Auf den Philippinen baut sich ein historisch starker „Super El Niño“ auf. Er wird seinen Höhepunkt zwischen Oktober 2026 und Januar 2027 erreichen, die Folgen halten bis Mitte 2027 an.
Wie bereiteit Ihr Euch vor Ort darauf vor? Oder war es immer schon extrem und macht es sowieso keinen Unterschied? Und wie gehen die Philipoinen Urlauber damit um?
Das Wichtigste im Überblick:
Das Paradoxon aktuell (August 2026): Obwohl El Niño für Dürre sorgt, verstärkt er momentan den Südwest-Monsun (Habagat). Das führt aktuell zu schweren Überschwemmungen im Westen von Luzon und den Visayas.
Die große Dürre (ab Oktober 2026): Danach kippt das Wetter. Es drohen extreme Trockenheit, Wassermangel und Hitzewellen mit gefühlten Temperaturen von über 50 °C.
Landwirtschaft in Gefahr: Experten erwarten Ernteausfälle bei Reis und Zuckerrohr von 20 % bis 30 %.
Strom & Wasser: Wichtige Staudämme drohen auszutrocknen. Dem Süden (Mindanao) drohen Stromausfälle wegen versiegender Wasserkraftwerke.
Taifune: Es werden insgesamt weniger Tropenstürme erwartet – die entstehenden könnten durch das extrem warme Meerwasser aber zu zerstörerischen Super-Taifunen werden.
Problem 1: Netzkapazität, wenn’s heiss ist laufen die Aircons und das shitty Grid kann das nicht ab, da werden wohl wieder Leute mit Abschaltung beglückt werden
Problem 2: Wasser(qualität), die Dämme sind jetzt wohl so langsam auf Sollstand, aber wir bekommen unser Wasser z.B. vom Lake Laguna und der wird nicht reguliert. Ich denke mal, Wasser wird kommen, es wird nur noch schlechter als sonst sein.
(Dann kann man sich endlich mal fühlen wie ein Milliardär, bzw. die Leute die von einem mit Wasser versorgt werden. Oder eben (die meiste Zeit) nicht.)
Der stärkste El Nino war 1982–1983 auf den Phils.
Da war meine Familie auf den Phils noch ausschließlich von der Landwirtschaft abhängig.
Der war so extrem, dass bei uns die Schulen geschlossen wurden und meine Familie fast verhungert ist.
Es war buchstäblich alles verbrannt und es gab absolut nichts mehr zum ernten.
Wie schlimm es dieses mal wird, muss man sehen, es heißt ja alle paar Jahre dass ein schlimmer El Nino bevorsteht und dann kommt es doch nicht so.
Zudem ist die Familie inzwischen nicht mehr nur von der Landwirtschaft abhängig.
UV Hut mit breiter Krempe auf, Sonnencreme höchster Lichtfaktor haben wir eh immer dabei, darf nicht zu alt sein, Gesicht aufgetragen.
Alle Körperteile bedecken, das haben wir ebenso die ganze Zeit in D. im Südwesten bei fast 40 Grad bei unseren täglichen Radtouren so gemacht.
Hier im Norden Luzons, gerade auf der Westseite in den Provinzen Ilocos Norte und Ilocos Sur ist die Trockenzeit ja seit eh und je sehr ausgeprägt, und als wir Ende Februar 2023 auf dem Höhepunkt der Trockenzeit 22/23 anfingen zu bauen, lag der Grundwasserspiegel - trotz der wie üblich zahlreich wummernden Dieselpumoen zur Bewässerung der umliegenden Gemüsefelder - noch so hoch, daß unsere Fundamente ins Sickerwasser gesetzt werden mussten…
Und so stark, daß unsere mehrere Meter tief gesetzte Brunnenpumpe trocken läuft, wird hier der Grundwasserspiegel auf absehbare Zeit nicht sinken…
Sollte die Trockenperiode dann tatsächlich früher einsetzen, werden die Bauern halt auf die zweite Reisernte verzichten und gleich mit dem Gemüse anfangen, welches ihnen sowieso höhere Erträge bringt…
Und ich könnte mir mit der neuen Solaranlage noch etwas Zeit lassen, weiter ansparen und erst einmal nur eine zweite Batterie zukaufen, welche sich bei dann zu erwartenden 10 Sonnenstunden täglich schon ab Oktober 2026 auch noch bis in den Mai 2027 ohne zusätzliche Panele, größeren Wechselrichter und die dazu notwendigen Dacharbeiten füllen lassen wird…
Steigende Reis- aber sinkende Kartoffelpreise? Länger und mehr günstiges Gemüse? Sinkende monatliche Stromkosten, da die Batteriekapazität dann auch für eine ganze Nacht mit laufender Klimaanlage ausreicht?
Ich könnt’s verkraften…
Und die Bauern stellen mehr und mehr auf (von der Regierung gesponserte) Solarpumpen um… dann ist die himmlische Ruhe auch tagsüber wieder gesichert…
Beim letzten extremen El Nino in den 80ern haben nur Kokusnuss und Bananen von den Pflanzen überlebt.
Alles andere ist verdörrt.
Berichtet unsere Familie Gestern beim Meeting.
Wir haben zum Glück beides im Garten.
Also könnten uns eine Zeitlang selbst über Wasser halten.
Wasser war nie ein Problem, wassereiche Region.
Der DWD warnt auch vor kommendem El Nino im pazifischen Raum, was sich auch auf Europa auswirken soll, falls es so weit kommt.
Wetter und Klima - Deutscher Wetterdienst - Thema des Tages - Mögliche Auswirkungen eines starken El-Niño auf Europa?
Bereiten gerade noch eine BBBox vor. Wegen der neuen Lage kommt da nun noch eine extraportion Müslipackungen mit rein.