Das Crisologo Museum in Vigan ist mehr als nur eine Sammlung alter Gegenstände; es ist ein Fenster in die dramatische und einflussreiche Geschichte einer der mächtigsten politischen Dynastien der Region.
Das Museum ist im ehemaligen Wohnhaus von Floro S. Crisologo untergebracht, einem verstorbenen Kongressabgeordneten, der die Geschichte von Ilocos Sur maßgeblich geprägt hat. Er war unter anderem der Verfasser der Gesetze, die die Tabakindustrie im Norden der Philippinen begründeten und die Gründung der University of Northern Philippines ermöglichten.
Der Eintritt ist kostenlos, es wird jedoch um eine freiwillige Spende für den Erhalt des Gebäudes gebeten.
Das dunkle Kapitel: Ein politisches Attentat
Das Museum dient auch als Gedenkstätte für ein tragisches Ereignis: Floro Crisologo wurde am 18. Oktober 1970 in der Kathedrale von Vigan erschossen, während er in der Schlange zur Kommunion anstand.
Besonderes Exponat: Im Museum ist die Kleidung ausgestellt, die er zum Zeitpunkt seiner Ermordung trug – ein eindringliches und etwas schauriges Zeugnis der damaligen politischen Gewalt (die sogenannten „Tobacco Wars“).
Was es sonst noch zu sehen gibt
Das Haus selbst ist ein klassisches Bahay na Bato (Steinhaus) aus der spanischen Kolonialzeit und ist bis heute fast originalgetreu erhalten.
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Persönliche Besitztümer: Man findest dort Schreibmaschinen, alte Telefone, Hüte, Schuhe und die umfangreiche Bibliothek der Familie.**
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Politische Memorabilia: Fotos von Treffen mit Staatsmännern, Wahlplakate und Dokumente.**
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Die Kutschensammlung: Im Erdgeschoss (dem ehemaligen Pferdestall) stehen gut erhaltene antike Kutschen (Calesas) und die alten Familienautos (darunter ein Chevy von 1952).**
Das Museum zeigt die reale, oft harte politische Realität der Philippinen im 20. Jahrhundert.
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