischer während des Habagat ihre Boote an Land bringen und auf besseres Wetter warten.

Wenn der Habagat die Fischer an Land hält – Maloh in Siaton

Habagat, Südwestmonsun, Regenzeit, Monsunwinde, Klima

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Interessant ist derzeit aber auch das aktuelle Klimaphänomen El Niño, das erhebliche Auswirkungen auf das Wetter auf den Philippinen haben kann. Unsere phil. Familie klagt derzeit über erhebliche Trockenheit und Dürre, obwohl jetzt eigentlich die Regenzeit schon beginnen sollte.

El Niño entsteht durch eine ungewöhnliche Erwärmung des tropischen Pazifiks und führt in Südostasien häufig zu höheren Temperaturen, geringeren Niederschlägen und längeren Trockenperioden. Besonders für die Landwirtschaft und Wasserversorgung kann das problematisch werden.

Man muss daher El Niño vom Amihan, dem traditionellen Nordostmonsun der Philippinen, unterscheiden. El Niño kann diese jahreszeitlichen Wettermuster überlagern und die Trockenheit zusätzlich verstärken. Umgekehrt sorgt der sog. La Niña häufig für mehr Niederschläge und ein erhöhtes Überschwemmungsrisiko.

Für den Tourismus ist der El Niño nicht unbedingt nachteilig, denn weniger Regen und mehr Sonnenschein können durchaus angenehm sein. Allerdings bedeutet das keineswegs eine Garantie für gutes Wetter, denn regionale Starkregenereignisse und Taifune bleiben weiterhin möglich.

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