Amtsenthebungsklage gegen Präsident Marcos eingereicht

Der Vorsitzende der Jugendparteiliste von DUTERTE, Ronald Cardema, reichte am Donnerstag eine Amtsenthebungsklage gegen Präsident Ferdinand “Bongbong” Marcos Jr. ein.
Cardema, ehemaliger Vorsitzender der Nationalen Jugendkommission, reichte zusammen mit seiner Frau Marie, die Amtsenthebungsklagen gegen Marcos Jr. vor dem Repräsentantenhaus ein.

In einem Social-Media-Beitrag erklärte Cardema, die Beschwerde beziehe sich darauf, “die Überstellung eines philippinischen Staatsbürgers, des ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte, an Ausländer zugelassen zu haben”.

Die Beschwerden werden von der Abgeordneten der Duterte-Jugendparteiliste, Drixie Mae Cardema, unterstützt.

Regierungspalast lehnt Amtsenthebungsklage gegen Präsident Marcos durch Duterte-Verbündete ab

Der Regierungspalast Malacañang lehnte am Freitag den Versuch der Verbündeten seines Vorgängers Rodrigo Duterte ab, eine Amtsenthebungsklage gegen Präsident Ferdinand “Bongbong” Marcos Jr. einzureichen.

Am Donnerstag wurden die ehemalige Abgeordnete der Duterte-Jugendpartei Marie Cardema und der ehemalige Vorsitzende der Nationalen Jugendkommission Ronald Cardema mit einer Kopie der Titelseite einer “verifizierten Amtsenthebungsklage” gegen Marcos Jr. gesehen.

Die Cardemas gingen um 15:20 Uhr zum Büro des Generalsekretärs des Repräsentantenhauses, wurden jedoch darüber informiert, dass nur Generalsekretär Reginald Velasco die Klage entgegennehmen kann.

“Es ist ihr Recht, wenn sie eine Klage einreichen möchten”, sagte die Pressesprecherin des Regierungspalastes Malacañang, Claire Castro, während einer regulären Pressekonferenz.

“Die Klage ist meiner Ansicht nach unbegründet”, fügte sie hinzu.

Unter uns „Pfarrerstöchtern“ mag die Gelegenheit DuterteHarry nach DenHaag „abschieben“ zu können Marcos Jr. durchaus recht gewesen sein. Umgekehrt gab es zu der Rechtmäßigkeit bisher zahlreiche Äußerungen und soweit ich es verfolgt habe, war die Überstellung nach meinem Dafürhalten rechtmäßig (und klar gibt es bei vergleichsweise komplexen juristischen Sachverhalten immer mehrere Meinungen).

Mal abgesehen davon, es geht um nach Polizeiangaben mindesten 6000 und nach Menschenrechtsaktivisten bis zu 30000 Menschen, die im mutmaßlichen „War on Drugs“ ohne auch nur den Ansatz eines juristischen Verfahrens getötet wurden und der Supreme Court of the Philippines hat jüngst im zweiten und letzten Berufungsverfahren die drei Polizisten, die an der extrajuritischen Tötung des damals siebzehnjährigen Studenten Kian delos Santos (der Fall ging in den Medien um die Welt) erneut des Mordes schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die meisten Opfer werden nie eine Aufarbeitung ihres Falls und schon gar nicht eine Gerichtsverhandlung gege die Täter erleben. - Hoffentlich kommt es wenigstens zu der „Wahrheitskommission“, die Marcos Jr. im Lichte des SC Urteils in Aussicht gestellt hat.

Wen das Thema interessiert, dem sei das Buch „Some People need killing“ empfohlen.

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Lese ich gerade. Sehr düster und schockierend.

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Ich lese es auch gerade.
Traurig ist,das es anscheinend keine Ausgabe in Tagalog gibt.
Ich finde nur Englisch,Spanisch und Deutsch

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@Linasyn

Stimmt, das it sehr schade, dass es keine Tagalog Ausgabe gibt.

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Das Buch wurde ursprünglich für ein internationales Publikum bei Verlagen wie Random House geschrieben. Da Englisch auf den Philippinen eine offizielle Bildungs- und Literatursprache ist, wird das Original dort in den meisten Buchhandlungen direkt vertrieben.

Was leider dazu führt das der überwiegende Teil der Bevölkerung dieses Buch nie lesen wird und dank der miserabelen Public-Schulbildung auch nicht lesen kann.
Was widerum den Eliten durchaus recht ist

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Wenn jemand auf den Philippinen 1.000 PHP für ein Buch ausgeben kann, dann versteht er auch die englische Version. So mal meine These … :thinking:

Ich denke auch, dass die meisten Menschen wissen, was in ihrem Land passiert. So naiv sind die Menschen dann doch nicht. Wenn man mal davon absieht, dass ein Teil der Menschen Dutertes Taten sogar noch als gerechtfertigt sieht.

Irgendwann gibt es aber bestimmt die geforderte Tagalog Version.

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