Artikel: Philippine News Agency, 24/04/2026
Einwanderungsbehörde BI stoppt Rekrutierung von Filipinos für den Soldatendienst im Ausland
Die Einwanderungsbehörde (BI) hat eine Warnung vor dem Menschenhandel mit philippinischen Männern für den Soldatendienst im Ausland herausgegeben, nachdem es mehrere Vorfälle gegeben hatte, bei denen diese gezielt angesprochen wurden.
Einwanderungsbeauftragter Joel Anthony Viado warnte vor diesen Machenschaften und betonte die große Gefahr, die von solchen Operationen ausgeht.
„Dies ist ein zutiefst alarmierender Trend. Diese Gruppen täuschen Filipinos, damit sie als bewaffnetes Personal an unbekannten Orten arbeiten, wodurch ihr Leben ernsthaft gefährdet wird. Wir warnen die Öffentlichkeit eindringlich: Fallen Sie nicht auf Angebote herein, die zu gut klingen, um wahr zu sein, insbesondere solche, die über soziale Medien vermittelt werden“, fügte er hinzu.
Am 31. März wurde ein 52-jähriger philippinischer Mann am Terminal 3 des Ninoy Aquino International Airport (NAIA) abgefangen, nachdem er sich als Tourist ausgegeben hatte, der ins Ausland reise, um einen Freund zu besuchen.
Die Beamten der Erstkontrolle stellten jedoch Unstimmigkeiten in seinen Aussagen fest, woraufhin sie ihn zur Zweitkontrolle an die Abteilung für Einwanderungsschutz und Grenzkontrolle (I-PROBES) weiterleiteten.
Später gab er zu, dass er Reservist der Armee ist und eigentlich für den Dienst in einer ausländischen Armee angeworben wurde. Er wurde über Facebook rekrutiert und dazu gebracht, sich als Tourist auszugeben. Ihm wurde ein Monatsgehalt von 2.500 US-Dollar sowie ein Einstellungsbonus von 25.000 US-Dollar angeboten.
Am folgenden Tag wurden zwei Opfer im Alter von 38 und 39 Jahren am Terminal 2 des Clark International Airport angehalten, bevor sie einen Flug der Cebu Pacific nach Bangkok, Thailand, antreten wollten.
Die Passagiere gaben zunächst an, sie seien ehemalige Arbeitskollegen, die gemeinsam in den Urlaub reisten. Weitere Befragungen ergaben, dass auch die beiden online rekrutiert worden waren, um als Soldaten im Ausland zu dienen, mit dem Versprechen eines Monatsgehalts von 1.500 US-Dollar und einer Einstellungsprämie von 30.000 US-Dollar.
Die Opfer gaben an, dass sie über eine Facebook-Gruppe kontaktiert worden seien und mit den Anwerbern über die Messaging-App WhatsApp kommuniziert hätten, wo ihnen Anweisungen gegeben wurden, nach Thailand zu reisen und dort auf weitere Reisevorbereitungen zu warten.
Am 5. April wurden zwei weitere Männer im Alter von 49 und 50 Jahren am NAIA-Terminal 3 abgefangen, als sie versuchten, über Äthiopien ins Ausland zu gelangen, um dort als Soldaten zu arbeiten.
Einige Tage später, am 12. April, wurde am NAIA-Terminal 1 ein weiteres 51-jähriges Opfer abgefangen, das versuchte, über China ins Ausland zu gelangen, um dort als Soldat zu arbeiten.
Die Warnung steht im Einklang mit den Bemühungen der Regierung von Präsident Ferdinand R. Marcos Jr., Filipinos vor Menschenhandel und illegaler Anwerbung zu schützen.