Reisen mit dem Weibe in der Welt

Die Fotos wieder unschlagbar!

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Wenn ich die Tage zusammenrechne, an welchen ich in Indonesien wirklich unterwegs war, dann waren das keine 20 Tage. Meine Frau wollte ja auch immer auf die Philippinen und hatte mittlerweile eine kleine Boutique.

Auch bekamen wir ziemlich viel Besuch von philippinischen Freunden und Familienmitgliedern.

Mein jüngster Schwager hatte sich selbst eingeladen - ich hatte mittlerweile gekündigt und musste nicht mehr nach Myanmar, also war Borobudur angesagt - die größte buddhistische Tempelanlage der Welt.

Wir hatten eine super kleine Hotelanlage, welche von einem französischen Koch geführt wurde und ich habe selten so gut gegessen und so leckere Cocktails getrunken.

Die Trips waren minutiös geplant, da ich grundsätzlich vor Sonnenaufgang am Fotospot sein wollte.

So war der Aufstieg auf den Tempel bereits morgens um kurz vor 4:00 Uhr und ich wurde nicht enttäuscht.

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel wollte mein Schwager zum Prambanan Tempel, der größten hinduistischen Tempelanlage Indonesiens, welche etwas weiter weg von Yogyakarta war.

Das Wetter war nicht gut und ich stimmte doch unwillig zu, da ich erst abends dort hin wollte.

Das Licht war einfach schlecht zum Fotografieren - egal.

Am nächsten Morgen suchten wr einen anderen Spot für den Borobudur Tempel auf, das war allerdings wetterbedingt überschaubar, allerdings war ja der Morgen vorher sehr ergiebig.


Zwei Übernachtungen waren ausreichend und es ging zurück nach Hause.

To be continued…

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Borobodur fand ich großartig. Ich war auch sehr früh da, bevor die Reisegruppen ankamen.
Super Bilder, wecken Erinnerungen

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Ich pendelte ja zwischen Indonesien und Myanmar hin und her, da ich in Yangon für 4 Kleiderfabriken verantwortlich war. Fotofreunde nutzten natürlich regelmäßig aus, dass ich Vorort war, um eine Anlaufstation zu haben und ihre Rundreisen zu starten.

Ich könnte mich noch immer in den Hintern beißen, dass ich nie in Myanmar gereist bin und war immer auf die Bilder neidisch, wenn meine Kumpels von ihren Reisen zurückkamen

Da ich in Yangon eine 6 Tage Woche mit ca. 65 Stunden hatte, war natürlich wenig Zeit, von der Stadt großartig etwas zu sehen.

Dennoch sah ich jeden Morgen die Mönche auf ihrem Bettelweg. Da es nach einiger Zeit nichts mehr besonderes war, habe ich diese nie wirklich fotografiert. Irgendwann war es dann einmal soweit.

Meine Frau besuchte mich in dieser Zeit zwei mal, aber davon später mehr.

To be continued…

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Die Shwedagon Pagode war in Myanmar immer mein Ziel der Fotografie. Immerhin ist diese ist der wichtigste Sakralbau in Myanmar und an exponierter Stelle in Yangon. Ich machte mich also einmal sonntags auf, um diese zu erkunden. Slipper ausgezogen sprang ich während des Tages von Schatten zu Schatten, da der Fußboden derart aufgeheizt war, dass es total unbequem war.

Ich hatte bald genug, wusste allerdings, dass ich diese nochmals fotografieren wollte.

Ich fand nicht eine gute Stelle außerhalb der Pagode und gab irgendeinmal auf. Es war ja nicht so tragisch, da ich alle 14 Tage für eine Woche in Myanmar war.

Irgendwann verlor ich den Gedanken komplett aus meinen Fokus.

Es fügte sich allerdings, dass ich in ein anderes Hotel ausweichen musste, weil mein Stammhotel komplett ausgebucht war und ich war komplett unglücklich, da kein Swimmingpool im Hotel war und das Frühstück chinesisch angehaucht.

Doch ich fand einen Platz im Hotel, welcher mich im Nachhinein komplett entschädigete.

Ich ging jeden Morgen und abends auf diese Terrasse, auch bei Regen. Ich wollte diese Fotos unbedingt.

Ich denke, dass die Fotos ganz gut wurden, denn meine Mitarbeiter wollten unbedingt Bilder davon.

To be Continued.

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Myanmar hat mich sehr demütig gemacht in dieser Zeit.

Verantwortlich für 4.000 Mitarbeiter zu sein, das war psychisch sehr anstrengend.

Die gesetzliche Arbeitszeit war offiziell maximal 48 Stunden bei 6 Tagen festgelegt. In der Realität allerdings arbeiteten wir in der Spitzenzeit 65 bis 70 Stunden und in der Nebensaison 40 Stunden.

Dennoch konnte ich speziell an den Feiertagen Yangon sehr wohl genießen.

Ein sehr wichtiger wiederkehrender Tag war der Voll Mond Tag, an welchen die Fabrik geschlossen hatte.

Wir (meine srilankesischen Mitarbeiter) organisierten für die besten Näherinnen einen Nachmittag, welcher freundlicherweise von der Botschaft Sr Lankas unterstützt wurde, da diese einen „heiligen Baum“ auf ihrem Gelände hatten.

Der Full Moon day of Kason ist der höchste dieser Feiertage und so war am 17.Mai 2011 trotz Regenzeit von Buddhas Ganden.

Es war perfekt organisiert und sehr kontemplativ. Es war eine Stille, welche nur durch Vogelgezwitscher unterbrochen wurde und ich hatte die große Ehre, mittendrin statt nur dabei zu sein.

Nach dem Gebet wurde in der Botschaft ein Kinofilm gezeigt, ich gehe davon aus, dass 99% der Mitarbeiter noch nie im Kino (in Yangon gab es nur eines) waren

Abends wurde dann bei den wunderschön beleuchteten Lampions Essen gereicht, welches vorzüglich war.

Einen Vorteil hatte ich, ich musste mich als Chef nicht anstellen, obwohl ich es wirklich versuchte.

Mein Produktionsleiter hatte ganze Arbeit mit seinem Team gearbeitet und ich musste stundenlang fotografieren, damit auch wirklich jeder ein Bild von sich bekam.



To be continued

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Wenn mich meine Frau besuchte, dann versuchte ich immer , einen Feiertag mitzunehmen, damit wir mehr Zeit miteinander verbringen konnten. Während der Arbeitszeit rissen sich die Mädels aus meinem Team, mit ihr etwas zu unternehmen und sie sah in Yangon mehr als ich. :laughing: Selbst meine Büroleiterin seilte sich da gerne ab.

Das beste Essen gab es an den Barbecue Stationen, welche sich auf Schweinefleisch und Innereien spezialisiert hatten. Es war Selbstbedienung und man sammelte die Sticks zum Bezahlen.
Ein abgerochener Stick war teurer, so konnte genau bezahlt werden. Die Saucen waren extremst köstlich.

Das Fotografieren konnte ich dennoch nicht lassen, auch wenn meine Frau dabei war.

Da ich sehr gerne Menschen fotografiere und wir in der Firma Mitarbeiterausweise für einen internen Welfare Fund einführten (so kam jeder, der Mitglied wurde an kostenlose Passfotos) fotografierte ich über ca. 2 Monate die Mitarbeiter.

Der Welfare Fund kostete 1.ooo Kyat im Monat (Damals 1 U$) und das Mitglied war berechtigt im firmeneigenen Shop einzukaufen und auch anschreiben zu lassen.

Da wir zu Großhandelspreisen einkauften und die Preise weitergaben, war dies natürlich eine große Ersparnis.

Gleichzeitig halfen wir bei familiären Ereignissen wie z.B. Beerdigung.

Das Projekt macht mir inklusive der Fotografie extremst Spass.

To be continued…

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Wenn ein Taifun kommt, dann kann das auch auf der anderen Straßenseite sein.

Ich hatte in meinem Office ein Management Meeting mit Accounting, Produktion und Merchandising und es ging ziemlich hitzig her. Plötzlich wurde es durch das einzige Fenster ziemlich dunkel, also Licht an und wir diskutierten weiter.

Nach einiger Zeit kam der HR Chef (welcher mir tierisch auf den Geist ging) und flüsterte der Accounting Chefin etwas zu.

Das war für mich zu viel und ich stellte diesen „Idioten“ sofort laut brüllend ins Achtung (der Idiot sprach kein Englisch).

Es stellte sich heraus, dass uns ein Taifun erwischt hatte, aber wo. Auf der anderen Straßenseite ca. 500 Meter entfernt, also verhängte ich sofort Ausnahmezustand und vergatterte alle Manager, dass keiner Feierband machen könne.

Natürlich fuhr ich sofort dorthin und es war eine Katastrophe. Die Workers saßen alle an ihrem Arbeitsplatz und ich veranlasste sofort, dass diese nach Hause sollten.

Ich inspizierte jeden Winkel, es wurde dunkel und wir hatten kein Geld um das reparieren zu lassen.

Die Accounting Vice musste los und Geld beschaffen, wir schafften es in der Nacht, das gröbste wieder zu reparieren, zumindest ging nach einiger Zeit der Strom wieder.

Ich organsierte gegen 21 Uhr Essen und Zigaretten für alle (und für mich auch Bier).

Obwohl ich nur anwesend war, war auch dies der Durchbruch bei der Akzeptanz bei den Leuten, denn Sie wussten plötzlich, dass sie einen Chef hatten, welcher da ist, wen es brenzlig wird.

Das Desaster war innerhalb von 36 Stunden erledigt, die Nachbarfabriken benötigten fast 1 Monat dazu.

To be continued…

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