Vorwort
Zum Anfang ein paar Infos, wie es zu dieser Reise kam. Meine Frau und ich haben uns 1996 in Thailand kennengelernt. Ich war knapp 1 ½ Jahre auf Rucksacktour in Südostasien. Meine Frau arbeitete damals in Thailand und war gerade auf dem Rückweg von Malaysia nach Bangkok (Visa Run). Wir heirateten 1999, haben es aber nicht geschafft, so etwas wie eine Hochzeitsreise zu machen. Berufsbedingt waren wir selten zusammen im Urlaub, auf den Philippinen waren wir in den ganzen Jahren gemeinsam nur ein Mal. Also beschlossen wir vor ein paar Jahren, die nie stattgefundene Hochzeitsreise nachzuholen. Die Route stand schnell fest: Von Bangkok nach Süden, durch Malaysia bis Singapore, von dort zurück nach Deutschland. Zeitrahmen: 5 Wochen (ja, wir arbeiten beide noch). Das Ganze sollte auch etwas „Back to the roots“ sein, also keine Luxusreise sondern eher wie „damals“. Wir wohnten in dem ein oder andere Hostel, auch in günstigen Hotels.
FRA – BKK
Emirates war für uns (Gabelflug) bzgl. Preis, Flug- und Ankunftszeiten die beste Option. Also starteten wir Mitte Dezember 24 von Frankfurt via Dubai nach Bangkok. Abflug aus FRA pünktlich, Maschine in Ordnung, Service OK, Landung in Dubai pünktlich. Der 4 Stunden Layover verlängerte sich auf 6, da der Flieger zu spät aus Bangkok losgeflogen war. Zumindest konnten wir auf Kosten der Airline etwas essen und trinken. Somit trafen wir verspätet in Bangkok ein. Die Einreise Prozedur war schnell erledigt. So etwas wie eine digitale Einreisekarte war zur Einreise per Flugzeug nicht erforderlich (dies hat sich mittlerweile geändert). Wir erledigten zuerst die üblichen Dinge wie Sim Karte organisieren und Geld tauschen. Um ein Taxi zu bekommen stellten wir uns in die passende Schlange, der uns dann zugewiesene Fahrer brachte uns ohne irgendwelche Diskussionen zu dem am Taxi-Meter angezeigten Preis nach Banglamphoo.
Kenner Bangkoks werden wissen, dass hier die bekannte Khao San Road liegt. Meine Frau und ich waren das letzte Mal 1999 zusammen in Bangkok, die Khao San Road kannten wir Beide. Meine Frau hatte in den 90ern in Luxus-Hotels gearbeitet und dort auch gewohnt. Um dieser klimatisierten Kunstwelt für ein/zwei Tage zu entkommen, hatte sie sich an freien Tagen öfters dorthin zurück gezogen. Wir waren beide gespannt, wie sich die Khao San Road in den ganzen Jahren verändert hatte.
In der Umgebung hatten wir unsere Unterkunft reserviert. Wir übernachteten im „Lamphoo House“, nicht direkt in der Khao San Road, sondern in einer Nebenstraße, in zweiter Reihe, also erheblich ruhiger als in manchen anderen Unterkünften. Nach Ankunft machten wir uns zügig auf, etwas essbares zu finden. Das ist bekanntermaßen in Thailand nicht sonderlich schwierig. Wir ließen jedoch die Tourimeile links liegen und fanden in der Nähe einige Foodstalls, wo hauptsächlich Thais saßen.
Wir hatten zwei Tage in Bangkok geplant. Meine Frau wollte einige befreundete Filipinas treffen, die sie aus ihrer Zeit in Bangkok kannte. Man war zwar in unregelmäßigem Kontakt über Social Media, letztmalig hatten sich die Damen aber vor 25 Jahren persönlich getroffen. Ich machte mich lieber alleine auf Richtung Sightseeing. Nach dem Frühstück (Reis, was sonst) fuhr meine Frau mit einem der Klong Boote zu dem Treffpunkt, wo sie Ihre Bekannten treffen wollte. Ich ging zum Pra Athit Pier und fuhr mit einem der Flussboote über den Chao Phraya zum Wat Pho, einer der bekanntesten Tempel Bangkoks. Der Wat Pho liegt nicht weit vom Königspalast, diesen ließ ich aus, da ich schon zweimal dort war. Der Wat Pho ist eine große Tempelanlage. Auch diesen hatte ich früher bereits besucht. Erinnerungen an Details waren allerdings kaum vorhanden.
Nachdem wir uns am vereinbarten Treffpunkt wieder getroffen haben, wanderten wir gemütlich zum Golden Mount, korrekt „Wat Saket“. Neben dem eigentlichen Tempel befindet sich ein künstlicher Hügel, auf dem oben eine goldene Chedi steht. Über 300 Stufen kletterten wir nach oben, man hat von dort einen schönen Blick auf die Umgebung.
Nach den Tempelbesuchen war etwas relaxen im Hostel angesagt, danach ging es auf Abendessenssuche. Zu Beginn erst mal ein Bummel durch die Khao San Road. Neben den üblichen Restaurants verschiedener Preisklassen findet man auch eher exotische Dinge wir frittierte (oder gebraten?) Skorpione oder Spinnen, Alligator usw. Der Alligator wird wohl eigentlich eher ein Krokodil sein, die Aufmachung wirkt eher wie ein Touristengag. Nichts für uns, in der Khao San war uns sowieso zu viel Trubel und Lärm, wir verzogen uns in eine der Seitenstraßen um in Ruhe etwas zu essen.
Den zweiten Tag wollten wir mit einem weiteren Tempelbesuch und einen Abstecher in das modernere Bangkok unternehmen. Mit dem Flussboot fuhren wir wieder zum Anleger des Wat Pho, dort konnten wir dann mit einer Fähre zum Wat Arun übersetzen. Der Wat Arun ist, wie auch der Wat Pho, ein königlicher Tempel erster Klasse. Für mich ist der Wat Arun eine der schönsten Tempelanlagen in Bangkok. Als wir ankamen war die Besucheranzahl noch überschaubar. Im Laufe des Vormittags wurde es langsam voller. Thais und auch manche Touristen liefen in traditioneller Kleidung und Begleitung eines Fotografen durch die Anlage. Anscheinend kann man das vor Ort buchen. Meine Frau konnte ich nicht überreden, das auch zu machen.
Am späten Vormittag wurde es so voll, dass wir das Weite suchten. Ich hatte in Deutschland vom Maha Nakhon Tower gelesen. Ich bin Freund moderner Architektur, von interessanten Hochhäusern sowieso.
Mit der Fähre überquerten wir wieder den Chao Phraya und wanderten zu Fuß zur nächsten U-Bahn Station. Bei unserem letzten Besuch in Bangkok hatte der Bau der U-Bahn noch gar nicht begonnen. Wir waren beide positiv überrascht. Sehr sauber, sehr modern, selbsterklärende Ticketautomaten. Wir fuhren bis zur Station Si Lom. Von der Straße aus war der Tower schon zu sehen. Der Maha Nakhon Tower ist das zweithöchste Gebäude Bangkoks und weist eine sehr interessante Architektur auf. Neben dem Hochhaus steht der „Cube“, das ist ein siebengeschossiges, würfelförmiges Nebengebäude, welches zum Komplex dazu gehört. Entworfen wurde das Ganze von einem deutschen Architekten. Beim Ticketkauf konnte ich zum ersten Mal in Fernost einen „Senioren Discount“ nutzen. In Thailand, Malaysia und Singapore ist das, im Gegensatz zu den Philippinen, problemlos möglich. In 15 Sekunden brachte uns der Aufzug zum 314 Meter hohen Observation Desk, ein verglaster Bereich. Der Ausblick über die Metropole war hier schon grandios, aber es sollte noch besser werden. 4 Etagen höher befindet sich die „Outdoor Observation area“. Hierhin gelangt man über eine Treppe oder einen Aufzug. Es gibt eine Glasplattform. Bevor ich diese betreten konnte, musste ich Überzieher über meine Schuhe stülpen, Kamera und Rucksack durften nicht mit genommen werden. Ich muss zugeben, bis zum ersten Schritt auf die Plattform dauerte es etwas, als ich drauf stand, war alle OK. Ein irres Gefühl, direkt 300 Meter in die Tiefe zu blicken. Meine Frau hat das ausgelassen, sie hat Höhenangst, da ist der Besuch an sich auf solch einem Gebäude schon eine Herausforderung. In der Observation area gibt es ein Treppe mit Sitzkissen, wenn man hoch geht ist man noch einmal ein paar Meter höher. Hier oben gibt es Musikberieselung, es lief gerade ein Stück des Jazz Gitarristen „Pat Metheny“. Interessante Atmosphäre.
Vom Maha Nakhon Tower bummelten wir gemütlich zum Chao Phraya, das war nicht allzu weit. Zurück Richtung Unterkunft nahmen wir wieder das Flussboot. Am nächsten Tag sollte unser Flieger nach Krabi gehen. Aufstehen um 4:00 Uhr, daher wurde der Abend nicht lang. Noch ein kurzer Bummel durch die Nachbarschaft unserer Unterkunft und ein gute Nacht Bier.
Was besonders auffällt: In Bangkok gibt es viele Cannabis Läden (wie vermutlich in anderen thailändischen Städten auch). Oft klimatisiert und sehr modern eingerichtet. Der erste Eindruck ist, dass man einen recht pragmatischen Legalisierungskurs fährt. Wir sahen nirgendwo zugedröhnte Zombies durch die Gegend laufen. Aber die sieht man ja ohnehin eher nach Alkoholkonsum. Aber das ist ein anderes Thema das hier nicht hin gehört.
Fortsetzung folgt.














































































































































































































































































































