Busunglück mit Philippinischen Reisenden

Nach ersten Erkenntnissen kam der Reisebus auf Höhe Stoffersberg im Landkreis Landsberg (Oberbayern) alleinbeteiligt nach rechts ab, stürzte in die Böschung hinab und kippte schließlich auf die Seite. Der Polizei zufolge saßen in dem Reisebus 35 Personen, darunter 33 philippinische Fahrgäste. Der Reisebus war laut der Polizei Oberbayern Nord in Mailand gestartet und auf dem Weg zum Oktoberfest nach München.

https://www.allgaeuer-zeitung.de/allgaeu/toedlicher-bus-unfall-auf-a96-bei-buchloe-zwei-tote-und-viele-verletzte-stau-autobahn-auf-dem-weg-zum-oktoberfest-115371486

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Irgendwo habe ich gelesen, dass die Polizei im Wald nach herumirrenden Pinoys mit Hunden suchen musste… :thinking:

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Man liest ja leider immer wieder von schweren Unfällen mit Fernbussen; daher folgende statistischen Hinweise zur Sicherheit von Verkehrsmitteln (KI-Quelle: GPT 6 Astra)

Statistisch sind Fernbusse sichere Verkehrsmittel, aber die Bahn ist nochmals deutlich sicherer. Der aktuelle Unfall auf der A96 ändert an dieser langfristigen Einordnung nichts, auch wenn solche Ereignisse wegen der vielen Betroffenen verständlicherweise sehr präsent wirken.

Die derzeit beste vergleichbare EU-Auswertung stammt von der European Union Agency for Railways (ERA) und betrachtet einen Zehnjahreszeitraum 2012–2021. Gemessen wird die Zahl der Todesfälle je 1 Milliarde Personenkilometer:

Verkehrsmittel Todesfälle je 1 Mrd. Personenkilometer
Bahn 0,077
Reisebus/Fernbus 0,228
Pkw 2,603
Verkehrsflugzeug 0,065

Damit ist das statistische Todesfallrisiko eines Busfahrgasts ungefähr dreimal so hoch wie das eines Bahnreisenden. Gleichzeitig ist ein Reisebus gegenüber dem Pkw außerordentlich sicher: Das Risiko für Pkw-Insassen liegt nach dieser Untersuchung rund 11-mal höher als im Reisebus. [European Union Agency for Railways]

Anders ausgedrückt: Bei gleicher zurückgelegter Strecke entsprechen die Zahlen grob einem Todesfall auf etwa 13 Milliarden Personenkilometer in der Bahn, gegenüber einem auf etwa 4,4 Milliarden Personenkilometer im Reisebus. Das sind bei beiden Verkehrsmitteln extrem niedrige Risiken.

Warum wirken Busunfälle trotzdem vergleichsweise häufig?

Das hat vor allem mit der Wahrnehmung zu tun. Bei einem normalen Pkw-Unfall sind typischerweise wenige Personen betroffen. Bei einem Reisebus können dagegen 30, 40 oder 50 Menschen gleichzeitig verletzt werden. Ein einzelnes Ereignis wird deshalb bundesweit berichtet und bleibt im Gedächtnis. Genau deshalb verwendet die ERA einen Zehnjahresdurchschnitt: Schon ein einziger schwerer Bus- oder Bahnunfall kann die Jahresstatistik erheblich verzerren. [European Union Agency for Railways]

Außerdem fährt der Bus im normalen Straßenverkehr. Er ist damit Risiken ausgesetzt, die die Eisenbahn weitgehend nicht hat: Gegenverkehr bzw. andere Fahrzeuge, Autobahnabfahrten, Baustellen, Witterung, Fahrbahnzustand und insbesondere menschliche Faktoren beim Fahrer. Busse bleiben innerhalb des Straßenverkehrs dennoch die sicherste Form der motorisierten Personenbeförderung. Auch die EU-Kommission bezeichnet Bus und Reisebus als die sicherste Form des Straßenverkehrs. [Mobility & Transport - Road Safety]

Zum A96-Unfall vom 27. September

Der von Ihnen angesprochene Unfall war tatsächlich außergewöhnlich schwer. Der Reisebus kam am frühen Sonntagmorgen auf der A96 zwischen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West von der Fahrbahn ab, fuhr eine Böschung hinunter und kippte auf die Seite. Zwei Menschen starben, acht wurden schwer verletzt, zahlreiche weitere leicht. Andere Fahrzeuge waren nach bisherigem Ermittlungsstand nicht beteiligt. Die Unfallursache ist noch Gegenstand der Ermittlungen; deshalb wäre es derzeit verfrüht, etwa Übermüdung oder einen Fahrfehler als Ursache festzustellen. [tagesschau.de]

Ein Detail dürfte Ihnen besonders aufgefallen sein: Im Bus befand sich eine philippinische Reisegruppe, die von Mailand zum Oktoberfest nach München unterwegs war. [tagesschau.de]

Was bedeutet das praktisch?

Für eine Strecke wie beispielsweise München–Berlin oder München–Wien würde ich allein unter dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherheit die Reihenfolge so einordnen:

Bahn ≫ Fernbus ≫ Pkw,

wobei „≫“ nicht bedeuten soll, dass ein Fernbus gefährlich wäre. Im Gegenteil: Bahn und Fernbus gehören beide zu den sichersten Möglichkeiten, größere Entfernungen zurückzulegen. Der statistisch relevante Unterschied ist, dass die Bahn beim Todesfallrisiko pro Kilometer noch etwa um den Faktor 3 besser abschneidet.

Interessant wäre zusätzlich die Verletzungswahrscheinlichkeit, nicht nur das Todesfallrisiko. Gerade dort könnte sich der Unterschied zwischen ICE/Bahn und Fernbus noch deutlicher zeigen, weil beim Umkippen eines Reisebusses viele Personen gleichzeitig verletzt werden können. Ich kann Ihnen dazu die deutschen bzw. europäischen Zahlen für Tote + Schwerverletzte bei Bahn, Reisebus, Pkw und Flugzeug gegenüberstellen.


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Das ist das einzige wo ich noch einen Verbrenner fahren würde, und zwar morgens um 3. Dann ist man auch relativ schnell am Ziel :wink:

Das letzte Mal, dass ich diese Strecke mit dem Bus gefahren bin, wurden an der Grenze die Pässe kontrolliert. Und mit „Grenze“ meine ich das Brückenrasthaus Frankenwald. Ist mir in der Bahn noch nicht passiert.

Vielleicht bin ich auch kein Busmensch. Ausgenommen vielleicht ein Tourbus, aber auch die Zeiten sind eher vorbei.

KI-Slop der dümmsten Sorte. Wenn ein ICE „umkippt“, dann ist das üblicherweise nicht eine Tagesschau-Meldung, sondern ein ARD Brennpunkt und Sonderberichterstattung. Da zählt man üblicherweise die Überlebenden statt der Toten. Nicht nur sitzen im ICE viel mehr Menschen, der ist gemeinhin auch viel schneller unterwegs. Angeschnallt sind die Leute in beiden Fällen nicht, wobei es im Bus immerhin die theoretische Möglichkeit gibt.

Im Zugverkehr ist es allerdings auch so, dass (noch) nicht (überall) um jeden Preis gespart werden muss und dann möglicherweise auch zulasten der Sicherheit (Lenk- und Ruhezeiten, Wochenarbeitszeit der Fahrer). Die Bus-Branche ist da unter ganz anderem Druck, grad im Fernbus-Bereich.

Seit 1999 müssen Reisebusse mit Gurten ausgerüstet sein.
Es besteht Anschnallpflicht seit 2006.

Von „umkippen“ eines Zuges war gar keine Rede bei der KI oben.

Wird das auch durchgesetzt? Ich habe das bisher nicht gesehen – aber meine Datenbasis ist auch dünn. Vielleicht ist es bei Reisegruppen anders als bei Flixbus.

Es ging um Unfälle, und ICE-Unglücke sind meist verheerender als Bus-Unfälle. Daher das „Umkippen“ in Anführungszeichen. Es bleibt halt einfach so wie es da steht eine falsche Aussage, speziell da als Begründung angeführt wird dass im Bus viele Leute sitzen.

Man darf nicht immer alles glauben, was die Wortratemaschinen so in die Welt spucken, und man sollte sie definitiv nicht in Schutz nehmen.

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