Mich würde mal interessieren, ob hier schon jemand das Thema „Zisterne“(also Regensammler unter der Erde) realisiert hat.
Im Prinzip ja ähnlich einer Sickergrube.
Nachdem das Thema Trockenheit und durch den aktuellen El Niño noch verstärkte Wasserknappheit und wohl Ernteausfälle immer wieder aufploppt, denke ich über ein solches System gerade nach.
Bitte nur ernstgemeinte Infos und keine Debatte über ideologische und quergedachte Meinungen.
DANKE
Richtig, dazu sollte man bedenken, dass es einen separaten Leitungskreis braucht, wodurch die Kosten steigen. Meiner Erfahrung nach sind Installateure keineswegs begeistert, bei Toiletten z. B. auf Regenwasser zuzugreifen (Achtung Hygiene). Dazu sind Anlagen anfälliger, was die Wartung anbelangt.
25.000L Regenwassertank. Wenns regnet betreibe ich das Haus ausschliesslich mit Regenwasser. Das sind meist 8-10 Monate im Jahr. Klappt seit 12 Jahren prima.
Ich mache mir ja da auch schon Gedanken zu, da man auf Guimaras in der Trockenzeit darauf angewiesen ist (bzw. ich möchte n nicht am öffentlichen Nawasa-System hängen, bei dem in den heißen Monaten nur noch 20% des normalen Drucks ist).
Die beste Option, die ich bisher gefunden habe:
Sandwichdach - dreilagiges Sandwich-Dachpaneel, lebensmittelecht beschichtet. Der PU-Schaumkern im Inneren schluckt das laute Trommeln des Regens.
Laubgitter (gutter screen) vor dem Fallrohr - damit Blätter, etc nicht ins System gelangen
Automatische Schlamm-Abtrennung (First Flush Diverter), damit Staub, Vogelkot, was auch immer nicht mit im Tank gesammelt wird.
Inlet Screen - ein ganz feinmaschiges Gitter vor dem Einfluss in den Tank, damit auch Mücken, etc nicht in den Tank gelangen können.
Lichtundurchlässigen Kunststoff- oder Edelstahltank
Druckwasserpumpe mit Sediment- und Aktivkohlefiltter und einem UV-Sterilisator bevor das Wasser in den Hauskreislauf kommt. Evtl. werde ich noch einen UV-Sterilisator vor den Einlass in die Wassertanks installieren, dann kann eigentlich wirklich kein Keim mehr durchkommen.
Dieses „Sandwich-Dachpaneel“ - hast Du das vor Ort gefunden?
Es gibt im Internet (FB) jede Menge Werbung für ein (angeblich) hochstabiles
Alupaneel-System mit unentflammbarem (Schaum?-)Kern, das einfach zu Montieren
und Zuzuschneiden sein soll. Scheint aus China zu kommen.
Was Filter angeht:
Ich habe einen Freund im Raum Buenavista, der für sein neu gebautes Haus eine Filteranlage
vom Feinsten hat installieren lassen (habe sie selbst gesehen).
Ist für seinen Hausbrunnen. Aber trotz des aufwändigen Filtersystems nutzt er das Wasser nur für Toilette und Waschmaschine. Auch Duschen, wie er sagt, aber nur mit stets geschlossenem Mund. Um kein Geld der Welt würde er das trinken.
Aber er ist wohl sehr allergisch auf alle möglichen Stoffe, sei es drum. Ich kann ihn ja gerne mal befragen.
Ein wichtiger Punkt ist der Schmutzeintrag in den Wasserspeicher. Ich bin im Baumarkt hier in meiner Ecke (D) noch nicht richtig glücklich mit dem, was ich gefunden habe.
Muss nochmal intensiver rangehen.
À Propos „Trockenzeit“:
Als im Januar/Februar ds.Jahres die Trockenheit auf unserem Eiland so krass war,
trug sich im Umfeld der Familie meiner Frau folgendes zu:
Die Brunnen in der Nachbarschaft waren wohl alle schon trockengefallen und auch der kleine Fluß führte gar kein Wasser mehr. Nur der Brunnen meiner Schwiegerfamilie hatte noch Wasser. Da kamen dann Diskussionen hoch, wie, …„der Brunnen liegt doch gar nicht auf eurem Grund und Boden“ und „das ist doch öffentlicher Grund und demnach gehört der Brunnen doch Allen“ - und (obwohl nachweislich auf dem Terretorium der Familie gelegen / ich hatte den Grund vermessen lassen) es flogen auch gelegentlich die Fäuste.
Auch deshalb möchte ich neben meinem Brunnen (der auch ein paar Wochen nicht „geliefert“ hat) zumindest EINE Alternative haben.
Ein anderer Freund, der am Ort wohnt, kauft seit Jahren in der Trockenzeit Wasser. Wenn das knapper wird, ist auch diese Strategie entweder nicht mehr zuverlässig - oder zumindest wohl erheblich teurer - wie ich vermute.
Aber gut - es muss jeder selbst wissen, was er tut.
Ach, noch etwas: Bei mir sollen auf jeden Fall PV-Paneels auf’s Dach.
Wie weit bist Du in dem Punkt? Du hattest ja auch darüber nachgedacht.
Interessantes Thema. Falls wir irgendwann ein Cottage oder kleines Häuschen bauen (nicht zum dauerhaften Leben) ist natürlich auch Wasser ein Thema. Das Grundstück ist in Strandnähe, ob man da durch Brunnenbohrung passables, also nicht brackiges Wasser bekommt ist fraglich.
Da wäre ein großer Tank bzw. Zisterne evtl. eine Alternative. Da wir aber nicht dauerhaft dort leben würden ist es fraglich, ob sich eine solche Investition lohnen würde.
Der Tank ist ebenerdig, ein geschlossener Betonbunker, alle Seiten, Boden, Decke gegossen, mit Sahara abgedichtet.
Der Einlauf hat lediglich ein Grobpartikelfilter in Form einer Edelstahlgaze.
Dies ist mein Sammeltank, 20 cbm.
Hinterm Haus habe ich einen 15m hohen Hügel, dort oben steht ein weiterer 5cbm Betontank. Dorthin pumpe ich das Wasser aus dem Sammeltank. Und von dort gehts mit natürlichem Gefälle ins Haus…durch einen feinen Parikelfilter.
Das wars.
Habe ich Regenwasser, nutze ich es ausschliesslich. Das sind so grob 8 Monate im Jahr.
Zusätzlich habe ich das gleiche System fürs Wasser vom Brgy (10.000 L).
Ich bevorzuge Regenwasser (kH0), es ist sauberer, weicher, praktisch reines H2O.
Unser Brgywasser (kH12) kommt unbehandelt von einem Bergbach, ist somit schon angereichert mit Kalk und anderem Zeug.
Übergänge vom Dach (Dachmaterial ist Metalplas) zur Regenrinne sind mittels Edelstahlgaze gesichert.
Das Wasser betreibt mein ganzes Haus. Zum Kochen/Trinken wird es aber nicht benutzt.
Unser Flachdach muss natürlich sauber gehalten werden, aber selbst wenn mal Laub drauf ist ists egal. Bei 300m² Dachfläche fällts eher nicht ins Gewicht.
Soetwas hatte ich anfangs auch. Hat sich in der Praxis nicht bewährt, da es sich extrem schnell zugesetzt hat. Und sowas ständig im vollen Regen zu reinigen hat keinen Spass gemacht
Süd Leyte, eine eher regenreiche Gegend, daher lag die Nutzung von Regenwasser auf der Hand.
1/3 vom Dach sind mit Solarpanelen bedeckt. Das macht aber natürlich keinen Unterschied, das das Regenwasser letztendlich doch in der Regenrinne endet.
Nein, sorry. Das haben wir ohne Zeichnung gemacht. Passenden Platz ausgesucht, wo Grösse und Infrastruktur Sinn machen und dann losgegossen. Heute würde ich sagen, je grösser desto besser.
Unterirdisch ist bei uns problematisch, denn wir leben auf solidem Korallenkalk.
Allein den septik tank aus dem Kalk zu meisseln hat den Boschhammer 2 Monate nonstop gefordert.
Ich denke, bei uns mit einem Bagger eine Sache von paar Stunden.
Beim Fundament ausheben hatte ich gut beobachten können, der Untergrund (Schotter) ist zwar von mehr oder weniger großen Steinen durchzogen, aber es ging mit einem mittelgroßen Gerät doch recht zügig.
Selbiges auf Mactan.
Hatte anfangs noch gedacht, Kalk wäre weich. Das war „verdacht“.
Erinnere mich noch, wie ich einen Brocken im Garten in handliche Stücke teilen wollte.
Der gute deutsche Handmeissel, Jahrzehnte treu zu Diensten, ist lang durchgebrochen.
Ich konnte dann von einem Landsmann einen „Mopedhammer“ leihen.
3 Tage für einen kleinen Septiktank fürs Nebengebäude.