Großer Ländervergleich Südostasien

Auf Wunsch und Anregung unseres Mitglieds „Prof“ sowie einiger anderer Member hier erstelle ich nun einen großen Ländervergleich für Südostasien. Meinen ersten Vergleich habe ich bereits hier veröffentlicht: https://philippinen-forum.online/t/thailand-vs-philippines/2016/143?u=garymaier

Ich bitte um Nachsicht, dass das eigentliche Forumsthema „Philippinen“ in diesem Beitrag etwas kürzer kommt.

Zu meiner Person und meinem Hintergrund

Ich bin im November 2024 aus Deutschland ausgewandert und habe planmäßig 15 Monate fest in Cebu auf den Philippinen gelebt. Ich bin alleinstehend und befinde mich sozusagen im Vorruhestand. Seit Februar 2026 reise ich dauerhaft durch Südostasien.

Meine bisherige Reiseroute:

  • Thailand: 3 Wochen Hua Hin und 5 Wochen Bangkok
  • Kambodscha: 4 Wochen Siem Reap
  • Vietnam: jeweils 1–2 Wochen in Ho-Chi-Minh-Stadt, Vung Tau, Can Tho, Da Lat, Nha Trang, Hoi An, Da Nang und Hue
  • Malaysia: jeweils 1–2 Wochen in Kuala Lumpur, Langkawi, Penang und Malakka
  • Indonesien: jeweils 1 Woche in Jakarta, Bandung, Yogyakarta, Surabaya und Malang (Da ich erst nächste Woche nach Bali übersetze, ist die Einschätzung zu Indonesien noch am unvollständigsten)

Grundsätzlich möchte ich klarstellen, dass es sich hierbei um meine ganz persönliche und subjektive Wahrnehmung handelt. Jede Person hat einen anderen Geschmack sowie andere Interessen und bewertet Dinge entsprechend anders. Das zeigt sich besonders bei der Einschätzung des Kontakts mit Einheimischen. Den „typischen Einheitsbürger“ gibt es nirgends, sodass die Erfahrungen von einer Straßenecke zur nächsten von freundlich und interessiert bis hin zu argwöhnisch und abweisend variieren können.

Übersichtstabelle

Erläuterungen zu den einzelnen Punkten

Essensqualität und Restaurantpreise

Ich bleibe dabei: Auf den Philippinen ist das Preis-Leistungs-Verhältnis von allen verglichenen Ländern am schlechtesten. Zwar gibt es überall heruntergekommene Imbissbuden, in denen man als westlich orientierter Auswanderer nicht unbedingt essen möchte, doch in fast allen anderen Ländern erhält man für 1–3 € gute und leckere Gerichte an sauberen Streetfood-Ständen oder in kleinen, familiengeführten Restaurants.

  • Thailand: Das Essen ist sehr vielfältig, trifft aber ohne Vorkenntnisse nicht immer jeden Geschmack.
  • Kambodscha: Es gibt viele Straßenimbisse mit grundsoliden Gerichten und großen Portionen.
  • Vietnam: Bietet eine ganz besondere Küche mit viel Gemüse, frischen Kräutern sowie den legendären Sandwiches (Bánh Mì).
  • Indonesien: Auch hier gibt es viele anständige Restaurants, in denen man einfache Reis- und Nudelgerichte für 1–2 € bekommt.
  • Malaysia: Hat mich meistens enttäuscht, da die Essenskultur stark indisch geprägt ist. In Malaysia habe ich zum ersten Mal gesehen, wie Reis mit den bloßen Fingern in Soße getunkt und ohne Besteck gegessen wird – mir persönlich ist das schon beim Zusehen zuwider.
  • Philippinen: Typisches Essen der Einheimischen ist, Chicken, Pork oder Schweinebauch mit trockenen Reis. Gewürze, Kräuter oder Gemüse meist nicht vorhanden. Gerichte in etwas besseren Restaurants, die eher mein Geschmack treffen liegen bei 4-8 EUR.

Kommunikation

Bei der Kommunikation bleiben die Philippinen für mich die unangefochtene Nummer 1. Eigentlich müsste Malaysia gleichauf liegen, da Englisch dort ebenfalls Amtssprache ist. In der Praxis habe ich die Einheimischen dort jedoch oft als wortkarg und unfreundlich empfunden. Zudem gab es verständigungstechnische Hürden, da die Malaien mit meinem Akzent und ich mit ihrem Akzent nicht gut zurechtkamen.

Auf den hinteren Plätzen folgt Vietnam. Dort hat man sich in einigen Städten als zweite Sprache eher auf Russisch als auf Englisch eingestellt, wobei es aktuell wohl zu einem Wandel kommt. Ansonsten hängt vieles davon ab, wie stark die jeweilige Region touristisch erschlossen ist. Dennoch war man in Thailand, Kambodscha und Indonesien auch bei geringen Sprachkenntnissen sehr gerne bereit, mit mir in Kontakt zu treten. Besonders auf Java (Indonesien) bin ich als Westler vielerorts noch etwas Besonderes und werde deshalb nicht selten um ein gemeinsames Foto gebeten.

Service und Kundenzufriedenheit

Beim Thema Service habe ich auf den Philippinen immer noch zugemüllte Tische in den Restaurants und vor den Foodstalls vor Augen, bei denen sich kein Personal für die Reinigung verantwortlich fühlte und keine Mülleimer bereitgestellt wurden, um das Einweggeschirr selbst zu entsorgen.

Das genaue Gegenteil habe ich in Kambodscha und Vietnam erlebt: Dort stand oft an jedem Tisch ein kleiner Abfalleimer auf dem Boden, sodass der Platz beim Verlassen stets sauber war. Auch in den übrigen Ländern war das Personal stets bemüht, frei gewordene Tische umgehend für die nächsten Gäste zu säubern. Ähnliches gilt für die Aufmerksamkeit beim Nachschenken oder Nachbestellen von Getränken.

Verkehr, Verkehrsmittel und Infrastruktur

Auch bei den innerstädtischen Verkehrsmitteln bilden die Philippinen das Schlusslicht. Es gibt abgesehen von einigen wenigen Zügen in Manila keinen Schienenverkehr, und in keiner anderen Stadt habe ich den Verkehr als so dicht empfunden wie in Manila und Cebu.

Malaysia schneidet hier dank eines sehr gut ausgebauten und übersichtlichen Bus- und Schienennetzes am besten ab. Ein weiterer Vorteil der schnelleren Fortbewegung sind die günstigeren Preise bei Fahrdiensten wie GrabCar oder GrabBike. In Kuala Lumpur habe ich für eine Strecke von 5 km oft nur die Hälfte des Preises von Cebu gezahlt, da ich mein Ziel deutlich schneller erreichte.

Hotelpreise

Vorab zur Einordnung: Ich übernachte gewöhnlich in Hotels und Apartments der Preisklasse von ca. 15–20 € pro Nacht und vergleiche diese Kategorie untereinander.

Die Philippinen schneiden hier vor allem aufgrund der Klimaanlagen am schlechtesten ab. In dieser Preisklasse findet man dort fast nur die lauten Monoblock-Geräte („Window-Units“), die direkt in die Außenwand eingebaut sind. Außerhalb der Philippinen habe ich diese Bauart nirgendwo mehr gesehen. Standard sind überall sonst moderne und leise Split-Geräte, die zwar in der Anschaffung teurer, im Stromverbrauch jedoch deutlich sparsamer sind.

In Vietnam fällt die Ausstattung insofern negativ auf, als in den Großstädten Ho-Chi-Minh-Stadt und Da Nang sehr schmale, mehrstöckige Hochhäuser ohne Innenhof vorherrschen. Dadurch haben viele Hotelzimmer entweder gar kein Fenster oder nur Aussicht auf die Hauswand direkt gegenüber. Preislich empfinde ich Malaysia und die Philippinen am teuersten, was jedoch stark von Lage, Saison und Buchungszeitpunkt abhängt.

Dienstleistungen (Wäscherei, Friseur etc.)

Die Kosten für das Waschen von 3–5 kg Wäsche bewegen sich zwischen 1,50 € (Indonesien) und 9,00 € (Malaysia). Ein trockener Herrenhaarschnitt beim Friseur kostet zwischen 2,00 € (Philippinen) und 10,00 € (Malaysia / Thailand).

Kosten und Auflagen für Touristenvisa (2–3 Monate)

Das Touristenvisum für die Philippinen ist von den Anforderungen her am unkompliziertesten, im Vergleich aber am teuersten. Eine Verlängerung um 2 Monate schlägt mit ca. 60–70 € zu Buche (ohne die Nebenkosten wie die ACR-Card). In Malaysia erhält man hingegen ein kostenloses 3-Monats-Visum bei der Einreise („Visa on Arrival“). Die Visaverlängerungen in Thailand und Kambodscha sind an verschiedene Auflagen geknüpft, schlagen jedoch mit maximal 50 € pro Verlängerung zu Buche (auf Details verzichte ich an dieser Stelle).

Alkoholpreise

  • Kambodscha: Im Straßenrestaurant zahlt man ca. 0,50 € für eine Dose Bier.
  • Malaysia: Die Preise in Lokalitäten beginnen meist erst ab 4,00 € pro Flasche.
  • Indonesien: Hier liegen die Preise bei 2,00–4,00 € pro Flasche. In vielen Restaurants in Malaysia und Indonesien wird allerdings überhaupt kein Alkohol ausgeschenkt.

Rauchen

Als Nichtraucher sind mir besonders Vietnam und Indonesien negativ aufgefallen. In Indonesien wird teilweise selbst in geschlossenen Räumen geraucht. Bei Hotelbuchungen muss man dort peinlich genau darauf achten, ausdrücklich ein Nichtraucherzimmer zu reservieren.

Stadtbild, Sehenswürdigkeiten und Ausflüge

Als Ankömmling und Tourist möchte man naturgemäß zuerst die typischen Sehenswürdigkeiten wie markante Bauwerke, Denkmäler, Parkanlagen, Tempel, Moscheen oder Kirchen besichtigen. Einige Städte – insbesondere in Vietnam – bieten in dieser Hinsicht recht wenig. Eine Metropole wie Bangkok hingegen hat selbst nach 5 Wochen Aufenthalt noch immer neue, interessante Ecken zu bieten.

Fazit

Das eine, absolut perfekte Land gibt es für mich auch nach 9 Monaten Dauerreise nicht. Jedes Land hat seine spezifischen Vor- und Nachteile.

Indonesien, das ich derzeit zum ersten Mal bereise, hat für mich aktuell leicht die Nase vorn – wobei dieses Urteil ohne den Besuch von Bali noch unvollständig ist. Einzig Malaysia ist für mich persönlich künftig gestrichen: Das Land ist mir zu teuer, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt für mich nicht und mit den Menschen vor Ort bin ich nicht warm geworden.

Ansonsten bereitet mir das Dauerreisen weiterhin große Freude. Es wird nie langweilig und finanziell fällt es nicht wesentlich teurer aus als das dauerhafte Leben an einem festen Ort (ein festes Apartment habe ich derzeit nicht). Für das kommende Jahr werde ich diesen Reisestil voraussichtlich beibehalten und eventuell um weitere Länder wie China, Taiwan, Südkorea oder Japan ergänzen.

Für weitere Fragen, intensivere Erläuterungen oder Diskussionen stehe ich gerne zur Verfügung.

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ohne jetzt auf alles eingehen zu wollen, aber aktuell ist die Visaverlängerung auf den Philippinen bei 2600 Peso, beim Kurs 1:70 sind das etwa 38 Euro (ohne expresszuschlag).

Visa- Verlängerung Philippinen
Visa-Waiver (die ersten 29 Tage) 3030 PHP
Visa-Extension (dann alle 2 Monate) 4900 PHP
Quelle https://immigration.gov.ph/visas/visa-waiver/

Um den Expresszuschlag kommt man zu 99% nicht vorbei.

Das ist unbestritten so, ich finde es aber interessant, wie unterschiedlich Dinge aufgefasst werden.

Zu den Ländern Vietnam, Kambodscha und Indonesien kann ich nichts Aktuelles beitragen, da meine Erfahrungen in diesen Ländern 30 Jahre her sind. Ich erlaube mir trotzdem einige Anmerkungen:

  • Indonesien, Hier unterscheiden sich im Land selber viele Regionen. Ich bin durchs ganze Land gereist, durch Sumatra und Sulawesi sowie Nusa Tenggara von Ost nach West, einschl. Ost Timor (damals noch kein unabhängiger Staat, eine recht krasse Erfahrung). Für mich war Indonesien damals eins der spannendsten Länder in Südostasien, alleine schon aufgrund der großen Unterschiede zwischen einzelnen Inseln. Man bedenke dass sich Indonesien von West nach Ost über 5000 Klometer erstreckt. Am anstrengendsten und nervigsten habe ich damals Bali erlebt. Ich kam von Lombok, hatte die Fähre noch nicht ganz verlassen und wurde schon von reichlich Touts empfangen, die mir Delfintouren und Weireres verkaufen wollten. Dazu musste in vielen Regionen über alles Mögliche verhandelt werden, vom Preis im preiswerten Restaurant bis zur Unterkunft. Vielleicht hat sich das ja in den vielen Jahren etwas gebessert.

  • Malaysia, Malaysia kenne ich neben den Philippinen am besten und ich fühl mich dort sehr wohl. Dass die Esskultur stark indisch geprägt ist bezweifle ich. Indisches Essen ist stark verteten, das ist schon richtig, aber z.B. besonders in Städten wie Georgetown/Penang sind eher chinesische Küchen dominierend. Es sei denn ich halte mich hauptsächlich in Little India auf. Dazu gibt es reichlich malaiisches Essen. Ich liebe die Nasi Kandar Restaurants,
    Was ich in Malaysia persönlich sehr schätze ist, dass mir als Tourist kaum „Aufmerksamkeit“ entgegen gebracht wird. Ich meine Aufmerksamkeit im Sinne von „Hey Joe“, „Mister, you buy“ usw. Ich kann einfach unterwegs sein, ohne dass mich irgend jemand nervt.
    Das Preisniveau in Malaysia ist insgesamt etwas höher, man sollte aber bedenken, dass Malaysia einen wesentlich höheren Lebensstandard hat als die Nachbarländer.

Das solltest Du aber auch von den Philippinen kennen, auch in Indonesien gab es das früher häufig.

Das sehe ich ganz genauso. Das praktische an Indonesien ist, dass die „schöne Zeit“ vom Juli bis November geht und erst im Dezember die Regenzeit richtig anfängt. Dann kann man wieder rechtzeitig zu Beginn der Trockenzeit wieder in Thailand oder Philippinen aufschlagen. Ich finde Indonesien tatsächlich auch noch sehr spannend, wobei ich nicht der Abenteurer bin, der Lust auf Survivaltrips durch den Dschungel von Borneo hat.

Das habe ich anders gesehen:
Ich habe gerade in Kuala Lumpur extrem viele Obdachlose gesehen, die zudem von Drogen oder was auch immer gezeichnet sind. Malaysia ist teurer aber den höheren Lebensstandard habe ich nur teilweise ableiten können.

Und auf den Philippinen hat man in der Stadt durchaus den Hähnchenschenkel mit Gabel und Löffel geschickt zerteilt und schön mundgerecht auf den Löffel dann platziert. Aber das muss alles, wie gesagt nicht repräsentativ sein.

In besonders stark touristsich frequentierten Orten wie Georgetown/Penang zahlt man tatsächlich um Einiges mehr als an anderen Orten. In Kuala Lumpur findet man alleine schon aufgrund der riesigen Anzahl von Hotels vernünftige Angebote. Hier sei die Gegend zwischen KL Sentral und Brickfields empfohlen.

Ich habe vor nicht allzu langer Zeit beim Friseur in Penang 15 Ringgit für einmal Kahlschlag bezahlt, das sind aktuell ca. 3,20 €.

Ich verstehe nicht, dass die Philippinen hier nicht eher den Weg Malaysias gehen. Bei meinem letzten Visum-Antrag wollte man tatsächlich Einkommensnachweise sehen. Das habe ich vorher noch nie erlebt, weder auf den Philippinen noch sonstwo. Ich kenne einige Leute bei denen das ein KO Kriterium gewesen wäre. Hier legen die philippinischen Behörden eine gewisse Arroganz an den Tag.

Es muss ja nicht gleich ein Survival Trip sein. Den Regenwald kann man auch anders erleben. In Kalimantan war ich leider nie, aber in Sarawak und Sabah. Besonders die Aufenthalte in Sarawak (Gunung Mulu und Niah) und in Sabah im Bereich des Kinabatangan Rivers gehören zu den eindruckvollsten Touren die ich je gemacht habe.

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Kuala Lumpur hat die gleichen Probleme wie viele andere, aufstrebende Metropolen. Relativ schneller, kapitalistischer Aufschwung kennt viele Verlierer. Das ist leider überall so.

Einkommensnachweis in Malaysia?? Man bekommt doch bei Einreise ein völlig kostenloses Visa on Arrival für satte 3 Monate. Erst darüber hinaus wird es schwierig.

In Indonesien musste ich für mein C1-Visum (2 Monate Touristenvisum) zum ersten mal ein Kontoauszug übermitteln. Aber die Anforderung von 2000 USD Kontoguthaben ist natürlich auch lächerlich niedrig.

Nein, das war für das Touristenvisum für die Philippinen.

Tatsächlich. Da sind die Philippinen also nicht mehr alleine mit diesen Anforderungen.
Vor längerer Zeit war es einfach in Indonesien. Bei Einreise gab es 2 Monate Aufenthaltsdauer, aber grundsätzlich nicht verlängerbar. Aufgrund der Größe des Landes war es sinnvoll, sich frühzeitig Gedanken zu machen, wohin man zum Visarun ausreisen könnte. Ich bin von Timor/Kupang nach Darwin geflogen, das bot sich aufgrund der Nähe an.

also ich lese da Verlängerung 2230 und die Expressgebühr hab ich nie bezahlt, ganz ohne Probleme! Dann kamen noch ein paar 100 Peso fürs Reisebüro hinzu und das wars! Die 2600 die ich angeführt habe!

Dann hast du eine besondere Immigrationsstelle oder besondere Beziehungen. Egal ob ich die Verlängerung am Flughafen in Manila, auf der Immigration in Lapu-Lapu oder online gemacht habe. Die Express Fee wurde immer dazu berechnet und da konnte man auch null, null mit den Beamten diskutieren. Keiner von meinen Bekannten aus Cebu wurde von der Express Fee verschont.

Ích habe im Internet gelesen, dass es wohl bei einigen Immigration möglich wäre sich von der Express Fee befreien zu lassen, wenn man beim Antrag den Original-Reisepass abgibt und dann alles nach einer Woche wieder abholt. Aber das ist halt auch ziemlich aufwändig.

Das ist auch meine Erfahrung aus Tacloban. Ohne Express Fee lief da nie etwas. Auch wenn ich sagte dass ich den Pass einige Tage später abholen würde. Keine Chance.

Zwei weitere sehr interessante Länder fehlen noch in dieser Aufzählung .

Laos und Myanmar ( Burma )

Beide Länder sind sehr beliebt bei Reisenden wobei Myanmar im Augenblick zwar geöffnet ist für den Tourismus aber wegen den politischen Problemen im Land eher wenig besucht .

In beiden Ländern darf man nur mit Visa einreisen wobei Laos für Schweizer und Luxemburger eine 15 Tage visafreie Einreise ermöglicht . ASEAN ist natürlich auch visafrei. Das war ideal damals als wir in Thailand lebten und alle 2-3 Monate unseren Visa run machen mussten . Deshalb waren wir oft in Laos unterwegs und wir haben das Land lieben gelernt .

Vientiane , Luang Prabang waren dann schnell in den Händen der Rucksacktouristen ,fuhr man aber hoch nach Phonsavan und besuchte die weltberühmte Plaine des Jarres ( Ebene der Tonkrüge ) war man allein mit den Einheimischen .

Weil ich ein grosser fan von Peter Scholl-Latour war und immer noch bin habe ich viele Orte besucht die er in seinen Büchern beschrieb und die Ebene der Tonkrüge gehört dazu .

Als dann Jahre später immer mehr Touristen den Weg nach Laos fanden und es sogar möglich war mit Miet Bikes das ganze Land biss Pakse zu bereisen war meine Zeit in Laos vorbei und ich habe mich auf Myanmar konzentriert .

Myanmar ist wie ich finde das asiatischte Land in SOA und der Budhismus ist allgegenwärtig . Vom Land waren wir begeistert aber die sehr grosse Enttäuschung war das was Burma kulinarisch zu bieten hatte . Gelegen zwischen Thailand / China und dem indischen Subkontinent erwartet man eine sehr gute Küche . Dem war nicht so , die Hotels meistens schlecht und in der Provinz sogar extrem schlecht . Es gibt zwar auch gute Zimmer aber die sind meistens auf Monate im voraus ausgebucht . Fehlende Eigeninitiative von Privatleuten denkt man aber später merkt man dass die Politiker das alles unterbinden und die Generäle die Kontrolle behalten wollen .
Als Land unbedingt sehenswert ,sollte die Sicherheitslage sich beruhigen und wieder die meisten Landesteile öffnen .

Wann war Eure Zeit in Laos?

ich hab das ganz simpel mit dem Reisebüro gemacht, die nehmen ein paar hundert fee, ich spar mir den weg und gut ists. Musst halt entsprechend früh dort sein, paar wochen vor dem Termin. Ansonsten kein Problem, normal hier in AC!

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Die war über eine lange Zeit :slight_smile:
Erstes Mal über Nongkai eingereist in 1991 , dann wurde es einfacher als die Thai/Lao Brücke geöffnet wurde im Jahr 94 oder 95.

Ich war regelmässig in Laos zwischen 2003 und 2010 und danach ab 2015-2018 .

Ich war im Januar 1996 dort. Kam mit dem Flieger aus Hanoi. Laos kam mir damals vor als würde alles mehrere Gänge langsamer laufen als in Vietnam oder Thailand. Irgendwie lag ein „großes Schnarchen“ über dem Land. Mir hat es damals sehr gut gefallen.

Das sagten damals schon die Franzosen die dort wohnten als das Land noch zu französisch Indochina gehörte .

Die Vietnamesen pflanzen den Reis , die Kambodschaner schauen ihm zu wie er wächst und die Laoten hören ihm beim Wachsen zu .

Ja das Land der Millionen Elefanten hatte die Ruhe weg ,soll sich aber nun ähnlich wie Kambodscha unter dem erdrückenden Einfluss von China auch geändert haben . So eine direkte Zugverbindung zwischen Kunming und Vientiane bringt nicht nur wirtschaftliche Entwicklung sondern das ganze Land ändert sich und wo Chinesen in Massen auftreten ist an Ruhe nicht mehr zu denken .

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Da mag etwas dran sein, wobei natürlich die vielen anderen Besucher noch dazu kommen. Ich weiß nicht ob ich nochmal hin fahren würde. Manchmal kann ein zweiter Besuch nach so vielen Jahre auch eher frustrierend wirken.
Nach Kambodscha fahre ich sicherlich nicht mehr. Mein Aufenthalt 1992 war sehr besonders. Es gab damals noch den SOC (State of Cambodia), verwaltet durch die UN. Die Wiederherstellung des Königreichs erfolgte später. Die Einreise war mehr als einfach, hinfliegen, Gebühr nach gewünschter Aufenthaltsdauer bezahlen, Stempel in den Pass und gut wars. Wenn ich mich recht erinnere war bis zu einem Jahr möglich.
In Angkor Wat waren wir zum Sonnenaufgang ca. 15 Personen. Wir mieteten uns Mopeds direkt von der Straße für 5 US$. Ohne jeglichen Papierkram. Der Visitors Pass war recht teuer, aber damit konnten wir üvberall frei rum fahren. Das wurde wohl später untersagt. Wenn ich mir heute Berichte über Kambodscha durchlese, hat sich anscheinend vieles negativ verändert, China hat das Land im Grunde übernommen.

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